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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Freitag, 4. Mai 2018

Kurzens Klotz

Fürther Hommage an den Atlantikwall: Das »Ludwig Erhard Zentrum«

Fürther Hommage an den Atlantikwall: Das »Ludwig Erhard Zentrum«

Sonntag, 28. September 2014

Klimawandel

Bananenstaude in einer Plantage auf La Palma (Kanaren)
 
Abb. 1: Bananenstaude in einer Plantage auf La Palma (Kanaren)
Bananenstaude im Stadtpark von Fürth (Bayern)
 
Abb. 2: Bananenstaude im Stadtpark von Fürth (Bayern)
Als ich vor gut 15 Jahren nach Fürth gezogen bin, war ich sehr angetan vom Under­state­ment einer kleinen Großstadt, die – eingeklemmt zwischen den un­ein­hol­bar reichen Stief­schwestern Erlangen und Nürnberg – ihren eigenen, ehr­li­chen und bodenständigen Weg zu suchen schien.
 
Heute blicke ich enttäuscht und ernüchtert auf eine provinzielle Kommune, die ihr »Tafelsilber« – namentlich ihr architektonisches Erbe – verschleudert, und in der längst nicht mehr die gewählten Politiker, sondern Bauträger, In­ve­sto­ren und andere Vertreter von Partikularinteressen die Marschrichtung zu be­stim­men scheinen.
 
Kein Wunder, daß in solchen Verhältnissen längst auch die Bananen gedeihen…
Freitag, 20. Juni 2014

Ja? Nein!

Die Entwöhnung von der Muttermilch seinerzeit als narzißtische Kränkung erlebt habend und dies nachhaltig zu kompensieren suchend, ist der zonebattler vor mehr als einem halben Jahrhundert passionierter (Kuh-)Milchtrinker geworden und bis auf den heutigen Tag geblieben. Und während er ihm verkostungshalber vorgesetzte Weine jeglicher Provenienz und Güteklasse auch im reifen Alter allesfalls in »sauer« und »weniger sauer« zu kategorisieren vermag, so verfügt er in Sachen Milch über einen sehr ausgeprägten Geschmackssinn und nimmt feinste Nuancen war, die an­de­ren Lebensteilnehmern verborgen bleiben. Einzig »Frischmilch« kommt ihm ge­mein­hin über die Zunge und auf die Geschmacksknospen, verpöhnt ist insbesondere die sogenannte »H-Milch«, deren Geschmack indiskutabel ist und die allenfalls in kleiner Dosis im Kaffee geduldet wird, wenn andernorts gerade nichts Besseres zur Hand ist.

Seit einigen Jahren nun versucht der Handel, Milchtrinker mit »länger haltbarer« ESL-Milch zur sorgloseren Vorratshaltung zu animieren. Das Kürzel »ESL« steht für »extended shelf life« und bezeichnet de facto ein Zwischending zwischen Frischmilch und H-Milch, wobei sich das »zwischen« nach Meinung des Autors dieser Zeilen sowohl auf die Haltbarkeitszeit als auch den Geschmack bezieht. Echte Frischmilch gab es in den letzten Jahren (die teuren Ultra-Öko-Flaschenabfüllungen im Bioladen lassen wir jetzt mal außen vor) im Wesentlichen nur noch bei REWE, weshalb der zonebattler seinen Wochenbedarf von sechs Litern (je drei Liter mit 3,5% und 1,5% Fettanteil) regelmäßig in der freitäglichen Mittagspause in Nürnberg einkaufte, um ihn zum vorwochenendlichen Feierabend dann nach Fürth zu schleppen. Ja, das ist un­patriotisch, aber nein, ich mag daheim nicht nochmals ausrücken müssen für Be­sor­gungs­gänge, die ich in der berufshalber frequentierten Ostvorstadt en passant er­le­di­gen kann…

Zurück zum Thema. Seit letzter Woche gibt es bei REWE verdrießlicherweise auch nur noch gefälschte Milch im »ja!«-gelabelten Tetrapack zu kaufen:

REWE »ja!«-Milch alt (links) und neu (rechts)

Man beachte die dezenten Unterschiede zwischen der »traditionell hergestellten« Frischmilch-Packung (links) und der für die nur unter größtem Widerwillen »genieß­baren« ESL-Milch. Mit der Bezeichnung »länger haltbar« suggeriert einem der Handel einen Vorteil, der – zumindest aus Kundensicht – keiner ist: Länger haltbar ist auf meiner Zunge primär der eklige Nachgeschmack der ihrer natürlichen Eigenschaften weitgehend beraubten Milch. Es ist zum Mäusemelken! OK, bei längerem Nachdenken über diese Option dann eher doch nicht…

Interessant sind übrigens auch Details wie das offenbar neu angefertigte Foto, er­kenn­bar am anderen Glas und der gänzlich unterschiedlichen Luftblasenbildung an der Oberfläche der darin enthaltenen Milch (oder was immer da im Studio für das An­fer­ti­gen des Produktbildes ins Glas gekippt wurde). Auch vom kursiven Schriftschnitt ist man aus unerklärlichem Grunde abgekommen: Vermutlich lautete die Vorgabe an den Grafiker: »Mach‘ alles anders, aber es soll so aussehen wie vorher, damit der Kunde nicht verwirrt ist.«

REWE »ja!«-Milch alt (links) und neu (rechts)

Was also tun? Na ja, manche REWE-Filialen bieten immerhin noch »traditionell her­ge­stellte« Alternativen unter anderem Markennamen und zu deutlich höheren Preisen an. Welche zu akzeptieren ich durchaus bereit wäre, wenn das Geld denn auch mehr­heitlich beim Erzeuger ankäme. Freilich zeigten gelegentlich angestellte Ex­peri­men­te, daß manch‘ andere, für’s doppelte Geld eingekaufte Milch schon vor dem Er­rei­chen ihres Mindesthaltbarkeitsdatums bitter, flockig oder gar sauer geworden ist, etwas, was mir mit der früheren »ja!«-Milch so gut wie nie passiert ist. Ja, ich weiß um die Bedeutung der ununterbrochenen Kühlkette, und nein, ich biege mir die Welt nicht zurecht: Die alte »ja!«-Milch war – bei Würdigung der konsumierten Mengen und der gegebenen Begleitumstände – für mich die beste erhältliche Labsal! Die neue aber… Nein!

Glasflaschen beim Bio-Supermarkt zu holen ist mir übrigens zuviel der Schlepperei, zumal ich der Öko-Bilanz von Mehrwegflaschen im Vergleich zum Tetra-Pack eher skeptisch gegenüberstehe. Ich bin also momentan ratlos, wie ich mich mit meinen 54 Lenzen milchtechnisch über die nächsten 46 Jahre retten soll. Bleiben Sie dran, ich werde in den Kommentaren über Fortschritte (und ggf. Rückschläge) in dieser für mich lebenswichtigen Frage berichten…

Sonntag, 24. November 2013

Geschmacksgrenze

eher das Auge beleidigt als den Nachbar beteiligt: (ober)fränkisches Doppelhaus
Montag, 12. August 2013

Letzter Gruß

Heute in der Fürther Freiheit: »Tod auf Raten: Der Festsaal verschwindet«

Freitag, 28. Juni 2013

Salz in der Suppe

Freund und Feind wundern sich zuweilen, warum der zonebattler sogar sein Nutella®-Brot gerne etwas nachsalzt. Die Antwort ist einfach: Weil ihm danach zumute ist. Und seit der mittagspäuslichen Lektüre dieses Artikels juckt ihn die Meinung der anderen dazu noch viel weniger!

P.S.: Weil der zonebattler ja bekanntermaßen ein Sparfuchs ist, schmiert er sich meistens natürlich nicht wirklich Nutella®, sondern eher Nutoka oder einen anderen handels­üblichen Ersatzstoff auf die Stulle…

Donnerstag, 13. Juni 2013

Einzigartigkeit

Heute hingegen ist mir was eingefallen, wenngleich nichts, was zum Frohsinn Anlaß gäbe: »‚Abriß verpflichtet‘ – Vom Krieg verschont, vom Stadtrat nicht« ist mein mir vom Furor direkt in die Finger diktierter Beitrag in der »Fürther Freiheit« über­schrieben.

