Samstag, 20. Januar 2007
Gerade kommt mal wieder per Mail ein interessantes Angebot:
Guten Tag,
haben Sie schon etwas von der lukrativen Verdienstmöglichkeit
EROTIKDARSTELLER/MODEL gehört?
Es ist wahr, auch Sie können als Model oder Erotikdarsteller Ihr Hobby zum Beruf machen. Aktuell suchen wir männliche und weibliche Darsteller sowie Paare. Die Bandbreite reicht von Softcore-Aufnahmen (FSK 16) bis zur Hardcore-Produktionen – Sie entscheiden, was Sie machen möchten.
Besuchen Sie unsere Homepage:
http://www.yyy-zzz.com
Schon bald kann es für Sie losgehen, denn es besteht ein hoher Bedarf an neuen Gesichtern. Wir suchen bundesweit Männer und Frauen für verschiedene Produktionen. Scheuen Sie sich nicht – Sie brauchen keinerlei Erfahrung zu haben oder wie ein Star auszusehen – Amateure sind willkommen:
Besuchen Sie unsere Homepage:
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Natürlich können Sie auch getarnt (mit Maske, Perücke etc.) teilnehmen – so werden Sie zwar von jedem bewundert, aber von niemandem erkannt.
Jeder wird zum Casting eingeladen – Sie verpflichten sich jedoch nicht automatisch zu einer Teilnahme. Casting und Dreh finden meistens am Wochenende statt, dieser Nebenverdienst bietet sich also auch für Berufstätige an.
Besuchen Sie unsere Homepage und tragen Sie Ihre Daten ein – wir behandeln Ihre Bewerbung natürlich diskret.
Viele Grüße, Ihr Casting-Team
PS: Sie möchten live erleben, wie eine erotische Produktion abläuft? Wir nehmen Kundenservice wörtlich: auch als Zuschauer begrüßen wir Sie gerne bei uns.
Jetzt sofort anmelden:
http://www.yyy-zzz.com |
Ob ich mich melden solte mit meinem »neuen Gesicht«? Zur Wahrung meiner Anonymität (und womöglich auch meiner Würde) könnte ich mir aus meiner Mutter Keller eine ihrer flotten Perücken aus den 1960ern leihen. Aber ob ich die über meine eher ausladende Birne brächte? Aber Moment mal, über die Höhe des in Aussicht gestellten »Nebenverdienstes« wird kein Wort verloren... Für ein Butterbrot zappelt sich der zonebattler aber nicht ab!
Mein Stammleser Wolfgang M. aus S. (Name der Redaktion bekannt) teilt meine Vorliebe für sprachliche Spitzfindigkeiten, hat eine solche erspäht und reicht mir dieses mit der Handy-Kamera geschossene Belegfoto ein:
Sehr interessant, in der Tat! Unsereins hätte es naiverweise als selbstverständlich erachtet, daß Liegen zum Liegen da sind. Wozu auch sonst? Im »Palm Beach« jenseits der Fürther Stadtgrenzen scheint man das anders zu sehen, da ist offenbar auch im Spaß-Bad Schluß mit lustig...
Noch erstaunlicher ist die Unterzeile:
| Das Personal ist angewiesen, belegte Liegen frei zu räumen! |
Heißt das, daß mich nackte Bedienstete von der Liege kippen, sobald ich mich auf einer niedergelassen habe? Doch warum müssen sich die Angestellten freimachen, bevor sie zur Tat schreiten? Vor allem aber: Wozu werden überhaupt Liegen aufgestellt, wenn man sich als Gast nicht hinlegen soll und darf?
Na, hoffentlich wird das im neuen Fürther Thermalbad kundenfreundlicher gelöst. Bis zu dessen Eröffnung plansche ich dann lieber in der eigenen Wanne und belege hinterher die eigene Couch...
... Goldregen im Mai : So trällerte dermaleinst ein Bube namens Heintje [1] zur Rührung und Freude aller Mütter, Tanten und Omas. Der zonebattler fügt heute leicht fassungslos hinzu: Hyazinthen im Januar!
Gleich um die Ecke übrigens, unweit der ihrer Abfuhr harrenden Weihnachtsbäume. Die Weltordnung geht langsam aus den Fugen, auch wenn es im Einzelfalle nett aussieht...
[1] in Wirklichkeit handelte es sich bei dem gelockten Knaben um den per Zeitreise verjüngten Rudi Carrell, der gerne mit sich selber auftrat. Außer mir scheint das aber merkwürdigerweise noch niemand bemerkt zu haben.

prächtiger Giebel an der Nürnberger Straße |
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Am gestrigen Morgen hieß es ja bekanntlich: Alle Räder stehen still, weil der Herr Petrus es so will. Bevor ich mit der U‑Bahn in Richtung Nürnberg fuhr, habe ich mich noch über einen im Fürther Hauptbahnhof stehenden ICE 3 gewundert. Soeben wird mir klar, daß der da seit dem Vorabend verharrt haben muß: Im Spiegel berichtet ein betroffener Fahrgast von seiner unfreiwillig in Fürth verbrachten Nacht. Viel Gelegenheit, die Schönheiten unserer Stadt zu entdecken, hat der arme Mann naturgemäß nicht gehabt, darum sei ihm sein milder Sarkasmus gnädig verziehen...
P.S. Falls sich der, die, das Link zu SPIEGEL ONLINE als kurzlebig erweisen sollte: Die Geschichte ist auch als Blogbeitrag des Betroffenen verfügbar!