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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Mind – Body – Soul Spätzündung »

Toller Fund, mieser Schund?

Im IC von Stuttgart nach Nürnberg habe ich unter meinem wuchtigen Erste-Klasse-Sitz ein dickes Taschenbuch gefunden, einen Thriller von einer angeblich »weltberühmten« (gleichwohl mir völlig unbekannten) Autorin. Die Schwarte hat ein Lesezeichen in der Mitte und ist der/dem Leser(in) möglicherweise beim Eindösen auf den Abteilboden gerutscht (was nicht für den Inhalt spräche) und hernach wohl mit den Füßen unbeabsichtigt unter den Sitz geschoben worden. So ein »Geschenk des Himmels« (ich pflege bei sowas von einer »Lieferung des Universums« zu sprechen) kommt ja nie von ungefähr, daher überlege ich nun, wie ich mit dieser Fügung des Schicksals am besten umgehen soll…

Erste Möglichkeit: Den Wälzer zum Fundbüro zu bringen. Wird freilich nichts helfen, niemand wird wegen eines jederzeit nachkaufbaren Paperbacks nennenswerten Nachforschungsaufwand betreiben, sondern sich das Ding einfach erneut besorgen (oder eben auch nicht, wenn es sich doch um eher dröge Lektüre gehandelt haben sollte).

Zweite Variante: Das Ding selber zu lesen. Nur ab wo? Ab dem Lesezeichen in der Mitte, um die Buchstaben gleichmäßig abzunutzen? Wäre aber vermutlich nicht gut für das Verständnis der Handlung. Von vorne dann? Dann würde ich die erste Hälfte des Buches doppelt verschleißen, und wer weiß, ob sich der Aufwand lohnt. Vielleicht genau bis zum Lesezeichen, um mich in die Lage des ursprünglichen Besitzers (resp. Besitzerin) zu versetzen? Wäre letztlich sicher auch unbefriedigend….

Nach kurzer Recherche bei amazon.de (sprich Lektüre der dort einsehbaren Lesermeinungen) favorisiere ich eine dritte Option: Ich werde den Roman auf der nächsten Dienstreise wieder »auswildern« und somit erneut in Umlauf bringen: Damit spare ich eine Menge Zeit und mache jemand anderem womöglich eine Freude. Und ich selbst schaue vorsichtshalber fürderhin nicht mehr unter die Sitze, sonst findet das verschmähte Stück Literatur am Ende noch zu mir zurück und glotzt mir in stummer Anklage entgegen… Das wäre mir denn doch arg peinlich!

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