Zum Inhalt springen


zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Die Lärminsel (2) Malerisches Intermezzo (1) »

Den Euro umgedreht (7):
schottisch-schwäbisches Sendungsbewußtsein

Wer wie der Autor dieser Zeilen hin und wieder Pakete zu verschicken hat, wird sich gleich ihm über die letzte Preiserhöhung beim gelben Riesen DHL gewaltig geärgert haben: Da die 15 kg-Klasse ersatzlos weggefallen ist, kostet das Versenden eines auch nur knapp über 10 kg wiegenden Kartons jetzt gleich stolze EUR 13,99! Da trö­stet es wenig, daß man dafür die Schachtel mit Ballast-Blei bis knapp unter 30 kg auf­fül­len dürfte: So schwere Dinge hat unsereiner höchst selten zu expedieren, aber über die zehn Kilo kommt man halt doch öfters, zumal wenn man sein Versandgut ordentlich zu verpacken pflegt…

Wer nicht auf alternative Dienstleister ausweichen kann oder mag, weil er/sie bei­spiels­wei­se die nächste Postfiliale um die Ecke hat oder mit der Qualität anderer Paket­schub­ser nicht zur Wiederholung einladende Erfahrungen gemacht hat, möge sich das auf den ersten Blick kaum glaubhafte Angebot von Homewash Germany anschauen: Für schlappe EUR 5,45 kann man dort einen regulären DHL-Versandschein für Pakete bis 30 kg Gewicht erwerben! Was als Methode für junge Leute zum Heim­schicken schmutziger Wäsche zu Muttern vermarktet wird (weshalb es auch eine Hin- und Rücksende-Variante für EUR 10,90 gibt), taugt natürlich auch für jegliches an­de­re Versandgut, z.B. für via eBay versteigerte Altlasten aus längst vergangen Sam­mler­ta­gen.

Das Geschäftsmodell des Betreibers basiert offensichtlich auf Großkunden-Rabatten, die weitgehend an die Endkunden weitergegeben werden. Schlaue Sache! Solche Ini­tia­ti­ven gilt es zu fördern, und was fiele einem leichter, wenn man dabei selbst spür­bar sparen kann?

vorheriger Beitrag    Übersicht    nächster Beitrag
  1. Zappo  •  1. Aug. 2015, 15:06 Uhr

    Leider haben sie (=mutmaßlich DHL) den Laden schon wieder dicht gemacht…

    #1 

  2. zonebattler  •  1. Aug. 2015, 16:39 Uhr

    Nee, nach allem, was ich gelesen habe, war das wohl ein studentisches Projekt, bei dem ein größeres Geschäftskunden-Kontigent an rabattierten Paketmarken unters Volk gebracht wurde. Alles ganz legal, aber leider kein nachhaltiges Geschäftsmodell bzw. ein solches war gar nicht intendiert. Schade eigentlich…

    #2 

Kommentar-RSS: RSS-Feed für Kommentare nur zu diesem Beitrag

Eigenen Senf dazugeben: