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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 19. Juli 2015

Ma­le­ri­sches In­ter­mez­zo (3)

Was mir für Mal­ta und Pa­ris recht war, sei mir heu­te für Ve­ne­dig bil­lig: Zur Pro­duk­ti­on kitsch­post­kar­ten­wür­di­ger Stim­mungs­bil­der braucht man die Lin­se in der La­gu­nen­stadt ja nur ir­gend­wo­hin zu rich­ten, und so­fern man sich nicht voll­stän­dig dep­pert an­stellt, hat man nach dem Be­tä­ti­gen des Aus­lö­sers ei­ne pit­to­res­ke Gen­re-Sze­ne zum Seuf­zen im Ka­sten. Jagt man die eh schon schmalz­trie­fen­den Fo­tos dann auch noch durch den Dy­na­mic Au­to Pain­ter, ist die Gren­ze des Er­träg­li­chen in der Re­gel hoff­nungs­los weit über­schrit­ten. Aber mei, ir­gend­wie hat die bun­te Ge­fühls­du­se­lei durch­aus ih­ren vi­su­el­len Reiz:

Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit
 
Venedigs schäbige Schönheit

Man mö­ge mir nach­se­hen, daß nach dem Auf­sau­gen all der heh­ren und ernst­haf­ten Kunst auf der Bi­en­na­le die ei­ge­ne Krea­ti­vi­tät nur für der­lei künst­lich-kunst­lo­sen Krampf reicht. Der Punkt aber ist der: Mir macht die Kit­sche­rei un­bän­di­gen Spaß!

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Donnerstag, 16. Juli 2015

Ge­stal­tungs­fra­ge

Seit ich mit mei­nem Blog im Ja­nu­ar 2009 ei­nen Neu­start auf Wor­d­Press-Ba­sis hin­ge­legt ha­be, ver­wen­de ich bis heu­te un­ver­än­dert das glei­che De­sign, im Fach­jar­gon »The­me« ge­nannt. Mit leich­ten Mo­di­fi­ka­tio­nen (vor al­lem farb­li­cher Art) set­ze ich die­ses The­me auch in der Web­site der Me­di­en PRAXIS ein. Mein drit­tes Pro­jekt, das lo­ka­le Bür­ger-Blog »Für­ther Frei­heit«, sieht (bei iden­ti­schem Un­ter­bau) dank des ver­wen­de­ten The­mes im Ma­ga­zin-Stil äu­ßer­lich schon völ­lig an­ders aus. Spä­te­re Pro­jek­te – wie zum Ex­em­pel das Ver­eins-Blog von Fürth Wi­ki e.V. – ha­be ich mit ei­gen­hän­dig mo­di­fi­zier­ten Va­ri­an­ten des Wor­d­Press-Stan­dard-The­mes »Twen­ty Ten« ge­stal­tet, und bis heu­te bin ich mit al­len mei­nen wei­land skru­pu­lös ge­trof­fe­nen De­sign-Ent­schei­dun­gen durch­aus zu­frie­den. Ei­ne nach­träg­li­che Än­de­rung wä­re an­ge­sichts des dran­hän­gen­den Rat­ten­schwan­zes an nö­ti­gem Finetu­ning auch ei­ne (letzt­lich un­nö­ti­ge) Fleiß­auf­ga­be mit ho­hem Fru­stra­ti­ons­po­ten­ti­al...

Die Zeit ist al­ler­dings nicht ste­hen ge­blie­ben, und nach­dem die Nut­zung von Mo­bil­ge­rä­ten (Smart­pho­nes und Ta­blet-Com­pu­ter) in den letz­ten Jah­ren ge­ra­de­zu ex­plo­si­ons­ar­tig an­ge­stie­gen ist, sind heut­zu­ta­ge »re­spon­si­ve« The­mes en vogue, al­so sol­che, die die Dar­stel­lung dem je­wei­li­gen End­ge­rät an­zu­pas­sen in der La­ge sind: Wäh­rend man auf dem gro­ßen PC-Mo­ni­tor die Web­site in vol­ler Pracht zu se­hen be­kommt, wird dem klei­ne­ren Wisch­te­le­fon ei­ne ab­ge­speck­te, aber un­ter Mo­bil­ein­satz­be­din­gun­gen bes­ser les­ba­re Fas­sung ge­lie­fert. Schick! Mit Plugins wie »WP­touch« kann man zwar ei­ne der­ar­ti­ge Funk­tio­na­li­tät nä­he­rungs­wei­se nach­rü­sten, für neue Pro­jek­te emp­fiehlt sich in­des die Wahl ei­nes ak­tu­el­len The­mes, das al­le neu­mo­di­schen Fea­tures be­reits »un­ter der Hau­be« hat und von Haus aus mit­bringt.

Und da wird es nun für mich ei­ni­ger­ma­ßen un­über­sicht­lich ob der über­bor­den­den Viel­falt des An­ge­bo­te­nen: Es muß ja nicht nur die Op­tik ge­fal­len, auch ei­ne deutsch­spra­chi­ge Fas­sung soll­te exi­stie­ren so­wie die Mög­lich­keit, die Sei­ten­lei­ste (Si­de­bar) mit al­ler­lei Mo­du­len (Wid­gets) zu be­stücken. Die In­te­gra­ti­on von Web­shops, Wer­be­part­nern etc. ist für mei­ne Zwecke und zu­künf­ti­gen Pro­jek­te hin­ge­gen kein Kri­te­ri­um. Mei­ne Ge­stal­tungs­fra­ge an die ge­schätz­ten Le­se­rin­nen und Le­ser mit Wor­d­Press-Er­fah­rung lau­tet al­so: Wer kann aus ei­ge­nem Er­le­ben ein ak­tu­el­les Wor­d­Press-The­me emp­feh­len (ko­sten­los oder käuf­lich ist da­bei zu­nächst ein­mal egal), wel­ches zeit­los-ele­gan­tes Er­schei­nungs­bild, ska­lier­ba­re Prä­sen­ta­ti­on und um­fang­rei­che Funk­tio­na­li­tät un­ter ei­nen Hut zu bringt und das Zeug hat, auch lang­fri­stig ge­fal­len zu kön­nen?

Dan­ke für je­den Tipp!

Montag, 29. Juni 2015

Fremd­ge­gan­gen

Zur Zeit bin ich deut­lich öf­ter und län­ger auf mei­nen an­de­ren On­line-Bau­stel­len zu­gan­ge als hier im ei­ge­nen Heim: Ich küm­me­re mich ver­stärkt um mein Bür­ger-Blog »Für­ther Frei­heit«, pfle­ge das Pro­duk­ti­ons-Blog der »Me­di­en PRAXIS« und schrei­be al­ler­lei Ar­ti­kel für die Sei­te von »Für­thWi­ki e.V.«, dem För­der­ver­ein hin­ter un­se­rer lo­ka­len On­line-En­zy­klo­pä­die.

In der Sei­ten­lei­ste rechts ha­be ich so­eben ziem­lich weit un­ten drei neue Ab­schnit­te auf­ge­macht, in de­nen ich auf mei­ne ei­ge­nen Ela­bo­ra­te auf den ge­nann­ten Web-Prä­sen­zen ver­lin­ke. Da­mit die ge­neig­te Le­ser­schaft sieht, daß ich doch nicht ganz so faul bin, wie es hier­orts viel­leicht den An­schein ha­ben mag... ;-)

Dienstag, 2. Juni 2015

Ma­le­ri­sches In­ter­mez­zo (2)

Was neu­lich erst for­mi­da­bel funk­tio­niert hat mit mei­nen Mal­ta-Mit­bring­seln, klappt tat­säch­lich nicht min­der gru­sig ein­drucks­voll mit aus mei­nen un­längst ge­zeig­ten Pa­ris-Fo­tos her­ge­lei­te­ten Aqua­rell-At­trap­pen: Kaum hat man die Licht­bil­der oben in den Trich­ter des Dy­na­mic Au­to Pain­ters ge­stopft und zü­gig an der Kur­bel ge­dreht, kommt un­ten küh­ne Kauf­haus-Kunst her­aus, ne­ben der der »röh­ren­de Hirsch« oder die »ras­si­ge Zi­geu­ne­rin« aus den 1960er bis 1970er Jah­ren vor Neid (v)erblassen wür­den, und sei de­ren Öl­far­be auch noch so echt und ma­nu­ell auf­ge­tra­gen:

Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden
 
Pariser Plattitüden

Mit der­lei bun­ten Bil­dern kann man sich ja ei­ne Zeit lang ele­gant über die ei­ge­ne Schreib­faul­heit hin­über­ret­ten, aber ich ge­lo­be fei­er­lich, es da­mit nicht zu über­trei­ben. Schon des­halb nicht, weil ich gar nicht so vie­le Fo­tos in mei­nem Ar­chiv wäh­ne, die sich zu die­ser Art der pseu­do­künst­le­ri­schen Ver­wur­stung eig­nen...

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Dienstag, 26. Mai 2015

Ma­le­ri­sches In­ter­mez­zo (1)

Mit­ten in mei­ner dies­jäh­ri­gen Rei­se­be­richt­erstat­tung (die ich ge­ra­de mal zu 2/7 fer­tig­ge­stellt ha­be), ver­lie­re ich mich im Blät­tern durch die vi­su­el­len Er­trä­ge frü­he­rer Ex­pe­di­tio­nen. Noch sind die Ein­drücke von Te­ne­rif­fa frisch, aber ir­gend­wie ha­be ich ge­ra­de Sehn­sucht nach Mal­ta! Hier ein paar Im­pres­sio­nen aus dem Jahr 2012:

Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta
 
Memories of Malta

Ja, doch, die Bil­der sind von mir. Aber nein, der zonebatt­ler kann mit Pin­sel und Aqua­rell­far­ben nicht wirk­lich um­ge­hen. Ich ha­be ein paar ei­ner Ur­laubs-Schnapp­schüs­se von ei­nem schon vor Jah­ren vor­ge­stell­ten Ma­ler­mei­ster ver­frem­den las­sen. Nein, das ist kei­ne Kunst, und ja, es ist Kitsch, aber ein schö­ner sol­cher und mir als »Bett­hup­ferl« heu­te ge­ra­de recht. Hat was von Bob Ross. Scha­de, daß das Pro­gramm nicht wie je­ner beim Ma­len vor sich hin­brab­belt. Wä­re viel­leicht ein Fea­ture für die näch­ste Ver­si­on?

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Mittwoch, 29. Oktober 2014

Alt­glas­ver­wer­tung

Als neu­lich je­mand im von mir fast täg­lich be­spiel­ten Old-Fi­de­li­ty-Fo­rum in der An- und Ver­kauf-Ru­brik ein ol­les iPad der er­sten Ge­nera­ti­on in neu­wer­ti­gem Er­hal­tungs­zu­stand an­bot, schlug ich oh­ne lan­ges Über­le­gen zu und er­stand das ori­gi­nä­re und da­mit tech­nik-hi­sto­risch be­deut­sa­me Tatsch-Ta­blett für ei­nen schlan­ken Hun­der­ter. Im Lau­fe der Ab­wick­lung stell­te sich her­aus, daß der Ver­käu­fer nicht nur ein Vor­na­mens­vet­ter von mir ist, son­dern auch noch am glei­chen Tag Ge­burts­tag hat, was den dop­pel­stein­böcki­schen Deal schon mal un­ter ei­nem gu­ten Stern­bild ab­lau­fen ließ.

Das neue alte iPad 1 auf dem Wohnzimmertisch

We­ni­ge Ta­ge spä­ter kam per Post ein wohl­rie­chen­der Schuh­kar­ton an, der ur­sprüng­lich le­der­ne Da­men­stie­fel be­her­bergt hat­te von der glei­chen Grö­ße, wie sie auch des zonebattler’s bes­se­rer Hälf­te pas­sen wür­den. Was mich aber nicht zum Spin­nen von ab­stru­sen Ver­schwö­rungs-Theo­rien ver­an­laß­te: Das dem Kar­ton ent­nom­me­ne iPad ent­pupp­te sich in der Tag als ma­kel­los und im Voll­be­sit­ze sei­nes ur­sprüng­lich mit­ge­lie­fer­ten Ori­gi­nal-Zu­be­hörs. Für klei­nes Geld (sprich mit Por­to im­mer noch für ei­nen ein­stel­li­gen Be­trag) ließ ich mir noch aus Eng­land ei­ne haut­eng ge­schnit­te­ne Hül­le aus ei­nem si­li­kon­ar­ti­gen Weich­ma­te­ri­al kom­men, wel­che die Rück­sei­te des Pads und des­sen Kan­ten vor Be­schä­di­gun­gen schützt und den gan­zen Ap­pa­ril­lo über­dies grif­fi­ger in der Hand lie­gen läßt. Per­fek­te Paß­form, per­fek­ter Start!

Der Aus­lö­ser für den Spon­tan­kauf war die va­ge Idee, das be­schei­den be­stück­te Brett­chen (WLAN-Ver­si­on, 16 GB Mas­senpei­cher) als draht­los an­ge­kop­pel­tes In­ter­net­ra­dio zur Mu­sik­be­schal­lung über die gro­ße Hi­Fi-An­la­ge ein­zu­set­zen. Spä­ter kam die Über­le­gung hin­zu, das iPad auch für je­ne Auf­ga­ben her­an­zu­zie­hen, die der Au­tor die­ser Zei­len ge­mein­hin auf dem vom Ar­beit­ge­ber ge­spon­sor­ten iPad neue­rer Bau­art sei­ner Le­bens­ge­fähr­tin aus­führt, wenn die­se abends noch am Haupt­com­pu­ter im gro­ßen Sa­lon zu­gan­ge ist und we­der das ge­mein­sa­me So­fa noch ihr ei­ge­nes iPad in Be­schlag nimmt. Ver­füh­re­risch nahm al­so der Ge­dan­ke Kon­tu­ren an, das neue/alte Pad zur Eman­zi­pa­ti­on vom ger­ne ge­grif­fe­nen Ta­blett der Freun­din zu be­nut­zen und sich dann in den letz­ten Stun­den des aus­klin­gen­den Ta­ges nur noch um den be­sten Platz auf der Couch bal­gen zu müs­sen...

App-Icons im Detail

Das Er­tüch­ti­gen ei­nes al­ten Ge­rä­tes für ak­tu­el­le Zwecke aber ist in der Tat nicht ganz so ein­fach, denn die Hard­ware der 1. iPad-Ge­nera­ti­on ist nach heu­ti­gen Maß­stä­ben ur­alt bis prä­hi­sto­risch, auch wenn die Markt­ein­füh­rung ge­ra­de mal vier Jah­re her ist. Fol­gen­des muß man wis­sen (und da­mit le­ben kön­nen), wenn man es mir nach­tun und ein bil­lig er­schnapp­tes iPad mit Ge­winn und Spaß be­trei­ben will:

  • Das Ur-iPad hat kei­ne Ka­me­ras ein­ge­baut, Knip­sen, Sky­pen und der­glei­chen fällt al­so schon mal flach. Braucht aber längst nicht jede(r), und auch ak­tu­el­le Pads sau­gen we­der Staub noch wa­schen sie das Ge­schirr ab.

  • Die Auf­lö­sung des Bild­schirms ist mit 1024 x 768 Pi­xeln sicht­bar grö­ber als die heu­ti­gen »Retina«-Displays mit der vier­fa­chen Pi­xel­zahl (2048 × 1536) auf glei­cher Flä­che. Da­zu sa­ge ich gleich noch was...

  • Der nicht er­wei­ter­ba­re Ar­beits­spei­cher zur Pro­gramm-Aus­füh­rung (RAM, nicht zu ver­wech­seln mit dem Mas­sen­spei­cher zur Da­tei-Ab­la­ge) ist mit 256 MB grenz­wer­tig knapp be­mes­sen, was man sehr bald be­merkt, wenn man mit dem Sa­fa­ri-Web­brow­ser kom­ple­xe Sei­ten an­surft, die den Brow­ser dann ur­plötz­lich ab­stür­zen las­sen. Ganz klar ein Fall von fail­u­re by de­sign!

  • Im ge­gen­wär­tig to­ben­den Wett­be­werb zu klei­ne­rer, leich­te­rer, schicke­rer, tol­le­rer Bau­form kann man mit dem bau­chi­gen Bo­li­den kei­nen Blu­men­topf mehr ge­win­nen. An­de­rer­seits: Ein paar Zen­ti­me­ter am ei­ge­nen Bauch­um­fang ab­ge­speckt (und ein paar Ki­lo Ge­wicht gleich mit ab­ge­wor­fen) so­wie im Ge­gen­zug die Arm­mus­ku­la­tur ge­stärkt wä­re das er­stre­bens­wer­te­re und die ei­ge­ne Be­find­lich­keit deut­lich mehr be­för­dern­de Ziel...

Al­so gut, ich hat­te al­so ein schwach­brü­sti­ges Ur-iPad in Hän­den und schick­te mich an, es im Rah­men des Mög­li­chen zu op­ti­me­ren. Als sehr er­freu­lich er­wies sich schon mal die im­mer noch sehr re­spek­ta­ble Ak­ku-Lauf­zeit, bei täg­li­cher Be­nut­zung für 1–2 Stun­den muß das Pad al­len­falls zwei­mal pro Wo­che an die elek­tro­nen­spei­sen­de Na­bel­schnur ge­hängt wer­den. Ge­mes­sen hab ich’s nicht, aber die Durch­hal­te­zeit ist wirk­lich noch be­ein­druckend und mehr als nur OK. Wol­len wir hof­fen, daß das so bleibt.

Das schmucklose Auftreten der »radio.de«-App

Die Sa­che mit der Auf­lö­sung des Dis­plays ist auch weit we­ni­ger dra­ma­tisch als an­fangs be­fürch­tet: Na­tür­lich sieht schon das un­be­waff­ne­te Au­ge – das kri­tisch-ge­schul­te des zonebattler’s zu­mal – den Un­ter­schied zur vier­fa­chen Pi­xel­zahl und ent­spre­chend hö­he­ren ‑dich­te so­fort, wenn al­tes und neu­es Pad ne­ben­ein­an­der­lie­gen und zum Ver­gleich das glei­che Bild an­zei­gen. Nur: Wenn die Schrift so win­zig wird, daß man sie auch mit Bril­le kaum noch le­sen kann, dann zoomt man sie halt mit ei­ner Zwei­fin­ger-Ge­ste auf, und dann ist sie auf dem al­ten Dis­play so gut zu le­sen wie auf dem neue­ren. Bei Fo­tos und Vi­de­os be­merkt man so­wie­so kaum ei­nen Un­ter­schied, das liegt in der (phy­si­ka­li­schen) Na­tur der Sa­che.

Als schwie­ri­ger er­wies sich der Um­gang mit der Soft­ware, sprich das Be­stücken mit An­wen­dun­gen (neu­deutsch »Apps« ge­hei­ßen): Da das iPad 1 als letz­te be­triebs­sy­stem­sei­ti­ge Aus­bau­stu­fe un­ter iOS 5.11 läuft (die der­zeit ak­tu­el­le Ver­si­on für jün­ge­re Ge­rä­te ist iOS 8.1), kann man sich nur sol­che Apps her­un­ter­la­den und in­stal­lie­ren, die auch un­ter die­ser al­ten Be­triebs­sy­stem­va­ri­an­te lauf­fä­hig sind. Das sind bei wei­tem nicht al­le, im Ge­gen­teil: Vie­le Apps er­for­dern heut­zu­ta­ge min­de­stens iOS 6 oder gar iOS 7, um sich über­haupt aus­wäh­len und aus­pro­bie­ren zu las­sen...

Diashow mit Fotos von einer der diesjährigen Wanderungen

Aber da sich ja un­ser­eins aus­weis­lich des ei­ge­nen Im­pres­s­ums als Tüft­ler sieht und be­trach­tet, war das eher ei­ne Her­aus­for­de­rung als ein Är­ger­nis. Nach ei­ni­gen Stun­den er­war­tungs­fro­hen Ex­pe­ri­men­tie­rens kann ich in der Tat sa­gen, daß man mit ei­nem al­ten iPad im­mer noch ei­ni­ger­ma­ßen vor­ne mit­spie­len kann, wenn man her­vor­ra­gen­de Ver­ar­bei­tung und so­li­de Hand­ha­bungs-Qua­li­tä­ten eben­so schätzt wie in­tui­tiv be­dien­ba­re Soft­ware. Nach­fol­gend emp­feh­le ich ein paar res­sour­cen­spa­ren­de Werk­zeu­ge für die mir per­sön­lich wich­ti­gen Ein­satz-Sze­na­ri­en:

  • In­ter­net­ti­ges Ra­dio­hö­ren funk­tio­niert her­vor­ra­gend mit der App radio.de. In der nach Gen­re sor­tier­ba­ren Sen­der­li­ste fin­det jede(r) die ei­ge­nen Lieb­lings­sen­der! Mei­ner ei­ner läßt sich ger­ne von ba­rocken Trom­pe­ten­kon­zer­ten, ge­le­gent­lich aber auch von loun­gi­gem Smooth­ge­jaz­ze hin­ter­grund­be­schal­len: Was draht­los per WLAN vom Rou­ter rein­kommt, wird vom iPad via Blue­tooth eben­so schnur­los an ein an die gro­ße Hi­Fi-An­la­ge an­ge­stöp­sel­tes Emp­fän­ger­lein wei­ter­ge­reicht. Kom­mo­de Be­die­nung und ei­ne mehr als nur be­frie­di­gen­de Klang­qua­li­tät: Das war’s, was ich such­te und woll­te. Al­lein da­für hat sich die An­schaf­fung (aus mei­ner höchst sub­jek­ti­ven Sicht) schon ren­tiert!

