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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Mittwoch, 26. Januar 2011

Moderne Zeiten…

…sind hierorts an- und ausgebrochen: Nach vielen Jahren, in denen der zonebattler in seiner realen homezone mit seiner besseren Hälfte Bett, Tisch, Brot, Butter und PC geteilt hat, steht ihm nunmehr ein zweiter Rechenknecht im heimischen Haushalt zur Verfügung. Ab sofort bleibt mehr Zeit zur persönlichen Aussprache von Angesicht zu Angesicht übrig, denn jetzt hocken die beiden Haushaltsinsassen des Abends nicht mehr seriell hintereinander und alleine vor dem verführerisch leuchtenden Internet-Guckloch, sondern parallel und gleichzeitig und damit zusammen nur noch den halben Feierabend lang. Welch unerhörter Fortschritt!

Obwohl (oder gerade weil) ich ja in mehreren befreundeten Haushalten reichlich Gele­genheit zum Bespechten und Befingern leibhaftiger iPads hatte, habe ich mir bewußt »nur« ein preiswertes Netbook zugelegt: Der taschentaugliche Klapprechner kostet zwar nur die Hälfte der billigsten Apple’schen Designflunder, ist für mich aber dennoch von (mindestens) doppelt so hohem Nutzwert! Zum einen taugt ein schickes Lifestyle-Tablett primäer zum Konsumieren medialer Inhalte (und weniger zum Produzieren von solchen), zum anderen wollte ich mit meinem gewohnten (und von mir im Halb­schlaf beherrschten) Software-Arsenal weiterarbeiten können. Zudem war mir eine ordentliche Schnittstellen-Ausstattung wichtig. All das (und mehr) bietet mir mein neues Acer Aspire One D255, welches in der metallic-braunen Ausführung sogar noch einigermaßen mondän aussieht und eine hervorragende Figur abgibt:

zonebattler's Acer Aspire One D255

Von der weißen Zunge, die uns der formidable Flachmann da keck entgegenstreckt, wird später noch die Rede sein. Zunächst aber noch ein paar Sätze zum gut portablen Reise-Rechner selbst: Wichtig bei der Auswahl, ja nachgerade ein KO-Kriterium war das matte Display: Mir ist schleierhaft, wieso sich glänzende Bildschirme so glänzend (!) zu verkaufen scheinen: Sobald ich das Fenster im Rücken habe oder sonst eine Lichtquelle, taugt so ein Ding nur noch als Schminkspiegel! Der angebliche Zugewinn an Schärfe wird durch die von Haus aus aktivierte Kantenglättung (das schreckliche, aber immerhin abschaltbare »Cleartype« von Windows) ohnehin konterkariert. Jeden­falls bin ich von dem matten Bildschirm sehr angetan, sehe ich doch darauf meine Bilder, Blogs und Bundesgenossen und nicht die reflektierte eigene Birne…

Das Einrichten war an einem Abend erledigt: mitgelieferter Software-Unfug runter, eigenes Programm-Portfolio drauf, fertig. Das aktuelle Windows 7 weiß zu gefallen, die »Starter«-Version zeigt sich als nicht sonderlich kastriert. Zwei Dinge freilich vermochten mich eine ganze Weile zu nerven: Erstens stürzte der (ungeliebte und seltenst benötigte, aber als wesentlicher Systembestandteil eben doch vorhandene) Internet Explorer bei jedem Start gleich wieder ab, zweitens tickte die Festplatte des ansonsten sehr laufruhigen Maschinchens in unregelmäßigen Abständen wie ein prellender Uhrzeiger. Klickrrr. Klickrrr. … Klickrrr.

Die Sache mit dem laufunwilligen Standard-Browser versuchte ich rasch mit der Neu-Installation der aktuellen Beta des IE 9 wieder ins Lot zu bringen, leider zunächst vergeblich. Endlich ließ sich das Programm aber zu einer etwas ausführlicheren Fehlermeldung herab, anhand derer ich den eigentlichen Übeltäter ausfindig machen konnte: »TaskBar Shuffle« war das Sandkorn im Getriebe, jenes kleine Programm, welches mir auf dem ollen Hauptrechner mit Windows XP das freie Verschieben und Umsortieren der Programm-Schaltflächen in der Taskleiste ermöglicht. Unter dem aktuellen Windows 7 ist das kleine Tool nunmehr obsolet, da die praktische Funktion hier schon von Hause aus vorhanden ist. Nach der Deinstallation des Utility wollte auch der IE wieder mitspielen. Na also. Haken dran!

Dem unregelmäßigen Festplatten-Ticken war allerdings weit schwieriger auf die Spur zu kommen. An einen sich ankündigenden Harddisk-Schaden mochte ich von Anfang an nicht glauben, dazu war der Apparillo zu neu und das Geräusch zu reproduzierbar. Sollte ich damit zurück in den Laden gehen und mich in alles anderer als flüsterleiser Umgebung zum Gespött des Personals machen? Die in langen Jahren gewonnene Erfahrung mit kapriziösen Gerätschafen ließen mich auf eine logische (und letztlich abstellbare) Erklärung hoffen. Ich fand sie schlußendlich in einem User-Forum: Der windowseigene Indizierungsdienst zur Beschleunigung von Dateisuchen war der geheimnisvolle Stepptänzer! Als ich diesen in den Laufwerkseigenschaften von C: abgeschaltet hatte, kehrte doch noch Ruhe ein. Und das ohne jede Komforteinbuße: Da ich meine Dateien ohnehin nach streng strukturiertem Schema abzulegen pflege, brauche ich die Suchfunktion allenfalls einmal pro Halbjahr, und dann kann sie ruhig ein paar Sekunden länger brauchen als sonst…

Soweit, so gut, der Rechner tut. Aber wie mit ihm ins Netz der Netze kommen? Der stationäre (und wir erinnern uns, bislang singuläre) PC war über ein simples, aber zuverlässig funktionierendes DSL-Modem angeschlossen. Jenes mußte einem Router weichen, und zwar einem solchen mit WLAN-Antenne. Aus der elektrischen Bucht fischte ich mir die in solchen Fällen gern genommene FRITZ!Box WLAN 3170 und löhnte dafür nur ein gutes Drittel des aktuellen Ladenpreises, was umso verbüffender erscheint, als das Gerät offenkundig unbenutzt und der mitgelieferte Erstkäufer-Kassenbon keine drei Wochen alt war. Was mag da wohl abgelaufen sein? Egal, das andernorts womöglich unpassende Weihnachtsgeschenk kam uns hier gerade recht und bekam sogleich ein kuscheliges Plätzchen in der guten Stube zugewiesen:

zonebattler's FRITZ!Box WLAN 3170

Obwohl die Verkäuferin das Mitsenden von Bedienungsanleitung und Installations-CD zunächst vergaß (später aber auf Anfrage flugs nachholte), ging die Einrichtung des farbenfrohen Kästchens schnell und unkompliziert über die Bühne, man findet die einschlägige Dokumentation ja auch auf der Homepage des Herstellers. Was jetzt noch etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist das separate An- und Ausschalten des neuen Routers. Das bisher eingesetzte Modem ließ ich über eine automatische Master-/Slave-Steckdosenleiste vom PC an- und ausknipsen, jetzt freilich soll der Router zuweilen auch dann das WLAN für den Klapp-Knirps aufspannen, wenn der Minitower unter dem Schreibtisch ausgeschaltet bleibt. Aber auch das wird sich pragmatisch handhaben lassen und schnell einspielen.

Einen kompakten und leichten Zweitrechner nimmt man natürlich gerne mit auf die Walz, ermöglicht er einem doch z.B. das kommode Bloggen im Roggen oder auch nur die gewohnte Frühstückslektüre diverser großer Feuilletons im Bett am Rapsfeld. Zu diesem Behufe braucht es einen mobilen Internet-Zugang über die Reichweite des heimischen Drahtlos-Netzes hinaus, und damit kommen wir zu jener »weißen Zunge«, die im oberen Bild so prominent aus dem Gehäuse ragt. Ursprünglich hatte ich ja vor, mir vom Discounter um die Ecke so einen Internet-Stick zu holen. Der eher negative Tenor der recherchehalber zutagegeförderten Kundenstimmen ließ mich aber davon Abstand nehmen und mein Heil im außerordentlich gut beleumundeten FONIC Surf-Stick suchen. Gute Netzabdeckung und problemlose Funktion habe ich gesucht, beides habe ich in rekordverdächtiger Zeit frei Haus geliefert bekommen. Das dazugehörige Tarifmodell ist fair und simpel: Jeder Kalendertag mit Einwahl ins Netz kostet zweieurofuffzich (unabhängig vom übertragenen Datenvolumen), wobei die monatlichen Kosten bei EUR 25,00 gedeckelt werden: Auch Vielnutzer zahlen also allenfalls für zehn Tage im Monat, der Rest geht aufs Haus. Angesichts dieser klaren Konditionen leiste ich mir den Luxus, diversen in Foren gelesenen Optimierungs-Tricks nicht weiter nachzugehen…

Potentiellen Nachahmern sei die Nürnberger Filiale der Firma Arlt Computer am Plärrer wärmstens empfohlen: Dort bekommt man eine nützliche Neopren-Tasche für den Flachmann beim gleichzeitigen Kauf des Netbooks für den halben Preis mit dazu, und zehn Mark haben und nicht-haben sind schon 20 Mark, wie des zonebattler’s Oma selig zu sagen pflegte. Das gilt im Euro-Zeitalter gleich doppelt!

Sonntag, 16. Januar 2011

Winterschlußverkauf

Nach einer faulheitsbedingten Pause von mehreren Jahren habe ich mich jetzt endlich wieder dazu aufraffen können, mit dem Verkauf meiner überzähligen Habselig­keiten zu beginnen: Im Laufe der Zeit haben sich so viele Dinge angesammelt (und platzraubend angestapelt), die einerseits viel zu schade zum Wegwerfen, anderseits zu sehr von nostalgisch-zeitgeschichtlichem Wert sind, um eine sinnvolle Spende für das nahe Gebrauchtwarenkaufhaus abzugeben. Ein gutes Beispiel ist dieser Philips Elektronik-Experimentierkasten aus den späten 1970er Jahren:

Philips Elektronik Experimentierkasten EE 2003

Ich hatte weiland als jugendlicher Bastler und Tüftler genau den gleichen Kasten im Einsatz, womöglich wäre er in mehr oder weniger gutem Erhaltungszustand sogar noch irgendwo im Elternhaus wiederzufinden. Mein hier abgebildetes Exemplar indes habe ich vor zwei oder drei Jahren vom Flohmarkt gerettet, es ist erstaunlicherweise unbespielt und mithin der Wunschtraum eines jeden Sammlers. An einen solchen wird der Kasten dann letztlich auch gehen, und meine damalige Investition im Wert eines Tortenstücks wird eine traumhafte Rendite abwerfen, von der selbst der kriminellste Bankster nur träumen kann. Wobei die Taschengeld-Aufbesserung – in absoluten Zahlen betrachtet – natürlich trotzdem längst nicht dazu reichen wird, noch heuer in den fröhlichen Vorruhestand zu gehen…

Kleinbild-Kamera Agfa Optima electronic

Die Höhe des Verkaufserlöses ist mir dabei aber gar nicht so wichtig: Es geht mir vor allem darum, daß meine »Schätze« in gute Hände kommen, sprich den Weg zu anderen Liebhabern finden, die meine Pretiosen zu schätzen wissen und sie gut bewahren werden. Bei altem Technikkram funktioniert das so gut wie immer: Da Knaben bekanntlich nur etwa sieben Jahre alt werden (und danach nur noch wachsen), sind sie nach dem Erreichen ihrer maximalen Größe (und insbesondere auch dann, wenn sie wieder zu schrumpeln beginnen) gerne bereit, für die materielle Inkarnation ihrer eigenen Kinder- und Kadettenträume gutes Geld für gute Ware springen zu lassen, wenn es nur jene Spielzeuge sind, die sie damals selbst besaßen (oder sich danach mit am Schaufenster plattgedrückter Nase verzehrten). Neben jahrzehnte­alten Experimentierkästen (die in unbespieltem Zustand zu finden natürlich auch mir als Flohmarkt-Trüffelschwein nur noch seltenst gelingt) sind es insbesondere alte HiFi-Geräte, die heutzutage mitunter zu aberwitzigen Summen weggehen, welche ein Mehrfaches ihres damaligen Neupreises betragen können…

CD-Player Grundig CD 35

Zu meiner Freude ist das Einstellen eigener Angebote in die »elektrische Bucht« heutzutage einfacher denn je, auch wenn das Anfertigen aussagekräftiger Fotos und das Verfassen detailgetreuer Beschreibungstexte natürlich selbst den Routinier einiges an Zeit kostet. Dennoch: Ist man erstmal wieder drin und stellt alle paar Tage ein bis zwei Offerten bereit, dann kriegt man das qualifizierte Anpreisen und die spätere logistische Abwicklung (Korrespondenz, Inkasso, Verpackung und Versand) mit minimalem Aufwand und quasi nebenher auf die Reihe. Und Spaß macht es ja schließlich auch (mir jedenfalls).

militärisches Kartenspiel zur Flugzeugerkennung

Mich würde interessieren, wieviel Prozent aller verschickten Päckchen und Pakete heutzutage dem Austausch von Gebrauchtwaren zuzurechnen sind: Was dem Einen sein Ballast, ist des Anderen Begehr, und erst das Internet hat es geschafft, für private Angebote jenseits von Immobilien und Kraftfahrzeugen einen bestens funktionierenden Second-Hand-Markt zu etablieren. Das freut viele, aber natürlich nicht alle, insbesondere nicht die Hersteller, die gerne neuen Krempel verkaufen würden, statt den alten herumgeschoben zu wissen (und daran nichts zu verdienen). Aber so ist das halt, der Geist ist aus der Flasche und geht nicht mehr hinein. Außerdem hat sich der virtuelle Handel ja auch auf den Neuwarenvertrieb höchst beflügelnd ausgewirkt…

Gameboy-Vorläufer MB MicroVison von 1979

Doch damit genug der markttheoretischen Betrachtungen: In meiner Nachttisch­schublade harrt ein Dutzend Armbanduhren mit längst leergelutschten Knopfzellen darauf, von mir vorteilhaft abgelichtet und potentiellen Interessenten angedient zu werden. Mir reicht mein mechanisches Zeiteisen bis ans Ende meiner Tage, daher weg mit den Altlasten, selbst wenn das in diesem Fall definitiv ein Draufzahlgeschäft werden wird. Eine leere (und wieder anderweitig nutzbare) Schublade ist freilich auch ein schöner Gewinn!

Samstag, 6. November 2010

Miteinander mittendrin

Wieder einmal bin ich dabei, eine neue Homepage in Blog-Form hochzuziehen, diesmal für die gemeinnützige andersWOHNEN eG in Nürnberg. Der Vorstand des aus Funk und Fernsehen bekannten, genossenschaftlich organisierten Wohnprojekts möchte mit der Webpräsenz Interessenten informieren und – bei aktuell bestehenden Vakanzen – nach neuen MitbewohnerInnen suchen.

Screenshot von www.anderswohnen-nuernberg.de

Der Auftrag an mich steht unter der Prämisse maximaler Aufwandsminimierung, daher habe ich die Struktur der Website effizienterweise aus dem Vorgängerprojekt hergeleitet. Trotz der Ausführung »von der Stange« steckt natürlich sehr viel meines in mehrjähriger Tüftelarbeit erworbenen Know Hows darin, sei es in Sachen Plugins, sei es in Sachen Serverkonfiguration und überhaupt des ganzen Feintunings.

Ich werde dem derzeitigen Titelbild demnächst noch eine Anzahl weiterer Fotos zum zufälligen Wechselpiel an die Seite stellen: Da das große Wohnhaus am Südrand des Nürnberger Hauptbahnhofes nur einen Katzenwurf entfernt von meiner Arbeitsstätte steht, sind ambulante Knipsausflüge dorthin eine Sache von Minuten. Auch ansonsten werde ich die Homepage natürlich noch verfeinern und insbesondere durch Farb­anpassung etwas individualisieren. Der im Screenshot gezeigte Ist-Zustand wird also vermutlich nicht von langer Dauer sein.

Sonntag, 26. September 2010

Holzwegweiser

Hin und wieder werden virtuelle BesucherInnen von Google & Co. auf veraltete und mittlerweile nicht mehr existente Adressen verwiesen. Gründe für zwischenzeitlich erfolgte Permalink-Änderungen gibt es (auch auf meinen diversen Baustellen) mehrere: Umbenennung oder endgültige Löschung von Artikeln dürften die häufigsten sein. In den von mir betriebenen oder auftragshalber gepflegten Blogs habe ich diese (seltenen) Fälle zumeist mit einer automatischen Weiterleitung auf die jeweilige Startseite beantwortet. Heute aber habe ich mich hingesetzt und aussagekräftige Info-Seiten für den berüchtigten »Error 404« gebastelt. Man probiere bitte:

www.zonebattler.net/unfug

www.medienpraxis.tv/veraltet

www.fuerther-freiheit.info/nixgibts

www.gebaeudereinigung-rost.de/fehlanzeige

Die genannten Links sind natürlich nur Beispiele, die entsprechende Fehlerseite wird selbstredend bei jeglicher Art von ungültigem Seitenaufruf angezeigt. Auch wenn im Ideallfall kaum jemand diese Seiten jemals zu Gesichte bekommen wird, so halte ich sie doch für einen wichtigen Service-Baustein im immerwährenden Bemühen um die Gunst des geschätzten Kunden Lesers!

