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zonebattler's homezone 2.0 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Samstag, 31. Januar 2009

Vor dem Sturm

Birken am Hainberg vor dunkler Schneewolkenfront
Dienstag, 27. Januar 2009

»Noch mal leben vor dem Tod«

Dies ist der Titel einer ebenso ungewöhnlichen wie bewegenden Ausstellung: Der Fotograf Walter Schels hat unheilbar Kranke kurz vor und unmittelbar nach ihrem Ableben fotografiert. Zusammen mit seiner Frau, der Journalistin Beate Lakotta hat Schels ein Buch darüber verfaßt und die besagte Ausstellung konzipiert, die zur Zeit in Erlangen zu sehen ist. Weniger großformatig, jedoch nicht minder anrührend ist eine kleine Fotostrecke im Guardian.

Freitag, 23. Januar 2009

Wolkenkratzer

Blick aus dem gen Fürth eilenden Feierabendzug auf den Nürnberger Fernsehturm
Mittwoch, 21. Januar 2009

Künstlerisches Kammerspiel

Ich schaue zuweilen dumm aus der Wäsche, aber eher selten in die Röhre. Erst recht nicht in die des Fernsehers [1]. Aber wenn, dann meistens gezielt. Gute Schützenhilfe leistet mir da der Suchdienst von tvinfo.de, den ich mit den Titeln lang gesuchter Sendungen sowie jenen meiner Lieblings-Schauspieler gefüttert habe. Wenn mal was Passendes auf den von mir empfangenen Sendern in Haus steht, dann werde ich ein paar Tage vorher per E-Mail informiert. So geschah es beispielsweise letzte Woche, als mir eine Sendung vorgemeldet wurde, in welcher der bekannte Burgschauspieler Josef Meinrad mit von der Partie war [2].

Erstaunlicherweise wurde ich auf eine zur sonntäglichen Mitternachtsstunde auf 3sat ausgestrahlte »Kommissar«-Episode hingewiesen. Jawohl, just jener von Erik Ode verkörperte Wollmantelträger ist gemeint. Ach ja, dachte ich mir, warum nicht den Videorecorder vor Rostansatz bewahren und ihn die Folge »Lagankes Verwandte« aufnehmen lassen. Gesagt, getan und den Kasten rechtzeitig vorprogrammiert (mit 49 kann man das noch, wenngleich man natürlich in diesem Alter regelmäßig schon vor der Geisterstunde die Augen zumacht)…

Heute nun habe ich mir die Stunde Mördersuche mit Meinrad angeschaut und bin in mehrfacher Hinsicht berührt: Einerseits natürlich von dem unverhofften Wiedersehen mit einem halben Dutzend bekannter Leute wie Susanne Uhlen, Volker Lechtenbrink, Hannes Kaetner und anderen (allesamt in erstaunlich jugendlichem Alter), anderseits und insbesondere aber durch die handwerkliche Machart dieses typischen deutschen Serien-Krimis aus der Feder von Herbert Reinecker: Nicht, daß die Story sonderlich erregend, fintenreich oder überraschend wäre, da ist man heutzutage ganz anderes gewohnt. Nein, die szenische und fotografische Inszenierung ist es, die mich maßlos fasziniert hat!

Tatsächlich ist dieses schwarzweiße Kriminalspiel ein visuelles Meisterwerk, und ich gehe mal davon aus, daß die meistern anderen Episoden in dieser Hinsicht nicht viel schlechter gewesen sein werden: Ungewöhnliche Perspektiven, spielerischer Wechsel der Schärfenebene, lange Gesichtsstudien, sorgsam arrangierte Bildkompositionen, Bühnenbildern gleich. Kammerspiel-Charakter eben, durch den Verzicht auf Farbe noch perfektioniert. Ja im Grunde in Farbe gar nicht denkbar: Die Tristesse der regnerischen Nacht, eines kahlen Treppenhauses, billig-schäbiger Büros. Jede Szene atmet ihr eigenes Kolorit [sic!], auch wenn es rein optisch natürlich immer nur Grauabstufungen zu sehen gibt. Zudem dominiert der Dialog und nicht die »Action«.

Als Knabe habe ich mir den »Kommissar« wohl meist nur aus Mangel an Alternativen angesehen. Heute bin ich unerwartet verblüfft ob der damals von mir natürlich überhaupt nicht bewußt wahrgenommenen Kunstfertigkeit, die im Vergleich zu den x-beliebigen Nachmittags-Soaps von heute aus einer ganz anderen Welt zu kommen scheint. Ich glaube, man sollte sich auch die weiteren Folgen nicht entgehen lassen…

 
[1] Ja, unsereins hat tatsächlich noch eine (Trinitron-)Röhre und keinen Flatscreen in der Stube stehen. Und zwar aus Qualitätsgründen!

