Sonntag, 4. Oktober 2009
In unserem Schrebergarten läßt es die Natur derzeit noch einmal so richtig krachen:
Gestern nahm ich die lange Leiter mit hinüber, um hoch droben ein paar pralle, überreife Zwetschgen zu zupfen. Letzte Rosen blühen, doch leuchtet am Zaun zu den Bahngleisen schon überall das feurige Rot der Hagebutten:
Die Kartoffeln sind ausgebuddelt, der Wasserhahn zugedreht, die Schläuche alle eingerollt. Heute heult schauerlich der Wind. Es geht zügig dem Winter entgegen…
Sonntag, 17. August 2008
Freitag, 13. Juni 2008
Am Mittwoch Abend kam unverhofft ziemlich fescher Besuch aus der Alpenrepublik an unserem Schrebergarten vorbei:
Die in weinroten Farben gehaltene Taurus-Lok der österreichischen Bundesbahnen trug vorne am Seitenfenster den Namen »Spirit of Vienna« und zog ein paar farblich passende Neubau-Wagen durch die Gegend:
Gleich nach der Lok liefen komischerweise zunächst zwei weiß-rote DB-Wagen recht verwitterten Aussehens, die waren aber sicherlich entweder nur überführungshalber eingestellt oder beherbergten irgendwelche Meßtechnik. Am verblüffendsten fand ich den schnittigen Führerstand des Steuerwagens am Schluß des seltenen Ensembles, der in Form und Anmutung denen der Taurus-Lok glich! Leider gelang mir davon in der Kürze der zufälligen Begegnung kein vorzeigbares Foto…
Daheim habe ich dann immerhin ergoogelt, daß es sich bei dem Zug um einen nagelneuen railjet der ÖBB handelte, der ab Winter 2008/2009 mit bis zu 250 km/h durch Südeuropa preschen soll. Na dann: Bon Voyage!
Sonntag, 20. April 2008
Heute hatten wir an unserem erwachenden Schrebergarten eine Begegnung der besonderen Art: Zwischen Zaun und Bahngeleisen spazierte ein ausgewachsener Fasan herum! Sowas hatten wir noch nie, ist ja für innerstädtische Verhältnisse auch mehr als ungewöhnlich. Ich pirschte mich an den prächtig gefiederten Herrn auf (fotografische) Schußweite heran und konnte den scheuen Gesellen gerade noch beim plötzlichen Aufbruch erhaschen:
Der große Vogel rauschte über den bei uns vorübergehend abgestellten, nagel- (bzw. schweißnahtneuen) Dieseltriebzug hinweg in nördlicher Richtung ab und hatte dabei seine liebe Not, durch das dichte Oberleitungs-Gestrippe hindurchzukommen. Erstaunlich, wie schnell so ein doch eher großer und schwerer Vogel abzischen kann!
Samstag, 15. März 2008
Freitag, 14. März 2008
Im strömenden Dauerregen soeben den in einem blauen Plastikeimer gesammelten Kaffeesatz aus der firmeneigenen Kaffee-Maschine heimwärts geschleppt und im Schrebergarten in den Kompost gestopft. Dabei von dieser Rail4Chem-Lok der Baureihe 185 neugierig beäugt worden:
Erst jetzt am Rechner ist mir auf dem Foto die Loknummer aufgefallen: 185-CL 007. Da wundert mich dann natürlich nix mehr…
Sonntag, 13. Januar 2008
In seinem gelegentlichen unablässigen Bemühen, sich als nützliches und also durchfütternswertes Mitglied der eigenen Haushaltung zu profilieren, hat sich der zonebattler in seinen winterstarren Schrebergarten begeben, um einen vollen Eimer organischer Küchenabfälle dortselbst in den Kompostierer zu überführen. Dabei machte er folgenden Überraschungsfund:
Obgleich der Autor dieser Zeilen ob seines ohnehin schon grenzwertig übertakteten Hirns zeitlebens vom Konsum einschlägiger Geistbeflügler Abstand genommen hat, konnte er die Packung schon halbwegs treffsicher als die eines sogenannten Joints identifizieren. Was sich bei Umdrehen des unverschämterweise von fremder Hand über den Zaun geworfenen Blisterkartons sofort bestätigte:
Immerhin weist der holländische Hersteller ordnungsgemäß auf die möglichen Risiken und Nebenwirkungen hin: »Brengt de gezondheit ernstige schade toe« steht da zu lesen, desweiteren »Roken veroorzaakt kanker«. Augenkrebs scheint der Kiffer bzw. die Kifferette freilich schon gehabt zu haben, sonst hätte er oder sie nämlich nach den gleichfalls aufgedruckten Pictogrammen gehandelt und die Verpackung recycelt oder mindestens dem nächsten Mülleimer überantwortet. Aber womöglich versteht unsereins unter Bewußtseinserweiterung einfach nur was anderes als die versifften Bekifften…
Montag, 27. August 2007
Rund um und in unserem Schrebergarten wachsen wilde Mahonien, deren üppig blaue Beerenbüschel der Umzäunung der Parzelle durchaus zur Zierde gereichen:
Die vitaminreichen und stark säurehaltigen Beeren sind aufgrund der in den Kernen enthaltenen Alkaloide nur mit Vorsicht zu genießen, gleichwohl finden sich im Netz der Netze durchaus Rezepte zu ihrer Verwurstung. Nachdem nun auch eine Freundin zur Verarbeitung der Früchte geraten hatte, hat des zonebattler’s bessere Hälfte gestern abend eine avantgardistische Marmeladen-Kreation aus Äpfeln und Mahonien (samt und sonders aus eigener Ernte und Schlachtung) verzapft und eingeglast. Des männlichen Leckermaules und Küchenhelfers Fazit: Two thumbs up!
