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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Kontrastmittel

Des zonebattler’s homezoniges Rechenzentrum (Tower-PC, Monitor, 2 Brüllwürfel, Tastatur, Maus, Scanner und Drucker) war ursprünglich ganz in dezentem Beamten-Büro-Beige gehalten, viele werden sich noch an diese farblosen Zeiten erinnern. Heutzutage ist die pseudo-noble Farbkombination Silber/Schwarz en vogue, letzteres gerne in der staubanziehenden und überaus kratzempfindlichen »Klavierlackeffekt«-Abart. Auch bei mir wurden altersschwache und obsolete Gerätschaften nach und nach durch dunkle Nachfolger ersetzt. Zuletzt war nur noch meine treue Tastatur übrig (Cherry Modell RS 6000 M), die dank solider Mechanik, abriebfest eingelaserter Tastenbeschriftung und reinigungsfreundlichem Aufbau ewig zu halten versprach.

Leider hat der unlängst beschafte, quasi-neue Gebraucht-PC des Endesunterfertigten keine PS/2-Buchsen mehr zum Betrieb von Hackbrett und Nagetier. Da war die alte Tastatur nimmer anzuschließen, zumal auch ein rein mechanischer Adapter keine USB-Tauglichkeit mehr hätte herstellen können. Mit der dem Rechner beigegebenen Original-Tastatur konnte ich mich nicht anfreunden, das heute übliche »low contrast« Design (schwarze Tasten, dunkelgrau beschriftet) taugt einem nicht, wenn man das blinde Tippen nie gelernt hat und abends überdies gerne bei schummeriger Be­leuch­tung in die Tasten haut. Ich sann auf ebenso effiziente wie effektive Abhilfe…

Die simple und preiswerte Lösung bestand im Kauf einer gebrauchten USB-Variante der geliebten Cherry-Tastatur in schwarzer Ausführung via eBay. Für einen glatten Zehner (inklusive Porto) fischte ich ein elektrisch passendes USB-Hackbrett aus der Bucht, welches ich sofort nach Erhalt zerlegte und gründlich reinigte. Der eigentliche Clou aber bestand im anschließenden Verheiraten des schwarzen Tastatur-Unterbaus mit den hellgrauen Tasten des alten Exemplars:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut schick, aus, nicht war? Paßt vorzüglich zum Rest der auf dem Schreibtisch herumlungernden PC-Peripherie, läßt sich aber nach wie vor auch bei Funzellicht bestens bedienen! Leider ist im Gehäuseboden die Aussparung für das gediegen­heits­meh­rende Ballast-Blech wegrationalisiert worden, aber mit dem Gewichtsverlust kann ich eher leben als mit unleserlicher Beschriftung.

Die nach der Bastelaktion übriggebliebenen Einzelteile habe ich selbstredend nicht etwa weggeworfen, sondern zu einer komplementär kolorierten Kuriosität zu­sam­men­ge­setzt:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut ja auch nicht ganz verkehrt aus (und erinnert mich an meine bunte Hand­staub­sauger-Spielerei), taugt aber aus meiner altersschwachen Sicht nur als Ersatz­teil­spender (falls ich z.B. mal die federnde Silikon-Matte oder das darunterliegende Kon­takt­folien-Sandwich austauschen müßte).

Schade nur, daß mir mitunter trotz gut sichtbarer Tasten die rechten Worte zum jeweiligen Anlaß nicht einfallen wollen: Wenn der Musenkuß ausbleibt, nützt das beste Werkzeug nix. Aber es schadet auch nicht, für den Fall des plötzlich her­nie­der­fahrenden Geistesblitzes gut gerüstet zu sein…

  1. Sus  •  8. Sep. 2014, 12:51 Uhr

    Eigentlich cool, wie kompatibel die Tastaturen noch sind! Das ist eigentlich nicht mehr normal heutzutage, selbst beim selben Hersteller.

    Liebe Grüße, Sus, die auf ihren Laptop mit beleuchteter Tastatur echt stolz ist. ;-)

    #1 

  2. zonebattler  •  8. Sep. 2014, 13:02 Uhr

    Na ja, Neukonstruktionen kosten aber auch Geld, daher versuchen die Hersteller mitunter schon, Gleichteile beizubehalten, zumal bewährte. Die 6000er Cherry-Ta­sta­tur ist komplett zerlegbar, die Innereien gut reparierbar oder zumindest tausch­bar. Und das auch noch – dank leicht zu lösender Schnappverbindungen – ohne aus­ufern­de Schrauberei…

    Gruß retour vom unbeleuchteten Büro-Arbeitsplatz!

    #2 

  3. Gerold  •  7. Nov. 2014, 21:57 Uhr

    Nein, ein rein mechanischer Adapter nicht, aber es gibt doch auch welche mit »Elek­trik-Trick« (wie Catweazle zu sagen pflegte). Etwa so ähnlich wie hier, im zu­ge­hö­ri­gen Artikel »PS/2-Schnittstelle« wird das auch beschrieben. Ich bin mir ziemlich sicher so ein Ding noch in der Schublade zu haben, wohne in Nürnberg und würde es zur Resourcenschonung gerne verschenken – Interesse?

    #3 

  4. zonebattler  •  7. Nov. 2014, 22:52 Uhr

    Danke für das freundliche Angebot, aber inzwischen bin ich dank meines Tastatur-Um­baues vollständig USBifiziert! Übrigens hatte ich den Wikipedia-Artikel und noch andere Quellen damals intensiv studiert: Auch die mit aktiver Elektronik versehenen Adapter scheinen teilweise mit Fehlern behaftet zu sein und bestimmte Sonderzeichen nicht zu registrieren bzw nicht korrekt umzusetzen. Scheint ein Bug im verwendeten Chip zu sein, der bei Adaptern vieler Hersteller auftritt. Jedenfalls findet man in Foren und bei den Amazon-Kundenrezensionen allerlei Merkwürdiges und Bedenkliches. Da verging mir dann doch die Lust am Experimentieren, zumal ich meinen neuen alten PC problemlos mit noch ein paar USB-Slots erweitern konnte: Ich brauchte nur ein USB-Slotblech samt Anschlußkabel aus der Schublade zu ziehen, auf dem Mainboard gab’s noch einen unbenutzten Doppel-USB-Port. Da konnte ich für Hackbrett und Maus getrost zwei Anschlüsse belegen, ohne anderswo in Not zu ge­ra­ten…

    #4 

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