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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Pisa-Test

Nachdem ich erst gestern im hiesigen Woolworth ein überaus praktisches und sensationell preiswertes Zubehörteil für meine Kamera erstanden hatte (einen USB-Leser für SD-Speicherkarten in kompakter Stick-Form für schlappe EUR 3,33), eilte ich heute nochmals dorthin, um im Auftrag der alarmierten Freundesschar weitere Exemplare des hilfreichen Adapters zu erstehen. Ich schritt also mit drei gleichen Schachteln zur Kasse, legte dazu einen 10 EUR-Schein auf den Tresen und bat die zuständige Sachwalterin um Ausfertigung dreier einzelner Belege sowie um Heraus­gabe einer einzigen Cent-Münze Wechselgeldes…

Die durchaus zuvorkommende Bedienerin kam meinem Wunsch auf separate Rechnungsstellung dienstbeflissen nach, sah sich aber selbstredend von meiner höheren Mathematik (3 x 3,33 = 9,99) überfordert. Und so kam es, wie es kommen mußte: Nach dem ersten Buchungsakt legte sie mir EUR 6,67 Wechselgeld auf den Tisch, von welchem Haufen sie sich nach dem zweiten Registriervorgang weitere EUR 3,33 zurücknahm. Nachdem sie das Spiel ein drittes Mal in höchster Konzentration getrieben hatte, blieb mir nur noch, den (für sie verblüffenderweise) verbleibenden Cent mit ausladend triumphierender Geste einzusacken.

Und die Moral von der Geschicht‘? Man soll den Leuten nicht das eigene Denken abnehmen, und schon gar nicht pfiffige Abkürzungen aufzeigen. Womöglich hält mich die gute Frau immer noch für einen besonders gewitzten Trickbetrüger!

  1. macplanet  •  14. Jun. 2007, 20:37 Uhr

    Wobei sich für mich die Frage stellt, warum die drei Freunde für einen Betrag von 3,33 EUR einen Beleg haben wollen ;-)

    Bei einem Superschnäppchen für 333,33 EUR wäre die Sache vermutlich noch interessanter gewesen.

    Schöne Grüße,
    Matthias

    #1 

  2. EdgarB  •  14. Jun. 2007, 21:40 Uhr

    wahrscheinlich der letzte senf…

    in der annahme, dass die freunde des herrn zonebattler gesinnungsmaessig ihm aehneln…

    www.zonebattler.net/2006/04/03/den-euro-umgedreht-1/

    wundert mich das nicht««

    dennoch… selbst wenn ich seine meinung nicht teile, verteidige ich die freiheit sie zu äussern auf das äusserste… oder so….

    stahlhelm schon aufgezogen

    #2 

  3. zonebattler  •  14. Jun. 2007, 23:29 Uhr

    Die Freunde fragten nicht nach einem Beleg…

    …aber ich fand gleichwohl, daß sie einen haben sollten: Ausfälle während der Garan­tiezeit sind ja immerhin möglich. Ob sich etwaige Reklamationen dann rentieren oder angesichts des niedrigen Kaufpreises verworfen werden ist einzig Sache des Besitzers und nicht mehr die meine, der ich die Dinger nur gefälligkeitshalber besorgt habe. Ich agiere stets gründlich, umsichtig, korrekt und mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes. Wobei ich gar kein solcher bin, sondern abgebrochener Student der Naturwissenschaften, der mangels Fantasie letztlich zum Berufsbeamten­tum konvertierte. Korrektheit erscheint mir übrigens als unschädliche Marotte, ja nachgerade als Tugend, sofern sie nicht mit Seelen- und Gefühllosigkeit einhergeht. Aber das jetzt weiter zu diskutieren bin ich zu müde…

    Herrn Edgars Einlassung hingegen erschließt sich mir wohl auch morgen im ausgeschlafenen Zustand nicht: Welche Meinung von mir teilt er nicht und warum meint er sein Haupt mit einem Metallhut schützen zu müssen? Dunkel erscheint seiner Rede Sinn. Aber was soll’s, spielt weiter, solange ihr tippen könnt. Ich mache für heute Feierabend und melde mich hiermit ab zum Matratzen-Horchdienst!

