Zum Inhalt springen


zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 19. Mai 2013

Damenbeine (9)

von böigen Winden dezent freigelegte Damenbeine auf einem Fährschiff
 
vorheriger Beitrag    Übersicht    nächster Beitrag
Freitag, 10. Mai 2013

Vatertag

Gestern hat sich der zonebattler in den ICE gesetzt und ist nach Starnberg runter­gerauscht, um einen Spaziergang am See zu unternehmen. Hier hat er zwei Herren beim Beobachten beobachtet:

zwei Radler beim Verschnaufpausen

Bis zum Todesort von Ludwig II sind wir dann marschiert bzw. gelustwandelt:

Gedenkkreuz im Starnberger See bei Berg

Von Berg aus ging es dann per Schiff zurück nach Starnberg und schwupps rein in die S-Bahn in Richtung München Hbf zur Weiterfahrt gen Heimat. Ein prallvoller Tag!

Freitag, 3. Mai 2013

Plumpsklo

Die Raumfee (übrigens auch eine Fürtherin) führt ein ganz wunderbar anzu­schau­en­des Blog. Der Beitrag »Silikonschmerz« fällt aus dem gewohnt appetitlichen Rahmen, ist aber gleichwohl für einen Lacher und/oder ein fassungsloses Kopfschütteln gut…

Sonntag, 2. Dezember 2012

Rollentausch

Der Nürnberger Blogger-Kollege Michael Fohrn ermöglichte mir unlängst eine ebenso unverhoffte wie vollständig non-virtuelle Erfahrung: Nachdem ich bei ihm von seinem generösen Angebot gelesen und daraufhin sofort »hier! hier! HIER!« geschriehen dezent Interesse daran signalisiert hatte, saß ich tatsächlich kurze Zeit später bei der GRUNDIG AKADEMIE als geladener Gast in einem Seminar zum Thema Prozeß-Optimierung.

Mir war vorher gar nicht so recht bewußt gewesen, daß Michael und ich nicht nur als passionierte Internet-Vollschreiber, sondern auch im Zivilberuf quasi Kollegen sind: Auch meiner einer ist ja seit längerem in der Erwachsenenbildung tätig, wenngleich in einer ungleich größeren Firma. Von daher war der Deal ein beidseitig befruch­tender solcher: Ich konnte was dazulernen (und das angesichts des für mich auch pro­fessionell relevanten Themas sogar mit wohlwollender Dienstbefreiung durch meinen Chef), die GRUNDIG AKADEMIE durfte wiederum mit der profunden »Manöverkritik« durch einen Mann vom Fach rechnen!

Vorangeschickt sei die Bemerkung, daß es ja für jeden Dienstleister mit Qualitäts­anspruch nicht ganz einfach ist, das erklärtermaßen angestrebte Top-Niveau dauer­haft zu halten: Erstens wird jeder im eigenen »Laden« zwangsläufig irgendwann betriebs­blind und verliert den Blick für die scheinbaren Kleinigkeiten, zweitens kann man Qualität im Service-Sektor nicht auf Halde produzieren, Exzellenz will und muß vielmehr tagtäglich aufs Neue erstellt werden, und das nach Möglichkeit unabhängig von der Tagesform der an der Leistungserbringung Beteiligten…

Mich in der ungewohnten Rolle des ehrenamtlichen Seminar-Inspektors durchaus wohl fühlend, war ich schon vom Drumherum der in der ehemaligen »Resi« am Nürnberger Nordostbahnhof residierenden Lehranstalt durchaus beeindruckt: Schon die Be­grüßung und die Betreuung der KursteilnehmerInnen fiel sehr warmherzig und stim­mungs­hebend aus. Derlei Rundum-Bemutterung gibt es bei uns nur in den Premium-Gästehäusern mit überwiegend beschlipster Kundschaft und extern eingekauften TrainerInnen, in den Niederungen des Massengeschäftes mit konzerninterner Teil­nehmerschaft und eigenen Kompetenzvermittlern ist der Alltag natürlich weniger glamourös.

