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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 24. Juli 2017

Bonjour tristesse (59)

Imbißbude in Fürth-Atzenhof
 
Imbißbude in Fürth-Atzenhof
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Sonntag, 23. Juli 2017

Aufgepeppt

Neulich aus dem diesjährigen Venedig-Kunsturlaub mitgebracht: Kartoffelchips mit Ingwer-Geschmack! Laut Tüten-Aufdruck ideal zum Genuß mit Spritz:

weitgehend leergefutterte Chipstüte

Soviele Spritze kann sich der zonebattler indes gar nicht ohne Vergiftungsfolge in den Schlund kippen, wie er diese Sorte Chips knabbern möchte! Aber auch mit einer Fruchtsaftschorle läßt sich das knusprige Salzgebäck gut hinunterspülen. Ich ärgere mich nur, nicht noch mehr davon aus Italien mit heimgeschleppt zu haben…

Freitag, 2. Juni 2017

Katzenjammer

Heute aufgrund außergewöhnlichen Kellerganges, mechanischer Armbanduhr mit leichtem Nachgang und genereller Dusseligkeit den Morgenzug knappstmöglich um 1,5 Sekunden verpaßt. Zwecks Stimmungsaufhellung und Wartezeitversüßung versucht, aus dem Automaten auf dem Bahnsteig ein Leckerli zu ziehen. Freilich stoppten die Haltespiralen einen Tick zu früh:

hängengebliebener Schokoriegel

Was tut man in solchen Fällen? Genau, man wirft unverdrossen nochmals 70 Cent ein und futtert den zweiten Schokoriegel anderntags. Aber Pustekuchen, im zweiten An­lauf plumpste das erste Kitkat zwar sofort in das Ausgabefach, das zweite aber blieb auch wieder wieder gerade so eben oben auf der Kante stehen bzw. hängen.

Das Ende vom Lied? Insgesamt EUR 2,80 ausgegeben und dafür vier ungesunde Kitkats erhalten! Zum Glück für des zonebattler’s Seelenfrieden führte bei Versuch Nr. 4 ein beherzt ausgeführter Tritt gegen den hämischen Automaten endlich zum Sieg der Schwerkraft über das mechanische Raubrittertum. Weiteres Kleingeld hätte ich oh­ne­hin keines mehr einstecken gehabt, die rohe Gewalt war daher der alternativlose Schritt in der abgestuften Es­ka­la­tion der Mittel…

Dienstag, 28. Februar 2017

Mitgesessen, mitgegessen

Der zonebattler war selbdritt verreist: Neben seiner besseren Hälfte hatte er noch eine befreundete Gesellschafterin mit nach Barcelona entführt, woselbst das Fürther Trio dann eine wunderbare Woche bei frühlingshaften Temperaturen verlebte. Dazu wird es demnächst hier noch allerlei bunte Bilder zu sehen geben. Hier und heute sei aber schon vorab von jenem spektakulären Abendessen geschwärmt, welches wir im Voraus über die Internet-Plattform eatwith.com gebucht hatten.

Von dieser virtuellen »Mitesser-Vermittlung« hatten wir in einer TV-Reportage über die katalanische Metropole erfahren. Das Prinzip: Profi-Köche ohne eigenes Re­stau­rant bekochen ihre Gäste im eigenen Heim. Sie präsentieren Ihr Angebot auf der Plattform, die das ganze logistische Drumherum erledigt (Buchung, Abrechnung, Kun­den­feed­back) und durch Testesser einen gewissen Qualitätstandard garantiert.

Soweit die Theorie. Die Praxis indes übertraf alle unsere Erwartungen!

Wir waren zu Gast bei Rudi aus der Steiermark. Der geborene Österreicher und ge­lern­te Koch war in Barcelona sozusagen »hängen geblieben« und hat sich dort eine Existenz aufgebaut. Seit vier Jahren lebt er von seinen »Privat-Gästen«, und sein »incredible winter menu – all organic and local« war ein Gedicht in sieben Stro­phen (resp. Gängen). Ich zeige hier absichtlich keine verwackelten Handy-Fotos (und wollte auch die Stimmung nicht durch hemmungslose Blitzerei stören). Ich zähle auch nicht die kreativen Ideen des Meisters auf, die müssen selbst goutiert werden, um sie angemessen würdigen zu können. Nur soviel: Wer in Barcelona weilt und ein eatwith-Dinner ausprobieren will, liegt (bzw. sitzt) in Rudis guter Stube goldrichtig!

Neben dem Essen (und den passenden Weinen) gilt es noch hervorzuheben, daß so ein »Privat-Dinner« durchaus etwas von einem »Feier-Abend« mit alten Freunden hat. Natürlich hatten wir drei Fürther die anderen Gäste vorher noch nie gesehen: ein älteres Paar exilierter Hongkong-Chinesen, welches seit Jahrzehnten in Australien ansässig ist, zwei weitere ältere Herrschaften aus Hongkong, ein junges Pärchen aus Kanada. Dazu – sozusagen als special guest – die Mama des Meisters, die zum jähr­li­chen Besuch beim Sohnemann weilte. Der private Rahmen sorgte sofort für lebhafte Gespräche, wie sie in einem öffentlichen Speiselokal über die Tischgrenzen hinweg selten bis nie zustande kom­men! A bisserl Englisch muß man freilich können, um in internationaler Runde mit­hal­ten zu können und seinen Spaß am angeregten Austausch zu haben…

Natürlich war es letztlich ein klar definiertes Geschäft: Geld gegen Gaumenfreunden. Dennoch kriegten wir für den monetären Einsatz weit mehr als üblich: Fulminante Leckerbissen, lebhafte und niveauvolle Konversation und schlußendlich das Gefühl, sich »fremden Freunden« für die Dauer eines Abends sehr nah und verbunden zu fühlen. Ob Zufall, Glück oder System, für uns ist es keine Frage: Die nächsten Städte-Reisen werden nach Mög­lich­keit wieder von und mit einem »eatwith-Event« gekrönt!

Dienstag, 6. September 2016

Fröhliche Kaffeepause (2)

Sicherheitshinweis am Catering-Tisch
Sonntag, 14. August 2016

Land der Lupinen und Lakritzen (4)

Zu ihrer Geschichte und dem Bewahren historischer Zeugnisse haben die Schweden ein unverkrampftes Verhältnis. Da sie schon seit längerem keine kriegsbedingten Ver­hee­run­gen im eigenen Land zu beklagen haben und infolgedessen keine zerbombten Städte wiederaufzubauen waren, mußten sie in den 1960er Jahren und später schon die sprichwörtliche Abrißbirne schwingen, um in ihren alten Stadtkernen großflächig Platz für Neues zu schaffen. Im Rückblick mögen viele das bedauern, denn was dann an Beton-Brutalo-Architektur nachfolgte, erscheint sensibleren Gemütern oft als böse Bausünde, das ist in Schweden nicht anders als in Deutschland.

Immerhin haben die Schweden vieles durch Translozierung gerettet, beispielhafte Alt­bau­ten also zu Museumsdörfern zusammengefaßt. Auch sowas kennt man aus hiesigen Landen, aber in Schweden gibt’s das deutlich öfters. Zum Beispiel in Gamla Linköping, wo man die Essenz des alten Ortskernes von Linköping in einer Zeitblase bewahrt hat:

Szenerie in Gamla Linköping

Die in alten Läden und Kontoren untergebrachten Geschäfte, Werkstätten und Be­trie­be sind natürlich schon auf Touristen und Feriengäste abgestimmt und aus­ge­rich­tet, dennoch hat man nie den Eindruck, in einer künstlichen Disney-Land-Kulisse herum­zu­lau­fen: Das Gebotene hat Bezug zur Region, die Anlage ist gut geplant und die meisten Häuser sind von »richtigen« Einwohnern dauerhaft bewohnt. Zudem liegen Museumsdörfer wie Gamla Linköping nicht irgendwo ganz weit draußen, sondern an der Peripherie der Innenstadt, uneingezäunt und mit mehreren offenen Zugängen.

Wagen wir mal einen größeren Sprung (in der virtuellen Retrospektive kann man ja umstandlos machen, was in realiter eine Tagesreise bedeutet) nach Eskilstuna, der Partnerstadt Erlangens. Von der jahrhundertealten Tradition der Metall­ver­ar­bei­tung und Kanonenherstellung sieht und hört man dort heutzutage nicht mehr viel:

Blumenmeer in Eskilstuna

Einmal mehr begeisterte uns in diesem schmucken Städtchen (wie schon Tage zuvor in Norrköping) das Flanieren am Fluß entlang (hier Eskilstunaån geheißen). Wenig Autos, viel Grün, reichlich Kultur und Kreativwirtschaft in alten Backsteinfabriken, da ist ein halber Tag rum wie nix und man hat noch immer längst nicht alles gesehen, was einen interessieren könnte: Hier eine Kirche, da eine Promenade, dort ein Kunst­museum…

