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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Moderne Zeiten Frauen und Kinder zuletzt »

Wunder der Technik

Wer kennt das nicht? Man bekommt ein Buch geschenkt, kauft sich gar selbst einen vielgepriesenen Roman, doch irgendwie wird man nicht so recht warm mit (und bei) der Lektüre und verspürt irgendwann keine Lust mehr, den Wälzer ordnungsgemäß bis zum Ende durchzulesen. Schade um die unbenutzten Buchstaben, schade auch um die bisher investierte Zeit! Was also tun mit dem angefangenen Schmöker?

Gestern fand ich unverhofft im nahen Supermarkt die Lösung, und die ist ebenso preiswert wie verblüffend:

Fertiglesebrille

Mit der »Fertiglesebrille« sind angelesene Druckerzeugnisse im Nu bis zum Schluß konsumiert: Das unscheinbare und von einer herkömmlichen Lesebrille kaum zu unterscheidende Gerät klärt den trüben Blick und verhilft dem/der Träger/in im Handumdrehen zu frischer Motivation und neuer Lesefreude. In kurzer Zeit sind die Lesestoffstapel durchgearbeitet und die bis dato herumliegenden Papiermassen entweder dem Regal oder dem Altpapier-Container anvertraut.

zonebattler’s Fazit: Die »Fertiglesebrille« ist ein absolutes Muß für den kultivierten Haushalt. Auch den sogenannten bildungsfernen Schichten kann das optische Wundergerät nur empfohlen werden: Zwar haben wir den Einsatz am populärsten aller Boulevard-Blätter mangels Zugang nicht erproben können, wohl aber über Nacht im Selbstversuch das Fürther Telefonbuch einstudiert. Die unter normalen Umständen eher sperrige und wenig erkenntnisreiche Lektüre war mit Hilfe der neuen Linsen ein nachgerade erhebender Lesegenuß bis in die frühen Morgenstunden!

  1. Lexikaliker - Kulturtechnik  •  10. Jan. 2010, 9:57 Uhr

    […] stets scharfsichtige zonebattler beweist erneut ein waches Auge für nützliche Technik mit außerordentlich hohem Gebrauchswert und […]

    #1 

  2. ignorant  •  10. Jan. 2010, 19:43 Uhr

    Da trink ich doch lieber ein Gläschen Auslese.

    (Und ich dachte, ich sei schlimm, der ich die Meldung »Bundesamt rät zu Hamsterkäufen« der Gattin gegenüber mit »Wat soll ich denn mit den ganzen Hamstern, is‘ doch nich‘ viel Fleisch dran an so’m Tier?« kommentierte.)

    #2 

  3. Uwe  •  10. Jan. 2010, 22:53 Uhr

    Gibts die auch als Baukastensystem für den Sparfuchs mit Eigeninitiative? ;)

    #3 

  4. Achates  •  11. Jan. 2010, 2:30 Uhr

    @ ignorant: Die Hamster sollste ja nicht essen, die sind für das Notstromaggregat. Fatalerweise habe ich einen Wurf Gleichstromhamster erworben.

    Wobei es hier wohl eher der Hilfe durch eine Fertiglösebrille bedarf. Kleiner Tipp: Es ist nicht wichtig was ihr seht, es ist wichtiger was ihr dort seht.

    #4 

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