Wenn der zonebattler in seiner Eigenschaft als Trainer (für den Kopf, nicht für den Körper) zum Einsatz ausrückt, dann tut er dies mit dem schnellsten und bequemsten aller verfügbaren Landfahrzeuge, dem ICE. Sehr gediegen, überaus kommod. Jedenfalls in der 1. Klasse.
Neulich meinte eine nette Nachbarin, mich um das dienstliche First-Class-Ticket beneiden zu müssen. Ich erwiderte, sie meinerseits zu beneiden um den in meinen Augen noch viel größeren Luxus, gar nicht erst irgendwohin fahren zu müssen. Da war die Gute denn doch verblüfft... Ist eben alles eine Frage der Perspektive!
Anläßlich meines letzten Engagements in München bin ich während der Hinfahrt am Sonntagabend (!) fast auf dem Fußboden des Wagens gelandet: Die neuen Ledersitze waren ebenso wohlriechend wie glatt, und als ich mich etwas zu lässig auszustrecken begann, kam ich urplötzlich ins Rutschen und konnte mich nur mit knapper Not (gerade noch) wieder fangen!
Lustig sind auch die Erlebnisse mit den Mitreisenden: Die übrigen »Erstklässler« sind ja zumeist ebenfalls Geschäftsreisende (wenn auch weniger farbenfroh gekleidet als ich), und als Wichtigmänner wollen (oder können) sie natürlich nicht in die Niederungen der Handy-Programmierung hinabsteigen. Deswegen erwachen ihre Telefone fast alle mit dem gleichen Standard-Gedudel, und es greift sich ein Dutzend smarter Schlipse synchron ins Sakko, wenn bei einem von ihnen die Handgurke loslegt...
Was einem dann bisweilen zugemutet wird in Sachen unfreiwilliger akustischer Teilhabe an privaten oder geschäftlichen Interna, sprengt den Rahmen meiner heutigen Einlassung und wird daher zum Thema eines späteren Artikels gemacht.





