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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Etagenwohnung vs. Reihenhaus

120 zusammenhängende Quadratmeter (große Zimmer, zwei Balkone) im dritten Altbau-Stockwerk erscheinen mir als angemessene Heimstatt, 4 x 30 untereinander vertreppte Quadratmeter (Mini-Boxen, ebenerdiger Grünstreifen im Handtuch-Format) hingegen als menschenunwürdige Käfighaltung. Brrr.

  1. Nachtblau  •  30. Aug. 2006, 12:42 Uhr

    Dafür, Kampf dem Reihenhaus!

    #1 

  2. zonebattler  •  30. Aug. 2006, 12:52 Uhr

    Aber nicht den Insassen…

    …denn die sind ja schon gestraft genug!

    #2 

  3. Nachtblau  •  30. Aug. 2006, 13:04 Uhr

    Doch denen auch, selber schuld wer sowas erwirbt, und außerdem sind das meistens Oberspießer

    #3 

  4. llork  •  30. Aug. 2006, 21:10 Uhr

    Da muss ich wiedersprechen …

    … nicht Spießer ziehen in solche Gebäude. Es sind leider häufig junge Familien die bei unseren überteuerten Preisen nicht in der Lage sind sich den Traum vom eigenen Heim im Grünen in unserer Region zu erfüllen. Somit wird oft gekauft was der Finanzierungsrahmen hergibt. So nach dem Motto: »So viel Grün und Haus wie möglich«.

    Oft ziehen dann Familien voller Hoffnung und Freude in solche »Legebatterien« – Bereits nach kurzer Zeit macht sich dann bei einigen Frust und Resignation breit wenn festgestellt wird wie wenig Immoblie erworben wurde und welche Entbehrungen für die Finanzierung erbracht werden müssen. Leider führt dies häufig zu Konflikten und Trennung.

    Wir haben in der Region verdammt hohe Immobilienpreise.

    Schaut selbst:
    Klick Haus freistehend mit (!) 1.745 qm Grund und Charakter.

    Klick Was Du bei uns für 200.000 EUR bekommst. Angaben zum »Gartenanteil« werden schon gar nicht gemacht.

    #4 

  5. zonebattler  •  30. Aug. 2006, 21:15 Uhr

    Link-Korrektur

    Das erste Link von Ilork enthält eine Session-ID, die nicht mehr gültig ist. Man entferne den entsprechenden Teil der URL oder klicke einfach hier ! Wenn das auch nicht funktionieren sollte, dann bitte in das Suchfeld manuell die Objekt-Nr. 945309 eingeben…

    Üppig geschnittene Bungalows aus den 1960ern (auf nicht minder generösen Grundstücken) sind heutzutage allerorten zu recht moderaten Preisen zu haben: Die Kinder sind aus dem Haus, den betagten Eltern, so zur selbständigen Haushaltsführung überhaupt noch in der Lage, ist das Anwesen längst zu groß und pflegeaufwendig geworden. Käufer finden sich nicht so einfach, da schon der reine Grundstückspreis flächenbedingt das Budget junger Familien sprengt. Das Wohngebäude selbst gerät da oft zur preiswerten Dreingabe. Freilich ist die Hausinstallation) und manches andere) nach 40 Jahren nicht selten dringend sanierungsbedürftig. Von daher sollte der potentielle Käufer schon noch etwas Kapitalreserve einplanen, denn unverhofft kommmt oft!

    #5 

  6. llork  •  30. Aug. 2006, 21:54 Uhr

    Brutstätten von Amokläufern

    Ich kann dies nur unterstreichen! Ich würde vermutlich früher oder später Amok laufen. Ständiges Treppensteigen, der Nachbar meist näher als meine Familie, keine Möglichkeit für freies Atmen – unvorstellbar. Guck mal hier: pinderpark.

    Der Mensch zieht in Legebatterien. Ist einen Ausflug wert.

    #6 

  7. zonebattler  •  31. Aug. 2006, 6:24 Uhr

    Im Fürther Südstadtpark…

    …ist das nicht viel anders: Wenn man dort die mit überdimensionierten Holzhütten und Grillkaminen verhunzten zugestellten Mini-Gärten von der Größe meines Wohnzimmers sieht, wähnt man sich im Außenbereich einer Baumarkt-Ausstellung! Privatsphäre: Faktisch nicht vorhanden. Da lob‘ ich mir meine (Miet-)Wohnung im über 100 Jahre alten Gründerzeit-Altbau, auf deren beiden Balkon-Freisitzen man den latenten Lauscher nebenan nicht zu fürchten hat…

    #7 

  8. ecco  •  3. Sep. 2006, 11:36 Uhr

    pinder park

    und heute steht in der zeitung, dass 103 anwohner beschwerde gegen die zweite bebauungsplan-änderung für den ‚pinder-park‘ in zirndorf eingelegt haben, da die fläche nun mit mit 425 statt 270 häusern bebaut werden soll. sie fürchten unerträgliche verdichtung und kasernenartige bebauung, in der grünflächen und bepflanzung mangelware sein werden.

    hat man dort gekauft, hat man irgendwie schnell pech gehabt.

    #8 

  9. Jürgen Hartmann  •  5. Sep. 2006, 22:37 Uhr

    lieber zur Miete

    Also ich halte das »zur Miete wohnen« für ein Stück Freiheit. Wenn mir die Nachbarschaft nicht mehr passt, oder mir ein mittelgrosses Atomkraftwerk vors Wohnzimmerfenster gestellt wird, oder eine Autobahn vor die Haustür gelegt, dann kann ich einfach umziehen. Bei so einer »eigentümlichen« Immobilie erweist sich der Wortsinn meistens als Wahrheit, man kann nicht einfach wegziehen, man ist »immobil«. Soviel zum Thema »Eigene Scholle«.
    Viele Grüße aus dem hohen Norden. Man sieht sich in Regensburg.
    (Ich habe diesesmal ausnahmsweise auf das eigenfingrige »triggern« der shiftbacks verzichtet, will mal sehen, wie sich das im blog ansieht.)

    #9 

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