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zonebattler's homezone 2.0 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Freitag, 31. Juli 2009

Alles Käse oder was?

Vorhin habe ich weiter hinten im Blog herumgebastelt, und damit das ja niemand übersieht, weise ich hier und jetzt in einem frischen Beitrag extra darauf hin:

von Jenni Beyer aus Babybel-Wachs geformte Figur   von Jenni Beyer aus Babybel-Wachs geformte Figur   von Jenni Beyer aus Babybel-Wachs geformte Figur   von Jenni Beyer aus Babybel-Wachs geformte Figur   von Jenni Beyer aus Babybel-Wachs geformte Figur

Es gibt 15 ausdrucksstarke neue Wachsplastiken von Jenni Beyer aus Fürth zu sehen, und keineswegs alle davon sind harmlos, lieb und nett!

Donnerstag, 30. Juli 2009

Wunderbare Windows-Weichware (4)

Fragt man Knipser(innen), wie und womit sie denn Bildbearbeitung am PC betreiben, so hört man von den einen ein ratloses »Hä? Wozu datt denn?« und von den meisten anderen ein selbstbewußt genäseltes »PhotoShop natürlich, was sonst?«. Tja, was sonst? Der zonebattler wäre nicht der zonebattler, wenn er nicht auch dafür eine von der Mehrheitsmeinung abweichende Empfehlung hätte, und diese lautet klar und klipp und kompromißlos: »FixFoto«!

Seit Jahr und Tag bearbeite ich meine Blog-Bilder mit diesem ungewöhnlichen (und zu Unrecht weitgehend unbekannten) Stück Software und habe hier immer mal wieder entsprechende Anwendungshinweise eingestreut (z.B. hier, da und dort): Die wesentlichsten und in fast allen Fällen angezeigen Optimierungsschritte (Kontrast- und Perspektivkorrektur sowie Weißabgleich) sind mit FixFoto im Handumdrehen erledigt! Das allein wäre heutzutage natürlich noch kein Alleinstellungsmerkmal, aber was FixFoto allen Konkurrenzprodukten voraus hat, ist die nachgerade wunderbare Ergebnisvorschau für nahezu alle Funktionen, z.B. für die Kontrastoptimierung:

Vorschaufenster der Kontrastoptimierung

Während mit den senkrechten Schiebern rechts die jeweils änderbaren Parameter einzustellen sind, kann mit dem waagrechten Schieber oben die spätere Wirkung auf das aktuelle Bild visualisiert werden: Intuitiver geht es kaum! Auch wer sich nicht allzu tief in die Materie einarbeiten mag, kann die eigenen Schnappschüsse mit wenigen Mausklicks ganz erheblich verbessern. [1]

Dem Anfänger mag die Programmoberfläche etwas ungewohnt vorkommen, doch ist die Position aller Fenster und Symbolleisten frei konfigurierbar. Wer sich auf die durchdachte Bedienphilosophie einläßt, wird der Funktionsvielfalt zudem schnell Herr. Überdies gibt es -auch das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit- ein lebhaftes Anwender-Forum, in welchem zahlreiche Fans des Programms gerne sachkundige Hilfestellung leisten. Der Rezensent hat diesbezüglich schon sehr erfreuliche eigene Erfahrungen machen dürfen…

Das FixFoto-Programmfenster mit individuell arrangierten Werkzeugen
 
Großfassung 1280 x 1000 Pixel

In weiser Selbstbeschränkung hat der Autor Joachim Koopmann sein Programm nicht als funktionsüberfachtetes Universal-Bildbearbeitungsmonster konzipiert, sondern ganz konsequent für die Belange und Bedürfnisse der digitalen Fotografie ausgelegt. Daß das nicht zu Lasten der bereitgestellten Optionen geht, sieht man auf der Seite mit den Anwendungsbeispielen schon auf den ersten Blick.

Der Verfasser dieser Zeilen gesteht freimütig ein, FixFoto derzeit längst nicht auszureizen und viele seiner Möglichkeiten noch nicht einmal annähernd ausprobiert und ausgelotet zu haben. Dennoch kann er sich seinen multimedialen Workflow ohne diesen famosen Nachfolger der klassischen Dunkelkammer nicht mehr vorstellen:

Funktionalität 5 Sterne
Bedienbarkeit 4 Sterne
Nutzen 5 Sterne
Preis / Leistung 4 Sterne
Gesamturteil 5 Sterne

Die soeben erschienene FixFoto-Version 3 ist im Vergleich zur Vorgänger-Fassung deutlich teurer geworden und kostet nunmehr EUR 60,00. Wem das als zuviel erscheint, möge überlegen, wieviel eine gute Kamera oder ein gutes Objektiv kostet und wie schnell sich ein hervorragendes Werkzeug bezahlt macht, selbst wenn es nicht aus Glas und Metall, sondern »nur« aus Bits und Bytes besteht… [2]

 
[1] Sofern diese nicht völlig verwackelt oder anderweitig grob mißraten sind: Abgeschnittene Köpfe oder totgeblitzte Bleichgesichter sind natürlich mit keinem Werkzeug der Welt zu reparieren.

[2] Außerdem kauft man nicht die sprichwörtliche »Katze im Sack«: FixFoto kann von jedermann heruntergeladen, installiert und anschließend volle drei Wochen lang ohne jede Einschränkung ausprobiert werden.

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Mittwoch, 29. Juli 2009

Fahrt ins Blaue

Heute hat der zonebattler einfach so blau gemacht, sich kurzerhand in die nur mäßig frequentierte Lederklasse des ICE 21 gesetzt und sich von Nürnberg bis Passau verwöhnen lassen, erstens durch den freundlichen Zugbegleiter, der Zeitungen und feine Schokoladen auf Kosten des rollenden Hauses offerierte (die Wahl fiel auf die F.A.Z. sowie auf Orange-Sanddorn-Geschmack), zweitens durch die schöne Aussicht, die ja schon ab Nürnberg-Sandreuth, erst recht ab Neumarkt (Oberpf), spätestens ab Parsberg und allerspätestens ab Regensburg ein Quell reinster Freude ist:

ein Tagesausflug nach Passau

Wenn man sich dazu über die guten Ohrstöpsel Beethovens Sechste, die »Pastorale« mithin, aural verabfolgt, wird das musikalische »Erwachen heiterer Empfindungen bei der Ankunft auf dem Lande« zum multimedialen Breitwand-Ereignis. Danach noch ein wenig in der Zeitung geblättert, ein weiteres Schokolädli auf der Zunge zergehen gelassen (Sauerkirsch diesmal) und schwupp, schon ist man in der altehrwürdigen Dreiflüssestadt und tritt aus der angenehm klimatisierten Blechwurst hinaus in die Schwüle des sonnigen Sommertages. Mit wenigen Schritten gelangt man in die nahe Innenstadt, wo neben den üblichen Allerwelts-Souvenirs auch regionaltypische Kopfbedeckung in reicher Auswahl feilgeboten wird:

ein Tagesausflug nach Passau

Mit ihren engen Gassen, den pittoresken Häusern und den allerorten anzutreffenden, eingekübelten Palmen kann man der Altstadt südländisches Flair nicht absprechen. Etwas irritierend wirkt nur der örtliche Dialekt, der selbst den schönsten Töchtern der Region anhaftet und der auf den Auswärtigen einigermaßen befremdlich wirken kann. Doch ehe man lange darüber nachgedacht hat, steht man auch schon an der schönen blauen (bzw. eher blaugrünen) Donau…

ein Tagesausflug nach Passau

Rasch wird die Landzunge schmal und schmaler, und bald schon steht der staunende Betrachter an deren Spitze, woselbst sich die dunklen Fluten der Donau mit dem rabenschwarzen Wasser der Ilz und beide sich mit der bräunlichen Pampe des Inns innig verquirlen und vermengen. Neben allerlei stampfenden Ausflugsschiffen mit beigebehosten Rentnergeschwadern an Bord paddeln auch gefiederte Leichtmatrosen unter elterlicher Aufsicht in der Melange herum:

ein Tagesausflug nach Passau

Nach einer längeren Denkpause, wachdösend-blinzelnd nach Art der Eidechsen auf sonnenbeschienener Bank zugebracht, geht es im Zickzackkurs wieder zurück in das Labyrinth der Altstadt, in der es von barocken Kirchen nur so wimmelt. Deren allerprächtigste ist der Dom, der -wie leider so viele überkommene Zeugnisse sakralarchitektonischer Pracht- heutzutage von ganzen Horden handyhaltender und kompaktknipsenfuchtelnder Idioten beiderlei Geschlechts bevölkert wird, die mit grellem Geblitze die Empfindlichkeit der Kunst mißachten und ihre Unfähigkeit zum adäquaten Umgang mit Kulturschätzen wie auch den eigenen Gerätschaften weithin sichtbar dokumentieren, ohne es selbst überhaupt zu bemerken, geschweige denn zu begreifen…

ein Tagesausflug nach Passau

Drum also hurtig wieder nach draußen geschritten, wo sich die Ignoranten und achtlosen Deppen meist nicht auf den ersten Blick als solche ausweisen. Inzwischen freilich steht die Sonne hoch im Zenit, und außerhalb der engen, schattenspendenden Gassen ist es hochsommerlich warm, ja nachgerade brütend heiß geworden. Kein Wunder, daß sich da kaum noch jemand ungeschützt dem prallen Sonnenlicht aussetzen mag:

ein Tagesausflug nach Passau

Doch Abkühlung ist alle paar Schritte zu haben, sei es in flüssiger, sei es in halbfester, in jedem Falle kalorienreicher Form. Und auch hier gibt es welche, die durch ihre zivilisationsmülligen Hinterlassenschaften bekunden, daß ihnen das eigene Plaisier alles und die Ästhetik ihres Umfeldes rein gar nix bedeutet…

ein Tagesausflug nach Passau

Irgendwann sind Bauch und Birne voll, und so tapert man denn wieder zurück zum Bahnhof. Bis zum anvisierten ICE gen Nürnberg ist es zwar noch eine Stunde hin, aber die könnte man ja im Schatten des Bahnsteigdaches mit der Lektüre eines antiquarisch erworbenen Buches sinnreich verbringen. Indes, die Wartezeit fällt kürzer aus als erwartet, denn der Vorläufer-ICE aus Wien von eigentlich zwei Stunden vorher läuft bald mit 80-minütiger Verspätung ein, die, wie der Zugchef später süffisant verkünden wird, zu Lasten der ÖBB gingen und mithin keinen Anspruch auf Verspätungsgutscheine der DB begründeten… Hätte man als dem Service-Gedanken verpflichteter Dienstleister vielleicht etwas dezenter ausformulieren können, aber das sagt sich leicht, wenn man nicht selber in der Situation ist, mit dem vielfältigen Folgestreß einer derartigen Verspätung fertigwerden zu müssen.

ein Tagesausflug nach Passau

Mir kann’s nämlich egal sein, ich muß ja nur zwei Stationen weiter bis nach Nürnberg und nicht auf andere Fernreisezüge umwechseln. Auch rückwärts vergeht die Zeit im Zuge wie im Fluge, diesmal zwar ohne Schokolade, dafür aber mit der Süddeutschen Zeitung und angenehmen Mitreisenden. Und schon hat mich die Heimat wieder. Gemütlich kurz nach 7:00 Uhr aufgestanden, vor 18:00 Uhr schon wieder zurück, dazwischen mehr Eindrücke, als in Echtzeit zu verarbeiten wären: Ein prallvoller Tag!

Montag, 27. Juli 2009

Es ist vollbracht!

Der sehr geehrte Steuerpflichtige zonebattler gibt hiermit bekannt und mit stolzgeschwellter (stolzgeschwollener?) Brust zu Protokoll, soeben mit seiner EkStErkl, vulgo Einkommensteuererklärung, für das Jahr 2008 fertig und durch zu sein! In feierlicher Prozession wird er in wenigen Minuten barfuß und fürbaß die paar Dutzend Meter zum Fürther Finanzamt hinüberpilgern, um das dicke Bündel aus Bögen und Belegen in den zahnbewehrten Schlund des dortigen Briefkastens zu versenken. O welche Freiheit, o welche Wonne! Für dieses beglückende Gefühl ist es ein kleiner Preis, den größeren Teil eines freigenommenen Montags drangegeben zu haben. Endlich erledigt!

Nein, da will man nicht kleinlich sein und sich fragen, warum man sich außer durch Name, Anschrift und Geburtsdatum unbedingt auch noch durch Steuernummer, Identifikationsnummer und überdies noch eine eTin gleich mehrfach identifizieren soll: Man freut sich ja schon, daß man diesmal erstmals nicht auf ausnahmslos jeder Seite von Mantelbogen und Anlagen oben aufs Neue seine Steuernummer hinpinseln mußte. [1] Auch das stets nervenzehrende Ausfüllen der obskuren Anlage AUS [2] konnte nach langem, zähen Ringen auch diesmal wieder erfolgreich bewältigt werden, hip hip, hurra!

Die Belegschublade bleibt heute zu: Daß sich dort schon wieder jede Menge Papiere für das laufende Steuerjahr 2009 in loser Schüttung stapeln, kann und wird mir heute nicht die gute Laune verderben. Doch damit will ich es genug sein lassen, sonst schneit mir am Ende noch eine Vergnügungssteuer-Nachforderung ins Haus: Die Welt ist klein (Fürth erst recht) und wer weiß, wer hier so alles mitliest…

 
[1] Ja, der zonebattler ist wohl computeraffin, doch nein, er kalligraphiert so lange es geht seine Steuerehrlichkeit weiterhin per Kugelschreiber auf wohlriechende grau-grüne Recyclingpapier-Formulare…

[2] Weil die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitgebers allmonatlich auf ein weiland von der netten Bankberaterin empfohlenes Fonds-Dingsbums fließen tröpfeln, darf unsereiner alljährlich einstellige Mini-Beträge auf diverse, sich schwerlich selbsterläuternde Felder verteilen. Wer denkt sich sowas nur aus?

Sonntag, 26. Juli 2009

Satter Samstag

Nun schon im dritten Jahr in Folge besuchten wir gestern ein großes Orchester-Konzert des Collegium Musicum im Pommersfeldener Schloß Weißenstein, diesmal in Begleitung des Burgblickfräuleins und von Herrn Tobi B.. Um für den zu erwartenden Kulturgenuß eine solide Grundlage zu schaffen, schlichteten wir uns zunächst auf der Terrasse des nur einen Katzenwurf vom Schloß entfernten Allee-Cafés die Wänste mit Kuchen, Torte und Kaffeevariationen voll und ließen uns den faulen Pelz von der Sonne bescheinen. Letzeres ist ja doch beileibe keine Selbstverständlichkeit in diesem recht wechselwarmen Sommer.

Anschließend stimmten wir uns vermittels eines Rundgangs durch den großen englischen Landschaftsgarten hinter dem Schloß auf das Leben in der weiland Fürstbischoflich Schönborn’schen Sommerresidenz ein und rundeten die Lektion mit einer Schloßführung ab. Dann aber war es endlich soweit, wir nahmen im großen Prunksaal unsere Plätze ein und warteten gespannt auf das, was uns die vielen jungen Musikerinnen und Musiker zu bieten hatten…

ein sättigender Samstag in Pommersfelden

Und das war eine ganze Menge: Schon das erste Stück, das Konzert für Kontrabaß und Orchester Nr. 2 E-Dur von Carl Ditters von Dittersdorf wußte in mehrfacher Hinsicht zu gefallen. Der (den Damen besonders gefallende) Solist vermochte seinem wuchtigen Instrument schier unglaubliche Töne zu entlocken, stellenweise schien in den furiosen Solopartien die Komposition ihrer Zeit weit voraus zu sein. Ein feiner Auftakt, vom Publikum zu Recht gefeiert!

ein sättigender Samstag in Pommersfelden

Nach kurzer Umbaupause, in der die bis dato kammerkonzertliche Streicher-Instrumentierung mit Bläser-Formationen zu symphoniegerechter Größe aufgestockt wurde, ging es weiter mit Vorspiel und Liebestod aus Richard Wagners »Tristan und Isolde«. Im direkten Vergleich zum vorher gespielten Werk wurde offenbar, was für ein Magier der Orchestrierung der olle Richard doch war. Auch wenn unsereiner mehr den romantischen Frühwerken des Meisters zuneigt, hier riß es mich schier vom Hocker: Angesichts der wunderbaren Interpretation mochte man kaum glauben, daß es sich hier um ein Ensemble aus jungen Musikern (überwiegend Musikerinnen übrigens) am Anfang ihrer Laufbahn handelte!

ein sättigender Samstag in Pommersfelden

Nach der Pause schließlich folgte das vom Chronisten sehnsüchtig erwartete Hauptwerk des Nachmittags, die Symphonie Nr. 4 Es-Dur seines Leib- und Magen-Komponisten Anton Bruckner in der gern gespielten Fassung von 1878/80. Und was wir da zu hören bekamen, war absolut begeisternd! Zwar hätte ich mir den »erlösenden« Paukenschlag gegen Ende des zweiten Satzes hörbar lauter und die Einsätze mancher Blechbläser etwas präziser gewünscht, aber wer wollte darüber richten bei einer insgesamt hervorragenden Interpretation vom außerordentlich transparenter Durchhörbarkeit? Nein, das Publikum war zu Recht begeistert und der zonebattler schier aus dem Häuschen. Bravo!

Leider gab es keine Zugaben, aber was hätte nach dieser Steigerung von Stück zu Stück ernsthaft noch kommen können? Außerdem begannen unsere Mägen bereits ihre eigenen Melodien zu knurren, die mittägliche Tortenschlacht lag ja nun schon etliche Stunden zurück. Drum also flugs in die Rennsemmel gesprungen und ins nahe Höchstadt getuckert, um dort im nächstmöglichen Restaurant den Abend zu beschließen. Wir landeten letztlich bei freundlichen Asiaten. Und nachdem sich auch dies als glückliche Wahl entpuppte, wird uns dieser Samstag als ein besonders und rundum gelungener solcher in Erinnerung bleiben…

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Montag, 20. Juli 2009

(Hinter)Fragwürdiges

Jahresausstellung 2009 der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, gestern:

in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg
 
in der AdBK Nürnberg

In meinem Bildarchiv gibt es dazu natürlich auch diesmal wieder weitere Fotos.

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Untergründiges

Die langen, heißen Sommertage verbrachten ich und die restliche Dorfjugend in meinen nun schon ewig zurückliegenden Kindheitsjahren großenteils im Oberndorfer Weiher nahe Möhrendorf, woselbst dem Vernehmen nach ein riesiger Wels oder auch Waller unvorsichtige Eindringlinge in sein Reich hinabziehen und dort verspeisen würde. Oft haben wir das in spielerischen Aktionen simuliert, uns gegenseitig angetaucht und hinterrücks angefallen. Und auch wenn die grusige Geschichte vom furchterregenden Riesenwaller mit seinen langen Barteln letztlich doch nur eine Legende zu sein schien, ein gewisser Restschauer blieb stets erhalten, schon wegen der unergründlichen Tiefe des moordunklen Weihers und seiner eisigen Kälte unterhalb der sonnenerwärmten Oberflächenschichten.

Obwohl ich es an sich auch heute noch nicht allzu weit hin hätte, bin ich schon recht lange nicht mehr am, geschweige denn im Oberndorfer Weiher gewesen. Nach der Lektüre von Madame Modestes Kunststückchen »Wo die Welse wohnen« scheint es zudem fraglich, ob ich den nötigen Mut heute noch aufbrächte…

Samstag, 18. Juli 2009

Kunst am Samstag

In der pittoresken Nürnberger Galerie Atzenhofer ist seit heute eine sehr hübsche und einigermaßen subersiv angehauchte Ausstellung des Hamburger Künstlers Martin Graf zu bestaunen: Als sehr amüsant erschienen uns die beweglichen Papier-Popups, namentlich die erotischen solchen. Aber auch bei den übrigen Arbeiten, z.B. den Linolschnitten, vermochte die ungewöhnliche Mischung aus zunächst nostalgisch-naiver Anmutung und unverhofft inhaltlicher Irritation sehr zu gefallen. Unbedingt anschauenswert!

Heute Abend dann gibt es in der heimischen Galerie in der Promenade gleichfalls eine Vernissage: Der in Fürth arbeitende Künstler Christoph Haupt stellt unter dem Titel »Chinoiserien« seine Bilder von bizarr verformten, mandel- bis schlitzäugigen Mädchen vor. Ich kenne die Werke schon von früheren Ateliertagen her und bin froh, sie jetzt außerhalb einer übel verräucherten Werkstatt in den gut belüfteten Fluren einer gründerzeitlich behausten Bürogemeinschaft goutieren zu können…

Mittwoch, 15. Juli 2009

Damen-Terzett

Drei Statuetten
Dienstag, 14. Juli 2009

Flickwerk

Wie man die zerbröselnde Welt mit LEGO-Steinen reparieren kann. Cool!

Samstag, 11. Juli 2009

Funde im Fundus (16):
Ruck, zuck, offen!

Fundstück: Schraubdeckelöffner mit verstellbarem Zahnriemen aus Gummi
Art / Typ: Schraubdeckelöffner mit verstellbarem Zahnriemen aus Gummi
Herkunft: unbekannt, Gerät ohne jegliches Herstellerkennzeichen
Zustand: neuwertig
Fundort: »Gelbe Tonne« in einem Fürther Hinterhof
Kaufpreis: keiner (kostenlose Lieferung vom Universum)
Notizen: Auf dem Weg zu lieben Freunden wollte ich von Idiotenhand fallengelassenes Verpackungsmaterial zuständigkeitshalber der nächsten Wertstofftonne überantworten. In selbiger obenauf lag das hier vorgestellte Werkzeug: Ob der/die Wegwerfer(in) dessen Verwendungszweck nicht erkannte oder keine Schraubgläser mehr zuhause hatte, bleibt ungeklärt und rätselhaft. Jedenfalls erkannte unsereiner sofort den Nutzen des leuchtend gelben Plastikgriffes mit dem dicken Gummiriemen dran und stellte den Haushaltshelfer daher unverzüglich erstens sicher und zweitens in Dienst.
 
Und ich greife immer wieder gern auf ihn zurück: Wann immer ein Marmeladenglas partout nicht aufgehen mag und der Schraubdeckel weder auf gutes Zureden noch auf Fluchen reagiert, hole ich den schwarzgelben Freund, lege seine Zahnriemen-Schlaufe lose um den widerspenstigen Deckel, ziehe sie fest und habe einen bombenfest sitzenden Hebel, der jeden Drehverschluß im Handumdrehen (!) aufkriegt. Und plopp!
 
Angesichts der für Haushaltszwecke unüblich soliden Ausführung tippe auf ein industrielles Werkzeug, dessen angepeilte Zielgruppe möglicherweise weniger störrische Einweckgläser als vielmehr festsitzende Ölfilter waren. Um so mehr freue ich mich, hier kein klappriges Spielzeug in die Hand bekommen zu haben, welches schon den zweiten Einsatz nicht mehr überlebt, sondern ein grundsolides Handwerkszeug, dem mich zu überdauern ich gute Chancen einräume…
 
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Freitag, 10. Juli 2009

Einfach leben

Ein überzeugendes und nachvollziehbares Rezept für ein produktives, ballastfreies und zufriedenes Leben habe ich heute auf unclutterer.com gelesen. 11 Punkte, über die man (nicht nur) nachdenken sollte!

Mittwoch, 8. Juli 2009

Hochnäsiger Hinterbänkler

Taschenhaken an der Rückseite einer Bank in der Fürther Kirche St. Heinrich
Sonntag, 5. Juli 2009

Männersache

Der schniedelwutzbehaftete, postpubertäre Teil der Menschheit teilt sich auf in Naß-, Trocken- und Garnicht-Rasierer, und alle drei Gruppen neigen hinsichtlich ihrer Gesichtspflege-Praktiken zu höchst fundamentalistischer Weltsicht. Wenn wir mal die Zotteligen rechts und die schaumschlagenden Klingenschwinger links liegenlassen und uns auf die Trockenrasiererbesitzer in der Mitte konzentrieren, so zerfallen diese wiederum in den Clan der Dreifach-Rundscherkopf-Fans nach Philips™-Bauweise einerseits und in die Bruderschaft der Schwingkopf-Liebhaber nach Braun™-Patent andererseits. Der zonebattler gehört seit jeher zur letzgenannten Gruppe und nimmt eine diesbezügliche Fundus-Frontbegradigung zum Anlaß, hier und heute diverse Betrachtungen zum inneren und äußeren Design von Rasierapparaten der Marke Braun anzustellen. Solche pflegt er bei Bedarf auf Flohmärkten günstig zu erstehen: Nicht selten werden dort kaum gebrauchte Weihnachtsgeschenke von undankbaren Neffen, Enkeln oder Schwiegersöhnen für einen Bruchteil des Neupreises wieder an den nächsten Mann gebracht. Des einen Leid, des anderen Freud’!

Mein nur noch zur Hälfte sonor brummendes Braun-Quartett
 
Mein nur noch zur Hälfte sonor brummendes Braun-Quartett

Jahrzehntelang war der Einsatzradius einer elektrischen Bart-Mähmaschine definiert durch die Länge des Netzkabels einerseits und die Lage der Steckdose in der Nähe des Badezimmerspiegels andererseits. Bevor nun die elektrische Nabelschnur zugunsten schnurlos zu betreibender Geräte abgekoppelt wurde, waren auch nobelste Rasierer von einfachster Konstruktionsweise: Ein nachgerade banal zu nennender Schwinganker saß im Inneren und wurde durch die 220 V-Wechselspannung in deren (von Haus aus mitgebrachter Frequenz) von 50 Hz ebensoviele Male pro Sekunde hin- und hergeworfen. BrumMmMmMmMm. Kaputtgehen konnte da wenig außer den Verschleißteilen Klingenblock und Scherfolie, war ja auch nix weiter drin als besagter Anker, eine Erregerspule drumherum sowie ein Schalter.

So, dann aber schrieben sich findige Ingenieure die Befreiung des Mannes aus der Enge der Naßzelle auf die Fahnen (sie mußten ja ein neues Verkaufsargument für ansonsten unterbleibende Ersatzinvestitionen schaffen) und erfanden keck den schnurlosen Rasierer zur Benutzung auf dem Balkon, dem Campingplatz, dem Klo. Der (scheinbare oder tatsächliche) Gewinn an Komfort und Lebensqualität hat freilich seinen Preis in Form einer ganz wesentlichen Verkomplizierung des vibrierenden Innenlebens: Akkus und gemeinhin als »Batterien« bezeichnete Primärzellen liefern halt nunmal ausschließlich Gleichstrom, und der wiederum kann nur über Umwege einen Scherkopf zum Zappeln bringen: Es braucht einen richtigen Elektromotor (mit Rotor, Stator, Kollektor und Kohleschleifern von endlicher Lebenserwartung) sowie einen mechanischen Exzentermechanismus, um des Antriebs Rotationsbewegung in das benötigte Hin- und Hergefuhrwerke umzusetzen. Ferner erfordert es einen Stromrichter resp. ein Netzteil, um die Wechselspannung aus der Wand auf erheblich geringere Voltzahlen herunterzutransformieren und überdies gleichzurichten. Alles machbar, aber deutlich komplizierter, teurer und obendrein kurzlebiger, vor allem dann, wenn man kein leicht zugängliches Fach für handelsübliche Standard-Akkus vorsieht, sondern fest verlötete Industrie-Akkus ins Innere des rundum versiegelten Apparates einsperrt…

Derzeit sind in des Rezensenten Haushalt vier (!) dieser schnurlos schnurrenden Schurmaschinen vorhanden, zwei davon haben mittlerweile ihren Dienst quittiert und werden dieser Tage bastelfreudigen Kennern als Ersatzteilspender angeboten. Noch aber liegen sie allesamt einträchtig nebeneinander und harren ihrer Würdigung. Beginnen wir nunmehr endlich unsere chronologisch sortierte Apparateschau mit dem edlen Braun Modell 5550 (Type 5504) [1], der scheintot darniederliegt und auf Wiederbelebungsversuche nicht mehr reagiert. Rein vom Äußeren her gefiehl mir dieser markante Stoppelschnippler mit seinem mattsatinierten, sich angenehm kühl anfühlenden Metallgehäuse stets am besten:

Gummi-Griffnoppen und Ladezustandsanzeige am Braun 5550
 
Gummi-Griffnoppen und Ladezustandsanzeige am Braun 5550

Die mehrsegmentige Ladezustandsanzeige im unteren Gehäuseensatz zeigt hier nichts mehr an, der Apparat ist ja wie schon bemerkt defekt. Man beachte aber die griffigen Gumminoppen, deren Kollegen auf der Unterseite dem Gerät zudem auf glatten Ablagen sicheren Halt verleihen. Auch die Griffleiste des Schiebschalters (im Bild oben links) war ursprünglich gummiert, aber dieser Belag ist hier bereits abgerissen, da den Betätigungskräften des Bedienerdaumens sich auf Dauer als nicht gewachsen erwiesen habend. Ein kleiner Konstruktionsfehler, der den Ingenieuren bei Braun aber offenbar nicht verborgen geblieben ist, denn bei der Nachfolger-Baureihe war jene Schaltschieberleiste dann von vorneherein aus massivem Hartkunststoff gefertigt:

enger gesetzte Noppen und vereinfachte Ladezustandsanzeige am Braun 6520
 
enger gesetzte Noppen und vereinfachte Ladezustandsanzeige am Braun 6520

An diesem Modell 6520 (alias Type 5705) fällt uns zudem eine neue Art Gummierung auf, bestehend aus Pünktchen und Streifen in neckischer Variation. Das erscheint mir zwar einerseits als unnötig verspielt (und damit als designerischer Fauxpas), andererseits muß ich einräumen, daß die räumliche Verdichtung der Gummi-Gnubbel die gefühlte Griffigkeit des Gerätes doch deutlich verbessert, zumal in Verbindung mit neu hinzugekommenen Gummistegen an den Gehäuseseiten. Schließlich sei auf die vereinfachte Ladekontroll-Anzeige aus zwei Lämpchen hingewiesen, die den preislichen Abstand zum »größeren Bruder« Modell 6550 rechtfertigen sollten. Und den haben wir hier ebenfalls noch herumliegen (wenn auch leider nurmehr -da funktionslos- zum Briefbeschwerer taugend):

luxuriöse Ladezustandsanzeige am Braun 6550 als Distinktionsmerkmal zum 6520
 
luxuriöse Ladezustandsanzeige am Braun 6550 als Distinktionsmerkmal zum 6520

Hier sehen wir wieder ein ähnlich aufwendig realisiertes Ladezustands-Display wie eingangs beim Modell 5550: Eine feine Sache, weil man damit die mutmaßlich noch ohne Nachbetankung an der stationären Steckdose verfügbare Restlaufzeit ziemlich gut abschätzen kann. Übrigens kann man davon ausgehen, daß solche Unterschiede nicht primär von den bekittelten Technikern ersonnen, sondern von den beschlipsten Marketing-Fritzen bewußt angeordnet werden, um eine hierarchische (und natürlich preisliche!) Abstufung innerhalb einer Modellreihe zu erzielen: Wer als Kunde unbedingt das Top-Modell sein Eigen nennen möchte, wird dafür am spürbarsten zur Kasse gebeten. Der preisbewußte Konsument hingegen steigt ein oder zwei Stufen tiefer ein und muß für deutlich weniger Geld nur auf das eine oder andere Gimmick verzichten. [2] Doch zurück zu den harten Fakten: Der 6550 (= Type 5704) wäre nach meinem Dafürhalten der ideale Rasierer, wenn er denn weiterhin erhältlich wäre. Ist er aber nicht. Auch bei längst perfekt auskonstruierten Herrenrasierern sind die Entwickler nämlich aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, immer wieder etwas Neues vorzulegen, um Innovation und (oft nur scheinbaren) Fortschritt zu demonstrieren. So sieht dieser heutzutage aus:

seitlich plazierter Druckschalter am produktionskostenoptimierten Braun 5612
 
seitlich plazierter Druckschalter am produktionskostenoptimierten Braun 5612

Diesen Brummer habe ich letzte Woche auf einem Flohmarkt erstanden, da er zu den Klingenblöcken und Scherfolien meiner anderen Rasierer kompatibel ist und ich noch einen weiland preiswert ersteigerten Handvorrat davon auf Lager habe. [3]. Zunächst waren weder der Verkäufer noch ich in der Lage, den Apparat zum Laufen zu bringen, da wir dieses durch einfaches Hochschieben des Langhaartrimmers mit dem Daumen probierten. Wir waren beide schon versucht, den äußerlich neuwertig erscheinenden Rasierer als defekt abzuschreiben, da fiel dem freundlichen Anbieter auf, daß dieses Gerät allen längst etablierten Traditionen zum Trotze über einen separaten Ein-/Aus-Schalter in Form eines blauen Punktes verfügt! [4]

Um es kurz zu machen: Auch mit diesem Plastik-Handschmeichler kann man sich natürlich gründlich rasieren. Die Wertigkeit der Anmutung indes, die viele Vorgänger auszeichnete, ist endgültig dahin: Das spritzlackierte Kunststoffgehäuse fühlt sich billig an, und trotz einer dicken Seitengummierung hat man beim oben und unten glatten Gehäuse ständig Angst, das Ding könne einem seifengleich aus der Hand flutschen und -dem Gebot der Schwerkraft Folge leistend- Sekundenbruchteile später auf dem Boden zerschellen. Auch beim Ablegen auf glatten Flächen muß man obacht geben, denn mangels Gumminoppen ist ein sicherer Halt dort nicht mehr gewährleistet. Schließlich sei auch noch das klobige Netzteil beklagt, welches bei allen neueren Braun-Rasierern in den Netzstecker des Anschlukabels ausgelagert worden ist, um die inzwischen als feucht reinigbar konzipierten Apparate schon von außen nur noch mit ungefährlicher Niederspannung versorgen zu müssen. [5] Unter dem Strich bereue ich den Kauf natürlich nicht, denn für den kompletten Apparat habe ich letztlich nur soviel gelöhnt wie für ein Kombi-Pack aus Klingenblock und Scherfolie…

Resümierend ist aus Sicht des sonntagmorgendlich unrasierten Kritikers seufzend zu bedauern, daß die heutigen Designer das Vermächtnis ihrer Vorgänger -klare, funktionsorientierte Produktgestaltung- nicht mehr fortführen (können, wollen, dürfen?): Aktuelle Rasierer schauen aus wie Laserschwerter aus Science Fiction-Filmen, voll auf Emotion getrimmt (ein Schicksal, welches sie mit aggressiv anmutenden Autoscheinwerfern teilen). Doch auch wenn ich mit den gestalterischen Auswüchsen der mich umgebenden Produktwelt nicht immer zufrieden sein kann: An meine Haut lasse ich (vorerst) weiterhin nur Wasser und Rasierer von Braun!

 
[1] Sämtliche Braun-Rasierer verfügen über eine vorn angebrachte Modell-Nummer und über eine auf der Rückseite klein aufgedruckte Typen-Nummer. Beide stehen zueinander und zu den entsprechenden Bezeichnungen verwandter Modelle in byzantinisch-kafkaesker Relation und sind geeignet, den neugierigen Interessenten in den Wahnsinn zu treiben, welcher eigentlich nur nach Orientierung in der Flut der Typen und Bauserien sucht.

[2] Man beachte die ganz ähnliche Situation bei Staubsaugern.

[3] Die kaum zu überblicke Vielfalt bei diesen Verschleißteilen ist ebensowenig technisch begründet wie die bei Tintenpatronen für Drucker, vielmehr soll der Kunde mit dem Modellwechsel auch zum Kauf neuer Zubehörteile mit hohen Gewinnmargen genötigt werden. Dies kann man allerdings einzelnen Herstellern nicht gut zum Vorwurf machen, da sich diese notgedrungen bei der Preisgestaltung an ihren Mitbewerbern orientieren müssen.

[4] Keine gute Idee, da ein herber Kontinuitätsbruch und überdies ein deutlicher Rückschritt hinsichtlich der »Usability«.

[5] Das ist m. E. auch so ein pseudofortschrittlicher Mumpitz: Diese ausladenden Reinigungsstationen nehmen erhebliche Stellfläche in Anspruch und spülen die Bartstoppeln mit einer zu aberwitzigen Preisen gehandelten Reinigungslösung aus dem Scherkopf. Nach meiner Einschätzung ist das so überflüssig wie eine elektrische Pfeffermühle mit integrierter Taschenlampe: Wer nach alter Väter Sitte weiterhin gelegentlich mit einem Bürstchen selbst zu Werke geht und alle paar Wochen überdies Klingenblock nebst Scherfolie in heißem Spülwasser einweicht und abspült, erzielt im Handumdrehen den gleichen Effekt und spart Geld und Platz.

Freitag, 3. Juli 2009

Fortschrittsverweigerung

Einem Insiderbericht zufolge werden die kommenden WordPress-Versionen etliche neue (Multimedia-)Funktionalitäten enthalten, die aus meiner Sicht nicht nur völlig entbehrlich, sondern absolut unnötiger Firlefanz sind: Bildbearbeitung z.B. macht man seit jeher schnell und gründlich auf einer stationären Maschine mit Hilfe von lokal installierter Software und eben nicht mit einer Online-Anwendung in einem Browserfenster! Was soll das? Wie so oft in der Software-Entwicklung droht ein ursprünglich recht schlankes und hochperformantes System zu einem trägen und aufgeblasenen Goliath anzuwachsen. Sinnvoller wäre es meines Erachtens, auf der Basis der vorhandenen Features und Funktionen Code-Optimierung zu betreiben, um die Arbeitsgeschwindigkeit [1] spürbar zu erhöhen. Aber das macht natürlich weniger Spaß als neue Gimmicks zu implementieren…

Immerhin zwingt einen niemand, jeden Blödsinn mitzumachen: Ich werde also wohl dauerhaft bei der derzeit aktuellen WordPress-Version 2.8 bleiben und nur noch die angekündigten Wartungs-Updates mitnehmen. Dessen ungeachtet gedenke ich die von mir eingesetzten Plugins natürlich weiterhin auf dem jeweils aktuellen Stand halten. Damit sehe ich mich bis ans Ende meiner Blogger-Tage als bestens gerüstet!

 
[1] Die leider immer noch grenzwertig langen Ladezeiten meiner Blogseiten haben freilich nicht direkt etwas mit WordPress zu tun, sondern sind meinem Webhoster anzukreiden, bei dem sich nach wie vor (zu) viele Kunden die Leistung eines Servers teilen müssen.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Rätselhaftes Fürth (46)

Unser heutiges Rätselfoto zum Monatsersten zeigt ein eher ungewöhnliches kleines Häuschen, und einmal mehr habe ich das erwählte Motiv durch starkes Heranzoomen erstens hervor- und zweitens aus seinem Kontext herausgehoben:

Rätselbild des Monats

Tja, das ist wahrlich nicht ganz einfach: Die Funktion des Bauwerkes mag schnell zu ergründen sein, sein Standort eher weniger. Dennoch: Gar so viele Exemplare dieser Art gibt es selbst in Fürth nicht zu bestaunen. Wo also steht das gezeigte Ding und worum handelt es sich dabei?

Kontrastierend zum friedlichen Objekt im warmen Abendlichte fällt der einigermaßen adrenalintreibende Preis für den/die Gewinner(in) aus:

Der Thriller »Gloria«, für den der Regisseur und Drehbuchautor John Cassavetes 1980 auf den Internationalen Filmfestspielen Venedig den Goldenen Löwen für den besten Film erhielt. Die DVD enthält auch die englischsprachige Originaltonspur, durch die die krasse Story (New Yorker Gangsterbraut schützt Kind vor Mafiosi und schreckt dabei vor nichts zurück) noch weit aufwühlender gerät als sie es in der deutschen Synchronfassung je sein könnte!

Wie immer gewinnt der oder die Erste, der/die unter richtigem Namen und mit funktionierender eMail-Adresse (oder unter bereits amtsbekanntem Pseudonym) die korrekte Antwort in einen Kommentar zu diesem Beitrag schreibt!

Bis zum Erscheinen des nächsten Rätsels (also genau einen Monat lang) können Lösungen eingereicht werden. Die Laufzeit endet mit dem Erscheinen eines weiteren Rätsel-Bildes am jeweils nächsten Monatsanfang. Mit der Vorstellung eines neuen Preisrätsels wird die zutreffende Antwort zur Vorgängerfrage (in einem Kommentar zu dieser) bekanntgegeben, sofern sie bis dahin nicht richtig beantwortet wurde.

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