  • Vi­de­os gucken will man auch hin und wie­der, sei es, um sich an tol­pat­schi­gen Kat­zen­ba­bies zu er­göt­zen, sei es, um sich mit an­de­ren in­fan­ti­len Be­wegt­bil­dern den Fei­er­abend zu ver­sü­ßen: Da­für taugt die mit­ge­lie­fer­te You­Tube-App al­le­mal! [1]

  • Um von Ka­na­pee oder Fau­teuil aus mal eben elek­tri­sche Post zu emp­fan­gen und zu ver­sen­den ist die gleich­falls zur Grund­aus­stat­tung ge­hö­ren­de Mail-App be­stens ge­eig­net.

  • Zum Sur­fen in den Wei­ten und Tie­fen er­weist sich der Gra­zing Web Brow­ser als zu­ver­läs­si­ger Part­ner, der auf­grund sei­nes cle­ve­ren Spei­cher-Ma­nage­ments deut­lich sel­te­ner ab­stürzt als der re­gu­lä­re Stan­dard-Brow­ser Sa­fa­ri. Klas­se!

  • Zum Bil­der her­um­zei­gen hat man mit der Stan­dard-App Fo­tos schon das nö­ti­ge Tool an Bord. Wie aber die vor­zu­füh­ren­den Schnapp­schüs­se auf das Pad brin­gen, oh­ne sich und sei­nen Rech­ner mit dem un­säg­li­chen iTu­nes-Pro­gramm kon­ta­mi­nie­ren zu müs­sen? Da­für gibt es al­ler­lei Trans­fer-Apps, die al­le ähn­lich funk­tio­nie­ren: Man star­tet die App auf dem Pad, ruft auf dem PC (der da­bei im glei­chen Netz­werk an­ge­mel­det sein muß) ei­ne be­stimm­te Adres­se im Web­brow­ser auf und kann dann über ein Web­in­ter­face die zu über­tra­gen­den Bild­da­tei­en aus­wäh­len und ei­nem Al­bum zu­ord­nen. Aus der Fül­le ähn­li­cher Apps ha­be ich mit Wi­Fi Al­bum Free ei­ne noch un­ter iOS 5.11 ih­ren Dienst tu­en­de Va­ri­an­te ge­fun­den. De­ren Be­dien­ober­flä­che schaut zwar nicht so schick aus wie die an­de­rer Pro­duk­te, funzt da­für aber ta­del­los, und das ist ja schließ­lich das ein­zig re­le­van­te Kri­te­ri­um...

  • Für den sel­te­nen Fall, daß dem zonebatt­ler zum Fern­gucken zu­mu­te ist (et­wa 1x al­le 14 Ta­ge), ist es schön zu wis­sen, was ge­ra­de läuft, denn der zeit­rau­ben­den Zap­pe­rei will un­ser­ei­ner nicht mehr er­lie­gen. Da­her lau­tet mei­ne Emp­feh­lung für ein vi­su­ell schick auf­be­rei­te­tes TV-Pro­gramm: Klack für Ta­blet. Mit we­ni­gen Hand- bzw. Fin­ger­grif­fen wählt man sei­ne Sen­der aus und sor­tiert sie in die ge­wohn­te Rei­hen­fol­ge, und schon kann man in ei­ner Zeit­schie­ne mit al­len Sen­dern un­ter­ein­an­der se­hen, was ge­ra­de wo aus­ge­strahlt wird.

  • Be­nö­tigt man zwecks Vor- oder Nach­be­rei­tung ei­ner Wan­de­rung oder Rad­tour geo­gra­phi­sche Ori­en­tie­rung, so ist das vor­in­stal­lier­te Goog­le Earth die eben­so na­he­lie­gen­de wie op­ti­ma­le Wahl.

  • Last but not least will man sich viel­leicht mal No­ti­zen ma­chen, wenn ei­nen der Gei­stes­blitz trifft und Pa­pier und Blei­stift ge­ra­de nicht in Griff­wei­te sind. In die­sem Fall kriegt man UPAD Li­te um­stands­los was spä­ter noch Les­ba­res auf’s Glas ge­kra­kelt...

Mehr brau­che ich nicht, mehr nut­ze ich nicht, nach mehr ver­langt es mich nicht, und das gilt im Gro­ßen und Gan­zen auch für das neue­re und soft­ware­mä­ßig auf dem ak­tu­el­len Stand der Tech­nik be­find­li­che Pad der bes­se­ren Hälf­te. [2] In­so­fern hat sich der Ap­fel-Kauf für mich ge­lohnt, wo­bei ich aber auch wei­ter­hin Bir­nen und an­de­re Früch­te zu gou­tie­ren ge­den­ke.

Die in Google Earth visualisierte Route der Steigerwald-Wanderung vom letzten Sonntag

zonebattler’s Fa­zit: Ein ak­tu­el­les iPad ist schön und teu­er, ein äl­te­res er­heb­lich bil­li­ger, aber im­mer noch fesch und nicht nur als Brief­be­schwe­rer nütz­lich!

 
[1] Bei der Ge­le­gen­heit sei er­wähnt, daß mir die App-Icons des al­ten iOS 5.11 in ih­rem nach of­fi­zi­el­ler Ap­ple-Dok­trin in­zwi­schen ge­äch­te­ten Skeuo­mor­phis­mus er­heb­lich bes­ser ge­fal­len als die neu­en Sym­bol­bild­chen. Na­ment­lich ist mir bei­spiels­wei­se das frü­he­re You­Tube-Icon – ein knuf­fig-sti­li­ser­tes Ab­bild ei­nes Röh­ren­fern­se­hers aus den 1940er Jah­ren – er­heb­lich sym­pa­thi­scher als das ro­te »Play«-Dreieck auf wei­ßer Ta­sten­flä­che im ro­ten Käst­chen beim ak­tu­el­len iOS. Ap­ple fie­le kein Zacken aus der Kro­ne, wenn sie dem Be­nut­zer die Wahl lie­ßen zwi­schem ei­nem »mo­der­nen« und ei­nem »klas­si­schen« Sym­bol­satz...

[2] Über die Taug­lich­keit der haus­ei­ge­nen Or­ga-An­wen­dun­gen (Er­in­ne­run­gen, Ka­len­der, Kon­tak­te, Nach­rich­ten, No­ti­zen) kann ich nicht ur­tei­len, da mir so­wohl die Ap­ple-Cloud als auch an­de­re wol­ki­ge und ne­bu­lö­se Dien­ste zu­tiefst su­spekt bis zu­wi­der sind: Ich mag mei­ne ver­trau­li­chen bis ge­hei­men Da­ten nicht plap­per­ta­schi­gen Apps an­ver­trau­en, son­dern spei­che­re sie seit vie­len Jah­ren in mei­nem ol­len Palm-Or­ga­ni­zer ab, den ich an und mit al­len von mir be­nutz­ten PCs off­line via Ka­bel oder In­fra­rot-Au­ge syn­chro­ni­sie­re. Man mag mich da­für be­lä­cheln, aber es funk­tio­niert be­stens: Ich ha­be noch nie ir­gend­wel­che für mich re­le­van­ten Da­ten ver­lo­ren, nicht bei Be­darf zur Hand ge­habt oder fahr­läs­sig wild­frem­den Leu­ten zu­gäng­lich ge­macht. Das soll auch wei­ter­hin so blei­ben.

Montag, 8. September 2014

Kon­trast­mit­tel

Des zonebattler’s ho­me­zo­ni­ges Re­chen­zen­trum (Tower-PC, Mo­ni­tor, zwei Brüll­wür­fel, Ta­sta­tur, Maus, Scan­ner und Drucker) war ur­sprüng­lich ganz in de­zen­tem Be­am­ten-Bü­ro-Beige ge­hal­ten, vie­le wer­den sich noch an die­se farb­lo­sen Zei­ten er­in­nern. Heut­zu­ta­ge ist die pseu­do-no­ble Farb­kom­bi­na­ti­on Silber/Schwarz en vogue, letz­te­res ger­ne in der staub­an­zie­hen­den und über­aus krat­z­emp­find­li­chen »Klavierlackeffekt«-Abart. Auch bei mir wur­den al­ters­schwa­che und ob­so­le­te Ge­rät­schaf­ten nach und nach durch dunk­le Nach­fol­ger er­setzt. Zu­letzt war nur noch mei­ne treue Ta­sta­tur üb­rig (Cher­ry Mo­dell RS 6000 M), die dank so­li­der Me­cha­nik, ab­rieb­fest ein­ge­la­ser­ter Ta­sten­be­schrif­tung und rei­ni­gungs­freund­li­chem Auf­bau ewig zu hal­ten ver­sprach.

Lei­der hat der un­längst be­schaf­te, qua­si-neue Ge­braucht-PC des En­des­un­ter­fer­tig­ten kei­ne PS/2‑Buchsen mehr zum Be­trieb von Hack­brett und Na­ge­tier. Da war die al­te Ta­sta­tur nim­mer an­zu­schlie­ßen, zu­mal auch ein rein me­cha­ni­scher Ad­ap­ter kei­ne USB-Taug­lich­keit mehr hät­te her­stel­len kön­nen. Mit der dem Rech­ner bei­gege­be­nen Ori­gi­nal-Ta­sta­tur konn­te ich mich nicht an­freun­den, das heu­te üb­li­che »low con­trast« De­sign (schwar­ze Ta­sten, dun­kel­grau be­schrif­tet) taugt ei­nem nicht, wenn man das blin­de Tip­pen nie ge­lernt hat und abends über­dies ger­ne bei schum­me­ri­ger Be­leuch­tung in die Ta­sten haut. Ich sann auf eben­so ef­fi­zi­en­te wie ef­fek­ti­ve Ab­hil­fe...

Die simp­le und preis­wer­te Lö­sung be­stand im Kauf ei­ner ge­brauch­ten USB-Va­ri­an­te der ge­lieb­ten Cher­ry-Ta­sta­tur in schwar­zer Aus­füh­rung via eBay. Für ei­nen glat­ten Zeh­ner (in­klu­si­ve Por­to) fisch­te ich ein elek­trisch pas­sen­des USB-Hack­brett aus der Bucht, wel­ches ich so­fort nach Er­halt zer­leg­te und gründ­lich rei­nig­te. Der ei­gent­li­che Clou aber be­stand im an­schlie­ßen­den Ver­hei­ra­ten des schwar­zen Ta­sta­tur-Un­ter­baus mit den hell­grau­en Ta­sten des al­ten Ex­em­plars:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut schick, aus, nicht war? Paßt vor­züg­lich zum Rest der auf dem Schreib­tisch her­um­lun­gern­den PC-Pe­ri­phe­rie, läßt sich aber nach wie vor auch bei Fun­zel­licht be­stens be­die­nen! Lei­der ist im Ge­häu­se­bo­den die Aus­spa­rung für das ge­die­gen­heits­meh­ren­de Bal­last-Blech weg­ra­tio­na­li­siert wor­den, aber mit dem Ge­wichts­ver­lust kann ich eher le­ben als mit un­le­ser­li­cher Be­schrif­tung.

Die nach der Ba­stel­ak­ti­on üb­rig­ge­blie­be­nen Ein­zel­tei­le ha­be ich selbst­re­dend nicht et­wa weg­ge­wor­fen, son­dern zu ei­ner kom­ple­men­tär ko­lo­rier­ten Ku­rio­si­tät zu­sam­men­ge­setzt:

umgebaute Tastatur Cherry RS 6000 M

Schaut ja auch nicht ganz ver­kehrt aus (und er­in­nert mich an mei­ne bun­te Hand­staub­sauger-Spie­le­rei), taugt aber aus mei­ner al­ters­schwa­chen Sicht nur als Er­satz­teil­spen­der (falls ich z.B. mal die fe­dern­de Si­li­kon-Mat­te oder das dar­un­ter­lie­gen­de Kon­takt­fo­li­en-Sand­wich aus­tau­schen müß­te).

Scha­de nur, daß mir mit­un­ter trotz gut sicht­ba­rer Ta­sten die rech­ten Wor­te zum je­wei­li­gen An­laß nicht ein­fal­len wol­len: Wenn der Mu­sen­kuß aus­bleibt, nützt das be­ste Werk­zeug nix. Aber es scha­det auch nicht, für den Fall des plötz­lich her­nie­der­fah­ren­den Gei­stes­blit­zes gut ge­rü­stet zu sein...

Samstag, 16. August 2014

Ab­ge­schminkt

PC-Tastatur einer sich regelmäßig schminkenden Freundin
 
Abb. 1: PC-Ta­sta­tur ei­ner sich re­gel­mä­ßig schmin­ken­den Freun­din
Die gleiche Tastatur nach händischer Einzeltastenreinigung
 
Abb. 2: Die glei­che Ta­sta­tur nach hän­di­scher Ein­zel­ta­sten­rei­ni­gung
Die Fo­tos ent­stan­den vor Jah­res­frist (An­fang Sep­tem­ber 1013); im Lang­zeit­ex­pe­ri­ment hat sich her­aus­ge­stellt, daß mit dem Ein­stel­len des Schmin­kens auch die Se­di­ment­bil­dung auf den Ta­sten­kap­pen zum Er­lie­gen ge­kom­men ist: Der Ver­zicht auf kost­spie­li­ge Ge­sichts­pam­pe hat der At­trak­ti­vi­tät be­sag­ter Freun­din nicht ge­scha­det, die der Com­pu­ter­pe­ri­phe­rie hin­ge­gen lang­fri­stig er­hal­ten!
 
Da gibt es für den zonebatt­ler so schnell nix mehr zu tun. Dar­um hat er sich heu­te hilfs­hal­ber wie­der mal das ei­ge­ne Hack­brett vor­ge­nom­men ...
Montag, 23. Juni 2014

Ket­ten­re­ak­ti­on

Als ich neu­lich aus dem Ur­laub zu­rück­ge­kom­men war und mir ir­gend­et­was aus­drucken woll­te, stell­te sich mein Ca­non-Tin­ten­sprit­zer tot und blieb das auch, da hal­fen we­der gu­tes Zu­re­den noch Ver­wün­schun­gen. Al­so gut, es muß­te Er­satz her, denn auch wenn un­ser­ei­ner das pa­pier­lo­se Bü­ro weit­ge­hend rea­li­siert hat, ganz oh­ne Drucker geht es halt doch nicht. Auf­grund des ge­rin­gen Druck­auf­kom­mens kam mir jetzt ein fe­scher LED-Farb­drucker von Dell ins Haus, der mir mo­na­te­lan­ges War­ten auf den näch­sten Ein­satz nicht übel­nimmt, da­für aber auf­grund sei­ner Aus­ma­ße nicht mehr wie der al­te Prin­ter auf den Schreib­tisch paßt. Wohl aber auf den rechts da­von pla­zier­ten Bei­stell­tisch, von wo er den ein­ge­staub­ten Flach­bett­scan­ner in die Spen­den­ki­ste ver­dräng­te. Wo einst der al­te Drucker auf dem Schreib­tisch stand, mach­te sich nun aber noch sein »Un­ter­bau« breit, ein 1989 neu ge­kauf­ter Slim­li­ne-Ver­stär­ker Du­al CV 6010, der bis da­to mei­ne links und rechts vom PC-Mo­ni­tor auf­ge­stell­ten Re­Vox Pic­co­lo Mk. II-Kom­pakt­laut­spre­cher be­feu­er­te.