Sonntag, 26. August 2007
Nachdem uns heftiger Hagelregen heuer leider die Erdbeeren ruiniert hat, konnten wir uns immerhin mit reichlich Kirschen, Maulbeeren und Brombeeren die Mäuler stopfen. Und noch immer herrscht verschwenderische Fülle im Garten:
Mehrere Schüsseln Zwetschgen fanden schon ihren Weg durch die flotte Lotte und den Kochtopf in die Armee der Einmachgläser, der Rest der per Leiter erreichbaren Pflaumenfrüchte wird später als Zwetschgendatschi aufgetischt werden. Auch für die außergewöhnliche Menge an Äpfeln wird sich adäquate Verwendung finden:
Und danach gibt es hier um unsere Parzelle herum allenfalls noch historische Lokomotiven einzusammeln, wenn nämlich im September das Eisenbahn-Festival stattfindet. Aber da hält sich mein persönlicher Hunger in engen Grenzen…
Sonntag, 10. Juni 2007
In unserem Schrebergarten blühen derzeit beachtliche Mengen lilafarbener Blumen, deren Nam’ und Art uns gänzlich unbekannt ist:
Hat jemand von meinen LeserInnen da draußen im Lande eine Ahnung, um was für eine Spezies es sich hierbei wohl handeln könnte?
…da wächst ein Maulbeerbaum. Und von dem regnet es dieser Tage tonnenweise reife Früchte, daß man mittlerweile fast knöcheltief drin waten kann:
Selbstredend bemüht sich unsereins, von jener scheinbaren Verschwendung der Natur zu profitieren, zumal die dunklen Beeren überaus süß und schmackhaft sind:
Irgendwie verwunderlich: Erst die erstaunliche Rekordernte bei den Kirschen, jetzt der vollbehängte Maulbeerbaum, der uns in sieben Jahren friedlicher Nachbarschaft nicht einmal als solcher aufgefallen ist! Bin äußerst gespannt, womit Zwetschgen- und Apfelbaum heuer noch aufwarten werden…
Sonntag, 20. Mai 2007
Gemeinhin kriegen wir von den Früchten unseres Kirschbaumes keine einzige reife Frucht zu sehen, geschweige denn zu fassen: Kaum setzen die Kirschen zartrosa Wangen an, werden sie nämlich von fliegenden Mundräubern entführt und gefressen. Heuer freilich haben wir unverhofftes Glück und soeben die ersten richtig roten (!) Süßkirschen verkosten können!
Ich vermute, daß die Amseln eher pedantisch nach dem Kalender vorgehen und am 20. Mai (!) schlichtweg noch nicht damit rechnen, daß in unserer Mini-Oase der Tisch schon für sie gedeckt ist. Vereinzelte Erdbeeren sind ihnen freilich schon zum Opfer gefallen, doch vielleicht haben die gefiederten Tagediebe einen neuen Bandenchef, der weiß, daß man die unfreiwilligen Zulieferer nicht allzusehr auspressen darf, um ihnen die Motivation zum Weitermachen nicht vollends auszutreiben…
Samstag, 19. Mai 2007
Des zonebattler’s Faible für bunte Containerzüge geht soweit, daß er die sich in gerade mal zwei Metern Entfernung an seinem Schrebergarten vorbeischlängelnden Blechwürmer gerne lässig durchwinkt, nach Art der lederbemäntelten Schutzmänner auf Kreuzungen mit ausgefallener Ampelanlage. Freilich macht er sich keine Illusionen über das, was passierte, wenn er nach 300 vorbeigerumpelten Metern verstauten China-Zeugsels auf einmal auf die Idee käme, plötzlich die Hand zum sofortigen Halt zu erheben. Aber warum sich der harten Realität stellen, wenn es doch viel erbaulicher ist, sich weiterhin als großer Lenker zu fühlen: Also jovial weitergewunken, bis endlich der Schlußwagen durchgezogen ist. Soll er machen, daß er sich zum Nürnberger Rangierbahnof schert!
Mittwoch, 25. April 2007
Unsereinem kommt die weite Welt tagtäglich (fast) ins Gartenhaus. Beim Blumen- und Beerengießen schaute auch heute mal wieder auswärtiger Besuch vorbei:
Mittelweserbahn ! Nie gehört… Was es nicht alles gibt. Reisen bildet, sagt man. Daheimbleiben (und ein Blick in Wikipedia) zuweilen nicht minder!
Am Garten vorhin einen für die DB als angemieteter Dienstleister tätigen Lokführer der Pressnitztalbahn gelobt, der, von seinem blauen Bock herabsteigend und Feierabend machend, seine Brotzeit-Verpackungsabfälle in der Hand hielt, um diese um unseren Garten herum bis zum städtischen Abfalleimer zu tragen (statt sie wie manch’ andere seiner Zunft an Ort und Stelle einfach fallen zu lassen). Er schien darob überrascht, hielt sein Tun für nichts weniger als selbstverständlich.
Braver Mann. Sofern er hier immer noch Dienst tut, wenn die Erdbeeren reif sind, kriegt er einen feinen Nachtisch kredenzt!
Montag, 23. April 2007
Ein üppiger Strauß davon in der Wohnung und man riecht nix anderes mehr! ;-)
Süßer und scharfer Senf: