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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Den Euro umgedreht (5):
Viel Kohle für wenig Knete

In des zonebattler’s vielbesungener fränkischer Küche verrichtet eine sogenannte Dunstabzugshaube ihren geräuschvollen Dienst. In Ermangelung eines Abluftschachtes arbeitet der ausladende Apparat nur als Umwälzpumpe, dies jedoch mit reinigender Wirkung, saugt er doch den vom Herde aufsteigenden Dampf erst durch eine Filtermatte und sodann durch einen Aktivkohlefilter, bevor er die danach weitgehend entfettete Luft wieder durch Gehäuseschlitze an der Oberseite in den Raum entläßt: Besser als nix.

Filtermatte und Aktivkohlefilter sind sporadisch zu wechselnde Verschleißteile, doch ließen mich der nachgerade aberwitzige Preis des zweitgenannten Ersatzteils sowie altersbedingte [1] Beschaffungsprobleme a) das Wechselintervall zunächst großzügig strecken und dann b) nach einer preiswerten Alternative suchen…

Tatsächlich ist so ein runder, mittels Bajonettverschluß vor dem Lüftermotor angebrachter Aktivkohlefilter nichts anderes als ein recht primitiver, geschlossener Gitternetzbehälter aus Kunststoff mit einer Füllung von etwa 400 Gramm Aktivkohle-Granulat. [2] Am Rande des Teiles fand sich eine kleine Aufsteckklappe, durch die der wirksame Inhalt offenbar bei Erstbefüllung hineingelangt war. Nichts spricht dagegen, die verbrauchten (sprich fettgesättigten) Aktivkohlestäbchen durch eben jene Öffnung herauszuschütten und den Filterkorb sodann mit Frischware erneut aufzufüllen. Doch woher nehmen?

Der im Wortsinne naheliegende Weg in den nächsten Baumarkt erwies sich als netter Versuch: Zwar wäre passendes Aktivkohle-Granulat als lose Ware durchaus feil gewesen (deklariert als Filtermaterial für Aquarien-Wasserpumpen), doch waren die Preise dort durchaus gesalzen (selbst bei Süßwasser-Zubehör). Einen zweistelligen Betrag für ein Pfund schwarzer Aktivkohle hinzulegen erschien mir jedenfalls als allemal unangemessen.

Im Netz der Netze ging mir hingegen rasch ein formidabler Fang in den eigenen Käscher: Für noch nicht einmal EUR 12 (inkl. Porto) erstand ich in der elektrischen Bucht zwei 1 kg-Beutel des schwarzen Filterfutters. Das reicht für fünf Füllungen zu je EUR 2,40 und viele Jahre frischer Luft in der Küche. Zur Nachahmung empfohlen: Die Preise von Original-Filterpatronen sind so überzogen wie die von Tintenpatronen für den PC-Drucker!

 
[1] gemeint ist das Alter des Miefquirls, nicht das des Chronisten

[2] kleine Zylinder von etwas 3-4 mm Duchmesser und 5-7 mm Höhe

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  1. Kerstin  •  13. Mrz. 2009, 8:42 Uhr

    Die Preise für solche Ersatzteile werden doch fast immer wahnsinnig hoch gehalten, schon alleine aus dem Grund, weil man an den Ersatzteilen mehrmals verdienen kann. Da muss man sich eben was einfallen lassen und die Idee, das Granulat einzeln zu kaufen, finde ich gar nicht mal schlecht.

    #1 

  2. zonebattler  •  13. Mrz. 2009, 9:15 Uhr

    Nachdenken wird zuweilen in klingender Münze honoriert, das gilt nicht nur bei Mobilfunktarifen und aggressiv beworbenen Sonderposten. Und es macht ja auch diebischen Spaß, die herstellerseitig aufgestellten Geldfallen geschickt zu umgehen!

    #2 

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