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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 29. Januar 2017

Sonntagsarbeit (1)

So, damit hier in meinem privaten Blog auch mal wieder was passiert, präsentiere ich umstandslos die Ergebnisse meiner heutigen ehrenamtlichen Basteleien. Erstens ein Poster zum Aushang in dem von FürthWiki e. V. frisch angemieteten Schaukasten:

Poster für FürthWiki e. V.

Der zonebattler ist leider kein gelernter Grafiker, daher hat er nach einem Werk­zeug gesucht, welches von einem mäßig begabten Feinmotoriker wie ihm intuitiv bedient werden kann. Nach kurzer Suche gefunden und erwartungsfroh benutzt hat er die Online-Layouterei canva.com, und die dort gebotene Auswahl von Layouts, Gra­fi­ken, Schmuckelementen etc. ist doch ei­ni­ger­ma­ßen umfangreich.

Daher war es ihm erstens ein Leichtes und zweitens ein Vergnügen, anschließend für eine weitere Fürther Heldentruppe ein vorzeigbares Plakat zu designen:

Poster für die Fürther Lebensmittelretter

Über unsere wackeren und wetterfesten LebensmittelretterInnen hatte ich ja neulich schon einen eigenen Artikel im FürthWiki verfaßt. Letzten Freitag Abend trafen sich übrigens die Aktiven und eine Handvoll »Kunden« zum gemeinsamen Koch-Event, um die nach der Verteilung immer noch übriggebliebenen Lebensmittel zu verarbeiten und zu vertilgen: Steigenweise Karotten wurden zu Salat, Suppe und Kuchen veredelt, und der gelungene Abend war sättigend für Leib und Seele. Schön, wenn man sich dafür mit etwas Mausschubserei erkenntlich zeigen und nützlich machen kann…

Sonntag, 16. Oktober 2016

zonebattler goes mobile

Nachdem dieser Tage in einer Onlinestudie zu lesen war, daß die mobile Internet-Nutzung wieder einmal stark zugenommen hat und nicht nur die junge Generation, sondern insbesondere auch rüstige Rentner (m/w) verstärkt mit dem Smartphone durch den virtuellen Kosmos surfen, habe ich zonebattler’s homezone auf »res­pon­si­ve design« umgestellt. Da meine betagte »Blog-Tapete« (engl. »Theme« genannt) das leider nicht von Haus aus hergibt, habe ich mich dazu einer nachträglich an­ge­flansch­ten Plugin-Lösung bedienen müssen. Das Ergebnis ist aber keineswegs zweit­klas­sig, wie jeder sehen kann, der sich mein Blog auf dem Smartphone zu Gemüte führt. Ganz im Gegenteil: Das gut lesbare und leicht bedienbare Mobil-Layout wirkt dynamisch und modern. Très Chic! Besucher (m/w) können dennoch jederzeit zur tra­di­tio­nel­len Desktop-Ansicht zurückwechseln, und damit ist dann jeglichen Ge­schmacks­prä­fe­ren­zen (m/w) Genüge getan…

Sonntag, 6. September 2015

Zehn Jahre zonebattler

Am 6. September 2005 habe ich meinen allerersten Blog-Beitrag verfaßt, zum 1. Ja­nu­ar 2009 bin ich dann mit meinem virtuellen Hausrat auf eine eigene WordPress-Installation umgezogen. Dem lange Zeit recht träge reagierenden Blog konnte ich am 20. Januar 2010 einen fulminanten Geschwindigkeitszuwachs bescheren, bis ich dann am 6. September 2011 nach sechs Jahren Bloggens den Laden dichtmachte.

Exakt sechs Monate später habe ich das Schweige-Gelübde gebrochen, und seither mache ich munter weiter, mal energisch, mal lethargisch, mal mit Worten, mal mit Bildern. Ich danke allen interessierten Leserinnen und Lesern für ihre geschätzte Auf­merk­sam­keit und die hinterlassenen Kommentare. Die vielen lustigen, lehrreichen und inspirierenden Wortwechsel motivieren zum Weitermachen.

In diesem Sinne: Auf die nächste Dekade!

Sonntag, 30. August 2015

Premiere

Wenn ich nun schon Vorstandsmitglied und Webmaster von FürthWiki e.V. bin, dann sollte ich mich nicht nur meinem Mandat als Schatzmeister widmen und die Vereins-Website vollschreiben, sondern auch mal einen eigenen Artikel im Online-Lexikon selbst verfassen und veröffentlichen. So dachte ich mir heute, und damit habe ich dann auch einen Großteil des heutigen (wegen einer opulenten Hochzeitsfeier am Vor­ta­ge schlaftrunken begonnenen) Vormittags verbracht. zonebattler proudly pre­sents his Erstlingswerk:

Galerie in der Promenade

Wird sicherlich demnächst noch ein bisserl ausgebaut werden, aber für den Anfang bin ich recht stolz auf das Ergebnis, welches ich (dank fleißigen Syntax-Spickens in bestehenden Beiträgen) auf Anhieb fehlerfrei zusammengezimmert habe. In einem Artikel-Bild ist übrigens ein Kunstwerk zu sehen, welches inzwischen den Weg in des Autors gute Stube gefunden hat. Das aber bekommen nur Freunde im Original zu sehen und nicht die anonyme Öffentlichkeit als großformatige Abbildung…

Donnerstag, 16. Juli 2015

Gestaltungsfrage

Seit ich mit meinem Blog im Januar 2009 einen Neustart auf WordPress-Basis hin­gelegt habe, verwende ich bis heute unverändert das gleiche Design, im Fachjargon »Theme« genannt. Mit leichten Modifikationen (vor allem farblicher Art) setze ich die­ses Theme auch in der Website der Medien PRAXIS ein. Mein drittes Projekt, das lokale Bürger-Blog »Fürther Freiheit«, sieht (bei identischem Unterbau) dank des verwendeten Themes im Magazin-Stil äußerlich schon völlig anders aus. Spätere Pro­jekte – wie zum Exempel das Vereins-Blog von Fürth Wiki e.V. – habe ich mit ei­gen­hän­dig modifizierten Varianten des WordPress-Standard-Themes »Twenty Ten« ge­stal­tet, und bis heute bin ich mit allen meinen weiland skrupulös getroffenen Design-Entscheidungen durchaus zufrieden. Eine nachträgliche Änderung wäre an­ge­sichts des dranhängenden Rattenschwanzes an nötigem Finetuning auch eine (letzt­lich un­nö­ti­ge) Fleißaufgabe mit hohem Frustrationspotential…

Die Zeit ist allerdings nicht stehen geblieben, und nachdem die Nutzung von Mo­bil­ge­rä­ten (Smartphones und Tablet-Computer) in den letzten Jahren geradezu ex­plo­sions­ar­tig angestiegen ist, sind heutzutage »responsive« Themes en vogue, also solche, die die Darstellung dem jeweiligen Endgerät anzupassen in der Lage sind: Während man auf dem großen PC-Monitor die Website in voller Pracht zu sehen bekommt, wird dem kleineren Wischtelefon eine abgespeckte, aber unter Mobil­ein­satz­be­din­gun­gen besser lesbare Fassung geliefert. Schick! Mit Plugins wie »WPtouch« kann man zwar eine derartige Funktionalität nähe­rungs­weise nach­rüsten, für neue Projekte em­pfiehlt sich indes die Wahl eines aktuellen Themes, das alle neumodischen Features bereits »unter der Haube« hat und von Haus aus mitbringt.

