Mittwoch, 31. Januar 2007
Beim allmorgendlichen Duschen ist mir vorhin in den Sinn gekommen, daß es einen geradezu ungeheuren Luxus darstellt, sich nach Herzenslust gezielt und unabhängig vom Wetter mit wohltemperierten Wasser von oben begießen lassen zu können. Man hat durchaus Grund zur Dankbarkeit, wenn man derlei »Selbstverständlichkeiten« tagtäglich genießen darf…
Dienstag, 30. Januar 2007
Schweden eröffnet erste Botschaft in der Spielewelt »Second Life«, wie heise online gestern meldete. Lebe ich alter Schwede hinter dem Mond, wenn ich trotz aller Internet-Begeisterung mit meinem realen First Life leidlich zufrieden bin und bewußt keinen Einbürgerungsantrag in der Neuen Welt stelle?
| Merksatz: Näher dran ist besser als weiter weg. Fast immer. |

Abb. 1: Weiter weg |

Abb. 2: Näher dran |
| Begründung: Die Konzentration auf Details verdichtet die Bildaussage weit stringenter als Totalansichten mit ablenkendem Drumherum drumherum. Das Wichtige gehört groß ins Bild, das Nebensächliche und Unwichtige gar nicht. |
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Montag, 29. Januar 2007
Wie fast jedem Samstag habe ich mir auch vorgestern abend eine rituelle TV-Viertelstunde mit Franz Xaver Gernstl gegönnt. [1]
Diesmal kam er in der Nähe von Leipzig an einem Kettensägen-Wettbewerb vorbei. Nein, keine Horror-Geschichten dort, es waren vielmehr Künstler am Werk, die mit ihren knatternden Geräten höchst feinfühlig bemerkenswerte Skulpturen aus rohen Baumstücken oder -stümpfen herausschälten. Der Sieger des Wettsägens war auch als Mensch sehr bemerkenswert, und seine Aussagen über die menschliche Kreativität haben mich nachhaltig beeindruckt.
Nach seiner Ansicht braucht es drei Dinge:
- handwerkliches Können
- Fantasie
- den Mut zum Ausprobieren
Insbesondere am letzten Punkt würden die meisten Menschen unverständlicherweise scheitern: Sie wollen gerne, sie könnten vielleicht auch, aber sie wagen es nicht.
Hiermit ergeht dringender Aufruf an alle irgendwo irgendwie Zaudernden, es beherzt zu probieren, was immer es auch sei. Mehr als schiefgehen kann es ja nicht, und das muß ja kein Beinbruch sein. Sondern eine Erfahrung. Und ein Ansporn zum Weitermachen.
Ein weiser Rat. Hoffentlich denke ich gelegentlich auch selber dran… ;-)
[1] Samstags auf BR alpha, 20:00 – 20:15 Uhr
Auf meiner gestrigen Schneewanderung kam mir beim Herumfuchteln mit der Kompakt-Kamera die Idee, eine kleine Sammlung von Bildgestaltungs-Rezepten zusammenzustellen, die ich mir im Laufe vieler Jahre allesamt erlesen, erarbeitet, angeeignet habe. Mein Fotokurs für Faule soll interessierte LeserInnen mit leicht faßlichen Merksätzen (und jeweils einem Pärchen illustrierender Beispielfotos) zum eigenen kreativen Knipsen ermuntern. Geschult werden soll in erster Linie das Auge und der Sinn für Ästhetik, die Kamera selbst und deren Technik sind zweitrangig und nebensächlich. Neugierig geworden? Die erste Lektion erscheint bereits morgen!
Sonntag, 28. Januar 2007
Fünf Stunden geselligen Stapfens durch den Schnee rund um Kasberg in der Fränkischen Schweiz. Eisiger Wind, frische Luft, weite Felder, fast menschenleer.
Zur Halbzeit Kaffee und selbstgemachten Kuchen in einem Kleintierzüchterheim: Die Tassen heiß, das Backwerk doppelt so groß wie in der Stadt, dafür weniger als halb so teuer. Fröhliches Auftauen allenthalben.
