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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Mittwoch, 1. März 2017

Gipfeldrama

Gestern Abend wollte ich mir nach des Tages Müh‘ und Plage endlich einen zwei­stün­di­gen Interpretationsvergleich zur »Alpensymphonie« von Richard Strauss an­hö­ren, auf den ich in der Vorwoche (in Barcelona urlaubend, daher keine Zeit für derlei Dinge findend) aufmerksam geworden war. Also um kurz vor 22 Uhr die Ohrstöpsel in die vorgesehenen Körperöffnungen eingeführt, den Beitrag im Mobilbrowser auf­ge­ru­fen, den Stream gestartet und intensiv gelauscht…

Nach einer Viertelstunde brach die Wiedergabe plötzlich ab und ich rätselte, ob nun das heimische WLAN zusammengebrochen, das Smartphone eingeschlafen oder sonst ein technischer Grund die Ursache war. Aber nein, ein Neuaufruf der Seite zeigte nurmehr das Konterfei des Komponisten, nicht aber das vertraute Player-Drei­ecks­symbol mittendrin. Da fiel mein Blick auf das Datum: Vor exakt einer Woche war der Beitrag online gestellt worden, punktgenau sieben Tage später hat der Bayerische Rundfunk ihn wieder depubliziert. Aus der Traum, finito. Na toll.

Bebend vor Zorn (statt vor musikalischer Erregung) zog ich mir die Ohrhörer wieder aus den Ohrwascheln. Muß ich mir halt heute abend meine Lieblingsinterpretation (Symphonieorchester des BR unter Georg Solti, 1979) in den CD-Player legen und da­mit die Aktivboxen hochjazzen. Schade ist es dennoch. Falls jemand aus der Le­ser­schaft den Beitrag zufällig gehört und (wie auch immer) mitgeschnitten hat: Ich wäre sehr daran interessiert!

Dienstag, 28. Februar 2017

Mitgesessen, mitgegessen

Der zonebattler war selbdritt verreist: Neben seiner besseren Hälfte hatte er noch eine befreundete Gesellschafterin mit nach Barcelona entführt, woselbst das Fürther Trio dann eine wunderbare Woche bei frühlingshaften Temperaturen verlebte. Dazu wird es demnächst hier noch allerlei bunte Bilder zu sehen geben. Hier und heute sei aber schon vorab von jenem spektakulären Abendessen geschwärmt, welches wir im Voraus über die Internet-Plattform eatwith.com gebucht hatten.

Von dieser virtuellen »Mitesser-Vermittlung« hatten wir in einer TV-Reportage über die katalanische Metropole erfahren. Das Prinzip: Profi-Köche ohne eigenes Re­stau­rant bekochen ihre Gäste im eigenen Heim. Sie präsentieren Ihr Angebot auf der Plattform, die das ganze logistische Drumherum erledigt (Buchung, Abrechnung, Kun­den­feed­back) und durch Testesser einen gewissen Qualitätstandard garantiert.

Soweit die Theorie. Die Praxis indes übertraf alle unsere Erwartungen!

Wir waren zu Gast bei Rudi aus der Steiermark. Der geborene Österreicher und ge­lern­te Koch war in Barcelona sozusagen »hängen geblieben« und hat sich dort eine Existenz aufgebaut. Seit vier Jahren lebt er von seinen »Privat-Gästen«, und sein »incredible winter menu – all organic and local« war ein Gedicht in sieben Stro­phen (resp. Gängen). Ich zeige hier absichtlich keine verwackelten Handy-Fotos (und wollte auch die Stimmung nicht durch hemmungslose Blitzerei stören). Ich zähle auch nicht die kreativen Ideen des Meisters auf, die müssen selbst goutiert werden, um sie angemessen würdigen zu können. Nur soviel: Wer in Barcelona weilt und ein eatwith-Dinner ausprobieren will, liegt (bzw. sitzt) in Rudis guter Stube goldrichtig!