Und da wird es nun für mich einigermaßen unübersichtlich ob der überbordenden Viel­falt des Angebotenen: Es muß ja nicht nur die Optik gefallen, auch eine deutsch­sprachige Fassung sollte existieren sowie die Möglichkeit, die Seitenleiste (Sidebar) mit allerlei Modulen (Widgets) zu bestücken. Die Integration von Webshops, Werbe­partnern etc. ist für meine Zwecke und zukünftigen Projekte hingegen kein Kri­te­ri­um. Meine Gestaltungsfrage an die geschätzten Leserinnen und Leser mit Word­Press-Erfahrung lautet also: Wer kann aus eigenem Erleben ein aktuelles WordPress-Theme empfehlen (kostenlos oder käuflich ist dabei zunächst einmal egal), welches zeit­los-ele­gan­tes Erscheinungsbild, skalierbare Präsentation und umfangreiche Funk­tio­na­li­tät unter einen Hut zu bringt und das Zeug hat, auch langfristig gefallen zu können?

Danke für jeden Tipp!

Montag, 29. Juni 2015

Fremdgegangen

Zur Zeit bin ich deutlich öfter und länger auf meinen anderen Online-Baustellen zu­gan­ge als hier im eigenen Heim: Ich kümmere mich verstärkt um mein Bürger-Blog »Fürther Freiheit«, pflege das Produktions-Blog der »Medien PRAXIS« und schreibe allerlei Artikel für die Seite von »FürthWiki e.V.«, dem Förderverein hinter unserer lokalen Online-Enzyklopädie.

In der Seitenleiste rechts habe ich soeben ziemlich weit unten drei neue Abschnitte auf­ge­macht, in denen ich auf meine eigenen Elaborate auf den genannten Web-Prä­sen­zen verlinke. Damit die geneigte Leserschaft sieht, daß ich doch nicht ganz so faul bin, wie es hierorts vielleicht den Anschein haben mag… ;-)

Samstag, 8. November 2014

Vereinsmeierei

Seit gut zwei Jahren bin ich nun schon der Webmaster von FürthWiki e. V., dem Förderverein hinter unserem populären Lokal-Wiki. Ich pflege unseren Internet-Auftritt, erweitere dessen Funktionalitäten (jüngst erst um Erstellung und Versand von professionell gestalteten Newslettern) und redigiere die hinzukommenden Text- und Bildbeiträge meiner Kollegen. Das alles passiert natürlich daheim im stillen Käm­mer­lein oder unterwegs vom eigenen Klapp-Rechner aus.

Am letzten Mittwoch bin ich nun überdies noch in den Vorstand gewählt und zum Schatzmeister ernannt worden. Das erweitert das Engagement um eine neue Dimen­sion, die einerseits zwar mehr Arbeit mit sich bringt, andererseits aber durch die damit verbundenen zwischenmenschlichen Kontakte auch eine spannende Heraus­for­de­rung darstellt. Es macht zudem großen Spaß, in einer Gemeinschaft von Gleich­ge­sinn­ten an einem Ge­mein­schafts­werk zu arbeiten, welches wächst und gedeiht und in der Öffent­lich­keit mehr und mehr Beachtung und Anerkennung findet.

Dies gesagt habend, rufe ich hiermit die Fürtherinnen und Fürther in meiner Leser­schaft auf, sich ebenfalls in unserem FürthWiki aktiv einzubringen: Uns fehlt es momentan insbesondere an Inhaltslieferanten, der harte Kern der regelmäßig tätigen Artikel-Redakteure ist der­zeit noch recht überschaubar.

Jede(r), der/die lokalrelevantes eigenes Wissen teilen möchte, ist bei uns will­kom­men! Die technischen Hürden sind schnell genommen, nächste Woche veranstalten wir in der Fürther Volkshochschule sogar das erste FürthWiki-Autorentreffen, bei dem an konkreten Beispielen die formvollendete Erstellung von enzyklopädischen Ein­trägen live demonstriert und geübt werden wird.

Der Grad des eigenen Engagements ist beliebig skalierbar: Wer schreibt (oder an­de­rer Leute Geschreibsel korrigiert), muß nicht notwendigerweise Vereinsmitglied sein. Wer umgekehrt durch eine weitgehend passive Mitgliedschaft seine/ihre Ver­bun­den­heit mit der Sache demonstrieren will, kann sich einen Aufnahmeantrag herun­ter­laden und den Verein mit jährlich 12,00 EUR (oder nach Belieben mehr) un­ter­stüt­zen.

In diesem Sinne: Kommet zuhauf!

Montag, 8. September 2014

Kontrastmittel

Des zonebattler’s homezoniges Rechenzentrum (Tower-PC, Monitor, 2 Brüllwürfel, Tastatur, Maus, Scanner und Drucker) war ursprünglich ganz in dezentem Beamten-Büro-Beige gehalten, viele werden sich noch an diese farblosen Zeiten erinnern. Heutzutage ist die pseudo-noble Farbkombination Silber/Schwarz en vogue, letzteres gerne in der staubanziehenden und überaus kratzempfindlichen »Klavierlackeffekt«-Abart. Auch bei mir wurden altersschwache und obsolete Gerätschaften nach und nach durch dunkle Nachfolger ersetzt. Zuletzt war nur noch meine treue Tastatur übrig (Cherry Modell RS 6000 M), die dank solider Mechanik, abriebfest eingelaserter Tastenbeschriftung und reinigungsfreundlichem Aufbau ewig zu halten versprach.

Leider hat der unlängst beschafte, quasi-neue Gebraucht-PC des Endesunterfertigten keine PS/2-Buchsen mehr zum Betrieb von Hackbrett und Nagetier. Da war die alte Tastatur nimmer anzuschließen, zumal auch ein rein mechanischer Adapter keine USB-Tauglichkeit mehr hätte herstellen können. Mit der dem Rechner beigegebenen Original-Tastatur konnte ich mich nicht anfreunden, das heute übliche »low contrast« Design (schwarze Tasten, dunkelgrau beschriftet) taugt einem nicht, wenn man das blinde Tippen nie gelernt hat und abends überdies gerne bei schummeriger Be­leuch­tung in die Tasten haut. Ich sann auf ebenso effiziente wie effektive Abhilfe…

Die simple und preiswerte Lösung bestand im Kauf einer gebrauchten USB-Variante der geliebten Cherry-Tastatur in schwarzer Ausführung via eBay. Für einen glatten Zehner (inklusive Porto) fischte ich ein elektrisch passendes USB-Hackbrett aus der Bucht, welches ich sofort nach Erhalt zerlegte und gründlich reinigte. Der eigentliche Clou aber bestand im anschließenden Verheiraten des schwarzen Tastatur-Unterbaus mit den hellgrauen Tasten des alten Exemplars:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut schick, aus, nicht war? Paßt vorzüglich zum Rest der auf dem Schreibtisch herumlungernden PC-Peripherie, läßt sich aber nach wie vor auch bei Funzellicht bestens bedienen! Leider ist im Gehäuseboden die Aussparung für das gediegen­heits­meh­rende Ballast-Blech wegrationalisiert worden, aber mit dem Gewichtsverlust kann ich eher leben als mit unleserlicher Beschriftung.

Die nach der Bastelaktion übriggebliebenen Einzelteile habe ich selbstredend nicht etwa weggeworfen, sondern zu einer komplementär kolorierten Kuriosität zu­sam­men­ge­setzt:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut ja auch nicht ganz verkehrt aus (und erinnert mich an meine bunte Hand­staub­sauger-Spielerei), taugt aber aus meiner altersschwachen Sicht nur als Ersatz­teil­spender (falls ich z.B. mal die federnde Silikon-Matte oder das darunterliegende Kon­takt­folien-Sandwich austauschen müßte).

Schade nur, daß mir mitunter trotz gut sichtbarer Tasten die rechten Worte zum jeweiligen Anlaß nicht einfallen wollen: Wenn der Musenkuß ausbleibt, nützt das beste Werkzeug nix. Aber es schadet auch nicht, für den Fall des plötzlich her­nie­der­fahrenden Geistesblitzes gut gerüstet zu sein…

Montag, 4. November 2013

(M)ein Minolta-Museum (2)

Nach dem einen oder anderen letztlich fehlgeschlagenen Versuch, vorhandene Wech­sel­objektive aus der analogen Ära zu reaktivieren und im digitalen Zeitalter zu filmlosen Höchstleistungen zu motivieren, hat der zonebattler beschlossen, seine lichtbildnerischen Allüren auch fürder­hin nur mittels Kompakt-Knipsen auszuleben. Damit diesbezüglich endlich Ruhe ist. Was aber einmal mehr die Frage – an der er ja schon seit Jahren kaut – nach der weiteren Verwendung seiner älteren Aufnahme-Apparaturen aufgeworfen hat…

Da ich meine handverlesene Minolta-Historie in zehn Kapiteln immer noch gerne an­schaue (und die soliden Kameras zum Handschmeicheln gelegentlich in die­selben nehme, habe ich damit angefangen, einen virtuellen Schaukasten zu errich­ten, um mein olles Zeugs weltweit vorzuzeigen. Unter der frisch registrierten Adresse

www.my-minolta-museum.info

habe ich bereits mit der tabellarischen Erfassung und chronologisch sortierten Präsen­tation meiner musealen Bestände begonnen. Alle alten Kameras und ihre epochal dazugehörigen Wechselobjektive bekommen eigene Artikel, deren adäquate Be­bil­de­rung mich noch vor einige Herausforderungen stellen wird. Immerhin, der Rohbau steht und ich kann fröhlich Richtfest feiern:

Screenshot von www.my-minolta-museum.info

Es mag auffallen, daß ich die neue Website komplett und ausschließlich in Englisch ausführe. Das ist natürlich dem internationalen Publikum geschuldet und der – mög­licher­weise gar nicht so abwegigen – Hoffnung, daß sich irgendwo und irgendwann ein hingebungsvoller Sammler dazu hinreißen läßt, mir meinen alten Krempel en bloc für gutes (Schmerzens-)Geld abzukaufen, weil ihm irgendein Stück zur Kom­plet­tie­rung seiner Kollektion fehlt, welches er bislang weder für Geld noch für gute Worte hat auftreiben können. Ich habe da schon einige Erfahrungen machen können mit finan­ziell potenten »Haben-Wollern«, die zur Befriedigung ihres offenkundig ma­ni­sche Züge tragenden Sammeltriebes jedes Augenmaß hinsichtlich der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ihrer Offerten vermissen ließen. Aber was dem einen nicht weh tut, den an­de­ren bereichert und beide erfreut kann man ja nur neudeutsch als »Win-win-Situation« begrüßen!

Ich freue mich schon darauf, mein kleines Minolta-Museum nach Fertigstellung den Marken-Fans zu widmen, von denen es allein im deutschsprachigen Raum hier und da noch eine ganze Menge gibt…

P.S.: Wer sich fragt, wie ich auf der neuen Baustelle die schönen Tabellen realisiert habe: Dafür zeichnet das praktische Plugin »TablePress« verantwortlich, welches ich vor Jahres­frist getestet und für hervor­ragend funktionierend befunden hatte.

Sonntag, 22. September 2013

Altglas-Recycling

Schon vor dreieinhalb Jahren hatte ich den Versuch unternommen, mit einer neuen digitalen Kamera meinen alten Bestand an Objektiven einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Letztlich habe ich das vollformatige Prunkstück damals aus guten Gründen nicht behalten und zurückgeschickt…

Als ich neulich aber meine zehn im Regal stehenden, analogen Spiegelreflex-Kameras der Marke Minolta entstaubte, erwachte die Lust neu in mir und ich überlegte, meinem statischen Museum zumindest teilweise wieder einen praktischen Nutzen abzugewinnen. Nach stundenlanger Recherche im Minolta-Forum, vor allem aber im SonyUserforum bestellte ich mir dann die ziemlich neue SONY SLT-A58:

SONY SLT-A58

Im Gegensatz zur bulligen und schweren Alpha 850 ist die kompakte und leichte Alpha 58 natürlich keine »Vollformat«-Kamera, d.h. ihr APS-C-Bildsensor ist erheblich kleiner als der Sensor im Kleinbildformat 36 x 24 mm der älteren Schwester, was gravierende Auswirkungen auf die Bildwirkung hat: Während sich der klein­bild­formatige Sensor der A850 aus meinen vollformattauglichen Objektiven das maximal mögliche Rechteck herausschnippelte, kriegt der kleinere Sensor der A58 natürlich nur einen mittigen Ausschnitt davon zu sehen. Dieser sogenannte »Crop-Faktor« bewirkt im Endeffekt, daß der Blickwinkel der vorhandenen Objektive in den Tele-Bereich verschoben wird (wobei sich deren bauartbedingte Brennweite selbst­ver­ständ­lich nicht ändert). Kurz gesagt: Ein Weitwinkel wirkt weniger weitwinklig, ein Tele­objektiv dafür noch »teliger« als an der alten analogen oder der modernen Voll­format­kamera.

SONY SLT-A58

Die teilweise durchaus bedauerliche Verschiebung (mit meinem Fisheye und meinem extremen 20 mm-Weitwinkel konnte ich früher auch kleine Innenräume komplett erfassen) hat natürlich auch ihre Vorteile, die freilich nicht gestalterischer Natur sind: Zum einen fällt das Gehäuse der A58 dank des kleineren Sensors erheblich kompakter und leichter aus als das der Vollformat-Vorgängerin, zum anderen kostet es nur ein Viertel bis ein Fünftel davon, mit einem zusätzlichen »Kit«-Zoomobjektiv in Leichtbauweise als nicht zu verachtende Zugabe.

Ernsthaft vergleichen kann man die preiswerte Einsteigerklasse mit der soliden Profi­kamera natürlich nicht. Die Unterschiede in der Materialanmutung und der Solidität sind augenfällig. Dennoch spürt man den klassenübergreifenden Fortschritt, ins­be­son­dere in Sachen Software sind dreieinhalb Jahre ja eine halbe Ewigkeit. Vor allem aber hat es mir das rückwärtige Klapp-Display angetan, da ich doch immer wieder gerne un­auf­fäl­lig »aus der Hüfte schieße« oder ungewohnte Perspektiven aus­pro­bie­re…

SONY SLT-A58

Alle aktuellen SONY-Kameras mit Wechselobjektiven sind heute keine »klassischen« Spiegel­reflex-Apparate mehr mit optischem Sucher und Schwingspiegel: Statt des tatsächlichen Blicks auf das Motiv via Objektiv, Spiegel, Pentaprisma und Okular schaut man heutzutage durch den Sucher auf einen Miniatur-Monitor, dessen abstra­hierende Anmutung zunächst ungewohnt ist, wenn man die althergebrachte Bauform gewohnt ist. Das Thema spaltet die Gemeinde und erhitzt die Gemüter. Meiner einer sieht den konzeptuellen Wechsel eher positiv: Der Verzicht auf die komplexe Spiegel­mechanik zugunsten einer festehenden, teildurchlässigen Reflektorfolie senkt den Auf­wand, erhöht die Robustheit und eliminiert den Spiegelschlag. Das elektronische Sucher­system bietet bis dato unbekannten Komfort wie Restlichtverstärkung oder Schärfentiefe-Beurteilung durch Abblendung ohne Helligkeitsverlust. Alle möglichen Informationen sind einblendbar, und um zu hilfreichen Rasterlinien zu gelangen muß man nicht nach alter Väter Sitte eine andere Mattscheibe einbauen, sondern nur den entsprechenden Menüpunkt anwählen. In ein paar Geräte-Generationen wird man den simulierten Sucherblick nicht mehr vom realen unterscheiden können, dessen bin ich mir sicher.

Daß der Umgang mit einer Systemkamera trotz allen gebotenen Komforts anders ist als der mit einer Kompaktknipse und ggf. neu erlernt werden will, habe ich auf meiner ersten Foto-Pirsch mit der neuen Kamera bereits feststellen müssen. Dennoch wird das Experiment diesmal nicht abgebrochen und die neue Ausrüstung behalten: Die erweiterten Möglichkeiten hängen nicht allzuschwer an meiner Schulter und selbst ein Totalverlust wäre finanziell kein Beinbruch. Angesichts der aktuellen Wetterlage werde ich heute aber wohl nicht das Haus verlassen, um frohen Herzens zu fotografieren, sondern nur, um sorgenvollen Gemüts einen neuen Bundestag zu wählen. Als Souverän hat man es nicht leicht, denn wenn man seine Auswahl hin­ter­her bereut, kann man Regierung und Kanzler(in) nicht einfach umtauschen…

Donnerstag, 15. August 2013

Virtuelle Flickschusterei

In diesem meinem Blog haben sich seit dem Start im September 2005 mittlerweile 2.410 Artikel und 10.242 Kommentare angesammelt. Darin befinden sich insgesamt 9.154 Links, von denen zu meinem Erschrecken mittlerweile 411 tot sind und weitere 1.135 auf unterdessen geänderte Adressen umgeleitet werden. Verraten hat mir das ein WordPress-Plugin namens »Broken Link Checker«, welches im Gegensatz zu mir eine unerschütterliche Geduld dafür aufbringt, den hiesigen (und riesigen) Text-Fun­dus akribisch genau zu durchforsten, kaputte Links zu registrieren und zu melden.

Auch wenn man den einen oder anderen Verweis wieder reparieren kann (weil sich die wei­land verlinkte Information beispielsweise an neuer Stelle ergoogeln läßt), so sind doch sehr viele Links unrettbar verloren, weil die darüber angepeilten Seiten schlicht­weg nicht mehr existieren: Private Blogs, Firmenseiten, Zeitungen, es geht in diesen schnelllebigen Zeiten vieles schneller unter, als man sich darüber wundern kann.

Was kann man machen? Wenig. Im Laufe der Zeit werde ich mal hier, mal da ein bißchen was an meinem Link-Netzwerk flicken und kunststopfen, da wo es sinnfällig erscheint. Tote kann auch der zonebattler nicht wiederbeleben, dann bleibt halt der Verweis ins Nichts bestehen als ein Zeichen, daß es da mal etwas gab. Wieviele LeserInnen in älteren Beiträgen oder Kommentaren auf funktionslos gewordene Links klicken, ist ohnehin die Frage. Gemeldet hat sich deswegen noch niemand…

Was für eine Lehre ist daraus zu ziehen? Wo immer man online eine Information findet, die einem persönlich relevant und des Aufhebens wert erscheint, sollte man sich eine lokal lauffähige Offline-Kopie der entsprechenden Website generieren. Tools dafür gibt es genügend. Sogar ein Papierausdruck mag Jahre später hilfreicher sein als ein abgespeichertes Lesezeichen, welches ins elektronische Nirwana zeigt!

Freitag, 7. Juni 2013

Arbeitserleichterung

Im von mir betreuten »Begleitschreiben« habe ich ein kleines Fußnoten-Plugin installiert, welches dem Autor eines Artikels das Anlegen indizierter Anmerkungen ebenso erleichtert wie der werten Leserschaft das Studieren: Hält man den Maus­zeiger auf eine der hochgestellten Index-Zahlen, so erscheint der dazugehörige Fußnoten-Text in einem dezenten Popup-Fensterchen. Beispiel gefällig? Dann bitte hier entlang

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