Bleiben wir noch etwas bei dem Drumherum, das jede(r) kennt, der/die schon einmal eine Fortbildungsveranstaltung besucht hat: Der Dienst am Kunden geht mit der Ein­ladung los und setzt sich fort über bedruckte Namensschilder, Blöcke, Stifte, Kekse und Getränke sowie allerlei sonstige Kleinigkeiten zur Förderung des körperlichen wie seelischen Wohlbefindens. Auch hier gilt die Regel, daß bei höherwertigen (mithin kostspieligeren) Management-Seminaren andere Standards gelten als für eintägige Auffrischer-Kurse für operatives Personal. Alles ist relativ. Das alles im Hinterkopf habend und berücksichtigend, kann ich der GRUNDIG AKADEMIE nur beste Noten aus­stellen! Kleine Unzulänglichkeiten und vorhandene Optimierungs-Potentiale, die ich natürlich gleich­wohl gesehen und registriert habe, habe ich hinterher meinem Gast­geber von Angesicht zu Angesicht geschildert, diese Winzigkeiten hier öffentlich aus­zu­breiten erschiene mir als unangemessene Nörgelei.

Übrigens vermochte auch die Verköstigung durch einen hauseigenen Caterer durch­wegs zu gefallen und zu munden, wobei ich hinzufügen muß, daß die einfache und ehrliche Art der Speisen und ihrer Präsentation im hauseigenen Casino meinem boden­ständigen Naturell entsprach. Höherrangige Alpha-Tiere mit Hang zur snobis­tisch angehauchten Hofhaltung mögen sich da mitunter vielleicht pikiert zeigen, aber es allen in jeder Hinsicht recht zu machen ist ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit!

Das zeigte sich auch im Seminar selbst, in welchem das weitgefaßte Thema »Prozeß-Optimierung« im Wesentlichen mit den beiden Werkzeugkoffern von »LEAN« und »Six Sigma« angegangen wurde. In der relativ kleinen Teilnehmergruppe (außer mir war noch eine Führungskraft aus einem Baukonzerns mit von der Partie sowie vier junge Damen aus den Branchen Verlagswesen, Druckerei und Maschinenbau) ließ es sich gut und konzentriert arbeiten. Eine qualitative Bewertung der in nur zwei Tagen vermittelten Inhalte will ich mir nicht anmaßen, ich möchte mich ausschließlich zur Methodik und zur Systematik äußern: Als (Ex-)Trainer mit langjähriger Erfahrung in der Rolle des Wissensvermittlers hat mir die Aufteilung in einen Tag Theorie-Input und einen Tag Praxis anhand einer Fallstudie doch etwas Unbehagen bereitet. Die Aufnahmefähigkeit für neuen Stoff ist auch beim motiviertesten Zuhörer begrenzt, und spätestens nach dem Mittagessen droht das »Suppenkoma« die Aufmerksamkeit zu erodieren. Ein gut choreographierter Methodenmix aus sogenannten »teilnehmer­aktivierenden Lehrformen« wie Gruppenarbeit, Partnergespräch, Einzelaufgabe beugt dem vor, erfordert freilich einen höheren Entwicklungsaufwand und droht natürlich den ohnehin schon knappen Zeitrahmen zu sprengen. Inwieweit man das konkrete Thema also hätte adäquat aufsplitten können, vermag ich aus dem Stegreif nicht zu sagen, eine gewisse Würzung des streckenweise trockenen Stoffes mit Tricks aus dem Methodenkoffer hätte mir jedenfalls gut gefallen…

Zweitens hatte ich den Eindruck, daß sich bei diesem Bildungsangebot eine ziel­gruppen­spezifische Diversifizierung lohnen könnte: Zahlen, Daten, Fakten sind das A und O jedes seriös angegangenen Optimierungs-Projektes, und da zeigt sich ziemlich schnell, daß das produzierende Gewerbe einerseits und die Dienstleistungs-Branche andererseits trotz mancher Gemeinsamkeiten letztlich doch zwei unterschiedliche Welten sind. Auch wenn hier wie da mitunter die gleichen Methoden angewendet werden können, mir scheint das mit der Meßbarkeit von Soll-Abweichungen bei Schrau­ben und Schaltkreisen einfacher, zumindest aber etwas anders geartet zu sein als die Erfassung von sytemimmanenten Störfaktoren beim Herstellen von gänzlich immateriellen Gütern und Diensten.

Interessanterweise scheinen meine beiden Anregungen aber wunderbar zusammen­zupassen: Eine seminarspezifisch verstärkte Fokussierung des Blickwinkels auf Pro­duk­tions- wie Dienstleistungsbetriebe würde das jeweilige Curriculum möglicherweise etwas entschlacken können und so zeitliche Spielräume schaffen für den Einsatz aktivierender Lehrformen, die dem nachhaltigen Wissenstransfer dienlich sind.