Dienstag, 21. September 2010

Business-Plan

Das virtuelle Türschild meiner seit ca. 1995 bestehenden »Textwerkstatt« war von 1999 bis heute in einem wenig repräsentativen Unterordner meiner (Haupt-)Domain klein-aber-fein.de untergebracht. Die Gründe waren banal: Zum einen kosteten in den späten 1990ern zusätzliche Domänen noch richtiges Geld, zum anderen waren die gängigen Endungen .com, .de und .info schon damals anderweitig vergeben…

Bei einem routinemäßigen Kontrollgang durch meine digitalen Katakomben bin ich vorhin eher beiläufig darauf gestoßen, daß die neumodische und eher unbekannte Endung .biz wie »business« noch zu haben war. Und da ich in meinem Webhosting-Paket ohnehin noch eine zusätzliche Inklusiv-Domain frei hatte, mußte ich auch nicht lange nachdenken. Wenige Mausklicks später war die Sache unter Dach und Fach: Des zonebattler’s liebhabereihalber und nebenher betriebenes Kleinst­unternehmen firmiert ab sofort unter www.textwerkstatt.biz. »biz« wie »bizarr« mit hinten »z« wie »zonebattler«: Hätte mir auch schon früher einfallen können!

Donnerstag, 16. September 2010

Die Heimat hat uns wieder

Gestern Nacht ist der zonebattler aus seinem zweiten Jahresurlaub retourniert. War der erste schon exotisch genug, so führte ihn der jüngste in noch unbekanntere Regionen. Wie üblich wird es hier in der Rubrik Expeditionen demnächst eine kleine Reise-Reprise geben. Vorher aber wollen Sachen verstaut, Klamotten gewaschen, Mails und Kommentare beantwortet, mehrere Neuzugänge auf der zweiten Baustelle redigiert, Pilze gesammelt und eine Vernissage besucht werden. Ich bitte daher noch um etwas Geduld…

Montag, 6. September 2010

Fünf ist Trümpf (1)

Mit diesem grenzdebilen Slogan warb die gesamtdeutsche Post im Jahre 1993 für die durch die Wiedervereinigung erforderlich gewordene Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen. Dem bizarren Wendungen stets zugeneigten zonebattler kommt der dumme Spruch gerade recht, um damit hier und jetzt einen persönlichen Jahrestag zu verkünden: Heute vor fünf Jahren erblickte sein erster Blog-Artikel das Licht der virtuellen Welt! Damals ohne Ziel und Richtung gestartet, eiert der Autor auch heute noch ohne monothematische Fokussierung durch sein persönliches Universum. Und das wird wohl auch die nächsten fünf Jahre so bleiben…

P.S.: Glückwünsche und Beileidsbezeugungen können wohl erst in ein paar Tagen gebührend beantwortet werden. Die Direktion bittet um gütige Nachsicht for any inconvenience this may cause.

Samstag, 14. August 2010

Saubermacher

Die Neugestaltung der Homepage einer verwandtschaftlich verbundenen Firma betreibe ich derzeit als ein weiteres WordPress-Projekt. Erstmals greife ich dabei auf das seit der Version 3.0 mitgelieferte neue Standard-Theme namens »Twenty Ten« zurück, welches ich farblich schon ein wenig an die bestehenden Erfordernisse angepaßt habe:

Screenshot von www.gebaeudereinigung-rost.de

Insgesamt präsentiert sich das Theme als zeitgemäß modern in der Anmutung und als recht pflegeleicht in der Adaption, selbst für jemanden mit nur rudimentären CSS-Kenntnissen wie mich!

