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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 4. November 2013

(M)ein Minolta-Museum (2)

Nach dem einen oder anderen letztlich fehlgeschlagenen Versuch, vorhandene Wech­sel­objektive aus der analogen Ära zu reaktivieren und im digitalen Zeitalter zu filmlosen Höchstleistungen zu motivieren, hat der zonebattler beschlossen, seine lichtbildnerischen Allüren auch fürder­hin nur mittels Kompakt-Knipsen auszuleben. Damit diesbezüglich endlich Ruhe ist. Was aber einmal mehr die Frage – an der er ja schon seit Jahren kaut – nach der weiteren Verwendung seiner älteren Aufnahme-Apparaturen aufgeworfen hat…

Da ich meine handverlesene Minolta-Historie in zehn Kapiteln immer noch gerne an­schaue (und die soliden Kameras zum Handschmeicheln gelegentlich in die­selben nehme, habe ich damit angefangen, einen virtuellen Schaukasten zu errich­ten, um mein olles Zeugs weltweit vorzuzeigen. Unter der frisch registrierten Adresse

www.my-minolta-museum.info

habe ich bereits mit der tabellarischen Erfassung und chronologisch sortierten Präsen­tation meiner musealen Bestände begonnen. Alle alten Kameras und ihre epochal dazugehörigen Wechselobjektive bekommen eigene Artikel, deren adäquate Be­bil­de­rung mich noch vor einige Herausforderungen stellen wird. Immerhin, der Rohbau steht und ich kann fröhlich Richtfest feiern:

Screenshot von www.my-minolta-museum.info

Es mag auffallen, daß ich die neue Website komplett und ausschließlich in Englisch ausführe. Das ist natürlich dem internationalen Publikum geschuldet und der – mög­licher­weise gar nicht so abwegigen – Hoffnung, daß sich irgendwo und irgendwann ein hingebungsvoller Sammler dazu hinreißen läßt, mir meinen alten Krempel en bloc für gutes (Schmerzens-)Geld abzukaufen, weil ihm irgendein Stück zur Kom­plet­tie­rung seiner Kollektion fehlt, welches er bislang weder für Geld noch für gute Worte hat auftreiben können. Ich habe da schon einige Erfahrungen machen können mit finan­ziell potenten »Haben-Wollern«, die zur Befriedigung ihres offenkundig ma­ni­sche Züge tragenden Sammeltriebes jedes Augenmaß hinsichtlich der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit ihrer Offerten vermissen ließen. Aber was dem einen nicht weh tut, den an­de­ren bereichert und beide erfreut kann man ja nur neudeutsch als »Win-win-Situation« begrüßen!

Ich freue mich schon darauf, mein kleines Minolta-Museum nach Fertigstellung den Marken-Fans zu widmen, von denen es allein im deutschsprachigen Raum hier und da noch eine ganze Menge gibt…

P.S.: Wer sich fragt, wie ich auf der neuen Baustelle die schönen Tabellen realisiert habe: Dafür zeichnet das praktische Plugin »TablePress« verantwortlich, welches ich vor Jahres­frist getestet und für hervor­ragend funktionierend befunden hatte.

Sonntag, 22. September 2013

Altglas-Recycling

Schon vor dreieinhalb Jahren hatte ich den Versuch unternommen, mit einer neuen digitalen Kamera meinen alten Bestand an Objektiven einer zeitgemäßen Nutzung zuzuführen. Letztlich habe ich das vollformatige Prunkstück damals aus guten Gründen nicht behalten und zurückgeschickt…

Als ich neulich aber meine zehn im Regal stehenden, analogen Spiegelreflex-Kameras der Marke Minolta entstaubte, erwachte die Lust neu in mir und ich überlegte, meinem statischen Museum zumindest teilweise wieder einen praktischen Nutzen abzugewinnen. Nach stundenlanger Recherche im Minolta-Forum, vor allem aber im SonyUserforum bestellte ich mir dann die ziemlich neue SONY SLT-A58:

SONY SLT-A58

Im Gegensatz zur bulligen und schweren Alpha 850 ist die kompakte und leichte Alpha 58 natürlich keine »Vollformat«-Kamera, d.h. ihr APS-C-Bildsensor ist erheblich kleiner als der Sensor im Kleinbildformat 36 x 24 mm der älteren Schwester, was gravierende Auswirkungen auf die Bildwirkung hat: Während sich der klein­bild­formatige Sensor der A850 aus meinen vollformattauglichen Objektiven das maximal mögliche Rechteck herausschnippelte, kriegt der kleinere Sensor der A58 natürlich nur einen mittigen Ausschnitt davon zu sehen. Dieser sogenannte »Crop-Faktor« bewirkt im Endeffekt, daß der Blickwinkel der vorhandenen Objektive in den Tele-Bereich verschoben wird (wobei sich deren bauartbedingte Brennweite selbst­ver­ständ­lich nicht ändert). Kurz gesagt: Ein Weitwinkel wirkt weniger weitwinklig, ein Tele­objektiv dafür noch »teliger« als an der alten analogen oder der modernen Voll­format­kamera.

SONY SLT-A58

Die teilweise durchaus bedauerliche Verschiebung (mit meinem Fisheye und meinem extremen 20 mm-Weitwinkel konnte ich früher auch kleine Innenräume komplett erfassen) hat natürlich auch ihre Vorteile, die freilich nicht gestalterischer Natur sind: Zum einen fällt das Gehäuse der A58 dank des kleineren Sensors erheblich kompakter und leichter aus als das der Vollformat-Vorgängerin, zum anderen kostet es nur ein Viertel bis ein Fünftel davon, mit einem zusätzlichen »Kit«-Zoomobjektiv in Leichtbauweise als nicht zu verachtende Zugabe.

Ernsthaft vergleichen kann man die preiswerte Einsteigerklasse mit der soliden Profi­kamera natürlich nicht. Die Unterschiede in der Materialanmutung und der Solidität sind augenfällig. Dennoch spürt man den klassenübergreifenden Fortschritt, ins­be­son­dere in Sachen Software sind dreieinhalb Jahre ja eine halbe Ewigkeit. Vor allem aber hat es mir das rückwärtige Klapp-Display angetan, da ich doch immer wieder gerne un­auf­fäl­lig »aus der Hüfte schieße« oder ungewohnte Perspektiven aus­pro­bie­re…

SONY SLT-A58

Alle aktuellen SONY-Kameras mit Wechselobjektiven sind heute keine »klassischen« Spiegel­reflex-Apparate mehr mit optischem Sucher und Schwingspiegel: Statt des tatsächlichen Blicks auf das Motiv via Objektiv, Spiegel, Pentaprisma und Okular schaut man heutzutage durch den Sucher auf einen Miniatur-Monitor, dessen abstra­hierende Anmutung zunächst ungewohnt ist, wenn man die althergebrachte Bauform gewohnt ist. Das Thema spaltet die Gemeinde und erhitzt die Gemüter. Meiner einer sieht den konzeptuellen Wechsel eher positiv: Der Verzicht auf die komplexe Spiegel­mechanik zugunsten einer festehenden, teildurchlässigen Reflektorfolie senkt den Auf­wand, erhöht die Robustheit und eliminiert den Spiegelschlag. Das elektronische Sucher­system bietet bis dato unbekannten Komfort wie Restlichtverstärkung oder Schärfentiefe-Beurteilung durch Abblendung ohne Helligkeitsverlust. Alle möglichen Informationen sind einblendbar, und um zu hilfreichen Rasterlinien zu gelangen muß man nicht nach alter Väter Sitte eine andere Mattscheibe einbauen, sondern nur den entsprechenden Menüpunkt anwählen. In ein paar Geräte-Generationen wird man den simulierten Sucherblick nicht mehr vom realen unterscheiden können, dessen bin ich mir sicher.

Daß der Umgang mit einer Systemkamera trotz allen gebotenen Komforts anders ist als der mit einer Kompaktknipse und ggf. neu erlernt werden will, habe ich auf meiner ersten Foto-Pirsch mit der neuen Kamera bereits feststellen müssen. Dennoch wird das Experiment diesmal nicht abgebrochen und die neue Ausrüstung behalten: Die erweiterten Möglichkeiten hängen nicht allzuschwer an meiner Schulter und selbst ein Totalverlust wäre finanziell kein Beinbruch. Angesichts der aktuellen Wetterlage werde ich heute aber wohl nicht das Haus verlassen, um frohen Herzens zu fotografieren, sondern nur, um sorgenvollen Gemüts einen neuen Bundestag zu wählen. Als Souverän hat man es nicht leicht, denn wenn man seine Auswahl hin­ter­her bereut, kann man Regierung und Kanzler(in) nicht einfach umtauschen…

Donnerstag, 15. August 2013

Virtuelle Flickschusterei

In diesem meinem Blog haben sich seit dem Start im September 2005 mittlerweile 2.410 Artikel und 10.242 Kommentare angesammelt. Darin befinden sich insgesamt 9.154 Links, von denen zu meinem Erschrecken mittlerweile 411 tot sind und weitere 1.135 auf unterdessen geänderte Adressen umgeleitet werden. Verraten hat mir das ein WordPress-Plugin namens »Broken Link Checker«, welches im Gegensatz zu mir eine unerschütterliche Geduld dafür aufbringt, den hiesigen (und riesigen) Text-Fun­dus akribisch genau zu durchforsten, kaputte Links zu registrieren und zu melden.

Auch wenn man den einen oder anderen Verweis wieder reparieren kann (weil sich die wei­land verlinkte Information beispielsweise an neuer Stelle ergoogeln läßt), so sind doch sehr viele Links unrettbar verloren, weil die darüber angepeilten Seiten schlicht­weg nicht mehr existieren: Private Blogs, Firmenseiten, Zeitungen, es geht in diesen schnelllebigen Zeiten vieles schneller unter, als man sich darüber wundern kann.

Was kann man machen? Wenig. Im Laufe der Zeit werde ich mal hier, mal da ein bißchen was an meinem Link-Netzwerk flicken und kunststopfen, da wo es sinnfällig erscheint. Tote kann auch der zonebattler nicht wiederbeleben, dann bleibt halt der Verweis ins Nichts bestehen als ein Zeichen, daß es da mal etwas gab. Wieviele LeserInnen in älteren Beiträgen oder Kommentaren auf funktionslos gewordene Links klicken, ist ohnehin die Frage. Gemeldet hat sich deswegen noch niemand…

Was für eine Lehre ist daraus zu ziehen? Wo immer man online eine Information findet, die einem persönlich relevant und des Aufhebens wert erscheint, sollte man sich eine lokal lauffähige Offline-Kopie der entsprechenden Website generieren. Tools dafür gibt es genügend. Sogar ein Papierausdruck mag Jahre später hilfreicher sein als ein abgespeichertes Lesezeichen, welches ins elektronische Nirwana zeigt!

Freitag, 7. Juni 2013

Arbeitserleichterung

Im von mir betreuten »Begleitschreiben« habe ich ein kleines Fußnoten-Plugin installiert, welches dem Autor eines Artikels das Anlegen indizierter Anmerkungen ebenso erleichtert wie der werten Leserschaft das Studieren: Hält man den Maus­zeiger auf eine der hochgestellten Index-Zahlen, so erscheint der dazugehörige Fußnoten-Text in einem dezenten Popup-Fensterchen. Beispiel gefällig? Dann bitte hier entlang

Mittwoch, 28. November 2012

Viel Feind, viel Ehr?

In den letzten Tagen hat das allgemeine Spam-Aufkommen ganz erheblich zuge­nom­men, die populärsten der zwölf von mir betriebenen und/oder betreuten Blogs liegen sozusagen unter Trommelfeuer und Dauerbeschuß. Kaum eine Spam-Granate kann allerdings den Schutzschirm durchschlagen, den das WordPress-Plugin »Antispam Bee« über allen meinen Frontabschnitten aufgespannt hat.

Bisher hatte ich die fleißige Biene so eingestellt, daß erkannte Müll-Mails kaltgestellt und drei Tage lang in Quarantäne gehalten wurden, bevor sie der automatischen Entsor­gung anheim fielen. Das allerdings führte hier in meinem privaten Blog dazu, daß in der jüngeren Vergangenheit binnen 3 x 24 Stunden mehrere Tausend Spams aufliefen, an deren persönliche Sichtung aus Kontrollgründen absolut nicht mehr zu denken war:

Screenshot aus dem virtuellen Maschinenraum von »zonebattler's homezone«

Ab sofort lasse ich meinen virtuellen Türsteher den Dreck nicht nur auffegen, son­dern auch sofort entsorgen. Das bewährte Plugin fängt die penetranten Werbe-Bot­schaf­ten nicht nur zuverlässig ab, es führt nebenher auch noch eine Statistik über das Spam-Aufkommen der letzten Tage. Die graphische Visualisierung der letzten 30 Tage zeigt eindeutig den unheilvollen Trend nach oben:

Screenshot aus dem virtuellen Maschinenraum von »zonebattler's homezone«

Was da – global gerechnet – an Ressourcen verpulvert wird, mag man sich gar nicht vorstellen: Etliche Kraftwerke müßten die Luft nicht verschmutzen (bzw. strahlende Reste hinterlassen), wenn dieser ganze unsägliche Mist nicht die Leitungen, Server und sonstige Infrastruktur des Netzes immer mehr beanspruchen würde! Und das bei denkbar geringer Trefferquote, denn wer mag den diesen ganzen Scheiß wirklich lesen, wer klickt auf die verschleuderten Links, wer kauft den dahinterstehenden Hallodris was ab? Stehen denn tatsächlich jeden Tag soviel Dumme auf, daß man mit so primitiven Maschen Geld verdienen kann?

Screenshot aus dem virtuellen Maschinenraum von »zonebattler's homezone«

Es scheint so zu sein. So lange das Verschicken von Mails und und Kommentaren nix kostet, werden Geschäftemacher aller Dubiositätsgrade weiterhin das Netz mit ihren schrägen Offerten überfluten. Foren und Blogs, deren Betreiber aus Unkenntnis oder Über­fordertheit keine Gegenmaßnahmen ergreifen (können), werden faktisch unles­bar. Zumindest WordPress-BloggerInnen können aber aufatmen, wenn sie die von mir schon hier und da empfohlene »Antispam Bee« auch bei sich summen lassen!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Blaue Enttäuschung (2)

Ich gucke eher selten fern, noch seltener gehe ich ins Kino (und Popcorn mag ich schon gleich gar nicht). Aber wenn ich denn daheim doch mal in die Röhre glotze, dann ist das wirklich noch eine solche, und zwar der hochwertige Trinitron-Glaskolben eines professionellen SONY-Studiomonitors. Wie ich dieses zentnerschwere Stück weiland günstig erbeutet und im Schweiße meines Angesichts in meinen Hort geschleppt habe, wäre eine erzählenswerte Geschichte für sich; für die folgenden Aus­führungen ist indes nur erheblich, daß ich eben keinen neumodischen Flachbildschirm an der Wand hängen, sondern ein formidables Röhrenmonster auf dem dazugehö­rigen verfahrbaren Untersatz in meinem heimischen Mediensaal stehen habe. Und das hat ausnahmsweise mal nix mit dem mir innewohnendem Geiz Hang zur ressourcen­schonenden Konsum-Askese zu tun, sondern mit dem Umstand, daß das von mir präferierte Filmmaterial oft schon Jahrzehnte alt und daher in analoger Wiedergabe weit ansehnlicher ist als in künstlich hochdigitalisierter Form. Man möge mir das abnehmen, ich weiß durchaus, wovon ich rede.

Während mich die ganze neumodische Hollywood-Blockbuster-Mainstream-Scheiße (pardon) nicht im mindesten interessiert, kultiviere ich doch einen Hang zu modernen Märchen in Form schlau ausgedachter und opulent ausgeführter Animations­filme, womit ich meine juvenile Freude an den alten Disney-Klassikern in die Gegen­wart hinübergerettet habe. Bei solchen modernen Meisterwerken aus der digitalen Retorte würde sich nun eine hochauflösende Wiedergabe schon sehr gut machen, und angesichts des Umstandes, daß bei aktuellen Neuerscheinungen die Preise von DVD-Ausgabe und Blu-ray-Variante oft nur noch um einen eher symbolischen Euro aus­einanderliegen, reifte in mir unlängst der Plan zur Anschaffung eines zukunfts­sicheren Blau-Strahl-Spielers heran, der ja zur Wiedergabe normaler DVDs aus dem vorhandenen Bestand nicht minder taugt.

Denn so solide mein fetter SONY-Bolide auch ist, irgendwann wird er seinen elek­trischen Geist wohl mal aufgeben, zumal er aus den frühen (!) 1980er Jahren datiert und damit auch schon drei Dekaden auf dem kantigen Buckel hat. Das ist selbst für Profi-Technik kein Pappenstil. Daß eine in nebulöser Zukunft fällige Ersatz­beschaf­fung nur noch flach und digital sein kann, liegt auf der Hand. Von daher hielt ich es für schlau und weitblickend gedacht, mir für die Übergangszeit einen Blu-ray-Player mit analogem Videoausgang zu besorgen. [weiter]

Dienstag, 9. Oktober 2012

Schöne Bescherung

Gestern ereilte mich ein Überraschungspäckchen mit einem unverhofftem Buch­geschenk von meiner akribisch aktuell gehaltenen Wunschliste: Dem Leser Markus E. aus F. (Name der Redaktion bekannt, im Gegensatz zur realen Person dahinter) gefällt mein Gschmarri literarisches Wirken offenbar dermaßen gut, daß er mir mit dieser Geste seinerseits eine Freude machen wollte. Was ihm souverän gelungen ist: Den Essay-Sammelband »QQ« von Max Goldt wollte ich vor allem deshalb haben, weil ich dessen ironisch lästernde Anmerkungen über einen Kurzurlaub auf Malta mit meinen eigenen Insel-Erfahrungen abgleichen wollte. Außerdem verehre ich den Autor ob seiner aus­gefeilten Sprachdrechseleien und seinen mitunter arg abseitigen Assoziationen: Beides trifft meinen schrägen Geschmack und liegt voll auf meiner Wellenlänge!

Ich danke für das feine Präsent und drehe mich huldvoll winkend auf meinem Schreib-Schemel um volle 360 Grad, damit mein Gruß in Gegenrichtung den edlen Spender auch treffsicher erreichen möge. Merci!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Kästchenspiele

Mitunter würde man gerne in einem Beitrag eine Tabelle veröffentlichen, um irgend­welche Sachverhalte, Statistiken oder Auflistungen strukturiert und geordnet zu präsentieren. Wer sich mal in nacktem HTML an der Aufgabe versucht hat, kann ein Lied davon singen, wie schnell so ein Unterfangen kompliziert werden kann und in eine Code-Wüste ausartet, die mehr Steuerzeichen als Inhalte umfaßt…

Nun kann man natürlich ausufernde Tabellen in PDF-Dokumente verpacken und dann im Artikeltext nur darauf verlinken, aber der Weisheit letzter Schluß ist das natürlich auch nicht: Gerne würde man die tabellarisch aufbereiteten Inhalte mitten im Kon­text sehen, wie das in gedruckten Ausarbeitungen ja seit jeher möglich ist.

Eine ganz wunderbare (da ebenso einfache wie wirkungsvolle) Lösung habe ich dieser Tage in dem WordPress-Plugin TablePress gefunden: Mit diesem Zurüst-Modul wird das Erfassen (oder Importieren) von Tabellen-Daten und deren visuell stu­pende Dar­stel­lung im Artikel zum Kinderspiel! Erstmalig habe ich das ausprobiert in dem Artikel »Die Spiegelglas-Stadt Fürth«, den ich für den eigentlichen Autor formal über­ar­bei­tet und in die »Fürther Freiheit« eingestellt habe.

Mein Beispiel läßt die unfassenden Möglichkeiten des Plugins nicht mal andeutungs­weise erahnen, aber Kollege MietMichel zieht in seinem Blog »Biergarten-Tester« in der Liste von Kristallweizen-Brauereien einige weitere Register: Der Betrachter kann dort (ähnlich wie in einer Tabellenkalkulation) gezielt nach einzelnen Einträgen suchen oder gar durch Mausklick in einzelne Spaltenköpfe die ganze Tabelle umsor­tieren lassen. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf!

Einmal mehr zeigt sich, daß sich mit dem populären WordPress nicht nur einfache Blogs, sondern auch anspruchsvolle Publizierungs-Aufgaben umsetzen lassen: Dank der großen Fan-Gemeinde findet sich für fast jede Anforderung ein passendes Plugin im offiziellen Verzeichnis. Bei der Gelegenheit sei hier noch einmal daran erinnert, daß ich die von mir verwendeten und warmherzig empfohlenen Plugins auf der Seite »Selten gestellte Fragen« zusammengestellt habe. In einer damals wie heute noch gänzlich handgeschnitzten Tabelle…

Mittwoch, 25. Juli 2012

Alles, was grün ist

Was die Wikipedia für die weite Welt darstellt, ist das FürthWiki für das nicht ganz so große Fürth: Ein stetig wachsender Wissenspool, ein (lokal fokussiertes) Gemein­schafts­werk im besten Sinne.

Das von den beiden Gründern Felix Geismann und Mark Muzenhardt lange Zeit als Hobby betriebene Projekt hat mittlerweile eine Dynamik und Relevanz gewonnen, die eine solide und von Einzelpersonen unabhängige Fundierung als höchst wünschens­wert erscheinen läßt. Aus diesem Grund wurde unlängst ein Trägerverein gegründet, bei dem der zonebattler als leidenschaftlicher Wahl-Fürther natürlich auch seine tipp­freudigen Finger mit im Spiel hat…

Quasi über Nacht habe ich von gestern bis heute ein neues Blog hochgezogen für den noch in Gründung befindlichen Verein

FürthWiki e.V. – Verein für freies Wissen und Stadtgeschichte

und wer einen vergleichenden Blick in meinen Maschinenraum wirft, dem wird das Design recht bekannt vorkommen:

Screenshot von www.fuerthwiki.de/verein/

Hinsichtlich der Farbwahl habe ich aus lokalpatriotischen Gründen natürlich von blau auf grün umschwenken müssen, auch wenn mir das persönlich nicht wirklich als das Gelbe vom Ei erscheint. Aber hier gilt es nicht der Kunst, hier muß auf allen Ebenen Farbe bekannt werden. Lokalkolorit pur…

LeserInnen aus der erweiterten Nachbarschaft sind herzlich aufgefordert, sich bei Interesse dem Verein anzuschließen und an der Erfolgsgeschichte des FürthWikis mit­zuschreiben!

Donnerstag, 24. Mai 2012

Virtueller Eiertanz

Über den letzten Newsletter auf perun.net bin ich auf einen Artikel gestoßen, des­sen Lektüre mir die Vorfreude auf die in Kürze erscheinende WordPress-Version 3.4 doch etwas getrübt hat: Falls nach dem Einspielen des Updates hier und im visuell weitgehend baugleichen Medien PRAXIS-Blog nix mehr zu sehen sein sollte, habe ich die Wahl zwischen dem Einfrieren des Software­standes (nicht wirklich gut) und dem Anpassen der für das Aussehen zuständigen Theme-Dateien (nicht wirklich einfach für einen multipel Halbgebildeten wie mich).

Das Nachziehen und Aktuellhalten der Blogsoftware bedeutet einen Pflegeaufwand, der bei mittler­weile zehn von mir betriebenen oder betreuten Baustellen längst nicht mehr im allgemeinen Grundrauschen untergeht. Bei gegen Bezahlung gewarteten Web­sites ist es zudem nicht immer ganz einfach, der geschätzten Kundschaft die Not­wendigkeit dieses geheimnisvollen Tuns zu erklären, denn rein äußerlich ist ja nix zu bemerken von dem kontinuierlichen Geschraube, Geöle und Geputze im Maschinen­raum!

Also dann: Abwarten, Milch trinken und hoffen, daß eigene Anpassungen vielleicht am Ende gar nicht nötig sein werden…

Mittwoch, 14. März 2012

Diskriminierungsgebot

Das von mir gern verwendete und wärmstens weiterempfohlene WordPress-Plugin Antispam Bee schützt dieses Blog wirksam vor Spam-Kommentaren und filtert täglich Dutzende davon raus. Leider ist das fleißige Bienchen zu foppen, wenn Reklamemüll nicht maschinell und automatisiert hereingekippt, sondern von gedungenen Schergen manuell ins Kommentarfeld kopiert und regulär per Mausklick abgegeben wird. Seit der Wiederinbetriebnahme meines virtuellen Welttheaters habe ich schon allerhand fremdprachigen Dreck ausfegen müssen, der mir vermutlich von mies bezahlten Spam-Sklaven aus Fernost untergeschoben wurde. Da ich ja nun nicht ständig selbst hinterherputzen kann, meinen Laden gleichwohl immer sauber und adrett halten will, habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, die Schrauben etwas mehr anzu­ziehen: Ab sofort winkt die Biene nur noch Kommentare in deutscher Sprache durch, Äußerungen in anderen Idiomen werden gnadenlos abgestochen. Das ist einerseits schade, da es dabei durchaus zum Aussondern wertvollen, echten Feedbacks kommen kann, anderseits erscheint mir das Risiko doch vertretbar angesichts der Ruhe, die ich ab sofort wieder vor englischsprachigem und russischem Mist habe: In meinem Alter braucht man weder Schwanzverlängerer noch todsichere Geldversenkungstipps. Mit dem deutlich gewachsenen Spam-Aufkommen in deutscher Sprache wird die Antispam-Bee auch so noch fertig, da gibt’s offenbar (noch) nicht so viele, die sich die Mühe händischen Herumtrollens machen…

Dienstag, 6. März 2012

Ich bin wieder da…

…und war nie ganz weg: In den letzten sechs Monaten habe ich hier zwar nichts mehr von mir gegeben und auch keine fremden Senfspritzer mehr zugelassen, den Ma­schinenraum aber gleichwohl in Schuß und immer auf dem neuesten Stand gehal­ten. Ein halbes Sabbat-Jahr lang habe ich es genossen, nicht mehr alles und jedes knipsen und kommentieren zu müssen. Ich habe mich wie angekündigt der Betreuung meiner anderen Baustellen mit großer Leidenschaft gewidmet, aber jetzt sehe ich es ein: Ganz ohne eigene Spielwiese ist es mir im Netz auf Dauer doch zu öde…

Zumal ich nicht wirklich erfolgreich war auf der Suche nach einer neuen Form, die sich ja nicht nur auf Äußerlichkeiten der visuellen Gestaltung hätte beschränken sollen: Ich bin wie ich bin, und auch ein neuer virtueller Garten wäre deshalb sehr bald zum gleichen »Gemischtwarenladen« verkrautet, den ich mir hier schon ge­schaffen und immer noch zu meiner Verfügung habe. Zudem muß ich konstatieren, daß das fotografische Können zu verkümmern droht, wenn ich keine (eigene) Platt­form zum beifallsheischenden Herzeigen der geschnappten Schüsse unterhalte.

Also sperre ich hier wieder auf, ziehe die Rolläden hoch, putze das Schaufenster ein wenig heraus, erhöhe die Versionsnummer von zonebattler’s homezone auf 2.1 und mache einfach weiter. Ich gönne mir noch den kleinen Spaß, niemandem von meinem Sinneswandel zu erzählen und statt dessen abzuwarten, wer aus meiner früheren Stamm­leserschaft von selbst wieder den Weg hierher findet. Vielleicht schlummert ja mein RSS-Feed noch in des einen oder der anderen Feed-Reader? Bin mal gespannt…

Na also dann: Herzlich willkommen allerseits!

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