Neben dem Essen (und den passenden Weinen) gilt es noch hervorzuheben, daß so ein »Privat-Dinner« durchaus etwas von einem »Feier-Abend« mit alten Freunden hat. Natürlich hatten wir drei Fürther die anderen Gäste vorher noch nie gesehen: ein älteres Paar exilierter Hongkong-Chinesen, welches seit Jahrzehnten in Australien ansässig ist, zwei weitere ältere Herrschaften aus Hongkong, ein junges Pärchen aus Kanada. Dazu – sozusagen als special guest – die Mama des Meisters, die zum jähr­li­chen Besuch beim Sohnemann weilte. Der private Rahmen sorgte sofort für lebhafte Gespräche, wie sie in einem öffentlichen Speiselokal über die Tischgrenzen hinweg selten bis nie zustande kom­men! A bisserl Englisch muß man freilich können, um in internationaler Runde mit­hal­ten zu können und seinen Spaß am angeregten Austausch zu haben…

Natürlich war es letztlich ein klar definiertes Geschäft: Geld gegen Gaumenfreunden. Dennoch kriegten wir für den monetären Einsatz weit mehr als üblich: Fulminante Leckerbissen, lebhafte und niveauvolle Konversation und schlußendlich das Gefühl, sich »fremden Freunden« für die Dauer eines Abends sehr nah und verbunden zu fühlen. Ob Zufall, Glück oder System, für uns ist es keine Frage: Die nächsten Städte-Reisen werden nach Mög­lich­keit wieder von und mit einem »eatwith-Event« gekrönt!

Sonntag, 29. Januar 2017

Sonntagsarbeit (1)

So, damit hier in meinem privaten Blog auch mal wieder was passiert, präsentiere ich umstandslos die Ergebnisse meiner heutigen ehrenamtlichen Basteleien. Erstens ein Poster zum Aushang in dem von FürthWiki e. V. frisch angemieteten Schaukasten:

Poster für FürthWiki e. V.

Der zonebattler ist leider kein gelernter Grafiker, daher hat er nach einem Werk­zeug gesucht, welches von einem mäßig begabten Feinmotoriker wie ihm intuitiv bedient werden kann. Nach kurzer Suche gefunden und erwartungsfroh benutzt hat er die Online-Layouterei canva.com, und die dort gebotene Auswahl von Layouts, Gra­fi­ken, Schmuckelementen etc. ist doch ei­ni­ger­ma­ßen umfangreich.

Daher war es ihm erstens ein Leichtes und zweitens ein Vergnügen, anschließend für eine weitere Fürther Heldentruppe ein vorzeigbares Plakat zu designen:

Poster für die Fürther Lebensmittelretter

Über unsere wackeren und wetterfesten LebensmittelretterInnen hatte ich ja neulich schon einen eigenen Artikel im FürthWiki verfaßt. Letzten Freitag Abend trafen sich übrigens die Aktiven und eine Handvoll »Kunden« zum gemeinsamen Koch-Event, um die nach der Verteilung immer noch übriggebliebenen Lebensmittel zu verarbeiten und zu vertilgen: Steigenweise Karotten wurden zu Salat, Suppe und Kuchen veredelt, und der gelungene Abend war sättigend für Leib und Seele. Schön, wenn man sich dafür mit etwas Mausschubserei erkenntlich zeigen und nützlich machen kann…

Sonntag, 4. Dezember 2016

Malerisches Intermezzo (5)

So, nachdem der wunderbare Schweden-Urlaub lange genug zurückliegt, um hier nicht mehr auf der ersten Seite zu erscheinen, ist es an der Zeit, ihn noch einmal durch die virtuelle Kitsch-Mangel zu drehen und – jahreszeitlich passend – zu einer süß­li­chen Sehnsuchts-Sequenz zu verarbeiten. Also Vorhang auf für ein paar herzige Pseu­do-Aquarelle aus dem elektronischen Pinsel:

Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden
 
Impressionen aus Südschweden

Das war der letzte Griff in die Trickkiste, jedenfalls für das sich neigende Jahr 2016. Ob sich die in 2017 angepeilten Urlaubsziele für derlei Experimente eignen, weiß ich noch nicht so recht. Falls nein, greife ich wieder in den vorhandenen Fundus (und dann halt weiter in die Vergangenheit zurück). So ganz ohne pastos aufgetragenes Fernweh-Schmalz lasse ich meine LeserInnen natürlich auch im nächsten Jahr nicht davonkommen!

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Dienstag, 11. Oktober 2016

Sonderfahrt

Heute Mittag im Rahmen eines nicht-öffentlichen Belastungstestes mit dem na­gel­neu­en ICE 4 von Nürnberg nach München gedüst. Vier (nicht bei der Firma beschäftigte) Freunde durften kostenlos mitgenommen werden. Abfahrt im kalten Nürnberg mit nicht durchgesagten +35 Min., aber bei einer gesponserten Freifahrt wollen wir nicht klein­lich sein. Eine gute Stunde später liefen wir in der Landeshauptstadt ein:

Bildschirm des Fahrgastinformationssystems im ICE 4

Es folgten ein Spaziergang durch die Stadt samt Sightseeing, ambulanter Verpflegung am Viktualienmarkt und anschließendem Besuch des Museum Fünf Kontinente. Dann noch Käffchen, Schwätzchen, Bummelei zum Bahnhof und mit einem regulären ICE (gleichfalls für lau, courtesy of DB Fernverkehr) wieder rauf nach Nürnberg gerutscht. Ein schöner, voller, runder Tag. Fotos? Fehlanzeige! Genuß war heute angesagt, nicht akribische Dokumentation des Erlebten. Man möge es mir verzeihen…

Samstag, 2. April 2016

Malerisches Intermezzo (4)

Einmal mehr mußte heute der Dynamic Auto Painter des zonebattler’s Hang zur maß­lo­sen Übertreibung in allen bilddramaturgischen Fragen unterstützen. Aus dem lässigen Lissabon hatte ich neulich über 600 Fotos mit heimgebracht. Da sollte man meinen, reichlich buntes Ausgangsmaterial für verschrobene Experimente zur Ver­fü­gung zu haben, doch merkwürdigerweise erwiesen sich insbesondere die in freier Wildbahn geschnappschußten Straßenbahnen alter Bauart als am geeignetsten für meine virtuelle Veraquarellierung. Nun denn:

Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen
 
Lissabons schöne Straßenbahnen

Tatsächlich bin ich weder ein ferrosexueller Eisenbahn-Freak noch ein tramophiler Straßenbahn-Fan. Aber die kleinen historischen Wägelchen geben halt gar so schöne Nostalgie-Motive ab, die eine (Über-)Dosis Knopfdruck-Kitsches sehr gut ver­tra­gen kön­nen…

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Donnerstag, 4. Februar 2016

Geschichte und Geschichten

Mit einem eigens angekauften Aufnahmegerät bin ich neulich einem längst pen­sio­nier­ten Eisenbahner-Kollegen auf die Pelle gerückt und habe seine lebhaft vor­ge­tra­ge­nen Erinnerungen an seine Dienstzeit aufgezeichnet. Acht interessante (und zudem äußerst amüsante) Geschichten sind ab sofort aufruf- und anhörbar in den FürthWiki-Artikeln zum Güterbahnhof, zum Stellwerk Ottostraße und zur Kasernenbahn (jeweils im Abschnitt »Zeitzeugenberichte«). Viel Spaß beim Lauschen!

Dienstag, 29. Dezember 2015

Lustige Lötereien

Auf der Suche nach diversen elektrischen Strippen in seiner Kabelkiste sind dem zonebattler heute allerlei selbstkonstruierte und -geschaffene Artefakte aus seiner di­gi­ta­len Sturm-und-Drang-Zeit unter die Augen und in die Finger gekommen. So sahen seine handgefeilten und -gebruzelten Experimentier-Platinen mit TTL-ICs der Serie 74xx aus (Fotos sind per Mauklick vergrößerbar):

Anzeigemodule mit LEDs (0=dunkel, 1=hell):

Anzeigemodule mit LEDs (0=dunkel, 1=hell)

Stomversorgung, Taktgeber, Flip-Flops etc.:

Stomversorgung, Taktgeber, Flip-Flops etc.

