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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Freitag, 17. November 2017

Beschwingt ins Wochenende

Belegungstafel im Trainingszentrum Nürnberg von DB Training, Learning & Consulting

Montag, 13. November 2017

Auflöseerscheinungen

Über’s zurückliegende Wochenende besuchte der zonebattler eine alte Jugendliebe und Kollegin aus Aus­bil­dungs­zei­ten in Saarbrücken. Gut 37,5 Jahre nach dem Ken­nen­ler­nen verspürte er gestern tatsächlich noch mal heftiges Kribbeln im Bauch. Frei­lich nicht hormonhalber, sondern weil er während angeregten Plapperns die ihm freund­li­cher­wei­se offerierte Hustenlöser-Brau­se­ta­blet­te nicht erst ins Glas, sondern dus­se­li­ger­weise direkt in den eigenen Schlund geworfen hatte. Nachgeschüttetes Wasser be­för­der­te zwar den erhofften Auf­lö­se­effekt, aber zur Nachahmung kann das kitzelige Pro­ce­de­re dennoch nicht wirklich empfohlen werden…

Weggeworfene Rose

Das melancholische Rosen-Motiv erspähte ich auf der Heimfahrt (die wie schon die Hin­fahrt am Freitag gut eine Stunde länger dauerte als fahrplantechnisch vorgesehen) bei einer außerplanmäßigen Umsteige-Pause in Frankfurt (Main) Hbf. Es ist wohl ein Privileg des Alters, daß ich unverhofft auftretenden Ärgernissen mittlerweile pro­aktiv schöne Seiten abzuringen trachte…

Dienstag, 16. Dezember 2014

Kippen-Kübel

Pfui Deibel: doppelte Mülltonne »Auf AEG« in Nürnberg
Freitag, 28. Juni 2013

Salz in der Suppe

Freund und Feind wundern sich zuweilen, warum der zonebattler sogar sein Nutella®-Brot gerne etwas nachsalzt. Die Antwort ist einfach: Weil ihm danach zumute ist. Und seit der mittagspäuslichen Lektüre dieses Artikels juckt ihn die Meinung der anderen dazu noch viel weniger!

P.S.: Weil der zonebattler ja bekanntermaßen ein Sparfuchs ist, schmiert er sich meistens natürlich nicht wirklich Nutella®, sondern eher Nutoka oder einen anderen handels­üblichen Ersatzstoff auf die Stulle…

Montag, 15. August 2011

Dem Ende entgegen

Ich bin weder deprimiert noch depressiv, registriere mithin heute ohne Zorn und Ver­bitterung, daß ich über den Zenit meines Lebens hinaus bin (schon rein rechnerisch spricht alles dafür, obwohl ich durchaus kein Fall für das Buch der Rekorde wäre, wenn ich nochmal soviele Jahre lebte wie ich jetzt schon auf dem krummen Buckel habe). Die Sehkraft beginnt langsam nachzulassen (wiewohl ich immer noch mehr erspähe als die meisten anderen und meine Arme noch lang genug ausstrecken kann, um bedruckte Blätter weit genug zum unbebrillten Lesen von mir halten zu können), die benötigten Ruhephasen werden länger, ich nehme meinen Körper mitunter deutli­cher (und ächzender) wahr als früher.

Nicht, daß ich schon echte Gebrechen hätte: Ich verdaue auch eher dubiose Buffets klaglos, von denen andere am Morgen danach das große Kotzen kriegen. Ich renne die 66 Stufen zu meiner realen Homezone mehrmals täglich rauf und runter, ohne nennenswert ins Schnaufen zu kommen. Mir tropft der Pimmel nicht und die Nase nur selten, ich mache mir keine Sorgen um Krebs, Diabetes und drohende Demenz. Aber ich spüre dennoch, daß es die Rampe runter geht, wenngleich noch in gemächlichem Tempo und nur unmerklich beschleunigend. Ich mache mir freilich keine Illusionen.

Indes, das geschärfte Bewußtsein für die eigene Endlichkeit hilft mir auch über man­che Torheit hinweg: Ein Kratzer am Auto, von einem flüchtigen Idioten verursacht? Geschenkt! Die Zeiger der neuen Uhr sind um sechs und um zwölf Uhr nicht perfekt in Fluchtung bzw. Deckung? Sei’s drum! Der Schuber der vier edlen Leinenbände hat eine gestauchte Ecke? Na wenn schon! Der schon zu Kinderzeiten kultivierte (und reichlich überschärfte) Sinn für Perfektion im Detail ist mir zwar nicht völlig verloren gegangen, aber ich kann inzwischen ganz gut (und immer öfter) fünfe gerade sein lassen. Weil ich ja dermaleinst doch nix mitnehmen kann, weder ins Jenseits noch ins Nichts, was immer mich erwartet. Mit dem (ohnehin seit jeher vergeblichen) Bemühen um Perfektion im Hier und Jetzt geht mir interessanterweise auch die Angst vor dem Tod verloren, wenngleich nicht unbedingt die vor dem Sterben, zumal dem langsamen und qualvollen. Aber nachdem sich das Universum bislang fast immer schon mir geneigt gezeigt hat, bin ich auch in dieser Hinsicht guten Mutes.

Ich glaube, ich sehe der persönlichen Zukunft so entspannt entgegen wie nie zuvor. Das heißt nicht, daß ich nicht zuweilen arg unleidlich wäre, weil ich mich durch beruf­liche Kalamitäten gestreßt oder durch private Malaisen genervt fühle. Aber es wächst jenseits der Tageslaune doch eine entspannte Grundhaltung in mir heran, weil ich weder mir noch anderen noch der ganzen Welt was beweisen muß.

Ich muß auch nicht alles sehen, alles hören, alles wissen, überall mal gewesen sein: Ich kann vieles imaginieren, und wenn ich heute die Wahl habe zwischen einem bunten Feuerwerk im Stadtpark und einem kleinen Nickerchen auf der Couch, dann erscheint mir das Dösen auf dem Sofa nicht selten als die attraktivere Alternative. Was wiederum nicht heißt, daß mir die Neugier und die Lust auf Experimente abhanden gekommen wäre: Erst vorgestern bin ich mit einem Segway durch die Bamberger Altstadt gehoppelt und habe das sehr genossen. Neugier hält jung!

Wer jetzt ein allgemeingültiges Fazit oder auch nur ein kluges Resumee erwartet, den muß ich leider enttäuschen: Ich kenne kenne kein Patentrezept zum Umgang mit dem Alter, dem Verwelken, dem Tod. Ich denke freilich, daß man sich beizeiten ins Unabwendbare fügen und gelassen hinnehmen sollte, was ohnehin nicht zu ändern ist. Demut ist das Gebot der Stunde, und es ist ja auch irgendwo nicht nur tröstlich, sondern auch in Ordnung, daß man selbst – wie alles andere auf der Welt – dem Zyklus von Werden und Vergehen unterliegt. Ob danach noch was kommt oder nicht, ist Glaubenssache. Wenn man Mahlers Zwote hört, ist man geneigt, die Aufer­stehung als alternativlos anzusehen. Oder ist das letztlich nur eine – allzu mensch­liche – Illusion, aus Angst und Wunschdenken geboren? Man wird sehen (oder auch nicht). Ich jedenfalls bin durchaus auf das eigene Ende neugierig, aber es hat damit noch etwas Zeit…

Dienstag, 5. Juli 2011

Füllstandswächter

Seit ich – womöglich altersbedingterhalber – vor wenigem Wochen zum Laster des (ge­mäßigten) Kaffeetrinkens gefunden habe, finde ich große Freude daran, die hierorts schon vor Jahren gewürdigte Büro-Kaffeemaschine werktäglich (außer Sa) mit Be­triebsstoffen aufzufüllen (Wasser links, Kaffeebohnen rechts) sowie ihre Ausschei­dungen (Trester unten, Tropfwasser ganz unten) fachmännisch zu entsorgen.

Ja wenn ich es recht bedenke, so finde ich auch im heimischen Haushalt große Be­friedigung im Beschicken von Spülmaschine (Salz) und Kühlschrank (Milch) sowie im Entleeren von Staubsauger (Beutel) und Waschmaschine (Flusensieb). Was mag da wohl dahinterstecken? Eine diffuse Angst vor Kontrollverlust, das heroische (doch letztlich müßige) Auflehnen gegen die Entropie, ein rührender Versuch des Halt­findens in unsicherer Zeit?

Wie dem auch sei, ich kippe mir jetzt erstmal drei Kaffeesahne-Portionen und eben­soviele Zuckerstückchen in die bahnamtliche Diensttasse…

Freitag, 30. Juli 2010

XXXL

Wuchtbrummen bei ambulanter Nahrungsaufnahme am Rande des Klarissenplatzes zu Nürnberg
Mittwoch, 7. April 2010

Schwarzseher

sonnenbebrillte Senioren in Wartestellung
Donnerstag, 25. März 2010

Giftglas

In meinem Bildarchiv eröffne ich heute die 31. und letzte Seriensammlung in der Abteilung »Dauerbrenner«, diesmal bestehend aus Ablichtungen von alkoholischem Altglas, arrangiert von Idiotenhand im öffentlichen Raume:

weggeworfene Spirituosenflasche
 
weggeworfene Spirituosenflasche
 
weggeworfene Spirituosenflasche
 
weggeworfene Spirituosenflasche

Auch wenn sich die wild entsorgten Spirituosenflaschen mitunter zu pittoresken Motiven fügen, kann ich derlei asoziales Vermüllungs-Verhalten in keinster Weise gutheißen. Aber es zeigt indirekt, wie sehr die Sucht nicht nur die Leber, sondern auch das Hirn zersetzt…

Freitag, 12. März 2010

Sendestörung

Wegen Schwermütigkeit vorübergehend geschlossen.

Montag, 28. Dezember 2009

Halbzeit

Gestern sprang ich als dynamischer Endvierziger in mein Bett, heute bin demselben ich als semi-siecher Senior entkrabbelt und könnte mich subito bei der Fürther Volkshochschule zum Kurs »Better-Ageing mit viel Schwung – Fit ab 50« inskribieren, wenn nicht, ja wenn nicht die training time slots (10:00 – 11:00 Uhr) mit meinen regulären working hours (07:45 – 16:15 Uhr) kollidieren würden. Tja. Wird dann wohl nix werden mit dem better agen und ich muß auch in meiner zweiten Lebenshälfte notgedrungen selbst für den Schwung sorgen…

Montag, 17. November 2008

Rauchzeichen

Auch wenn es den zonebattler einen Teil der Verwandschaft und vielleicht ein Viertel seines Freundeskreises kosten würde: Käme er am roten Knopf vorbei, der den tabakrauchenden Teil der Menschheit subito verschwinden ließe, so würde er ihn ohne langes Nachdenken sofort niederdrücken [1] und gleich noch ein zweites und ein drittes Mal, um wirklich sicherzugehen…

Weit liberaler ist da -sozusagen von Amts wegen- ein Berufs-Liberaler aus N., mit dem seine Schulfreundin Beatrix C. aus K. neulich eine erhellende Korrespondenz hatte. Zum Zwecke der politischen Meinungsbildung dokumentiert er nachfolgend den Schriftwechsel -selbstverständlich mit dem Einverständnis der Beteiligten- in vollem Wortlaut [2]. Der optischen Abgrenzung und besseren Lesbarkeit halber sind die Einlassungen des Politprofis in den Farben seiner Verbindung handkoloriert:

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
Wie sehr habe ich mich über die Einführung des Rauchverbots gefreut! Endlich konnte ich auch ich als Nichtraucherin einen Abend in der Kneipe oder Disco verbringen ohne die rauchgeschwängerte Luft atmen zu müssen! Endlich haben die Brötchen aus der Bäckerei mit Cafe nicht mehr schal geschmeckt! Endlich konnte ich ohne Rauchbeimischung essen gehen!
 
Natürlich stimmt es mich da ziemlich traurig, dass es damit jetzt wieder vorbei sein soll.
 
Es ist also so, dass Menschen, die süchtig sind andere belästigen und gefährden dürfen. Warum? Wird damit so viel Geld verdient, Ist der Protest der Raucher so massiv weil sie eben rauchen müssen und das am besten überall ohne Einschränkung und Rücksichtnahme?
 
Schade, schade, schade!
 
Mit empörten Grüßen,
Beatrix C.

 

Sehr geehrter Frau C.,
 
niemand wird gezwungen zu rauchen. Wählen Sie einfach Lokale und Geschäfte in den nicht geraucht wird. Im Fall der von Ihnen angesprochen Disko sollten Sie um einen Gehörschaden zu vermeiden unbedingt auch auf Zimmerlautstärke bestehen.
 
Mit liberalen Grüßen
A. K.
Kreisvorsitzender FDP-N.

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
sollte mir die Lautstärke in einer Diskothek zu hoch sein, nehme ich Ohrenstöpsel und behellige damit niemand anderen – entscheide ich mich aber dort zu rauchen zwinge ich alle Anwesenden das auch zu tun.
Merken Sie den Unterschied?
 
Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix C.

 

Sehr geehrte Frau C.,
 
Dann nehmen Sie doch zu den Ohrenstöpsel auch noch eine Gasmaske dazu und verzichten Sie doch bitte aus Protest auf alkoholische Getränke.
Warum gehen Sie eigentlich überhaupt rein?
Zeigen Sie dem Betreiber doch Ihre Empörung über sein Angebot in dem Sie als Kunde von Ihrem Recht gebrauch machen dort nicht hinzugehen.
 
Mit liberalen Grüßen
A. K.
Kreisvorsitzender FDP-N.

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
Sie haben natürlich völlig recht!
Vielen Dank für Ihre überzeugenden Argumente! Ich werde einfach zu Hause bleiben nicht rauchen und meinen Mund halten.
 
Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix C.

 

Sehr geehrte Frau C.,
 
Sie werden sich nun wundern, aber im Grundsatz gebe ich Ihnen vollkommen Recht, dass wir in unserer zunehmend gebildeten Gesellschaft Mechanismen einrichten sollten, die den verschieden gesundheitsschädlichen Verhalten und Süchten, das sind nicht nur Nikotin-, Alkohol- und Spielsucht, entgegen wirken.
 
Das Kernproblem liegt darin, dass es bei allen diesen Verhalten auf die Dosis ankommt. Verbote bringen da nichts als Widerstand.
 
In unseren Innenstädten haben wir wegen des Feinstaubes ja auch kein Fahrverbot sondern eine nachvollziehbare Regelung.
 
Ideales Beispiele ist das rauchen. Mein Vorschlag wäre hier, dass man in Gastronomien ein "Nikotin-Barometer" aufhängt. Sobald ein per Verordnung festgelegter Grenzwert erreicht ist, müssen die Kippen ausgemacht werden.
 
Entweder werden dann die Raucher sich die Qualmproduktion einteilen oder die Wirte werden für entsprechende Belüftung sorgen.
 
Kreativität ist gefragt – draufhauen funktioniert heute nicht mehr.
 
Im Fernsehen sah ich Vorgestern einen Spot – ich bin mir nicht 100 % sicher, aber ich glaube gesehen zu haben, dass der von "pro-rauchfrei" war. Auch das ist ein Ansatz, der bei entsprechender Seriosität sogar von ALLEN Parteien – auch der FDP- unterstützt würde.
 
Mit liberalen Grüßen
A. K.
Kreisvorsitzender FDP-N.

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
hätten Sie etwas dagegen einzuwenden, wenn ich unsere kleine Korrespondenz an einen blogenden Freund weiterleiten würde?
 
Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix C.

 

Sehr geehrte Frau C.,
 
ich habe Ihnen den Koalitionsvertrag
[3] am Stück angehängt. Das Thema "Nichtraucherschutz" finden Sie auf Seite 49 Lit. 4.
Das sagt sicherlich mehr aus, als Diskussionen um bereits gefallene Entscheidungen.
 
Mit liberalen Grüßen
A. K.
Kreisvorsitzender FDP-N.

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
vielen Dank für die Information. Aber sie haben doch nichts gegen die Weiterleitung auch wenn es schon Schnee von gestern ist?
 
Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix C.

 

Sehr geehrte Frau C.,
 
kein Problem. Sie können meine Aussagen aus unserer Kommunikation insgesamt ruhig weiterleiten. Wichtig ist mir, dass nichts aus dem Zusammenhang gerissen wird.
Sinnvoll wäre es sicherlich, wenn Sie auch die diesbezüglich Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag mit weitergeben würden.
 
Mit liberalen Grüßen
A. K.
Kreisvorsitzender FDP-N.

 

Sehr geehrter Herr K.,
 
ich werde die Vereinbarungen mitsenden. Danke.
 
Mit freundlichen Grüßen,
Beatrix C.

 
Tja, da nenne noch einer die FDP eine »Spaßpartei«! Zum Spaßen ist indes auch dem zonebattler nicht zumute: Seit hier in Bayern striktes Rauchverbot in den Lokalen herrscht, hat er dort mehr Geld gelassen als im Jahrzehnt zuvor. Einer Lockerung der bestehenden Bestimmungen steht er daher absolut ablehnend gegenüber!

 
[1] was ja eigentlich auch im Interesse der schnell und spurlos Eliminierten läge, da ich ihnen damit womöglich späteres Siechtum ersparte…

[2] »voller Wortlaut« = inklusive etwaiger Rechtschreib- und Grammatikfehler.

[3] Der erwähnte Koalitionsvertrag CSU/FDP (2008-2013) als PDF-Dokument. Die angeführte Seite Nr. 49 der PDF-Datei trägt in der Fußzeile die Nr. 47, da Titelblatt und Inhaltsübersicht unnummeriert sind.

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