Daheim angenehme Mattigkeit und Schwere in den Gliedern. Der Schlaf wird tief und traumlos werden. Ein guter Tag.
Samstag, 27. Januar 2007
Bringt meine bessere Hälfte doch heute abend vom ALDI diesen Dreipfünder heim:
Auf der Tüte prangt dreifach das fränkische Wappen, darunter steht weiß auf grün:
| Das gute Brot mit dem Frankenwappen |
Komischer Satz, denkt sich der zonebattler, warum schreiben sie dann nicht gleich »Fränkisches Bauernbrot« oder sowas drauf? Die Antwort findet sich im unauffällig Kleingedruckten: Der Laib stammt aus einer Bäckerei in Weiden, und das liegt jenseits des Frankenlandes in der Oberpfalz, ja recht eigentlich sogar ziemlich tief drin in dieser! Ein eindeutiger Fall von unlauterem Etikettenschwindel also? Egal, schmecken tut das Brot jedenfalls, zumal dann, wenn man auf einen Langschlitz-Toaster zurückgreifen kann!
Freitag, 26. Januar 2007
Heute morgen in dienstlicher Mission (Besprechung) im ICE nach Fulda gebrettert (Lederklasse), nachmittags retour, jetzt am Abend noch ein Dutzend mal mit dem antiken Schlitten die Hügel im Fürther Stadtpark hinabgebrettert (Holzklasse). Kein freundlicher am-Platz-Service, keine Zeitungen, keine Panorama-Aussicht. Aber dafür richtigen Fahrtwind um die triefende Nase und ein von den vielen Bodenwellen schmerzender Hintern. Zur Abwechslung auch mal nicht schlecht!
Emskirchen, gesehen heute mittag aus dem ICE 585
Donnerstag, 25. Januar 2007
Heute nachmittag habe ich die Nürnberger Stadtbibliothek für mich entdeckt: Eine Offenbarung! Nach Feierabend von mir zu Fuß in zehn Minuten zu erreichen (am Gewerbemuseumsplatz gleich neben dem Cinecitta). Besonders nett fand ich das integrierte Zeitungscafé im »Klosterbau«, von dem man heute abend einen wunderbaren Blick in den verschneiten Kreuzgang-Innenhof genießen konnte: Wie gemalt! Tatsächlich und bar jeden Zweifels wie von Caspar David Friedrich gemalt, wie eine auch eher zufällig vorbeikommende Schulfreundin und Kunst-Leistungskurs-Kommilitonin mit mir übereinstimmte! In jenem recht nett eingerichteten Café ist übrigens das Lesen erwünscht und das Rauchen verpönt: Ich glaube, da tappe ich jetzt mindestens einmal in der Woche hin…
Mittwoch, 24. Januar 2007
zonebattler’s Rennsemmel ist über Nacht zum Kastenweißbrot mutiert. Na Mahlzeit!
Gerow von Randow hat in der Zeit bemerkt, daß noch nicht alle bemerkt haben, was das Internet an bemerkenswerten Änderungen zeitigt: Leben im Netz heißt sein Artikel, der durch die Kommentare am Schluß erst richtig bemerkenswert wird!
P.S.: Ich habe den vor einer Woche erschienenen Artikel auch erst heute bemerkt…
Ja ja, ich weiß: Alles schon mal dagewesen. Bin halt zur Zeit wenig originell…
Dienstag, 23. Januar 2007
Ein gewisser Gerd Gaiser war in der noch jungen Bundesrepublik ein vielgelesener und vieldiskutierter Autor, heute ist er so gut wie vergessen. Von seinen zahlreichen Romanen, Erzählungen und anderen Werken ist derzeit nichts mehr im regulären Buchhandel erhältlich, in mancher Bibliothek läßt sich jedoch zumindest der weiland gefeierte Nachkriegszeit-Roman »Schlußball« entleihen.
Daß der Ruhm des Autors heute erloschen ist, liegt sicher auch (und vor allem) an seiner persönlichen Haltung und politischen Einstellung: Als fanatischer Anhänger der nationalsozialistischen Blut-und-Boden-Ideologie hat er während des Zweiten Weltkrieges schlimme Haßtiraden zu Papier gebracht. Der Untergang des Dritten Reiches, von ihm daher auch als persönliche Katastrophe erlebt, prägte Gaisers unverwechselbaren Stil: In elegisch larmoyanter Weise schildert er -nicht ohne immer wieder durchschimmerndes Selbstmitleid- eigene Erlebnisse oder fiktive Begebenheiten aus jenen bewegten Zeiten.
Was also macht diesen Schriftsteller überhaupt erwähnenswert, wieso konnte er seinerzeit gesteigerte Beachtung finden? Nun, es ist die fesselnde Suggestivkraft seiner plastischen und bildreichen Sprache. Gaisers Stärke lag, so würdigte in einem zu seinem Tode im Juni 1976 verfaßten Nachruf sogar Marcel Reich-Ranicki, »in der Wiedergabe sinnlicher Wahrnehmungen, in der Schilderung des Kolorits, im Atmosphärischen«. Die von Reich-Ranicki konstatierte »außerordentliche Intensität der Darstellung« macht in der Tat das Faszinierende der Gaiserschen Prosa aus, es bleibt bemerkenswerte, zuweilen im Wortsinne ergreifende Sprachkunst.
Das im Folgenden exemplarisch angesprochene Buch »Die sterbende Jagd« ist weniger ein Roman im klassischen Sinne als vielmehr eine Aneinanderreihung intensiver Eindrücke und Szenen, quasi ein verbales Mosaik, aus dem ein gefühlsbetontes Gesamtbild erwächst. Es geht um den verzweifelten Kampf der deutschen Jagdflieger gegen die erdrückende Übermacht der alliierten Bomberströme in der Spätphase des 2. Weltkrieges. Man mag Gaiser zu Recht die Fähigkeit absprechen, einen großen erzählerischen Bogen spannen zu können, sein expressiver Patchwork-Stil fesselt den Leser gleichwohl auf höchst ungewöhnliche Art.
Ob es andererseits adäquat ist, ein derartiges Thema in solch ästhetisierender Weise abzuhandeln, erscheint natürlich zweifelhaft: Nachhaltig beeindruckend ist es aber allemal. Da das Buch heute nur noch antiquarisch gefunden werden kann, möchte ich hier mit einer kleinen Leseprobe die Gaisersche Wortvirtuosität demonstrieren. Als nötiges »Gegengift« zur trunkenen Sprach-Ästhetik sollte man sich freilich gleich anschließend den kritischen Aufsatz »Gerd Gaisers Reiter am Himmel« von Reinhold Grimm zu Gemüte führen…
Gerd Gaiser: Die sterbende Jagd (Kapitel 23)
Hinab! Sie suchten einander. Sie suchten einer den andern auf und zerstörten sich. Sie luden sich auf mit Tonnen von Treibstoff und mit Tonnen von Sprengstoffen, um einander in Stücke zu blasen. Lauter teure Tote, der Tod kostete viel. Niemand kann für Lebendige so viel ausgeben. So hohe Kosten rechtfertigt allein der Krieg. Hinab! Wer stark ist, zerfetzt den andern. Hinab. Immer mehr hinab und herunter. Wer hinab ist, kommt nicht wieder herauf.
Der Unteroffizier Mahn kam auf Position, drückte an und schoß, er legte vor sich eine Feuerstraße, die sein Gegner, ein Jäger, schneiden mußte. Davorhalten, dachte er und hörte den alten Gritzner, der sagte mit seiner grunzenden Stimme: „Halt ihm vor die Schnauze, das ist meine Tour, laß ihn hineinfliegen.“ Im spitzen Winkel wuchsen sie aufeinander zu, drüben ein Fleck auf den Blechen, ein Fleck auf die saubergefegte Flanke hingerotzt und vorher nicht dagewesen; er spürte den Schweiß ausbrechen in Lenden und Achseln und setzte zum Schrei an, da hörte er plötzlich, was in der Kopfmuschel plärrte und schon vorhin dagewesen war, oder was heißt vorhin, einen Bruchteil von eines Atemzugs Länge: der andere Schrei, der ihn warnte; aber schon war der Segen über ihm. Es schmetterte von schräg hinten in seine Kabine, beutelte ihm den Kopf und bog ihn. Oh Leben, all das Dröhnen und Bellen ging in ein hohes Sirren über wie von Zikaden, betäubend, den Atem zerstörend, in der Mittagstille, auf dem Monte Pincio über Rom, betäubend wie Äther, die Mittagszikade, jetzt sah man das Sirren farbig, Ringe von irisierendem Licht, elastische, bis zum Springen beanspruchte Ringe aus feinem metallischem Stoff, Ringe, ins Milchweiße mündend, und dann träger rotierende Scheiben, und dann das Sirren wie unter seidenen Kissen erstickt.
Ein Feldwebel namens Lutz, siebente Staffel, taktische Nummer Elf, sah den Vorgang mit an. Merkwürdig, jetzt fingen die beiden Flugzeuge zu klettern an, dann schlug zuerst aus dem fremden Flugzeug die Flamme, es schmierte seitwärts über eine Fläche hinab. Die eigene Maschine flog noch einen Augenblick länger, dann schien sie überzogen zu stehen, und dann tauchte sie mit der Spitze vornüber und fiel eine Strecke weit durch wie ein Stein. Jetzt fing sie sich, schwang pendelnd um eine senkrechte Achse, trudelte und ließ ihre Flächen blitzen. Jetzt war sie schon sehr klein, ein Spielding, tot, zerbrechlich und zart, sie schob wie ein Falter vorm Wind schräg über eine samtgrüne Fläche, ein Feld von Luzernen, ein Kiefernwäldchen, vielfingerig wie ein Handschuh, das in grauen Sand auslief, und dort war jetzt der Schatten aufgetaucht und rann dem stürzenden Flugzeug sehr rasch entgegen. Das währte noch einen Augenblick, dann die Stichflamme, eine Brunnensäule von Dreck, die einen Augenblick stand und sich fein zerteilte und kreisförmig auseinandersank.
Lutz drehte den Kopf fleißig, denn er hatte niemand mehr hinter sich. Einen Augenblick war der Raum leer, die Leere der Schlacht, die Stille zwischen zwei Atemzügen, er hatte die Schlacht aus dem Gesicht verloren, die Schlacht hatte ihn ausgespuckt. Bläue oben und unten, ein paar Wölkchen tief drunten kraß und flott über ihren Schatten. Die Zeiger am Instrumentenbrett, leicht wie Geisterzungen. Sacra conversazione. Das tiefe Gedröhn, das Dröhnen der blauen Muschel; die Muschel dröhnte um ihn, süßer Gesang, Welt süß und dröhnend, das Muschel-Lied. Dann kehrte er jäh zu sich selbst und sah alle drei Pulks fast auf einen Schlag.
Er sah eigene Jäger, anscheinend eine Staffel, alle mit gelben Nummern, also die Neunte, aber nur sieben Flugzeuge, ein Schwarmkeil voraus und dann abgesetzt drei Maschinen in Reihe fliegend. Dann sah er zweitens einen anderen Jagdverband, und das waren keine eigenen Jäger, viele Punkte, giftig und mückenklein und so hängend, daß sie sogleich auf diese Staffel zu stoßen vermochten. Sprechverkehr hörte er nicht, aber er sah, daß die gelben Nummern geradeaus weiterzogen. Offenbar kümmerten sie sich nicht um den Pulk, der sich über ihnen befand. Und deshalb, ohne eine genaue Verknüpfung seiner Gedanken, so wie der Anblick der Todesverachtung einen Sog ausübt, hielt der Feldwebel Lutz Kurs auf diese Staffel. Und jetzt sah er drittens, daß diese Maschinen ihrerseits schon im Angriff lagen. Sie flogen geradeaus gegen einen schweren Pulk. Das ging alles sehr schnell, die Geschwindigkeiten fraßen einander weg, Feuerschläge, aufreißende Lichter vorne und rechts und links, Lichtgestöber, Lichtstöße oben und unten; wie in der Schmiede, in der brüllenden Schmiede mitten darin, sie fielen und ließen sich fallen, zerstoben wie Funken im Sturm, keiner sah mehr den andern, zwei schleiften weiße Fahnen, Lutz selber brannte, eine Flamme leckte ihn an und war weg wie eingehaucht, dann spie es wieder, spie wie Flammengebläse und rußte ihn an. Sofort schoß er die Kabinenhaube ab, riß Haube und Gurte auf und wand sich halb erstickt auf den Bordrand.
Der Fahrtwind umschlang ihn brüllend, fegte ihn ab, nahm den Atem, es gurgelte in seiner Kehle und schnitt ins Gedärm, seine Hände wehrten sich, sie kamen nicht nach, dumme Hände, die sich wehrten und nicht losließen, wo es darauf ankam loszulassen; dann war der Druck mächtiger und legte ihn um. Eine Schwinge schoß an ihm vorbei, ein furchtbarer Streich, der ihn fehlte. Dann er selbst ein Bündel in der Luft, schlenkernd, den Mund voll Druck, und dann krampfhaft die Beine angekrümmt wie ein Kind in der Mutter, ein Kind in der großen Muschel, koppheister und noch einmal hei, noch einmal himmelan und auf und hinan zu der lustigen Erde, mit dem dicken Kopf schwappend voll Blut und den fließenden Augen, mit dem Salzwasser die Wangen herab, himmelan und die himmlischen Heerscharen auch dabei, Friede auf Erden und allen die guten Willens sind. Den Menschen ein Wohlgefallen, die Erde so weit und so lustig grün. Eine Fabrik so spaßig wie aus der Spanschachtel, eine Fabrik, kenternd und noch einmal ganz herum, und dann in der Luft Blasen, Blasen wie Glaskugeln, anmutige Verneigung der Kugeln, und noch einmal ganz herum. Er wußte bis dahin von seiner Hand nichts. Seine Hand arbeitete, er und seine Hand, das waren wieder zwei Dinge, und die Hand war besonnener als der Feldwebel Lutz. Sie hatte den Griff gerissen. Sein Körper empfand den Ruck, als das Öffnen des Fallschirms einsetzte, einen Ruck und noch einen. Es zerrte und stieß, aber jetzt war der Sturz gebändigt. Die Kraft nahm zu, die über dem Sturz sich ausgefaltet hatte. Wohlgefällig, halb betäubt sah Lutz das weiße Segel über sich aufgebläht, das flüsternde Seidenzelt. Es war eine Kuppel, und die Kuppel hütete ihn. Sie gab ihm nach und ließ ihn spielen. Er schwang wie ein Kind in den Turnringen. Es war ihm, als schwebe er aufwärts, obwohl er noch immer mit sieben Sekundenmetern stürzte. Und jetzt auch verspürte er eine Zugluft an seinem linken Bein. Er sah an sich hinunter und sah seinen Fuß in der grauen Wollsocke, den Fuß über der Erde. Er hatte im Aussteigen den einen Pelzstiefel eingebüßt. |
Rein handwerklich könnte sich da so mancher eine Scheibe von der Schreibe abschneiden, denke ich mir. Inhaltlich gilt es, zuweilen kritische Distanz zu wahren!
Lohnenswert ist es übrigens auch, nach der Gaiser’schen Erzählungssammlung »Gib’ acht in Damokosch« Ausschau zu halten. Wer mit dem mal pastosen, mal leichtfüßig skizzierten Wortgemälden Gaisers etwas anfangen kann, wird sich dann vermutlich auch nach den weiteren Werken des ehemaligen Jagdfliegers und Kunsterziehers umsehen wollen: Heutzutage sind seine Bücher in alten Ausgaben über amazon.de problemlos zu bekommen.
Sonntag, 21. Januar 2007
Hockt doch da heute ganz leger ein größerer Greifvogel im Nachbarhof…
…auf einem dort abgestellten Anhänger und läßt sich seine Beute schmecken:
Und das mitten in der Stadt. Nicht schlecht, Herr Specht Bussard: Wohl bekomm’s!
Süßer und scharfer Senf: