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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Virtuelle Flickschusterei

In diesem meinem Blog haben sich seit dem Start im September 2005 mittlerweile 2.410 Artikel und 10.242 Kommentare angesammelt. Darin befinden sich insgesamt 9.154 Links, von denen zu meinem Erschrecken mittlerweile 411 tot sind und weitere 1.135 auf unterdessen geänderte Adressen umgeleitet werden. Verraten hat mir das ein WordPress-Plugin namens »Broken Link Checker«, welches im Gegensatz zu mir eine unerschütterliche Geduld dafür aufbringt, den hiesigen (und riesigen) Text-Fun­dus akribisch genau zu durchforsten, kaputte Links zu registrieren und zu melden.

Auch wenn man den einen oder anderen Verweis wieder reparieren kann (weil sich die wei­land verlinkte Information beispielsweise an neuer Stelle ergoogeln läßt), so sind doch sehr viele Links unrettbar verloren, weil die darüber angepeilten Seiten schlicht­weg nicht mehr existieren: Private Blogs, Firmenseiten, Zeitungen, es geht in diesen schnelllebigen Zeiten vieles schneller unter, als man sich darüber wundern kann.

Was kann man machen? Wenig. Im Laufe der Zeit werde ich mal hier, mal da ein bißchen was an meinem Link-Netzwerk flicken und kunststopfen, da wo es sinnfällig erscheint. Tote kann auch der zonebattler nicht wiederbeleben, dann bleibt halt der Verweis ins Nichts bestehen als ein Zeichen, daß es da mal etwas gab. Wieviele LeserInnen in älteren Beiträgen oder Kommentaren auf funktionslos gewordene Links klicken, ist ohnehin die Frage. Gemeldet hat sich deswegen noch niemand…

Was für eine Lehre ist daraus zu ziehen? Wo immer man online eine Information findet, die einem persönlich relevant und des Aufhebens wert erscheint, sollte man sich eine lokal lauffähige Offline-Kopie der entsprechenden Website generieren. Tools dafür gibt es genügend. Sogar ein Papierausdruck mag Jahre später hilfreicher sein als ein abgespeichertes Lesezeichen, welches ins elektronische Nirwana zeigt!

  1. netz10  •  15. Aug. 2013, 15:58 Uhr

    Hi zonebattler und liebe Grüße aus Nämberch.

    Brokenlinkchecker nutze ich auch.

    Zum Glück schon seit einem sehr frühen Stadium. Pro Woche schlagen dann einige Links auf, die (wenn man am Ball bleibt) in diesem Stadium mit vertretbarem Aufwand korrigiert oder gelöscht werden können.

    Sehr schöner Nebeneffekt ist, dass ich quasi ein automatisches Mitteilungssystem habe, wenn Inhalte von ARD und ZDF DEPUBLIZIERT werden. (sofern ich darauf verlinkt habe) Die meisten (geschriebenen) Inhalte von ARD und ZDF im Web müssen ja nach einem Jahr GELÖSCHT werden. (Videos meist nach 7 Tagen).

    Das Phänomen (aka SKANDAL!!) habe ich mal hier zusammengefasst:

    netz10.de/2013/01/24/depublizierung/

    Zurück zu den broken links: Suchmaschinen wie Gügel mögen diese gebrochenen Links nicht und das kann sich SEO-mäßig so auswirken, dass die Seite ein Stück weit zurückgestuft wird und du dadurch weniger besucher erhältst.

    #1 

  2. zonebattler  •  15. Aug. 2013, 16:08 Uhr

    Ich bin erst unlängst auf den Trichter (sprich Broken Link Checker) gekommen, und wie Du bin ich der Meinung, daß zeitnahes Flicken und am-Ball-bleiben zweifellos die beste Strategie ist, den eigenen Perfektionswahn und die Präferenzen von Tante Gugel gleichermaßen zu bedienen… ;-)

    Die erzwungene Depublizierung öffentlich-rechtlicher Medieninhalte hatte ich auch schon thematisiert, das ist wirklich ein Skandal. Ich wurschtele mich drum herum, indem ich gar nicht erst auf nur kurzfrisitg verfügbare Quelen verlinke, aber be­frie­digend ist das natürlich auch nicht.

    #2 

  3. ToJe  •  16. Aug. 2013, 11:53 Uhr

    Bei erstaunlich vielen (wenn auch längst nicht allen) toten Links lohnt sich ein Ver­such beim »Internet Archive«. Dort findet man häufig zumindest noch Bruchstücke – meiner Erfahrung nach umso mehr, je textlastiger die ursprüngliche Quelle war.

    (Und auch die anderen Bereiche des Internet Archive sind durchaus einen Blick wert.)

    #3 

  4. zonebattler  •  16. Aug. 2013, 12:07 Uhr

    Na ja, aber auf solche mutmaßlich ohne Wissen oder gar Einwilligung des ur­sprüng­li­chen Autors erzeugte »Archivkopien« würde ich ungern verlinken. Da lauern ju­risti­sche Fallstricke nicht nur der urheberrechtlichen Art…

    #4 

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