Was dem zonebattler selbst knapp zwei Wochen nach seinem »Rollentausch« am intensivsten in Erinnerung geblieben ist? Erstens die konkrete Empfehlung, ja gera­de­zu kategorische Vorgabe, sich auch bei der Optimierung mulitpel malader Prozesse immer auf eine erkannte Ursache einzuschießen und weder Aufmerksamkeit noch Ressourcen auf mögliche andere Sekundäraspekte zu ver(sch)wenden, zweitens, äh, das leckere Lebkuchen-Tiramsu zur Halbzeit des zweiten Trainingstages. Das war ein Gedicht, das mußte ich gleich zweimal genauestens inspizieren, analysieren und in­korporieren. In diesem Sinne: Ein herzliches Dankeschön an die GRUNDIG AKA­DEMIE für eine in jeder Hinsicht gut bekömmliche Erweiterung meines Erfahrungs­schatzes!

Freitag, 23. November 2012

Filigrane Fantasien

Über den neuesten Blog-Eintrag von Freund Lexikaliker bin ich auf der Website der Künstlerin Jessica Drenk gelandet und bin nachgerade hingerissen von deren wunder­baren Skulpturen und Installationen aus Bleistiften, porzellanisierten Klopapier-Rollen, Q-Tips und anderen ungewöhnlichen Ausgangsmaterialien. Anschauen lohnt (un­geduldige Naturen verschaffen sich über die Google-Bildersuche einen schnellen Über­blick über das eindrucksvolle Œuvre der amerikanischen Meisterin)!

Samstag, 10. November 2012

Musikantenadel

Als Vorstand von Medien PRAXIS e.V. erlaube ich mir hier und heute einen freudig erregten Hinweis auf unsere neueste DVD-Produktion: Die anläßlich des inter­natio­nalen Klezmer-Festivals entstandene Reportage »Faszination Klezmer – zwischen Tradition und Weltmusik« vermag sogar den klassik-verliebten zonebattler vom Hocker zu reißen, zumal berühmte und bekannte Namen des Genres die ganze Vielfalt dieser Musik mit jüdischen Wurzeln auf Fürther Bühnen höchst engagiert zum Klingen gebracht haben. Wer für sich selbst oder seine Lieben noch ein ungewöhnliches und individuelles Weihnachtsgeschenk sucht, liegt hiermit goldrichtig: Meine geschätzten LeserInnen beliefere ich freudetrunken portofrei, Anfrage per Mail genügt!

Ach ja: Es gibt einen Trailer auf YouTube zu sehen (und zu hören)…

Freitag, 26. Oktober 2012

Damenbeine (8)

Blau, blau, blau sind alle meine Kleider...
 
vorheriger Beitrag    Übersicht    nächster Beitrag
Donnerstag, 18. Oktober 2012

Denkmalschutz nach Investorenart?

Ich befürchte Schlimmes für Fürth. Nachzulesen in der »Fürther Freiheit«.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Blaue Enttäuschung (1)

Manche Erinnerungen verblassen kaum, halten sich vielmehr über Jahrzehnte frisch, wenngleich mitunter in leicht bis kräftig verklärter Form. Die fünfteilige Fernsehserie »Das blaue Palais« von Rainer Erler beispielsweise hat mich bei ihrer Erstausstrah­lung anno 1974/1976 dermaßen multipel beeindruckt, daß ich später jahrelang (ver­geblich) nach Wiederholungen oder Aufzeichnungen Ausschau gehalten habe. Vor wenigen Tagen nun ist die komplette Serie endlich auf DVD herausgekommen, und nachdem ich sie schon Wochen vor dem Veröffentlichungstermin bei amazon.de bestellt hatte, kriegte ich sie jetzt als einer der ersten zu fassen. Die Freude darüber wich indes recht bald einer gewissen Ernüchterung…

Die ungewöhnliche Mini-Serie aus heimischer Produktion – man mag sie mit einiger Berechtigung dem Genre der Science Fiction zurechnen – verhandelte schon vor knapp 40 Jahren (!) im Wortsinne weltbewegende Themen, die auch heute noch brand­aktu­ell erscheinen: Genmanipulation, Organtransplantation, wissenschaftliche Skrupel­losigkeit hier, ethische Verantwortung für das eigene Tun da. Weißbekittelte For­scher eilten durch das marode Gemäuer eben des »blauen Palais’«, lieferten sich Wortgefechte in zungenbrecherischem Fachchinesisch und gelegentlich auch die eine oder andere Handgreiflichkeit. Der Kontrast zwischen der Abgeschiedenheit und dem heruntergekommen Zustand der Forschungsstätte einerseits und der Erkenntnissuche an vorderster Front der Wissenschaft andererseits hat mich weiland ungemein fasziniert und tut das im Grunde bis heute, woran übrigens der herausragende Peter Fricke in seiner Rolle als bis zur Besessenheit engagierter Biochemiker Jeroen de Groot großen Anteil hatte und hat.

DVD-Box »Das blaue Palais«

Wie so oft sind es aber die über die Zeit hinweg sich verändert habenden Erzähl­gewohnheiten und Rezeptionsweisen, die den Versuch einer Wiederbelebung des einst erlebten Nervenkitzels schon im Ansatz zum Scheitern verurteilen: Was man als junger Mensch im Zeitalter der solide bis bieder inszenierten Fernsehspiele noch als ungemein spannend empfand, erscheint einem als abgeklärtem alten Sack im rasanten Multimedia-Zeitalter als streckenweise flau und spannungsarm. Was im vor­liegenden Fall nicht an einer etwaigen Überholtheit der Thematik liegt, sondern an der zeitbedingt dialoglastigen Inszenierung, die auch gerne mal den moralisierend erhobenen Zeigefinger vorzeigt. Die (wenigen) Spezialeffekte entsprechen natürlich auch nicht heutigen Standards, wobei das jedoch der (durchaus vorhandenen) Rest­spannung keinen Abbruch tut.

Ärgerlicher sind da schon die mangelnde editorische Sorgfalt des Publishers und die schlechte technische Qualität der DVD-Umsetzung. Die überwiegend negativen Kunden-Rezensionen sprechen für sich: EuroVideo hat sich in der Tat wenig Mühe mit dieser Edition gemacht! Die Bildqualität kommt über grieseliges VHS-Niveau nicht hinaus, was zwar unter Nostalgie-Gesichtspunkten notgedrungen hinnehmbar ist, aber unzweifelhaft weit unter den heutigen technischen Restaurierungs-Möglich­keiten rangiert. Auch ansonsten bietet die Box mit drei DVDs nichts, was lobend hervorzuheben wäre: Keinerlei Extras auf den Discs selbst, und auf ein Booklet hofft der Fan natürlich auch vergeblich…

Mit den Extras ist das indes so eine Sache: Während heutzutage im Film-Geschäft das »Making of« schon bei Produktionsbeginn mit auf der Agenda steht, hat man vor Jahrzehnten an die Möglichkeiten der heutigen Datenträger und deren Abspielgeräten nicht denken können. Mir persönlich fehlen auch nicht so sehr irgendwelche später verworfenen Szenen oder witzige Versprecher und Mißgeschicke am Set, filmogra­phische oder biographische Daten erst recht nicht, derlei kann man sich ja bei Interesse schnell ergoogeln. Aber ein paar kurze Interviews mit noch lebenden Schau­spielern, dem Autor und Regisseur Rainer Erler oder anderen Beteiligten von damals hätten doch einigen Mehrwert geboten und den auf der dritten DVD noch reichlich vorhandenen Platz gut gefüllt. Leider wird man jedoch bei solchen »Minderheiten-Programmen« nicht auf eine besser ausgestattete und bearbeitete Sammler-Edition hoffen können, das schnelle Geldverdienen mit alter Archivware ist ja eher die Regel als die Ausnahme. Das zeitgenössische Jung-Publikum sieht man ohnehin nicht als Zielgruppe, die in die Jahre gekommenen Fans greifen auch bei minderer Qualität zu, wozu also sich große Mühe machen? Tja. So geht das wohl.

Der zonebattler würdigt derlei schnöden Marketing-Zynismus mit einem Stern Abzug in der Gesamtwertung:

  Film / Inhalt 4 Sterne  
  Bild & Ton 2 Sterne  
  Extras 0 Sterne  
  Aufmachung 1 Stern  
  Gesamturteil 4 Sterne  

Trotz aller Alters-Patina und der berechtigten Kritik am unrestaurierten Filmmaterial und der spartanischen Ausstattung, mit heruntergebrochen knapp vier Euro pro 90-minütiger Folge ist der finanzielle Einsatz gering für eine Kollektion von fünf visio­nären Wissenschaftskrimis, die einen heute noch mit ihren angedeuteten globalen Folgen für die Menschheit bewegen und umtreiben. Wem gut konstruierte Zukunfts­visionen im Kammerspiel-Format mehr liegen als letztlich inhaltsleere Stunts und Action, findet hier gediegene Fernsehkost, wie es sie in vergleichbarer Form heute längst nicht mehr gibt.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Schöne Bescherung

Gestern ereilte mich ein Überraschungspäckchen mit einem unverhofftem Buch­geschenk von meiner akribisch aktuell gehaltenen Wunschliste: Dem Leser Markus E. aus F. (Name der Redaktion bekannt, im Gegensatz zur realen Person dahinter) gefällt mein Gschmarri literarisches Wirken offenbar dermaßen gut, daß er mir mit dieser Geste seinerseits eine Freude machen wollte. Was ihm souverän gelungen ist: Den Essay-Sammelband »QQ« von Max Goldt wollte ich vor allem deshalb haben, weil ich dessen ironisch lästernde Anmerkungen über einen Kurzurlaub auf Malta mit meinen eigenen Insel-Erfahrungen abgleichen wollte. Außerdem verehre ich den Autor ob seiner aus­gefeilten Sprachdrechseleien und seinen mitunter arg abseitigen Assoziationen: Beides trifft meinen schrägen Geschmack und liegt voll auf meiner Wellenlänge!

Ich danke für das feine Präsent und drehe mich huldvoll winkend auf meinem Schreib-Schemel um volle 360 Grad, damit mein Gruß in Gegenrichtung den edlen Spender auch treffsicher erreichen möge. Merci!

Montag, 8. Oktober 2012

Zeichensetzung (3)

Heck einer Besucherin im Neuen Museum Nürnberg mit Eintrittskarten backbords und steuerbords
Mittwoch, 26. September 2012

Hirnheiner

Ich wandelte weiland durch den wattig-wabernden Hochnebel von La Palma, als mein Handy schellte (schull? scholl?) und ein wildfremder Anrufer ausgerechnet Maulbeer­bäume von mir kaufen wollte. Der Depp Gentleman hatte mit der Google-Bildersuche nach derlei Gewächsen gefahndet, mein Maulbeerbaumbild aus diesem Artikel in der Trefferliste ganz vorne gefunden und ohne weitere inhaltliche Lektüre meines Bei­trages sofort geschlußfolgert, daß ich wohl Maulbeerbaumschulbetreiber wäre. Den Weg ins Impressum und damit zu meiner Telefonnummer hat er auch noch gefunden, und sogar zum Wählen derselben war er offenkundig in der Lage. Über seine sonsti­gen geistigen Fähigkeiten konnte und kann ich indes nur Mutmaßungen anstellen.

Fast hätte ich den Vorfall schon vergessen, aber heute erfuhr die Erinnerung daran plötzliche und unverhoffte Auffrischung: Wieder klingelte mein Mobilfernsprecher, wieder zeigte das Display eine mir gänzlich unbekannte Rufnummer, und wieder woll­te ein Fremder etwas von mir haben, wenn auch diesmal nur zur Miete. Baugerüste wollte der Kollege aufstellen, ich wäre »im Internet« eindeutig als Lieferant genannt. Aha. Den genauen Such- und Findeweg wollte oder konnte mir der Begehrenträger nicht nennen, aber ich habe empirisch verifiziert, daß die google’sche Bildersuche unter dem Stichwort »Baugerüst« einmal mehr eines meiner Fotos an erster Stelle anlistet, und zwar das von jenem Beitrag hier. Auch aus dem geht freilich ebenfalls nicht wirklich hervor, daß ich Anbieter, Vertreiber oder auch nur Besitzer des gezeig­ten Objektes wäre.

Bin mal gespannt, ob und wie die kuriose Serie weitergeht. Vielleicht will ja jemand irgendwann mal meinen Dienstwagen mit 11.000 PS erwerben? Dann sollte ich ihm einen guten Preis nennen und mit dem Geld auf eine der von mir favorisierten Inseln abhauen, vielleicht auf die, auf der es keine Eisenbahn mehr gibt

Nächste Seite »