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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Mittwoch, 27. Juli 2016

Rangierhilfe

zonebattler's Bürolok mit ambulant angepaßter Lesebrille
Sonntag, 24. Juli 2016

Land der Lupinen und Lakritzen (1)

Der Einladung eines derzeit dort lebenden und arbeitenden Freundes aus heimischen Gefilden folgend, machten sich der zonebattler und seine bessere Hälfte Anfang Juni nach (Süd-)Schweden auf. Knapp drei Wochen lang wollten wir im Hause unseres Gastgebers leben, uns dort nützlich machen und die Abende und Wochenenden zu ge­mein­sa­men Unternehmungen nutzen.

Die U-Bahn brachte uns von Fürth zum Nürnberger Flughafen, mit KLM Cityhopper hupf­ten wir dann von dort erst nach Amsterdam und von da aus nach Linköping. Schon im Landeanflug auf den beschaulichen Linköping City Airport (mit immerhin je zwei plan­mäßigen Starts und Landungen pro Tag) war offensichtlich, daß Wald und Wasser bestimmende Elemente eines naturnahen Urlaubs werden würden:

im Anflug auf Linköping

Unser Freund empfing uns am Gate mit großem Hallo und dem Schlüssel des für uns be­reits angemieteten Leihwagens. Der rennsemmelgewohnte zonebattler hatte seine liebe Not, sich in dem vergleichsweise luxuriösen Gefährt zurechtzufinden und dessen Motor überhaupt erst einmal anzulassen (nicht per Schlüsseldrehung, sondern per Knopfdruck). Immerhin hatte er dann auf der gut einstündigen Fahrt nach Grytgöl in der östergötländischen Flächengemeinde Finspång genug Gelegenheit, sich mit den Ei­gen­schaf­ten des ungewohnten Vehikels einigermaßen vertraut zu machen. [1]

Schon bald nach der Ankunft in des Freundes herrlichen Häuschen waren die Koffer geleert, die Klamotten verstaut, die Neugier auf Land und Leute groß. Auf ersten Spa­zier­gän­gen und -fahrten erlebten wir quasi die Essenz des schwedischen Land­le­bens. Der mitunter zu plakativen Generalisierungen neigende Autor gewann dabei den Eindruck, daß – von regelbestätigenden Ausnahmen abgesehen – die schwe­di­schen Häuser grundsätzlich rot gestrichen und die Autos sämtlich von Volvo fabriziert sind:

typisches Schwedenhaus mit untypischem Volvo-Pickup

Die von Franken aus gesehen gut 1.500 km weiter nördlichere Lage merkt man unter anderem am Licht: Es wirkt auch im Hochsommer irgendwie herbstlich, da die Sonne flacher über dem Horizont steht und die Schatten daher selbst zur Mittagsstunde deutlich schräger fallen als daheim. Und natürlich ist es länger hell als gewohnt: Erst nach 23 Uhr wird es einigermaßen dunkel, und schon um vier Uhr in der Früh‘ kann man ohne Lampe dem beginnenden Tag ins freundliche Antlitz sehen. Im Winter kehrt sich das Ganze dummerweise um, weshalb man hinter jedem Fenster min­de­stens eine stuben- und stimmungsaufhellende Leuchte stehen sieht…

Die langen Abende boten sich natürlich an zu ausgedehnten Spaziergängen ums Haus herum. Kein Verkehr, kaum Menschen, frische Luft und so gut wie keine zi­vi­li­sa­tions­typischen Geräusche: Da staunt der Städter, der daheim zwar kurze Wege und kul­tu­rel­le Vielfalt genießt, aber eben auch die Schattenseiten des Lebens im Ballungsraum immer vor Augen (sowie in Nase und Ohren) geführt bekommt. Der zonebattler freute sich ferner über die zahllosen Motive am Wegesrand und wußte anfangs kaum, wohin er seine Kameralinse zuerst richten sollte.

verlassenes Gebäude bei Grytgöl

In dieser Gegend des Landes nahm die Industrialisierung Schwedens einst ihren An­fang: Nach Eisenerz gegraben (und Kanonen gegossen) wurde hier schon vor Jahr­hun­der­ten. Alles dazu Nötige (eisenhaltiges Gestein, Holz und Wasserkraft) war ja reich­lich vorhanden. Heute sind zahlreiche Überbleibsel von alten Industrieanlagen in pit­to­res­ker Umgebung zu bewundern, mitunter werden sie in ehrenamtlicher Arbeit er­hal­ten und zumindest tageweise zu neuem Leben erweckt.

Apropos Leben: Nein, Elche haben wir (jedenfalls in freier Wildbahn) keine gesehen, die tappen ja gerne in der Dunkelheit herum und die nutzten wir zum Schlafen. Weniger bedauerlich fanden wir den Umstand, daß wir wenig bis gar nicht von ste­chen­den Insekten heimgesucht wurden. Floraseitig überraschte uns die Entdeckung, daß so gut wie überall an den Straßen- und Waldesrändern (sowie in zahllosen Vor­gär­ten) bunte Lupinen fröhlich vor sich hin blühten:

Lupinen im Wald

Diese Pflanzen gedeihen in Schweden dermaßen reichlich und üppig, daß der Be­richt­er­stat­ter sie hiermit für sich zum inoffiziellen Wappentier erklärt, vergleichbar etwa der Distel Schottlands. Übrigens war es gar nicht so einfach, ein paar prächtige Exemplare irgendwo auszubuddeln und in des Freundes Garten zwecks landestypischer Verzierung desselben wieder einzugraben: Die elend langen Pfahlwurzeln sind der­maßen miteinander verwachsen, daß selbst gute 80 kg Körpergewicht auf dem Spaten nicht ausreichen, das Gekröse umstandslos zu durchstechen…

Verweilen wir noch etwas im 250-Seelen-Dorf Grytgöl (das zweite »g« im Namen wird übrigens wie ein »j« ausgesprochen), dessen Einwohnerschaft sich in großzügiger Verdünnung über etliche Hektar Fläche verteilt. Massenmenschhaltung ist hier un­be­kannt, vielmehr lebt man luftig und uneingeengt, z.B. in alten Fabrikantenvillen:

ehem. Fabrikantenvilla

Man muß natürlich dazusagen, daß Schweden im Vergleich zu Deutschland 90.000 Quadratkilometer mehr Fläche, aber nur 1/8 der Einwohner hat. Während sich also in der Bundesrepublik durchschnittlich etwa 230 Leute einen Quadratkilometer teilen, leben in Schweden nur 22 Menschen auf der gleichen Fläche. Aber auch dort wollen die meisten jungen und agilen Zweibeiner eher in den Städten wohnen, was sich auf die Immobilienpreise weiter draußen im Land merklich auswirkt: Für um­ge­rech­net 100.000 EUR kann man ein schönes Häuschen mit mehr Garten drumherum be­kom­men, als einem womöglich lieb ist, aber dafür muß man halt zum nächsten Su­per­markt unter Umständen mehr als 30 km weit fahren. Von der Pendelei zum Ar­beits­platz nicht zu reden.

Dafür findet man auf der anderen Seite der Medaille Ruhe und Frieden, und das ist natürlich auch was wert. Wald und Wasser sind quasi immer in fußläufiger Nähe, und ein Spaziergang entlang der Trampelpfade hat stets auch etwas Meditatives…

alter Industriebau an künstlich aufgestautem Gewässer

Denkt man an öffentliche Freibäder, hat man als Germane sofort eine kakophonische Geräuschkulisse aus Kindergeschrei, Wasserplatschern, Rufen und Fluchen im Ohr. Nicht so im schwedischen Hinterland: Jedes Kaff verfügt über Gewässer, die sich ohne großes Drumherum zum Baden und Schwimmen eignen (und zum Angeln sowieso).

Eine »Badeanstalt« besteht daher im Wesentlichen aus einem Stück gemähter Wiese, einem Umkleideschuppen, einem Steg, einem Rettungsboot nebst Rettungsring und viel, viel waldumstandenen Wasser. Hören tut man dort meist gar nix, denn mehr als eine Handvoll Dorfnixen ist in der Idylle gemeinhin nicht anzutreffen:

Badesee von Grytgöl

Ach ja… Beim Bebildern dieser höchst subjektiven Reise-Reportage befällt den Be­richt­er­stat­ter ein starkes Verlangen, sogleich wieder gen Schweden aufzubrechen. Er wäre auch jederzeit willkommen im Haushalt seines weiland Forchheimer (und später nach Fürth migrierten) Freundes, allein der Jahresurlaub ist vollständig aufgebraucht und die nächste Gelegenheit zum Flug in die Ferne böte sich damit allenfalls in der Betriebsruhe zwischen Weihnachten und Silvester. Aber dann sind die Tage dort dro­ben im Norden kurz und duster und statt eines Mietwagens bräuchte man min­de­stens einen Schneepflug, wenn nicht gar einen Bergepanzer…

Zum Thema Spezialfahrzeuge sei hier noch erwähnt, daß die Schweden gerne alte Automobile sammeln: Namentlich klassische US-Straßenkreuzer stehen hoch im Kurs, und das, obwohl es hier in der Nachkriegszeit keine Besatzer gab, die mit derlei mon­dän gestalteten Spritschluckern publikumswirksam herumfuhren. Egal, der Benzin-Virus hat auch die Motorfreaks im neutralen Schweden befallen, und so sieht (und hört) man auch im entlegensten Hinterland immer wieder mal einen Amischlitten mit sonor blub­bern­dem V8-Motor vorbeicruisen. Was nicht mehr fährt, wird auf dem ei­ge­nen Grund abgestellt, auch diese (Un-)Sitte scheint man von den Amerikanern über­nom­men zu haben:

abgestellter Traktor

Ob chromblitzendes Schlachtschiff, 90er-Jahre-Kombi oder alte Traktoren wie der oben gezeigte: Was immer ausgedient hat oder unfallbedingt nicht mehr aus eigener Kraft fahren kann, wird nicht etwa verschrottet, sondern an mehr oder weniger prominent sichtbarer Stelle vor oder hinter dem Haus dauerdeponiert. Der Besucher wundert sich darüber bis heute, denn er kann sich schwerlich vorstellen, daß ein ohne weitere Konservierungsmaßnahmen offen unter freiem Himmel endgelagertes Kraft­fahr­zeug jemals wieder erfolgreich instandgesetzt werden könnte: Sonne, Regen, Schnee und krasse Temperaturunterschiede dürften derlei Absichten von Jahr zu Jahr weiter unterminieren. Aber vielleicht ist das »Gras darüber wachsen lassen« in Schwe­den ja die deutlich billigere Alternative zur ordnungsgemäßen Ent­sorgung?

Mit diesem ersten Blick in die rätselhafte Mentalität der Schweden lassen wir es für heute bewenden. In der nächsten Folge machen wir uns in ein paar Tagen auf den Weg in eine größere Stadt und begeben uns anschließend auf eine Landpartie mit allerlei weiteren ungewöhnlichen Ein- und Ausblicken. Hej så länge!

 
[1] Wie so oft hatte ich nach der Heimkehr später das Gefühl, der eigene Wagen wäre durch Standschäden quasi unbenutzbar geworden: Lenkung und Pedale überaus schwer­gängig, die Bremse zwar verzögernd, aber doch deutlich träger. War natürlich wieder einmal nur eine Frage der (Um-)Gewöhnung…

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Sonntag, 3. Juli 2016

Reise ins Irgendwo

Dumont-Bildatlas »Mosel« mit nicht spezifizierter Rückenbeschriftung
Dienstag, 28. Juni 2016

Sommerliches Stockholm

Impressionen aus Stockholm
 
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Mittwoch, 15. Juni 2016

Geschmackssache (3)

Tigerkaka
Montag, 13. Juni 2016

Dreischattigkeit

Drei Freunde, drei Schatten
Donnerstag, 2. Juni 2016

Rosenrot

Rosen in üppiger Blüte an des zonebattler's Schrebergarten
Montag, 16. Mai 2016

Geleitschutz (2)

Drei Einsatzwagen in Einsatzpause
Samstag, 14. Mai 2016

Klangzauberer

Fast auf den Tag genau 20 Jahre besitze und betreibe ich den nachfolgend gezeigten und heute zum Verkauf angebotenen Klang-Prozessor Behringer Stereo Ultrafex EX 4000. Jetzt brauche ich ihn nicht mehr und möchte ihn in wertschätzende Hände (und an ebensolche Ohren) weitergeben.