[2] Ich weiß, der hat sein markantes Gesicht und seine unnachahmliche Stimme auch für dümmliche Schmonzetten und seichte Serienkost hergegeben, aber wer wollte darüber richten? Jeder muß seinen Lebensunterhalt irgendwie verdienen! Ich behalte den großen Mimen lieber in Erinnerung als den Don Quijote schlechthin (auch wenn er in jenem legendären Vierteiler unentschuldbarerweise von fremder Stimme nachsynchronisiert wurde) oder als den (zu) lange obrigkeitstreuen Invaliden Andreas Pumm in jener wunderbaren TV-Verfilmung der Joseph Roth’schen »Rebellion«.

Sonntag, 18. Januar 2009

Winter ade?

Bald wird lustigen Schnee-Malereien hoffentlich die Grundlage entzogen sein...
Donnerstag, 15. Januar 2009

Geben & Nehmen

Diverse StammleserInnen haben nachgefragt, ob sie nicht wieder wie im alten Blog per Mail über neue Artikel und Kommentare informiert werden könnten. Und obwohl ich die beiden separat verfügbaren RSS-Feeds für Beiträge und Kommentare für ein hervorragendes Substitut halte, möchte ich mein Publikum natürlich dort abholen, wo es steht, hockt, sitzt oder liegt: Ab sofort steht daher allen BesucherInnen hier nach erfolgter Registrierung im jeweils eigenen Benutzerbereich eine Extra-Einstellungsseite »Abonnements« zur Verfügung, in der automatische ablaufende Mail-Benachrichtigungen über neue Artikel in allen oder manchen Rubriken individuell aktiviert werden können. Leider sind die Menütexte und die Mails selbst derzeit noch in englischer Sprache gehalten, doch wird sich das sehr kurzfristig ändern: Da die verfügbare deutsche Übersetzungsdatei teilweise recht holprig geraten und zudem veraltet ist, werde ich eine komplett neue anfertigen und diese dann der WordPress-Gemeinde zur Verfügung stellen.

P.S.: Die optionalen Mail-Benachrichtigungen sind auf aktuelle Artikel beschränkt, eingehende Kommentare dazu werden nicht vermeldet. Die letzten zwölf davon sieht man allerdings auf einen Blick im Abschnitt »Süßer und scharfer Senf« der Seitenleiste rechts!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Virtuelles Wartezimmer

Wer vor dem PC-Bildschirm sitzt und zügig arbeiten will, empfindet das Verharren vor sich nur langsam bewegenden »Fortschrittsbalken« und anderen Ladeanzeigen zumeist als lästige Zwangspause. Ganz anders schaut die Sache aus, wenn man sich der Neugier halber in das virtuelle Preloader-Museum bei prettyloaded.com begibt: Schier unglaublich, was es da alles an kreativ gestalteten Wartezeitversüßern zu sehen gibt!

 
[Gefunden bei drweb.de]

Dienstag, 13. Januar 2009

Kuvertüre

Der gesunde Menschenverstand scheint zusehends im Schwinden begriffen. Dies zu beobachten hat der zonebattler im Büro reichlich Gelegenheit [1], an jungen Nachwuchskräften zumal. Einigen von denen ist schlechterdings nicht begreiflich zu machen, daß man angesichts des recht hohen Dienstpostaufkommens der Büroetage die abzusendenden Umschläge nicht einfach in (wahl)loser Schüttung in den bereitgestellten Postkorb abkippen sollte.

So schaut der Postkorb regelmäßig aus...

In der Regel kommt hier nämlich werktags (außer Sa, nicht 24.12., 31.12.) eine ganze Menge Post zusammen. Überwiegend handelt es sich dabei um kiloweise retournierte Bewerbungsmappen einerseits und frisch ausgestellte Teilnahme- und Prüfungsbescheinigungen andererseits, Papiere und Dokumente also, die zumindest ungeknickt und unbestoßen das Haus verlassen sollten (auch wenn man auf den Rest des Laufweges naturgemäß keinerlei Einfluß hat). Dies zu gewährleisten erfordert eigentlich nur eine halbe Sekunde Aufmerksamkeit und etwas Feinmotorik!

...und so hätte ihn der zonebattler gerne.

Nachdem er sich den Mund lange Zeit vergeblich fusselig geredet hatte, hat der Schreiber dieser Zeilen letzten Freitag kurzerhand die Kamera gezückt und Realität und Vision in einer rasch zusammengeklickten PowerPoint-Folie gegenübergestellt. Die hängt jetzt sauber ausgedruckt an der Wand unmittelbar über dem Postkorb. Vielleicht hilft das ja. Wenn nicht, läßt sich der zonebattler einen Elektroschocker beschaffen und stellt seinen Schreibtisch in den Flur gleich neben die Postkammer…

 
[1] StammleserInnnen werden sich an die Sache mit der Kaffeemaschine erinnern.

Montag, 12. Januar 2009

Montägliche Morgen-Malaise

Schon der Haustürklinke Stahl
wird beim Anfassen zur Qual;
auf dem Marsch zum Bahnhof vor
friert es mir schier ab ein Ohr:
Kommt dann noch der Zug zu spät
die Kälte bis ins Hirn gerät!