1-zu-16-Dekoder:

1-zu-16-Dekoder

Dezimalzähler:

Dezimalzähler

Ist insofern etwas nostalgisch, als all‘ diese meine selbstentworfenen Basteleien nicht mehr ganz aktuell sind. Tatsächlich sind sie etwa 40 Jahre alt. Der gute Jean Pütz hat mich damals mit seiner »Hobbythek« auf den digitalen Trichter gebracht. Da ich Depp die LEDs damals unbedingt bündig auf der Platine haben wollte, habe ich etliche davon beim Einlöten gegrillt und gekillt. Tja.

Na ja, lang ist’s her. Schön war die Zeit, sie kehrt nicht wieder. Aber Lötkolben und Lötzinn (selbstredend noch »richtiges« mit Bleianteil) liegen durchaus noch griff­be­reit in der Schublade…

Freitag, 2. Oktober 2015

Riechkolben

Wunderschön, aber leider nur optisch: Detail einer Lilienblüte
Sonntag, 6. September 2015

Zehn Jahre zonebattler

Am 6. September 2005 habe ich meinen allerersten Blog-Beitrag verfaßt, zum 1. Ja­nu­ar 2009 bin ich dann mit meinem virtuellen Hausrat auf eine eigene WordPress-Installation umgezogen. Dem lange Zeit recht träge reagierenden Blog konnte ich am 20. Januar 2010 einen fulminanten Geschwindigkeitszuwachs bescheren, bis ich dann am 6. September 2011 nach sechs Jahren Bloggens den Laden dichtmachte.

Exakt sechs Monate später habe ich das Schweige-Gelübde gebrochen, und seither mache ich munter weiter, mal energisch, mal lethargisch, mal mit Worten, mal mit Bildern. Ich danke allen interessierten Leserinnen und Lesern für ihre geschätzte Auf­merk­sam­keit und die hinterlassenen Kommentare. Die vielen lustigen, lehrreichen und inspirierenden Wortwechsel motivieren zum Weitermachen.

In diesem Sinne: Auf die nächste Dekade!

Sonntag, 30. August 2015

Premiere

Wenn ich nun schon Vorstandsmitglied und Webmaster von FürthWiki e.V. bin, dann sollte ich mich nicht nur meinem Mandat als Schatzmeister widmen und die Vereins-Website vollschreiben, sondern auch mal einen eigenen Artikel im Online-Lexikon selbst verfassen und veröffentlichen. So dachte ich mir heute, und damit habe ich dann auch einen Großteil des heutigen (wegen einer opulenten Hochzeitsfeier am Vor­ta­ge schlaftrunken begonnenen) Vormittags verbracht. zonebattler proudly pre­sents his Erstlingswerk:

Galerie in der Promenade

Wird sicherlich demnächst noch ein bisserl ausgebaut werden, aber für den Anfang bin ich recht stolz auf das Ergebnis, welches ich (dank fleißigen Syntax-Spickens in bestehenden Beiträgen) auf Anhieb fehlerfrei zusammengezimmert habe. In einem Artikel-Bild ist übrigens ein Kunstwerk zu sehen, welches inzwischen den Weg in des Autors gute Stube gefunden hat. Das aber bekommen nur Freunde im Original zu sehen und nicht die anonyme Öffentlichkeit als großformatige Abbildung…

Sonntag, 19. Juli 2015

Malerisches Intermezzo (3)

Was mir für Malta und Paris recht war, sei mir heute für Venedig billig: Zur Pro­duk­tion kitschpostkartenwürdiger Stimmungsbilder braucht man die Linse in der La­gu­nen­stadt ja nur irgendwohin zu richten, und sofern man sich nicht vollständig deppert anstellt, hat man nach dem Betätigen des Auslösers eine pittoreske Genre-Szene zum Seufzen im Kasten. Jagt man die eh schon schmalztriefenden Fotos dann auch noch durch den Dynamic Auto Painter, ist die Grenze des Erträglichen in der Regel hoff­nungs­los weit überschritten. Aber mei, ir­gend­wie hat die bunte Gefühlsduselei durch­aus ihren visuellen Reiz:

Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit

Man möge mir nachsehen, daß nach dem Aufsaugen all der hehren und ernsthaften Kunst auf der Biennale die eigene Kreativität nur für derlei künstlich-kunstlosen Krampf reicht. Der Punkt aber ist der: Mir macht die Kitscherei unbändigen Spaß!

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