Apropos Museum: in meinem Stockholmer Bilderbogen habe ich ja schon vor einiger Zeit die konservierte Vasa gezeigt, jene berühmte königliche Galeone, die auf ihrer Jungfernfahrt im Jahre 1628 schon nach etwa 1300 Metern Fahrstrecke kenterte und absoff. Nach mehr als 330 Jahren unter Wasser hat man das bestens erhaltene Schiff 1961 gehoben und geborgen und in ein nahes Trockendock geschleppt. An Ort und Stel­le hat man dem wunderbaren Wrack später sozusagen das Vasa-Museum über­ge­stülpt und zeigt dort heute anhand von vielfältigen Exponaten rund um das originale Schiff dessen ebenso tragische wie faszinierende Geschichte:

Querschnitt durch die »Vasa« (Modell)

Der Besuch im Vasa-Museum ist fraglos ein »Muß« für jeden Stockholm-Besucher: Die Aura des echten Schiffes ist beeindruckend, die didaktische Konzeption der um das gigantische Gefährt herum errichteten Ausstellung beispielhaft. Ein Glücksfall, daß der Schiffsbohrwurm in dem landnahen Brackwasser keine Über­le­bens­chance hatte: Der lokalen Abwesenheit dieses ansonsten weitverbreiteten Holzfressers verdankt die Menschheit die Überlieferung des weitgehend kompletten Schiffes als aussagestarke »Zeitkapsel«!

Nicht ganz so alt, aber gleichwohl nett anzuschauen sind andere historische Fahr­zeu­ge, die man auf Stockholms Straßen im Einsatz sieht. Neben automobilen Oldtimern sind das zum Beispiel historische Straßenbahnen wie dieses fast fabrikfrisch wirkende Exemplar:

Straßenbahn in Stockholm

Ich hatte ja schon in der ersten Folge meines Reise-Rapports erwähnt, daß in Schwe­den vergleichsweise wenig Menschen auf vergleichsweise viel Fläche leben. Ent­spre­chend leer sind die Straßen, entsprechend groß sind die Autos. Logisch, daß einem ausgewiesene Kleinwagen eher selten begegnen. Sogar in der Metropole Stockholm habe ich nur einen einzigen Smart gesehen, und der kam ausweislich seines Kenn­zei­chens aus … Coburg!

An dieser Stelle meiner Remineszenzen tropft mir nun unversehens der Sabber von der Unterlippe auf die Tastatur, hervorgerufen durch alliterationsinduzierte (Coburg -> Cor­net­to) Triggerung multisensorischer Erinnerungen an das ach so göttliche Lakritz-Eis:

Lakritz-Cornetto

Neben dieser in deutschen Landen unbekannten Eishörnchen-Variante gab es natürlich im Supermarkt auch ordentliche »Anstaltspackungen« zu kaufen, mit denen wir den Gefrierschrank unseres gastgebenden Freundes vollgeschlichtet haben zwecks kuli­na­ri­scher Abrundung der langen Abende. Je mehr fränkischen Freunden und Bekannten ich davon erzähle, desto mehr muß ich freilich einsehen, daß Lakritze ein sehr polarisierendes Genußmittel ist: Den einen läuft – gleich mir – sogleich das Wasser im Munde zusammen, die anderen schütteln sich heftig ob der bloßen Vorstellung, so­was in den Mund zu nehmen. Zwischendrin scheint’s nix zu geben…

Aber egal. Wenn wir nun schon mal in Stockholm sind, machen wir noch einen Aus­flug in die/den Skansen, ein weiteres, in diesem Fall weithin bekanntes und be­rühm­tes Museumsdorf. Das existiert schon seit 1891 und bewahrt im Wortsinn groß­flä­chig die schwedische Volkskultur:

altes Schwedenhaus im Skansen

Auch diese Attraktion ist ein für jeden Hauptstadt-Besucher obligatorischer Pro­gramm­punkt, für den man sich (mindestens) einen halben Tag Zeit nehmen sollte. Wir waren übrigens sehr positiv überrascht von der fachlichen Qualifikation der in historische Kostüme gekleideten »Bewohnerschaft« des Museumsdorfes. Das profunde Wissen der Handwerker, Bäuerinnen und Mägde ging weit über das hinaus, was von »typischen« Besucherfamilien gemeinhin nachgefragt wird. Auch in komplexen hi­sto­ri­schen und wirtschaftlichen Zusammenhängen erwiesen sich die Damen und Herren als überaus beschlagen und sattelfest, wir gingen letztlich erheblich klüger wieder heraus, als wir hineingegangen waren. So soll es sein!

Den bis hierher gefolgten Leserinnen und Lesern gegenüber sei nunmehr ein­ge­stan­den, daß des zonebattler’s höchst sprunghafte Erzähldramaturgie kein bewußt gewähltes Stilmittel ist, sondern doch nur Ausdruck von Planlosigkeit und Faulheit: Tatsächlich hat sich der Blubber-Blogger im Voraus 5 x 8 seiner schönsten Urlaubs-Fotos nach rein ästhetischen Kriterien herausgesucht und versucht diese im Nachgang einigermaßen stimmig verbal zu verbinden. Dank dieses entwaffnenden Bekenntnisses braucht es jetzt für ein weiteres »See-Stück« wohl keine weiteren Verrenkungen:

Rettung ist nahe!

»Sweden in a nutshell« würde ich dieses prototypische Motiv wohl benennen, wenn ich denn für ein englischsprachiges Publikum schrübe: Wasser, Wald, Wolken, Ro­man­tik sowie allgegenwärtige Umsicht, Vorkehr und Sicherheit, all das und mehr findet sich hier in einem einzigen Ausschnitt kompakt zusammengefaßt wieder.

Wasser und Sicherheit sind auch die idealen Stichworte für etwas, was ich bislang weder erwähnt noch gezeigt hatte: Burgen und Schlösser nämlich, die landestypisch gern etwas gedrungener gebaut werden resp. wurden als wir relativen Südländer das so gewohnt sind. Das hier ist Örebro slott in Örebro, man beachte den eigens ins­ze­nier­ten Kontrast zu den neuzeitlichen Sitzgelegenheiten im Vordergrund:

Örebro slott

Auch diese sehenswerte Stadt »eroberten« wir uns übrigens im Rahmen eines Ta­ges­aus­flu­ges. Im Vergleich zu unseren herkömmlichen Rundreisen erwies sich der sta­tio­nä­re Aufenthalt an einem Ort – eben Grytgöl – als planerische Herausforderung: Ei­ner­seits wollten wir natürlich möglichst viele Facetten des uns bislang unbekannten Landes kennenlernen, andererseits mochten wir nicht einen Gutteil des Tages im Auto verbringen, nur um stundenlang streng tempolimitiert durch immerwährende Wald­schnei­sen zu gleiten…

Na ja, es fanden sich in den knapp drei Wochen unseres Urlaubes genügend Ziele im 100-Kilometer-Radius, die des Ausrückens wert waren. Manches ließ sich auch ganz gut miteinander verbinden. Den einen oder anderen Tag blieben die Räder unseres weißen Volvos sogar gänzlich unbewegt und wir daheim bzw. in fußläufiger Nähe, was durchaus zur gründlichen Erholung und Entschleunigung beitrug. Der Effekt ist erfreulicherweise dermaßen nachhaltig, daß mit der fünften und letzten Folge dieser Reise-Reprise auch erst wieder in einer Woche zu rechnen ist!

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Dienstag, 28. Juni 2016

Sommerliches Stockholm

Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Impressionen aus Stockholm
 
Mittwoch, 15. Juni 2016

Geschmackssache (3)

Tigerkaka
Dienstag, 5. Mai 2015

Fröhliches Frühstück

Des zonebattler's besserer Hälfte Frühstücksteller im Urlaubs-Hotel
Montag, 4. Mai 2015

Geschmacksverirrung

Aus dem demnächst noch angemessen zu bebildernden und zu betextenden Jahres­urlaub auf einem weit entfernten Eiland haben sich der zonebattler und seine bes­sere Hälfte einen Sack mit Gofio-Mehl mitgebracht. Ein daraus gebackenes Brot geriet recht dunkel und kompakt, erwies sich aber als sehr wohlschmeckend.

Als der Autor dieser Zeilen nun am Samstag den Frühstückstisch abräumte, sah er neben dem Stuhl seiner Holden ein mutmaßlich heruntergefallenes Stück Brotrinde lie­gen. Er hob es auf und schob es sich zwecks bestimmungsgemäßer Entsorgung in den Mund….

Nach einigen Kaubewegungen beider Kiefer erwies sich der Bissen indes als un­ver­hofft zäh. Die daraufhin vorgenommene Sichtprüfung brachte eine ebenso über­rasch­en­de wie belustigende Erkenntnis: Was täuschend echt nach Brotrinde ausgesehen hat­te, war in Wirklichkeit ein von des Berichterstatters Birkenstock-Attrappen-Schlap­pen abgefallenes Stück Korksohle!

Merke: Was gleich aussieht, muß noch lange nicht gleich schmecken…

Dienstag, 16. Dezember 2014

Kippen-Kübel

Pfui Deibel: doppelte Mülltonne »Auf AEG« in Nürnberg
Donnerstag, 13. November 2014

Fröhliche Kaffeepause (1)

Schaumgesicht macht Laune

zonebattler’s bahnamtliche Dienstheißgetränkezubereitungsanlage bei der vorhin­ni­gen Durch­führung des turnusmäßig angezeigten Schaumreinigungsvorgangs.

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