Das Gerät habe ich ich am 19. Mai 1996 neu gekauft, und es hat in den zwei Dekaden bei mir keine mit bloßem Auge erkennbaren Gebrauchsspuren abbekommen. Die Funktion ist selbstverständlich tadellos. Weder habe ich Kondensatoren getauscht noch Ballistol hineingesprüht, geschweige denn von Jungfrauen bei Neumond zu­recht­ge­schnip­pelte Holzscheiben eingeklebt. Tatsächlich habe ich nicht mal den Deckel ab­ge­schraubt, um zu schauen, was alles drin ist in der mysteriösen Blechschachtel…

Wie immer habe ich alles fein säuberlich aufgehoben, was dazugehört, also Be­die­nungs­an­lei­tung, Rechnung, Originalverpackung. Ferner gehören noch die beiden im ersten Bild gezeigten, schwarz gefärbten DIY-Holzklötze dazu: Ich hatte meinen Plattenspieler auf dem Prozessor stehen und dessen Gehäuse mit den paßgenau ge­säg­ten Holzteilen quasi nach hinten auf stapelbares Format erweitert. Zwischen den beiden Klötzen war Platz gelassen für die Zuführung der Signalkabel (Fotos sind per Mausklick vergrößerbar):

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Hier eine weitere Frontansicht des audiophilen Zauberkastens:

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

So schaut das solide gearbeitete Teil von hinten aus:

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Und natürlich sind die seitlich anschraubbaren »Ohren« für die Montage in einem 19″-Rack auch mit dabei:

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Das Typenschild auf dem Originalkarton:

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Auszug aus der Bedienungsanleitung (1):

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Auszug aus der Bedienungsanleitung (2):

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Auszug aus der Bedienungsanleitung (3):

Behringer Stereo Ultrafex EX 4000 (Foto: Ralph Stenzel)

Mein Einsatzbereich war in der Tat nicht das Studio (also das »Aufpeppen« von ei­ge­nen Aufnahmen), sondern das Würzen der Wiedergabe in der heimischen HiFi-Kette. Ich hatte den Prozessor als einschleifbaren »Adaptor« an meinen SONY TA-550ES Ver­stär­ker angeschlossen und brachte damit einen subjektiv recht erstaunlichen Schuß »Extra-Musikalität« in meine CD-Sammlung.

Zu guter Letzt der Preis: Für das weiland 330 DM teure Gerät hätte ich gerne noch schlan­ke 60 EUR, Holzklötze und DHL-Paketversand innerhalb Deutschlands inklusive. Anfragen bitte per Mail.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Adlertag

The Eagle has landed:

skelettierter Vogel auf gelber Pappe

Der kommt daheim in die Mappe zu seinen mindestens 21 Jahre jüngeren Vorgängern!

Dienstag, 10. Mai 2016

Ohrensausen

Gut 25 Jahre habe ich wohl mit den falschen Lautsprechern gelebt: Neue (Klang-) Welten tun sich seit gestern Abend auf, hunderte von CDs müssen neu gehört werden. Ich fasse es kaum. Der Weg zurück keine Option, das war nach wenigen Minuten klar. Details später.

Montag, 9. Mai 2016

Quantensprung

Aus alt mach‘ neu: In 2 Minuten von der volljährigen Rennsemmel zum Neuwagen!

zonebattler's Rennsemmel mutiert zum Neuwagen (Phase 1)
 
9. Mai 2016, 21:06 Uhr MESZ
 
 
zonebattler's Rennsemmel mutiert zum Neuwagen (Phase 2)
 
9. Mai 2016, 21:08 Uhr MESZ
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