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Wehrlos gegen die Vulgarität?

Ein sehr lesenswerter Artikel aus der Süddeutschen Zeitung.

  1. RJWeb  •  6. Mai. 2006, 12:23 Uhr

    Dieser Artikel …

    … spricht mir schon aus Herz und Seele, auch wenn er sich auf der dritten Seite in eine elegische Breite ergießt, die nach der zart kürzenden Hand des Redaktors ruft.

    Auf jeden Fall wird angesprochen, wo der Schuh drückt : Dass in den Medien (und dazu gehört auch das Internet) unter dem Deckmäntelchen von Freiheit und Marktwirtschaft alles erlaubt scheint, was denen, die eigentlich kein Geld haben, für ein wenig Brot und Spiele auch das bisschen Rest aus der Tasche ziehen will und eine geistig leere Hülle zurücklässt.

    Beispiel Regensburger Wochenblatt, eine aus Werbung finanzierte kostenlose Wochenzeitschrift : Auf der Titelseite wird mit Farbfoto auch auf die windigste Erotikmesse hingewiesen (nicht ohne zu vermerken, dass es auf der Homepage der Zeitung noch mehr zu sehen gibt), in den 09005-Kleinanzeigen werden Ausdrücke benützt, wie sie im Fernsehen (angeblich) erst nach 23 Uhr erlaubt sind, während auf Seite 2 der Chefredakteur immer wieder die behütete Aufzucht seiner liebevoll »Emchen« genannten Tochter beschreibt.

    Es gibt in Regensburg drei Wochenzeitschriften dieser Art, und da sie ja kostenlos verteilt werden liegen sie auch überall herum. Ich möchte einmal wissen, wie der vorgenannte (und von mir als Person auch sehr geachtete) Chefredakteur seine eigene liebevoll aufgezogene Tochter vor der zwar von ihm nicht verfassten, jedoch zur Besserung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse verbreiteten Umweltverschmutzung behüten möchte …

    #1 

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