Dem einen oder der anderen mag das derzeit dort verwendete Titelfoto bekannt vorkommen: In der Tat habe ich mich da bei mir selbst bedient und auf die Schnelle nichts Besseres gefunden, was sich mit dem Thema »Reinigen und Saubermachen« assoziieren ließe. Immerhin weisen Schippen und Schubkarren schon eher in die richtige Richtung als die paar im Lieferumfang des Themes enthaltenen Natur­impressionen (so schön die für sich genommen auch sein mögen).

So, und jetzt bitte ich mich zu entschuldigen, ich muß möchte an meiner neuen Baustelle weiterwerkeln…

Mittwoch, 4. August 2010

Tapetenwechsel

Die Nürnberger Nachrichten und sämtliche Schwesterblätter, mithin auch die Fürther Nachrichten, haben nächtens ihren Webauftritt umgestellt und firmieren ab sofort nur noch unter der gemeinsamen Dachmarke nordbayern.de.

Mit diesem unangekündigten Wechsel auf ein neues Content Management System sind sämtliche in diesem Blog eingestreuten Verweise auf Zeitungsartikel schlagartig funktions- und wertlos geworden, was ich bedaure, aber leider nicht ändern kann. Eine Weiterleitung der alten Adressen auf die dazu korrespondierenden neuen wäre technisch keine große Sache gewesen, ist aber offensichtlich ganz bewußt unter­blieben. Statt dessen schicken sie einen unprofessionellerweise in eine redirect-Endlosschleife…

Bedauerlich ist auch, daß es die Webmaster-Kollegen beim Verlag Nürnberger Presse nicht geschafft haben, in den jetzt verwendeten Permalinks die Umlaute zu konvertieren: Aus »Fürth« wird in den Artikel-Links nicht etwa »fuerth«, sondern »furth«. Schwach. Ganz schwach. Das kriegt ja sogar unsereiner automatisiert auf die Reihe mit einem klitzekleinen WordPress-Plugin.

Also, liebe Fu(e)rther: Eure Tageszeitung findet Ihr jetzt in neuer Gestalt unter

http://www.nordbayern.de/region/furth

Freitag, 16. Juli 2010

Gemeinschaftswerk (2)

Nachdem ich im Februar dieses Jahres mit dem Blog der Medien PRAXIS ein erstes Gemeinschaftswerk aufgesetzt hatte, habe ich ja neulich erst ein zweites Kollektiv-Projekt angekündigt und dafür fleißig die Werbetrommel gerührt. In den letzten Wochen habe ich die inhaltliche Arbeit am eigenen Blog hier etwas vernachlässigt, um mich mit aller Energie und Hingabe (die bei den herrschenden Temperaturen ich noch aufzubringen in der Lage bin) dem Feinschliff an dieser meiner neuen Baustelle zu widmen. Nachdem sich dank der Zuarbeit fleißiger Autoren und Autorinnen auch schon einiges an lesenswerten Inhalten angesammelt hat, ist die »Fürther Freiheit« in gediegener, magazintypischer Aufmachung mittlerweile durchaus vorzeigbar:

Screenshot von www.fuerther-freiheit.info

Die Teamarbeit ist hierbei noch etwas diffiziler geworden: In der nicht mehr ganz so kleinen Schar der freiwilligen Mitarbeiter sind doch ein paar dabei, die sich lieber von mir individuell einweisen und coachen lassen würden als meine laufend aktualisierte Anleitung für Autoren zu studieren und zu durchdenken. [1] Eine derart umfassende Betreuung aber ist in diesem Maßstab von mir allein nicht mehr zu leisten, da muß der (oder die) Einzelne schon das seine (bzw. ihrige) dazu beitragen, den virtuellen Laden in Schwung zu bringen und am Laufen zu halten. Aber das wird schon noch!

Ich bin gespannt, wie sich dieses ambitionierte Experiment entwickeln wird: Wird es auf Dauer genug Aktive geben, die mit hochkarätigen Beiträgen ihr Publikum zu gewinnen (und zu halten) vermögen? Freilich: Wenn man es nicht versucht, dann wird man es nicht herausfinden können. Doch selbst wenn das von Herzblut getragene Projekt letztlich an Auszehrung sterben sollte: Ich würde schon jetzt weder die technischen noch die zwischenmenschlichen Lehren daraus missen wollen…

 
[1] Interessanterweise sind das eher die Akademiker als die einfacher Ausgebildeten.

Freitag, 2. Juli 2010

Elektroschock

Gestern Abend -er hatte gerade die turnusmäßig fällige Datensicherung erfolgreich abgeschlossen- erwischte es den zonebattler eiskalt, und das trotz herrschender Temperaturen von mehr als 25 Grad Celsius im sandsteinernen Nachtspeicher-Altbau: Mitten im Schreiben einer längeren Mail erschien auf seinem PC-Monitor urplötzlich der gefürchtete Blue Screen of Death.

Nach dem Überwinden der Schockstarre das übliche Procedere: Strom aus, dreimal umdrehen, Neustart. Ergebnis: Erneut ein blauer Bildschirm mit besorgniserregenden Meldungen aus den Tiefen des Betriebssystems. Dritter Versuch: dunkler Bildschirm, verzweifeltes Piepsen aus dem jahrelang stumm hinter der schäbigen Gehäusefront verstaubenden PC-Lautsprecher. Versuche Nummer vier bis acht: dito. Schweigen. Beschleunigender Puls (des Bedieners, nicht des Rechenknechtes).

Ein Hoffnungsschimmer: Die nie gewechselte BIOS-Stützbatterie auf dem Mainboard könnte ihre letzten paar Elektronen von sich gegeben haben! Gehäuse auf, Knopfzelle rausgehebelt, Ersatz gesucht, gefunden und eingebaut. Durchgeatmet. Beherzter Druck auf die blaue Einschalttaste: verzweifeltes Piepen…

Irrationales Ritual der Geisterbeschwörung: Staubsauger geholt, sämtliche Flusen aus dem Gehäuse gesaugt, die Lüfter gereinigt, die Kabel neu gesteckt, die Bleche abgepinselt, die Chips gestreichelt. Knopf gedrückt: Piep – Piep – Piep, ich hab’ Dich nicht mehr lieb

Einen von zwei RAM-Riegeln testhalber entfernt. Erfolg! Nach dem Einschalten sieht man das BIOS den Speicher prüfend hochzählen. Bange (und lange) mitgefiebert. Nach erfolgreichem Check der noch vorhandenen 1024 MB bittet mich das BIOS um die Eingabe von Zeit und Datum. Ich tippe beides ein und durchwühle die Schubladen nach der -unerklärlicherweise offenbar unbeschrifteten- Diskette mit der vor Jahren abgespeicherten Konfigurationsdatei. Ah, die rote da, das muß sie sein!

Rein mit der Floppy in den staubigen Schlitz, RESTORE BIOS CONFIGURATION DATA FROM A:, [Enter], klack, klack, klack. Fertig. Speichern und raus! Endlich fährt das Betriebssystem hoch und ich sehe (beruhigt und erregt zugleich) meine gewohnte Arbeitsoberfläche…

Kurzes Herumklicken: Geht alles! Nach dem Herunterfahren die beiden Speicherriegel testhalber quergetauscht und siehe, es piepst wieder. Die Diagnose ist eindeutig: Das eine Memory-Modul ist unrettbar hinüber.

Der defekte RAM-Riegel

Vor eineinhalb Jahren aus dem fernen China geordert, ist das Bauteil am Schlagfluß urplötzlich verstorben. Das Dumme dabei ist, daß die inzwischen längst veraltete Bauform nurmehr zu unverhältnismäßig hoch erscheinenenden Preisen gehandelt wird: Für ein Gigabyte sind an die 35 EUR zu berappen, und aus Günden der Betriebssicherheit sollte man eigentlich zwei baugleiche Module verwenden…

Glücklicher- und erstaunlicherweise erweist sich jetzt der »Notbetrieb« mit halber Kraft als so unkommod nicht: Selbst mit nur einem Gigabyte Hauptspeicher läuft meine bewährte Windows XP-Installation flüssig, und auch bei mehreren geöffneten Applikationen gibt es noch keinen spürbaren Performance-Einbruch wegen Swappens von Speicherinhalten auf die Festplatte. Wenn ich bei Bildbearbeitungen jetzt das eine oder andere sonstige Programm dafür schließen müßte: geschenkt!

Hat jemand aus der geschätzten Leserschaft zufällig ein

184-poliges  1024 MB  PC-2100  DDR-266  (non-ECC/unbuffered)  DIMM

nutzlos in irgendeiner Schublade herumliegen? Ich würde sehr gerne einen beidseits befriedigenden Naturalientausch tätigen!

Sonntag, 27. Juni 2010

Auf Heller und Pfennig

Wegen überfälliger Steuererklärung vorübergehend geschlossen.

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