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Bilderlust statt Fotofrust

Als Besitzer einer Digitalkamera wird man ziemlich schnell mit der Fragestellung konfrontiert, wie man der überbordenden Bilddateienflut auf der heimischen Festplatte Herr werden soll: Wer sich da nicht beizeiten ein halbwegs schlaues Archivierungssystem überlegt, findet sich im wachsenden Chaos der Ordner und kryptischen Dateinamen schon bald nicht mehr zurecht! Ein handhabbares Archivierungsverfahren darf nicht zu kompliziert und arbeitsaufwendig sein, sollte aber andererseits das rasche und gezielte Auffinden älterer Schnappschüsse zuverlässig ermöglichen. In diesem Beitrag will ich interessierten LeserInnen meine persönliche Arbeitsweise vorstellen: Vielleicht kann ich mit meinen Empfehlungen dem einen oder der anderen Anfänger(in) weiterhelfen…

Also zunächst einmal kommen die neuen Fotos ja mit recht untauglichen Namen wie »DSCF0589.JPG« [1] oder auch »Img_0616.jpg« aus der Kamera auf den lokalen Datenträger. Dort benenne ich sie als erstes mit Hilfe des Freeware-Bildbetrachters IrfanView in einem Rutsch in das selbstsortierende Namensformat Jahr-Monat-Tag_Stunde-Minute-Sekunde.jpg um [2], was recht aussagekräftige Dateinamen wie »2006-07-23_16-40-10.jpg« hervorbringt: Das genannte Beispielbild wurde also am 23. Juli 2006 um 16:40 Uhr aufgenommen. Da das Leben im allgemeinen (beim Verzicht auf Zeitreisen) linear entlang der Zeitachse verläuft, haben wir damit schon einmal eine sinnvolle Ausgangsbasis geschaffen [3]… Anschließend werden die Fotos je nach Situation entweder in chronologisch (»2007-05 Campingreise Thüringen«) oder thematisch (»Architektur allgemein«) benannte Ordner verschoben.

Dann mache ich IrfanView wieder zu und arbeite mit einem weiteren Freeware-Bildbetrachter weiter: Der FastStone Image Viewer ist das ideale Werkzeug zum Vergleichen ähnlicher (und Löschen der schlechter geratenen) Aufnahmen. Darüber hinaus verfügt er seit der Version 2.7 beta 2 über eine wunderbare Funktion zum Drucken von »Kontaktbögen«, also Übersichtsseiten mit vielen kleinen Vorschau-Bildchen drauf. Da stelle ich die Optionen so ein, daß ich 40 kleine »Thumbnails« auf ein DIN A4-Blatt bekomme, jedes davon beschriftet mit Dateinamen und Bildgröße in Pixel [Beispiel 1, Beispiel 2]. Die ausgedruckten Blätter werden chronologisch oder thematisch in einen Ordner abgeheftet und die Sache hat sich: Über diesen Katalog in Papierform ist jetzt jedes abgespeicherte Foto rasch zu lokalisieren…

Viel-Knipser und Profis werden zwar auf die erheblich weiterreichenden Funktionen einer Bilddatenbank (Verschlagwortung, Versionsverwaltung) nicht verzichten wollen, aber für mich und Ottilie Normalverbraucherin erscheint mir meine Methode als allemal ausreichend: Man hat ja auch noch anderes zu tun im Leben! ;-)

 
[1] DSCF = Digital Still Camera File

[2] Die dafür nötigen Zeitangaben liest das Programm (eine richtig gestellte interne Kamera-Uhr vorausgesetzt) aus den EXIF-Daten der Bilddateien aus.

[3] Diese Methode hatte ich bereits hier wärmstens empfohlen.

  1. Rolands Spezialtipps  •  16. Aug. 2006, 17:44 Uhr

    … und wie geht das?

    Hallo,

    Danke für diese Tipps.

    …. AAABBER ….

    wie geht das mit dem »in einem Rutsch umbenennen« ???

    Ich find das nicht im Programm, dass man automatisch das Erstellungsdatum als Dateinamen angibt.

    :-(

    #1 

  2. zonebattler  •  16. Aug. 2006, 17:57 Uhr

    Zuerst die gewünschten Dateien…

    …in IrfanView markieren (z.B. mit [Strg]-[A] = alle), dann rechte Maustaste -> »Umbenennen«. Alternative für Tastatur-Freaks: [F2].

    Wenn man schonmal dabei ist, kann man auch gleich alle im Hochformat geknipsten Bilder (verlustfrei) um 90 Grad drehen lassen, sofern das nicht die Übertragungssoftware von sich aus erledigt hat!

    #2 

  3. Rolands Spezialtipps  •  16. Aug. 2006, 18:05 Uhr

    *verzweifel*

    Schön … Danke …

    aber schon wieder ein ABER.

    das Namensformat Jahr-Monat-Tag_Stunde-Minute-Sekunde.JPG muss ich dann selbst eingeben, oder gibt es da auch einen Button?

    #3 

  4. zonebattler  •  16. Aug. 2006, 18:10 Uhr

    Also ein bißchen…

    …lesen (in der Hilfe des Programms) und denken (im eigenen Hirn) muß man natürlich schon, um die völlig frei konfigurierbaren Optionen nach eigenem Gusto setzen zu können. Meine Einstellungen sehen beispielsweise so aus:

    Optionsdialog für das Umbenennen in IrfanView

    Über den »Hilfe«-Knopf kriegt man die Vielzahl der existierenden Parameter gut erklärt. Ich hab‘ da auch erst nachgucken und dann ein wenig experimentieren müssen… Viel Erfolg!

    #4 

  5. Rolands Spezialtipps  •  16. Aug. 2006, 18:15 Uhr

    na na naa

    Danke für den Tipp mit dem Denken und benutzung von Hirn.
    Hatte ich auch getan und sogar die Hilfe verwendet.
    Nur kamen bei mir NICHT die Ergebnisse zustande, so wie sie es beschrieben haben. Ich schob dies aber auf meine nicht so hervorragenden Englischkenntnisse. Zu meiner Verdeitigung kann ich aber sagen, dass es in diesem Fall scheinbar nicht an mir lag, sondern eine andere Ursache hat, dass es nicht funzt – leider.
    Bei mir wird bei einer Auswahl von mehrereren Bildern nur das erste Bild in dem Sinne umbenannt, dass einfach der Teil vor dem ».jpg« gelöscht wurde, und die anderen Bilder unverändert blieben.
    Tja, schade.

    Aber trotzdem vielen Dank für die Tipps und auch für die angedachte schnelle Hilfe. Super und bitte weiter so. ;-)

    Grüße aus der Nachbarschaft
    Roland

    #5 

  6. zonebattler  •  16. Aug. 2006, 18:20 Uhr

    Hoppala…

    …wieso Englischkenntnisse? Ich sprach die ganze Zeit natürlich von der deutschsprachigen Ausgabe von IrfanView! Gut möglich, daß eine ältere oder anderssprachige Fassung nicht mit den gleichen Parametern arbeitet bzw. noch einen Fehler in diesem Programmzweig hat, der erst später entdeckt und ausgemerzt wurde. Mein Tipp daher: Die aktuelle Version 3.98g (»g« wie »German«) samt den passenden PlugIns von www.irfanview.de herunterladen und das Umbenennen damit nochmal probieren: Was bei mir funktioniert, sollte auf jedem x-beliebigen anderen PC genauso klappen!

    #6 

  7. ecco  •  16. Aug. 2006, 18:21 Uhr

    auf’m Mac

    Wer MacOS X benutzt, der kann sich die Dateien bequemst vom kostenlosen Programm ExifRenamer umbenennen und in einen Ordner mit dem aktuellen Tagesdatum verschieben lassen. Dazu muss man nur einmal im Programm Digitale Bilder, das standardmäßig die Bilder auf den Rechner kopiert, bei »Autom. Prozess« ExifRenamer auswählen.
    Bei jedem künftigen Import geschieht die Umbenennung dann von alleine.

    Als Bildbetrachter (mit Drehen, Löschen, als Hintergrundbild auswählen etc. etc.) kann ich CocoaView empfehlen. Natürlich auch kostenlos.

    #7 

  8. Chinaski  •  17. Aug. 2006, 0:46 Uhr

    Eine Frage: Was für ne Marke hat denn deine Kamera? Sony?

    #8 

  9. zonebattler  •  17. Aug. 2006, 6:37 Uhr

    Spielt das denn eine Rolle?

    Datei bleibt doch Datei, egal aus welcher Kamera sie stammt! Womit ich selbst herumknipse, habe ich freilich neulich schon verraten

    #9 

  10. MM  •  18. Aug. 2006, 11:03 Uhr

    Ein anderes Programm

    allerdings englischsprachig – Bulk Rename Utility, auch kostenlos, lässt komplizierte Umbenennungen zu. Der Bildschirm sieht kompliziert aus, aber jede Änderung wird zuerst angezeigt, bevor man es durchführt. Unter Screen Shots sieht man den Hauptbildschirm. Wenn man dort einen Ordner auswählt und dann eine der Möglichkeiten (1) bis (1) ausprobiert, sieht man, wie es funktioniert.

    #10 

  11. Dumrese  •  18. Aug. 2006, 15:12 Uhr

    Thumbnails unter IrfanView

    Auch IrfanView kann Thumbnails und druckbare Kontaktbögen herstellen. Mit »T« oder »Datei«-»Thumbnails« kommt man an die Bildchen.

    #11 

  12. zonebattler  •  18. Aug. 2006, 15:41 Uhr

    Sicher, das geht mit IrfanView schon lange…

    …aber halt längst nicht so schön wie mit dem eleganten »FastStone Image Viewer«: Bekanntlich ist das Bessere ja der Feind des Guten… ;-)

    #12 

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