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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 17. Februar 2013

Verlautbarung

Damit hier überhaupt mal wieder was veröffentlicht wird, gibt der zonebattler heute kund und zu wissen, daß er ab sofort bis zum Ostersonntag fasten wird, indem er eben­so tollkühn wie temporär auf sein tägliches Doppel-Schnappsgläschen Eierliqueur (14%) mit Schoko­streuseln verzichtet. Kommt ihm hart an, aber sein Wille ist härter!

Wir bitten um Weitergabe der Sondermeldung über die eigenen Netzwerke…

Samstag, 27. Oktober 2012

Nahöstliche Genüsse

Die leckerste Zufalls-Entdeckung des Monats: Der CAN Supermarkt am östlichen Zipfel des Nürnberger Stadteils St. Leonhard! Frage mich bitte keine(r), was der zonebattler heute Mittag in dieser entlegenen Ecke der Nachbarstadt zu schaffen hatte. Jedenfalls schleppten er und seine bessere Hälfte am Ende zwei große und gut gefüllte Tüten mit türkischen Leckereien heim, obwohl sie gar nicht zum Wochenend-Einkauf ausgerückt waren. Na dann: Mahlzeit!

Mittwoch, 8. August 2012

Obstspieß

aufgespießte Bananenschale auf einen Zaun an der Karolinenstraße
Samstag, 16. Juni 2012

Eiskalt erwischt

Heute morgen bin ich mal schnell in der blechernen Weißwurst nach München runter­gerauscht, um meiner besseren Hälfte ein frisch herausgekommenes und ergo noch nicht flächendeckend verfügbares Zubehörteil aus dem dortigen Apple Store zu be­sorgen. Kann man ja mal machen, ich wollte eh an meiner aktuellen Reisebericht­erstattung weiterschreiben, und ob ich das nun am ruhenden heimischen Schreib­tisch tue oder im rasenden ICE, ist mir letztlich einerlei. Hat auch alles bestens funktioniert, leicht gestreßt war ich nur vom unverhofften Anruf der sich hinsichtlich der gewünschten Farbe umentschieden habenden besseren Hälfte, die mich just zu dem Zeitpunkt anbimmelte, als ich den Kaufakt per Geldübergabe besiegelte. Aber egal, der Umtausch gegen ein andersfarbiges Teil war keine große Sache.

Groß hingegen ist die Landeshauptstadt, und an einem Samstag mit Festmusik vor dem Rathaus ist sie zudem mit noch mehr Menschen angefüllt als ansonsten schon da sind. Der lautstarke Trubel wurde mir ollem Langeweiler schnell zu viel, darum bin ich alsbald wieder zum Hbf zurückgefahren und in den nächsten ICE in Richtung Heimat gestiegen. Ganz vorne hinter dem Lokführer Platz genommen, Netbook aufgeklappt, Textentwurf geladen, Abfahrt.

Sanft singend setzte sich der Zug in Bewegung und schlängelte sich durch das Gleis­vorfeld des Bahnhofes. Kaum hatte er die Stadt hinter sich gelassen und seine Reise­geschwindigkeit erreicht – ich grübelte über die Malteken und ihre zu beschreibenden Eigenheiten nach – kam auf einmal von hinten Kollege Schaffner dienstbeflissen her­beigesprungen und hielt mir ein Tablett mit vier Eisen am Stiel darauf unter die Nase: »Grüß Gott der Herr, darf ich Ihnen ein Magnum anbieten, es gibt ‘Mandel’ oder ‘Classic!’«

Im Grunde stand mir der Sinn gar nicht so sehr nach Eiscreme, da ich kurz vor der Abfahrt noch einen ambulant erstandenen Milchshake in mich hineingestrohhalmt hatte. Aber ausschlagen wollte ich das nette Angebot auch nicht, und so entschied ich mich kurzer­hand und lauthals bestätigend für die Variante »Classic«.

Da ließ der schlaue Schaffner die Maske fallen: »Gerne, das macht dann EUR 2,20!«, schnarrte er. Meiner einer hingegen hatte die Offerte als Geschenk (miß-)ver­standen, weil derlei in der ersten Klasse üblich ist und ich für einen Augeblick ganz vergessen hatte, heute privat und damit auf den billigeren Plätzen in der zwoten unter­wegs zu sein! Da saß ich nun in der Freundlichkeitsfalle und es half nix, ein Rück­zieher wäre kleinlich und peinlich erschienen. Also heraus mit der Börse und das Lehr­geld gezahlt!

Am meisten ärgerte ich mich darüber, daß ich solche leicht manipulativen Methoden (Päsentation einer kleinen Zahl fertig vorgegebener Alternativen statt dem Stellen einer ergebnisoffenen Frage mit folgen- und kostenlosem Hintertürchen) in früheren Zeiten persönlich geschult habe. Nun war ich selbst ein Opfer des längst durch­schauten, uralten Verkäufer-Tricks geworden. Geschieht mir recht. Aber recht lecker war das Schoko-Magnum dennoch!

Sonntag, 3. Juni 2012

Die Verkehrsinsel (4)

Gemeinhin sind wir im Urlaub weitgehend autarke Selbstversorger, die frühmorgend­liche Begegnungen mit Hase und Igel solchen mit Hinz und Kunz vorziehen. Dennoch hatten wir diesmal das gruppendynamische Experiment gewagt, einen mehrwöchigen Hotelaufenthalt mit Teilnahme am Frühstücks-Buffet im hauseigenen Restaurant zu buchen. Und interessant geriet es allemal: Das an britischen Geschmackspräferenzen orientierte Nahrungs­angebot war durchaus genießbar, wenngleich etwas arm an Ab­wechslung. Wir peppten uns den Start in den Tag gelegentlich mit selbst mitgebrach­ten Tomaten auf, denn außer ein paar gehäckselten Blättchen gab es nichts, was an Salat erinnert hätte. Aber gut, man kann sich auch von Muesli, Toastbroat mit Scheibenkäse und/oder Marmelade sowie Spiegelei (sunny side up) ernähren. Eine Zeitlang jedenfalls…

Als eine kulinarische Offenbarung ersten Ranges entpuppten sich hingegen die lo­kalen Backwaren, zum Exempel die knusprig-warmen Blätterteigtaschen mit Füllun­gen aus Schafskäse oder Erbsenpüree (letzteres gewürzt mit Kreuzkümmel). Auch die süßen Versuchungen auf Malta sind von exquisitem Geschmack und wurden vom für derlei Gaumenfreuden stets empfänglichen zonebattler gerne verstoffwechselt. Sein Favorit waren die aus dem nahen Sizilien in den maltesischen Küchen-Kanon über­nommenen Cannoli:

Auf Gozo gesehene (und anschließend vertilgte) Cannoli Siciliani

Glücklicherweise fanden das zumindest mengenmäßig üppige Frühstück und die ambu­lante Spezereien-Verkostung unterwegs ihren Ausgleich in reger körperlicher Betäti­gung, sonst wäre der Verfasser dieser Zeilen um einiges schwerer heimgekommen, als er zur Reise aufgebrochen war. Aber zu unserer Erleichterung (sic!) haben die aus­gedehnten Wanderungen die erhöhte Kalorienzufuhr ausgeglichen, und meiner einer kann jetzt bei konstant gebliebenem Dienstgewicht von vielerlei gaumenkitzlerischen Erinnerungen zehren…

Aber natürlich auch von bildlichen solchen, die sich in meine Netzhaut und wenige Au­genblicke später in den Sensor meiner Kamera eingebrannt haben! Darum klappen wir nach all dem speichelflußfördernden Gerede ums Gefuttere jetzt endlich das bunte Bilder­album auf und blättern ein wenig darin herum. Was hier hinter der frühlings­frohen Fauna hinter einem Mäuerchen hervorlugt, ist die Kuppelkirche von Mġarr:

Die Pfarrkirche Sta. Maria aus großer Entfernung

In einer beschaulichen 3000-Seelen-Gemeinde im Nordwesten Maltas steht also eine der größten Kuppelkirchen der Welt! Doch das verwundert hier niemanden, denn es gibt hier noch mehr Gotteshäuser von bombastischen Ausmaßen. Tatsächlich sind die zahlreichen Sakralbauten wichtige Landmarken, und so finden auf Malta besondere Verkehrsschilder Verwendung, die den des Weges kommenden Pilger auf die weithin sichtbaren, heiligen Hallen hinweisen:

Wir nähern uns Mġarr auf staubigen Pfaden...

Je näher wir dem Dorfe kamen, desto gigantischer erschien uns die Kirche. Alle paar Meter blieb ich stehen, um staunend auf den Auslöser zu drücken und in Bits und Bytes festzuhalten, was einem in dieser Form und Größe daheim in Deutschland nicht begegnet, selbst in den tiefkatholischsten Ecken Bayerns nicht:

Und noch einmal: die Kuppelkirche Sta. Maria in Mġarr

Übrigens ist jenes pompöse Gotteshaus nicht annähernd so alt, wie man vielleicht meinen könnte: Im Jahre des Herrn 1912 begonnen, wurde die Kirche erst nach dem 2. Weltkrieg fertiggestellt. Auch heute noch wäre die Spendierfreudigkeit der lokalen Christenheit katholischer Geschmacksrichtung womöglich zur Finanzierung vergleich­barer Projekte in der Lage, allein wozu? Es gibt ja keinen Ort und keine Siedlung auf Malta, die nicht schon über (mindestens) eine Kirche verfügten…

Im Inneren des Mġarr’schen Exemplares haben wir uns natürlich auch umgesehen, die Kamera habe ich dort indes nicht gezückt, ich weiß gar nicht mehr so recht, warum. Vermutlich weil mich die Einrichtung nicht so sehr beeindruckt hat wie jene der erheblich älteren St. Mary of Jesus Church in Rabat mit ihren intensiven Farben:

Im Inneren der St. Mary of Jesus Church in Rabat

Sogar des zonebattler’s bessere Hälfte, die auf Reisen typischerweise kaum eine Kirche ausläßt, war diesmal ob der schieren Zahl christlicher Kultstätten des Besich­tigens irgendwann überdrüssig. Aber es bot sich kulturhistorisch bedeutsamer Ersatz an in Form der megalithischen Tempel aus der späten Jungsteinzeit. In Tarxien gibt es beispielsweise eine kolossale Dame ohne Oberleib zu bewundern, die »Magna Mater«:

»Magna Mater« in der Tempelanlage von Tarxien

Der Schluß liegt nahe, daß das weibliche Idealbild von vor gut 6000 Jahren ein eher üppiges war. Schade, daß der Rest des Torsos im Laufe der Geschichte verloren ge­gangen ist!

Nur ein paar Meter von der dicken Mama entfernt steht dieser höchst bemerkens­werte Plattenbau (den auch die Rückseiten aller maltesischen Kupfer­münzen in stilisierter Form zeigen):

jungsteinzeitliche Architektur in der Tempelanlage von Tarxien

Die verwendeten Steinquader und -platten stammen (was man ja heutzutage mit wissen­schaftlichen Methoden zweifelsfrei ermitteln kann) nicht aus Steinbrüchen der näheren Umgebung, sind also anderswo (ohne Metallwerkzeuge!) behauen und dann über große Distanz zum »Bauplatz« geschafft worden. Ohne Kräne und Tieflader, versteht sich, sicher auch ohne Planfeststellungsverfahren, EU-weiter Auschreibung, Architektenwettbewerb, Unfallverhütungseinweisung und Einhaltung gesetzlich vorge­schriebener Arbeitsschutzpausen, was die Sache (und die nachgewiesene Haltbarkeit des Resultats) noch erstaun­licher macht…

Der Tag neigt sich nunmehr seinem Ende zu, dem Autor verschwimmen die vielen Bilder langsam vor Augen und sein Geist wird träge. Wir schauen daher in der rasch einsetzenden Dämmerung noch versonnen einem Segler nach, bevor wir unsererseits für heute die Segel streichen:

Segelboot vor St. Julian's im letzten Sonnenlicht

So gerne ich pittoreske Wasserfahrzeuge ablichte, ich selbst habe lieber festen Boden unter den Füßen, um bei klarem Kopfe zu bleiben und meine Kamera ruhig halten zu können. Zumindest letzteres ist mir überwiegend gelungen: In der nächsten Folge geht es in Kürze weiter mit knallbunten und knackscharfen Bildern hart an der Kitschkante entlang.

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Samstag, 10. März 2012

Kunst für alle Sinne

Die aktuelle Ausstellung »Kulturlandschaften – Architektur prägt Lebensräume« der Nürnberger Galerie Atzenhofer sei hiermit meiner interessierten LeserInnenschaft wärmstens ans Herz gelegt und empfohlen. Ein kleiner Einblick in das dort Gebotene findet sich in diesem Artikel, den vor Ort aufgetischten Kuchenspezialitäten aus dem Ofen der Hausherrin Lydia Schuster wird keine Beschreibung auch nur annähernd gerecht, die müssen selbst verkostet werden…

Montag, 29. August 2011

Na, dann Prost!

Das Biergartenwetter scheint zwar vorerst vorbei zu sein, dennoch lohnt der Blick in das neue Blog der fränkischen »Biergarten-Tester«: Die dortigen Rezensionen lesen sich erfrischend ehrlich und ungeschönt!

Mittwoch, 10. August 2011

Komplettlösung

Freund Lexikaliker hat eine denkwürdige Doppel-Anzeige erspäht. Na Mahlzeit!

Dienstag, 5. Juli 2011

Füllstandswächter

Seit ich – womöglich altersbedingterhalber – vor wenigem Wochen zum Laster des (ge­mäßigten) Kaffeetrinkens gefunden habe, finde ich große Freude daran, die hierorts schon vor Jahren gewürdigte Büro-Kaffeemaschine werktäglich (außer Sa) mit Be­triebsstoffen aufzufüllen (Wasser links, Kaffeebohnen rechts) sowie ihre Ausschei­dungen (Trester unten, Tropfwasser ganz unten) fachmännisch zu entsorgen.

Ja wenn ich es recht bedenke, so finde ich auch im heimischen Haushalt große Be­friedigung im Beschicken von Spülmaschine (Salz) und Kühlschrank (Milch) sowie im Entleeren von Staubsauger (Beutel) und Waschmaschine (Flusensieb). Was mag da wohl dahinterstecken? Eine diffuse Angst vor Kontrollverlust, das heroische (doch letztlich müßige) Auflehnen gegen die Entropie, ein rührender Versuch des Halt­findens in unsicherer Zeit?

Wie dem auch sei, ich kippe mir jetzt erstmal drei Kaffeesahne-Portionen und eben­soviele Zuckerstückchen in die bahnamtliche Diensttasse…

Samstag, 18. Juni 2011

Ausgekocht und abgebrüht…

…wie er nun mal ist, hat der zonebattler heute im Rahmen einer Geräteinstand­setzung zu extremen Mitteln gegriffen: Weil ein schöner alter SONY CDP-M 50 CD-Player aufgrund eines leicht erschlafften Treibriemens zwar noch seine Klappe auf- und zumachen, dann aber nicht mehr mit hinreichend Wuppdich die Abtasteinheit unter die eingefahrene CD-Schublade schwenken konnte, habe ich mich eines alten Tricks erinnert und den betagten Riemen kurzerhand für fünf Minuten in kochendes Wasser gegeben. Die schwarze Endlosbandnudel hat nicht nur das (sowie das anschließende Abschrecken in kaltem Wasser) überlebt, sondern erfüllt nun ihre Auf­gabe erneut mit großer Bravour und ohne zu murren (oder durchzuschlupfen).

Von einer wundersamen »Regeneration« des alten Gummis wird man wohl nicht sprechen können, eher dürfte das Teil etwas eingelaufen sein nach Art zu heiß gewaschener Hosen, aber was macht’s? Der Zwerg reinigt die Kittel, wie ein altes Sprichwort weiß. Und ich kann jetzt den melancholischen Erinnerungen an meinen weiland dritten Silberscheibenspieler wieder unter passender Musikbegleitung nach­hängen…

Sonntag, 29. Mai 2011

Na Mahlzeit!

Den Geschmack von Puristen wird die Magdalena Gravity Küche ganz sicher treffen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Wo die Liebe hinfällt…

Der passionierter Frischmilchtrinker zonebattler hat heute im Design Tagebuch eine wunderschöne Liebesgeschichte gefunden. Herzzerreissend!

P.S.: Hierorts wandern rote Voll- und blaue Halbfettmilch-Packungen gemeinsam in den gelben Sack! Man ist ja kein Unmensch…

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