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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 30. März 2015

Damenbeine (12)

Pendlerin in Fürth, ihrer morgendlichen S-Bahn harrend
 
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Sonntag, 13. Januar 2013

Fehlfarben

Zugegeben, zur Zeit schreibe ich hier nicht allzuviel. Dafür andernorts umso mehr!

Samstag, 10. November 2012

Musikantenadel

Als Vorstand von Medien PRAXIS e.V. erlaube ich mir hier und heute einen freudig erregten Hinweis auf unsere neueste DVD-Produktion: Die anläßlich des inter­natio­nalen Klezmer-Festivals entstandene Reportage »Faszination Klezmer – zwischen Tradition und Weltmusik« vermag sogar den klassik-verliebten zonebattler vom Hocker zu reißen, zumal berühmte und bekannte Namen des Genres die ganze Vielfalt dieser Musik mit jüdischen Wurzeln auf Fürther Bühnen höchst engagiert zum Klingen gebracht haben. Wer für sich selbst oder seine Lieben noch ein ungewöhnliches und individuelles Weihnachtsgeschenk sucht, liegt hiermit goldrichtig: Meine geschätzten LeserInnen beliefere ich freudetrunken portofrei, Anfrage per Mail genügt!

Ach ja: Es gibt einen Trailer auf YouTube zu sehen (und zu hören)…

Donnerstag, 1. November 2012

Funde im Fundus (19):
Bild und Ton vom Allerfeinsten

Fundstück: SONY SL-HF100ES
Art / Typ: SONY BetaHiFi-Videorecorder SL-HF100ES
Herkunft: Japan, 1984
Zustand: sehr guter Erhaltungszustand mit nur minimalen (äußerlichen) Spu­ren des Gebrauchs. Mängel: Fluoreszenz-Display durch langjährigen Dauer­betrieb etwas nachgedunkelt, Lademechanik ermüdet und mit­unter nach­hilfebedürftig, Videoköpfe vermutlich mittlerweile grenz­wertig abgenutzt. Sämtliches Zubehör nebst Schrifttum und Origi­nal-Verpackung vollständig vorhanden.
Fundort: selbst gekauft im Juni 1984 beim heimatörtlichen Radio-/Fernseh-Fachhändler, unter Inanspruchnahme meines ersten (und bis heute einzigen) Bankkredites. Der Gerätekarton trägt einen Luftfracht-Aufkleber der JAL; vermutlich war ich damals einer der ersten (und wenigen) Käufer dieser weiland brandneuen AV-Komponente.
Kaufpreis: DM 2.498,00
Notizen: Auch 28 Jahre nach dem Kauf vermag mich dieser »dicke Brummer« immer noch zu faszinieren: Seine umfassende Ausstattung und die äußerlich wie innerlich kompromißlos hochwertige Verarbeitung wären heutzutage im Zeitalter der digitalen Plastikschachteln in für den Normalverbraucher bezahlbaren Größenordnungen gar nicht mehr realisierbar.
 
SONY SL-HF100ES   SONY SL-HF100ES   SONY SL-HF100ES   SONY SL-HF100ES
 
Was habe ich früher an Fernsehfilmen und -spielen aufgenommen! Damals war auch die technische Qualität unschlagbar (und blieb es gegenüber VHS und Video 2000 bis heute), der spätere Siegeszug der DVD lag in unendlicher Ferne (selbst die CD war ja 1984 noch neu und kaum verbreitet). Was mich die solide Archivierung mei­ner Lieblingsfilme seinerzeit gekostet hat (SONY UHG-HiFi-Kassetten von je 195 min Spiel­dauer kosteten im 3er-Pack immer­hin stolze DM 69,00), rechne ich mir lieber nicht aus… Wert waren es mir die ausnahmslos öffentlich-rechtlichen TV-Produktionen aber allemal!
 
Dennoch muß nun weichen, was mir fast drei Jahrzehnte lang treu gedient hat: Zum einen hat mich das Interesse an bewegten Fern­seh­bildern weitgehend und wohl auch unwiderruflich verlassen, zum zweiten habe ich jene Pretiosen, an denen das Herz aus manchen Gründen hängt, längst digitalisieren lassen, zum dritten tut es zum gelegentlichen zeitversetzten Anschauen der einen oder anderen TV­Reportage auch ein billiger und einfacherer, aber unverschlissener VHS-Rekorder.
 
In wenigen Stunden werde ich daher meinen kartoffelsackschweren Videorecorder und ein kaum weniger wiegendes Paket voller hoch­wer­tiger BetaHiFi-Kassetten in meine virtuellen Auktionen ein­stellen. Eine eingeschworene Betamax-Gemeinde existiert nach wie vor, und so kann ich darauf vertrauen, daß der (t)olle Band-Bolide demnächst in die Hände eines guten neuen Herrchens kommt. Hier in meinem Blog kriegt er mit diesem Beitrag jedenfalls ein kleines Denkmal gesetzt…
 
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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Blaue Enttäuschung (1)

Manche Erinnerungen verblassen kaum, halten sich vielmehr über Jahrzehnte frisch, wenn­gleich mitunter in leicht bis kräftig verklärter Form. Die fünfteilige Fern­seh­se­rie »Das blaue Palais« von Rainer Erler beispielsweise hat mich bei ihrer Erst­aus­strah­lung anno 1974/1976 dermaßen multipel beeindruckt, daß ich später jahrelang (ver­geblich) nach Wiederholungen oder Aufzeichnungen Ausschau gehalten habe. Vor wenigen Tagen nun ist die komplette Serie endlich auf DVD heraus­ge­kom­men, und nachdem ich sie schon Wochen vor dem Ver­öf­fent­li­chungs­ter­min bei amazon.de bestellt hatte, kriegte ich sie jetzt als einer der ersten zu fassen. Die Freude darüber wich indes recht bald einer gewissen Ernüchterung…

Die ungewöhnliche Mini-Serie aus heimischer Produktion – man mag sie mit einiger Berechtigung dem Genre der Science Fiction zurechnen – verhandelte schon vor knapp 40 Jahren (!) im Wortsinne weltbewegende Themen, die auch heute noch brand­aktu­ell erscheinen: Genmanipulation, Organtransplantation, wissenschaftliche Skrupel­losigkeit hier, ethische Verantwortung für das eigene Tun da. Weißbekittelte For­scher eilten durch das marode Gemäuer eben des »blauen Palais’«, lieferten sich Wortgefechte in zungenbrecherischem Fachchinesisch und gelegentlich auch die eine oder andere Handgreiflichkeit. Der Kontrast zwischen der Abgeschiedenheit und dem heruntergekommen Zustand der Forschungsstätte einerseits und der Erkenntnissuche an vorderster Front der Wissenschaft andererseits hat mich weiland ungemein fas­zi­niert und tut das im Grunde bis heute, woran übrigens der herausragende Peter Fricke in seiner Rolle als bis zur Besessenheit engagierter Biochemiker Jeroen de Groot großen Anteil hatte und hat.

DVD-Box »Das blaue Palais«

Wie so oft sind es aber die über die Zeit hinweg sich verändert habenden Erzähl­ge­wohn­hei­ten und Rezeptionsweisen, die den Versuch einer Wiederbelebung des einst er­leb­ten Nervenkitzels schon im Ansatz zum Scheitern verurteilen: Was man als junger Mensch im Zeitalter der solide bis bieder inszenierten Fernsehspiele noch als ungemein spannend empfand, erscheint einem als abgeklärtem alten Sack im rasanten Multimedia-Zeitalter als streckenweise flau und spannungsarm. Was im vor­liegenden Fall nicht an einer etwaigen Überholtheit der Thematik liegt, sondern an der zeitbedingt dialoglastigen Inszenierung, die auch gerne mal den moralisierend erhobenen Zeigefinger vorzeigt. Die (wenigen) Spezialeffekte entsprechen natürlich auch nicht heutigen Standards, wobei das jedoch der (durchaus vorhandenen) Rest­spannung keinen Abbruch tut.

Ärgerlicher sind da schon die mangelnde editorische Sorgfalt des Publishers und die schlechte technische Qualität der DVD-Umsetzung. Die überwiegend negativen Kunden-Rezensionen sprechen für sich: EuroVideo hat sich in der Tat wenig Mühe mit dieser Edition gemacht! Die Bildqualität kommt über grieseliges VHS-Niveau nicht hinaus, was zwar unter Nostalgie-Gesichtspunkten notgedrungen hinnehmbar ist, aber unzweifelhaft weit unter den heutigen technischen Restaurierungs-Möglich­keiten rangiert. Auch ansonsten bietet die Box mit drei DVDs nichts, was lobend her­vor­zu­he­ben wäre: Keinerlei Extras auf den Discs selbst, und auf ein Booklet hofft der Fan natürlich auch vergeblich…

Mit den Extras ist das indes so eine Sache: Während heutzutage im Film-Geschäft das »Making of« schon bei Produktionsbeginn mit auf der Agenda steht, hat man vor Jahrzehnten an die Möglichkeiten der heutigen Datenträger und deren Abspielgeräten nicht denken können. Mir persönlich fehlen auch nicht so sehr irgendwelche später verworfenen Szenen oder witzige Versprecher und Mißgeschicke am Set, filmogra­phische oder biographische Daten erst recht nicht, derlei kann man sich ja bei Interesse schnell ergoogeln. Aber ein paar kurze Interviews mit noch lebenden Schau­spielern, dem Autor und Regisseur Rainer Erler oder anderen Beteiligten von damals hätten doch einigen Mehrwert geboten und den auf der dritten DVD noch reichlich vorhandenen Platz gut gefüllt. Leider wird man jedoch bei solchen »Minderheiten-Programmen« nicht auf eine besser ausgestattete und bearbeitete Sammler-Edition hoffen können, das schnelle Geldverdienen mit alter Archivware ist ja eher die Regel als die Ausnahme. Das zeitgenössische Jung-Publikum sieht man ohnehin nicht als Zielgruppe, die in die Jahre gekommenen Fans greifen auch bei minderer Qualität zu, wozu also sich große Mühe machen? Tja. So geht das wohl.

Der zonebattler würdigt derlei schnöden Marketing-Zynismus mit einem Stern Abzug in der Gesamtwertung:

  Film / Inhalt 4 Sterne  
  Bild & Ton 2 Sterne  
  Extras 0 Sterne  
  Aufmachung 1 Stern  
  Gesamturteil 4 Sterne  

Trotz aller Alters-Patina und der berechtigten Kritik am unrestaurierten Filmmaterial und der spartanischen Ausstattung, mit heruntergebrochen knapp vier Euro pro 90-minütiger Folge ist der finanzielle Einsatz gering für eine Kollektion von fünf visio­nären Wissenschaftskrimis, die einen heute noch mit ihren angedeuteten globalen Folgen für die Menschheit bewegen und umtreiben. Wem gut konstruierte Zukunfts­visionen im Kammerspiel-Format mehr liegen als letztlich inhaltsleere Stunts und Action, findet hier gediegene Fernsehkost, wie es sie in vergleichbarer Form heute längst nicht mehr gibt.

Donnerstag, 6. September 2012

Programmtipp (1)

Als Vorstand von Medien PRAXIS e.V. habe ich die Ehre und das Vergnügen, unsere neueste Filmproduktion anzukündigen:

»‚Schöner kann man es nicht haben!‘ – Besuch in der Gartenkolonie Baggerloch«

Medien PRAXIS e.V. hat einen festen Sendeplatz im Franken Fernsehen: Die Termine der Ausstrahlungen am Sonntag (und der zahlreichen Wiederholungen im Laufe der folgenden Woche) sind unserer Programmvorschau zu entnehmen.

[Hinweis in eigener Sache: Die Medien PRAXIS sucht Medien PRAKTIKER!]

Sonntag, 25. März 2012

Vom Sterben der Schönheit

Spät, aber nicht zu spät habe ich davon erfahren, daß der 75. Geburtstag des Doku­mentarfilmers Dieter Wieland im Fernsehen durchaus gebührend gewürdigt wird: Auf BR-alpha wird derzeit von Montag bis Freitag allabendlich um 23:00 Uhr einer sei­ner elegisch-melancholischen Architekturfilme ausgestrahlt, die den sensiblen Be­trachter traurig stimmen ob des schier unermeßlichen Verlustes an Schönheit, den unser Land und unsere Gemeinden erst in den letzten Jahrzehnten erlitten haben. Hinschauen schmerzt, ist aber dennoch (oder gerade deshalb) uneingeschränkt zu empfehlen!

Samstag, 30. Juli 2011

Mit den Bildern Laufen lernen

Für den Verein Medien PRAXIS e.V. suchen wir eine(n) kontaktfreudige(n) Vorstands­kollegen/-kollegin aus Fürth oder der näheren Umgebung. Spaß an der Sache ist weit wichtiger als einschlä­gige Vorbelastung. Näheres dazu führen wir dort drüben aus…

Samstag, 14. Mai 2011

Bärendienste (4)

Im neumodischerweise bindestrichlos geschriebenen Design Tagebuch habe ich heute die Erklärung gefunden, warum Panda-Bären schwarzweiß sind. Allerliebst!

Mittwoch, 4. Mai 2011

Bei den Retronauten

Captain Kirk in fescher Ulanen-Uniform, Mr. Spock als Erfinder der Dampfmaschine? »Victorian Star Trek« gewährt einen Blick in die Vergangenheit der Zukunft. Auch darüber hinaus hält die verlinkte Website allerlei sehr sehenswerte Curiosa bereit!

Montag, 28. März 2011

Handreichungen

»Begegnungsstube Medina e.V. – Brückenbauer zwischen den Religionen« heißt die neueste TV-Reportage von Julia Thomas und Thomas Steigerwald vom Verein Medien PRAXIS e.V. am Fürther Stadtpark. Der – wie die vielen unmittelbar nach der Erstaustrahlung des ersten Teils eingegangenen Kommentare zeigen – brandaktuelle Film über das Thema Integration zeigt auf, daß die gängigen Vorurteile gegen Muslime meist gar nichts mit deren Religion zu tun haben, sondern auf traditionelle und kulturell bedingte Verhaltensweisen zurückzuführen sind und damit den aufge­klärt-modernen Mitbürgern muslimischen Glaubens Unrecht tun.

Die weiteren Sendetermine sind aus der Programmvorschau ersichtlich.

Montag, 28. Februar 2011

Wie die Tiere

Die italienische Schauspielerin Isabella Rosselini überzeugt auch als Regisseurin: In einer TV-Reportage auf arte sah ich dieser Tage zu später Stunde einige ihrer künstlerischen Kurzfilme der Reihen »Green Porno« und »Seduce Me« und kam aus dem Staunen (und Kichern) kaum noch heraus. Glücklicherweise kann ich die sexuelle Aufklärung mit meiner Leserschaft teilen, denn die wunderbaren Episoden (in denen die Macherin stets die Hauptrolle spielt) sind online abrufbar: Man beginne z.B. mit dem Paarungsverhalten der Enten und klicke sich dann durch die anderen dort angebotenen Tierfilmchen. Grandios!

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