Sonntag, 11. Januar 2009

Winterlicher Wetterwunsch

Ein sonniger Oktobertag im Fürther Pegnitz-Wiesengrund
Freitag, 9. Januar 2009

Stoffwechselstuben

Der Kantinenblogger lichtet mit akribischer Akkuratesse ab, was er mittäglich so in sich hineinfuttert. Für die Kehrseite des Geschäftes wähnt sich indessen der Toilettenblogger zuständig. Beider Treiben findet des zonebattler’s wohlwollende Anerkennung und wird hiermit den geschätzten LeserInnen zur Begutachtung anempfohlen!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Aussichtslosigkeit

Mauerecke der Nürnberger Justizvollzugsanstalt mit Ausgucks-Erkern
Mittwoch, 7. Januar 2009

Spielkonsolen statt Saucieren

Auf seiner berühmt-berüchtigten Plattform »Rebellen ohne Markt« betreibt der bekannte Blogger Don Alphonso gerne billiges Berlin-Bashing und journalistische Kollegenschelte, welche den unbedarften Leser auf Dauer ob einer gewissen, repetitiven Eintönigkeit doch recht ermüden kann. Mit seinem kulturkritischen Essay »Der unfeine Tod des feinen Porzellans« hat der gelernte Kunsthistoriker freilich wieder einmal ein Kleinod in die virtuelle Welt gesetzt, dessen Lektüre unbedingt lohnt: Hinterher hat man einen anderen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Lebensart, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Optimistisch in die Zukunft blicken wird man allerdings kaum.

Montag, 5. Januar 2009

Sex & Sucht

kopulierende Zigarettenschachteln

Gesehen in der aktuellen Ausstellung »Who killed the painting« im Neuen Museum Nürnberg. Leider habe ich bei diesem verstörenden Werk verabsäumt, mir den Namen des/der kreativen Künstler(in) zu notieren. Kann mir jemand im Publikum auf die Sprünge helfen oder muß ich doch selbst nochmal ins Museum eilen, um diesen hier nachtragen zu können?

Sonntag, 4. Januar 2009

Draufgeklebt

In meinem nagelneuen WordPress-Blog kann ich die im alten System »Beiträge« genannten Artikel gleich mehreren Kategorien (alias Rubriken) zuweisen. Aus grundsätzlichen Struktur-Erwägungen heraus werde ich aber davon keinen Gebrauch machen und meine Ergüsse weiterhin nur jeweils genau einer Rubrik zuordnen.

Viel spannender finde ich die neue Option, Artikel zu taggen, ihnen also sozusagen virtuelle Etiketten aufzukleben als zusätzliche Kennzeichnungen, nach denen man dann natürlich auch selektiv suchen und filtern kann. Diesen Artikel hier (eingereiht in die Rubrik »Interna«) habe ich zum Exempel mit dem Tag (sprich »Täg«) »Maschinenraum« versehen.

Screenshot aus meinem Maschinenraum

Zugriff auf alle Artikel mit einem bestimmten Etikett (alias »Tag«) erhält man z.B. über die in der rechten Seitenleiste unter »Kleine Kostproben« eingebaute »Tag Cloud« (zu deutsch »Etiketten-Wolke«) in Kugelform. OK, es ginge wie in dem oben gezeigten Screenshot Bildschirmfoto oben auch platt und eben und ohne jegliche Animationsspielerei, aber warum soll man nicht auch mal etwas Neckisches wagen. Jedenfalls sieht man in dieser virtuellen Sphäre die selbstredend anklickbaren Tags (ich bleibe jetzt mal bei dem eingebürgerten, englischen Begriff) in verschiedenen Größen vorbeirollen. Die Größe der Schrift hängt von der Relevanz des Tags ab, sprich von der Häufigkeit seiner Verwendung. Kein Wunder also, das z.B. »Fürth« da relativ groß erscheint, haben doch viele meiner Einlassungen zu Gott und der Welt einen lokalpatriotischen Bezug. Und daß ich gerne Fotoserien knipse und regelmäßig Rätsel aufgebe, ist meinen StammleserInnen sicher auch hinlänglich bekannt…

Momentan funktioniert die Verschlagwortung zwar schon tadellos, ist aber noch nicht von repräsentativer Aussagekraft: Fast alle der mehr als 1700 Artikel aus der Zeit vor dem Neustart am 1. Jan. 2009 harren derzeit nämlich noch des Taggens, also des individuellen Auszeichnens. Je weiter ich damit freilich voranschreite, desto interessanter wird es sein, die ganzen ollen Kamellen schönen Geschichten von früher in neuer, kontextueller Sortierung (sagt man so?) durchblättern zu können. Keine Angst, ich werde darüber nicht das Schreiben neuer Artikel vergessen! Aber jetzt geh’ ich trotzdem noch schnell ein paar Etiketten kleben… ;-)

Grünschnabel

kitschiger Knabenkopf, noch grün hinter den Ohren
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