Donnerstag, 13. März 2008
Der zonebattler hat ja anerkanntermaßen ein Herz für knuffiges Design, und wenn er auch dem motorisierten Individualverkehr nicht viel abzugewinnen vermag, so erfreut er sich doch gelegentlich an seiner treuen Renngurke. Viel moderner und weit häufiger anzutreffen (wenngleich eben dadurch natürlich weit weniger kultig) sind die Minimobile der Marke Smart. Die gibt es tatsächlich in derartigen Mengen, daß es kaum fünf zwei Minuten auf der Straße braucht, um eines vor die Linse zu kriegen. Nicht selten sind die City-Flitzer als wandelnde Litfaß-Säulen resp. ‑Gnubbel im Einsatz. Und wo immer dem zonebattler ein markantes Motiv in mannigfaltigen Varianten vor die Augen kommt, da macht er was draus, und zwar eine neue Galerie im hauseigenen Bildarchiv : Vorhang auf also für viele, viele bunte Smarties !
Übrigens habe ich mittlerweile beschlossen, meine zahllosen Galerien mit dem Erreichen voller Hundertschaften abzuschließen, bei maximal 400 Fotos pro Motiv oder Thema. Die selbstauferlegte Limitierung beruhigt ungemein, schließlich sollen derlei Studien ja nicht zur Lebensaufgabe ausarten...
So, heute habe ich mal einen Tag zur Abwechslung daheim gearbeitet: Die anspruchsvolle Sonderaufgabe ‑Übersetzung einer 106-seitigen Insider-Präsentation [1] für ausländische Delegationen ins Englische- verträgt sich nicht mit dem lauten Büroleben, woselbst ständig die Telefone quengeln und es überhaupt zugeht wie in einem Taubenschlag...
Auf fünf Tage habe ich den zu treibenden Aufwand mal grob taxiert, macht bei überschlägiger Rechung bei 100 Folien und einem 8‑Stunden-Tag 10 Folien pro Halbtag oder auch 2,5 Stück je Stunde. Das klingt nach lässig, ist aber eher sportlich, da reichlich Fachkauderwelsch aus technischen wie juristischen Disziplinen enthalten ist. [2]
Immerhin, mit leichtem Beschummeln (Vorziehen der banalen Begrüßungs- und Verabschiedungsfolien sowie derjenigen mit mehr bunten Bildchen denn furchtbaren Formulierungen drauf) habe ich das selbstgesetzte Soll des ersten Tages prächtig übererfüllt. Der Spielraum für die Folgetage (je einen pro Woche) wird dadurch natürlich enger, aber es wird schon irgendwie werden. Es ist ja die letzten 48 Jahre auch immer irgendwie gegangen...
[1] Nein, ich bin nicht mehr Trainer, nein, ich enthalte mich daher einer pädagogisch fundierten Meinung zu einem Wust aus 106 Folien, die meisten davon mit reichlich Kommentaren. Mein großer Mentor Peter T. freilich meinte seinerzeit lakonisch: »Mehr als 10 Folien sind ein Film!«
[2] Obendrein bearbeitet natürlich keiner meine unterdessen im Gefechtsstand eintrudelnden Mails, Faxe und Anrufe, die Arbeit am angestammten Arbeitsplatz vermehrt sich also weiterhin wie von selbst. O fröhlicher Freitag, harre meiner!