Montag, 3. Juni 2013

Farbe bekennen (2)

Wie meine Fürther Leserinnen und Leser vermutlich allesamt längst wissen, soll in der Innenstadt unter dem abgegriffenen Titel »Neue Mitte« ein Einkaufszentrum enstehen, dem allerlei alte Gebäude, insbesondere aber das markante Park-Hotel und dessen denkmalgeschützter Fest-Saal zum Opfer fallen sollen. Übrigens ohne daß damit ein nennenswert anderes (oder gar besseres) Waren-Angebot in die Stadt käme als schon vorhanden ist: Im wesentlichen werden nämlich die bereits präsenten Filialisten in die neue Immobilie ziehen (und ihre bisherigen Standorte im Fürther Stadtzentrum als verwaiste Leerstände hinterlassen).

Das Hin und Her um die Planungen, die Investorenauswahl und die mitunter merk­würdi­gen Begleitumstände sind an diversen Stellen dokumentiert, beispielsweise auf der Homepage der Bürgerinititative »Eine bessere Mitte für Fürth«, der Website des Vereins »Wir sind Fürth«, aber auch in der Rubrik »Häuserkampf« des von mir herausgegebenen und betriebenen Bürger-Blogs »Fürther Freiheit«. Wer sich dort einliest und kundig macht, wird ein Delta entdecken zwischen der von der Stadt versprochenen Transparenz und Bürgerbeteiligung einerseits und den tatsächlichen Abläufen und Entscheidungen andererseits…

Als überzeugter Wahlbürger der Stadt Fürth, der vor 33 Jahren hier seine Ausbildung begonnen hat und seit fast 14 Jahren hier lebt, bin ich der Meinung, daß man nicht nur den heute allseits bedauerten Abrißsünden der Vergangenheit hinterherweinen darf, sondern auch verhindern muß, daß eine kurzsichtige Politik neue Sünden begeht und weitere restaurationsfähige Altbausubstanz den Investorenwünschen opfert. ich mache daher auf die von Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer initiierte Online-Petition »Kein Abbruch des historischen Festsaals in Fürth (Bayern)« auf­merk­sam und rufe bitte, diese zu unterzeichnen. Es geht dabei wohlgemerkt nicht um das Verhindern von längst überfälligen infrastrukturellen Verbesserungen, sondern um das Erhalten und Reparieren von Alleinstellungsmerkmalen, um die man uns ringsherum be­nei­den würde: Ein neues Einkaufszentrum in und um einem im alten Glanz er­strah­len­den Festsaal mit Markthallen-Funktion, das ist das Pfund, mit dem Fürth wuchern könnte. Langweilige 08/15-Kommerzbauten gibt’s nebenan in Erlangen und Nürnberg schon mehr als genug!

Dienstag, 2. April 2013

Schach der Obsoleszenz (1)

Kurz vor Weihnachten starb mein 19-zölliger Büro-Monitor im siebten Jahr (!) sei­ner irdischen Existenz eines unspektakulären Todes: Eines Montagmorgens ließ er sich nicht mehr einschalten, er blieb einfach dunkel und verweigerte fortan stumm schmol­lend den Dienst. Eine Zeitlang guckte ich dann zwar nicht in die Röhre, sondern in einen alten 15-Zoll-LCD aus der eingelagerten Keller-Reserve, bis ich dann vor eini­gen Wochen einen modernen 24-Zoll-Panorama-Bild­schirm der Luxus-Klasse hin­ge­stellt be­kom­men habe. Der taugt mir auf Arbeit zwar vortrefflich, da ich dort mit ausladenden Planungstabellen hantieren muß, daheim aber ziehe ich das klassische, wenngleich selten gewordene 5:4-Panel (mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln) dem neumodischen Handtuch-Format allemal vor. Weshalb ich die Monitorleiche vor der Beerdigung resp. fachgerechten Entsorgung als Elektroschrott bewahrte und als offiziell ausgemusterten Sondermüll wehmütig mit nach Hause nahm…

Im Netz konnte ich später eruieren, daß die Schaltnetzteile von Flachbildschirmen zum spontanen Exitus neigen, hervorgerufen durch defekte Elektrolytkondensatoren im Primärkreis. Die Übeltäter zu entlarven erfordert noch nicht einmal Messungen, man erkennt kaputte Elkos auf einen Blick an ihren gewölbten Kappen oder gar an ausgetretener Elektrolyt-Flüssigkeit an deren Sollbruchstelle. Das Ausbauen alter und das Einsetzen neuer Elkos ist für einen zonebattler mit der Lizenz zum Löten eine seiner leichteren Übungen (der freundliche Russe im YouTube-Video braucht erheblich länger dazu). Das Schwierigste freilich war das Öffnen des Gehäuses, denn wie bei den meisten anderen Fabrikaten auch ist das meines neuen/alten LG Flatron L1953TR nicht etwa verschraubt, sondern allseitig verschnappt! Der zerstörungsfreie Ausbau des latent bruchempfindlichen Displays aus seinem Kunststoffrahmen hat mich denn auch unter Flüchen viel Schweiß gekostet und mir als Kollateralschaden einige temporär schmerzhafte Fingerquetschungen eingetragen. Aber egal, schluß­end­lich kriegte ich das fragile Ding doch weitgehend mackenfrei auseinander, konnte nach dem Abziehen aller Steckverbinder zielsicher in das abgeschirmte Innere vor­drin­gen und auf Anhieb zwei defekte Kondensatoren im Netzteil erspähen. Ich ging indes auf Nummer sicher, lötete drei möglicherweise noch intakte Kameraden in un­mit­tel­ba­rer Nachbarschaft mit aus und vermerkte mir Lage und Polung der fünf kapa­ziti­ven Freunde auf einem Notizzettel:

die auszutauschenden Elektrolyt-Kondensatoren

Heute nun tappte ich nach der Arbeit zu unserem kleinen Fürther Elektronik-Laden, erstand eine Handvoll neuer Low-ESR-Elkos mit höherer Spannungsfestigkeit als die originalen und trug sie frohgemut nach Hause. Glücklicherweise paßten die Teile trotz etwas größerer Durchmesser noch nebeneinander auf die Platine, und auch die paar zusätzlichen Höhen-Millimeter waren im blechernen Abschirmkäfig noch ohne weiteres unterzubringen. Die Stunde der Wahrheit nahte nach dem provisorischen Zu­sam­men­bau und dem Zusammenstecken aller Kabelverbindungen: Strom dran, Power On und auf die schwarze Glasfläche gestarrt.

Und was sehe ich darin?

»SIGNALKABEL PRÜFEN«

Bingo! Wer sich leuchtstark über ein mangelndes Eingangssignal beschweren kann, kann unverzüglich als geheilt entlassen und in die Gesellschaft resozialisiert werden. Nach fünfminütigem »Burn in«-Test habe ich das Gehäuse wieder kühn zusammen­geschnappt und den Bildschirm auf den Schreibtisch gestellt. Wo er jetzt, fünf Stun­den später, immer noch klaglos arbeitet. Und das mutmaßlich noch weitere fünf Jahre tun wird, wenn nicht gar viel länger…

Jedenfalls ist es eine Schande, wenn an der Dimensionierung kritischer Bauteile so offenkundig gespart wird. Es liegt auf der Hand, daß weltweit -zigtausende von Monitoren (und anderen Gerätschaften) ausgemustert und weggeworfen werden, obwohl in den meisten Fällen ein banaler Fehler vorliegt, der mit geringem Aufwand zu lokalisieren und nachhaltig zu beheben wäre.

Mich selbst hat der Kundensatorentausch nur ein wenig Zeit und ein paar Cent an Material gekostet. Der schnelle Reparaturerfolg schmeichelt dem Ego und ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Der Gewinn für unseren Planeten wäre gleichfalls kaum zu be­zif­fern, wenn unser technischer Fortschritt nicht darin bestünde, mit konstruktiven Schwach­stellen den vorzeitigen Ausfall (und die darauf folgende Ersatzbeschaffung) bewußt zu planen. Auf Kosten unserer Umwelt und ihrer endlichen Ressourcen. So kann das nicht weitergehen: Reparateure aller Länder, vereinigt Euch! Wobei: In der virtuellen Welt tun sie das ja schon

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Sonntag, 13. Januar 2013

Fehlfarben

Zugegeben, zur Zeit schreibe ich hier nicht allzuviel. Dafür andernorts umso mehr!

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Denkmalschutz nach Investorenart?

Ich befürchte Schlimmes für Fürth. Nachzulesen in der »Fürther Freiheit«.

Montag, 23. Juli 2012

Liebesleid

Es hat mich nicht nur gerührt, es hat mich erschüttert: »Auf Leben und Tod« (ZEIT ONLINE)

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