    P.S.: Die Freiheit der Andersdenkenden verteidige ich übrigens auch nach Kräften: Sonst hätte ich hier schon manchen Kommentar aus meinem Poesie-Album ebenso kurzerhand wie selbstherrlich gelöscht…

    #3 

  4. macplanet  •  15. Jun. 2007, 0:18 Uhr

    Ich hab mich ja auch gar nicht gegen Korrektheit ausgesprochen. Angesichts meiner fehlenden Korrektheit habe ich aber gelernt, daß es (für mich) sinnlos ist, Kassenzettel für 3,33 EUR-Dinge aufbewahren zu wollen, da es letztlich trotzdem unmöglich ist, sie wiederzufinden. Daher würde mich wirklich interessieren, ob es Leute gibt, die über ein Ordnungssystem verfügen, das mit 3,33 EUR-Kassenzetteln erfolgreich umgehen kann.

    #4 

  5. zonebattler  •  15. Jun. 2007, 7:01 Uhr

    Der Trick ist der…

    …die Kassenzettel mitsamt den Bedienungsanleitungen in den Schachteln der gekauf­ten Gerätschaften aufzubewahren. Die Kartons wiederum lagert man platzsparend ineinandergeschachtelt (nach Art der russischen Matrioschka-Holzpüppchen) auf dem Dachboden. Braucht man irgendwann den Kassenzettel, muß man nur die Original-Geräteverpackung wiederfinden. Was bei hinreichend vielen Exemplaren dann freilich auch wieder in ein lustiges Suchspiel ausarten kann… ;-)

    #5 

  6. JollyJudge  •  15. Jun. 2007, 7:37 Uhr

    Aufbewahrungstipp

    Ich scanne jeden Kassenzettel ein, auf dem Artikel sind, die Garantie haben. Dann bekommt die Datei noch einen aussagekräftigen Namen – fertig! Das geht mittler­weile ratz-fatz!

    Den papiernen Kassenzettel führe ich dann der Altpapierverwertung zu. Wenn wirklich mal was sein sollte, dann akzeptieren die Firmen nach meiner Erfahrung auch eine Kopie.

    Wenn ich mir vorstelle, ich müsste für jeden Kleinsch… den Kassenzettel aufbe­wahren :-(

    #6 

  7. zonebattler  •  15. Jun. 2007, 8:15 Uhr

    Mein Verfahren…

    …der Aufbewahrung von Originalkartons nebst Kassenzetteln hat sich nicht nur bei ärgerlichen Reklamationsfällen bewährt, sondern insbesondere auch bei späteren Wiederveräußerungen: Sorgfalt zahlt sich eben in mehrfacher Hinsicht aus! ;-)

    #7 

  8. zonebattler  •  15. Jun. 2007, 10:04 Uhr

    Jetzt erst geht mir auf…

    …daß mich der macplanet verarschen auf die Probe stellen wollte mit seinem EUR 333,33-Super-Schnäppchen-Beispiel: Das hätte ja nicht nur deshalb nicht funktio­niert, weil ich selten bis nie soviel Geld einstecken habe, sondern vor allem deswegen, weil es gar keine 1000-EUR-Banknoten gibt! Andererseits hätte ich einen selbstgebastelten Tausender bei jener Verkäuferin womöglich doch (wenn auch umständlich) gegen drei derartige Super-Schnäppchen und einen EUR Wechselgeld eintauschen können. Aber so etwas Verwerfliches versucht ein gesetzestreuer zonebattler selbstredend niemals nicht…

    #8 

  9. macplanet  •  15. Jun. 2007, 11:25 Uhr

    Du hättest ja auch einfach vier 250er nehmen können, oder?

    Aber wenn die Verkäuferin Dir wirklich einen Euro rausgegeben hätte, hätte sie ihren Arbeitgeber noch mal zusätzlich um 99 Cent betrogen …

    #9 

  10. zonebattler  •  15. Jun. 2007, 13:01 Uhr

    Da kannste mal sehen…

    …daß es mit der Kopfrechnerei beim zonebattler auch nicht so weit her ist, wenn es um derartig astronomische Summen geht! Oder ist er am Ende doch ein verhinderter Trickbetrüger? ;-)

    #10 

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