Weil mir der treue Ver­stär­ker aber mitt­ler­wei­le in mehr­fa­cher Hin­sicht als über­di­men­sio­niert vor­kam (vo­lu­men­mä­ßig eben­so wie in Sa­chen Strom­ver­brauch), sann ich auf zeit­ge­mä­ßen Er­satz, den ich nach ei­ni­gem Re­cher­chie­ren auch fand in Form ei­nes nach­ge­ra­de win­zi­gen Ver­stär­ker­chens des chi­ne­si­schen Her­stel­lers S.M.S.L. Ha, das klei­ne Ge­rät­chen ge­fiel mir auf An­hieb! Bei Ama­zon kriegt man et­li­che ver­schie­de­ne Ty­pen, die nach dem be­währ­ten Prin­zip der »cu­sto­mer con­fu­si­on« al­le­samt der­ma­ßen in­di­vi­du­ell benamst sind, daß man kei­ner­lei Sy­stem da­hin­ter er­ken­nen kann...

Egal, ich lei­stet mir für ei­nen knap­pen Fuff­zi­ger das 2x25 Watt-Mo­dell SA-S3 (in schwarz, wie­wohl auch die Va­ri­an­ten mit sil­ber­ner und gold­far­be­ner Front sehr schick aus­se­hen), der­weil mein be­stens er­hal­te­ner Du­al-Klas­si­ker samt An­lei­tung und Ori­gi­nal­ver­packung via eBay den Weg zu ei­nem gu­ten neu­en Herr­chen fand. Der frisch ein­ge­wech­sel­te Er­satz­spie­ler ist kaum so groß wie zwei Zi­ga­ret­ten-Schach­teln (die der zonebatt­ler ver­ach­tet und nur des uni­ver­sel­len Grö­ßen­ver­glei­ches hal­ber zu nen­nen be­reit ist) und fin­det be­quem auf ei­ner der bei­den Laut­spre­cher­bo­xen Platz:

Mini-Verstärker S.M.S.L SA-S3

Nicht im Bild zu se­hen ist die sehr so­li­de Bau­wei­se und wer­ti­ge Ver­ar­bei­tung des for­mi­da­blen Ge­rät­chens, wel­ches ab­so­lut mi­ni­ma­li­stisch aus­ge­stat­tet ist mit nur ei­nem Ste­reo-Ein­gang und ei­nem Paar Laut­spre­cher-Buch­sen hin­ten so­wie ei­nem Haupt­schal­ter­chen nebst LED vor­ne, flan­kiert von ei­nem Laut­stär­ke­stel­ler mit de­zent blau hin­ter­leuch­te­tem Dreh­knopf. Mehr ist nicht dran (und auch nicht nö­tig). Die An­schlüs­se sind sehr mas­siv und ver­gol­det aus­ge­führt, und an­hand ei­nes vom Her­stel­ler ge­borg­ten Fo­tos der In­ne­rei­en kann hier der vi­su­el­le Be­weis er­bracht wer­den, daß der fern­öst­li­che Zau­ber­ka­sten auch in sei­nem In­ne­ren hält, was sein Äu­ße­res ver­spricht:

Das mustergültig aufgebaute Innenleben des SA-S3

Sei­nen Strom be­zieht der au­dio­phi­le Ap­pa­ril­lo üb­ri­gens aus ei­nem ex­ter­nen Schalt­netz­teil, wie es ty­pi­scher­wei­se auch für Note­books Ver­wen­dung fin­det. Im Ge­gen­satz zum raum­grei­fe­ren­den Vor­gän­ger-Ver­stär­ker er­wärmt sich nichts spür­bar, der deut­lich hö­he­re Wir­kungs­grad des »Class T«-Amplifiers macht den Dau­er­be­trieb am PC nicht zur en­er­gie­ver­schwen­den­den Ver­an­stal­tung (wo­bei wir über den dies­bzüg­li­chen Um­satz mei­nes ol­len Pen­ti­um 4‑Rechners un­ter dem Tisch doch lie­ber den Man­tel des Schwei­gens aus­brei­ten wol­len)...

Für mich hat sich der plötz­li­che Drucker­tod in mehr­fa­cher Hin­sicht aus­ge­zahlt: Neu­er Prin­ter, neu­es Gad­get, al­ter Scan­ner ver­schenkt, mehr Platz auf dem Schrei­bisch. Hig­hEnd-Fans mö­gen die Na­se (und die Oh­ren) über mei­nen klei­nen Neu­erwerb rümp­fen, aber ich bit­te, den Ein­satz­zweck zu be­den­ken: Hier geht es »nur« um den Sound aus dem PC (der sich gleich­wohl hö­ren las­sen kann, auch wenn mei­ne gro­ßen Hi­Fi-An­la­gen na­tür­lich in an­de­ren Li­gen spie­len). Wo­bei die klei­nen Amps selbst in qua­li­täts­be­wuß­ten Ana­log-Au­dio-Ken­ner­krei­sen ih­re Fans ha­ben, wie z.B. die­se Fo­ren-Dis­kus­si­on zeigt. Aber was soll man lan­ge drü­ber re­den: Ver­such macht klug und Aus­pro­bie­ren ko­stet nicht viel!

Donnerstag, 3. April 2014

Be­am­ten­schick­sal

verdrießliche Meldung auf des zonebattler's Büro-Bildschirm
Montag, 24. März 2014

Strah­le­mann

Ich be­wun­de­re mei­nen Kum­pel Jörg ali­as »Zap­po« un­ter an­de­rem we­gen sei­ner krea­ti­ven Ge­schäfts­ideen, vor al­lem aber für de­ren stets ruck­zuck­i­ge Um­set­zung: Wäh­rend mei­ner ei­ner noch das Für und Wi­der ei­nes Gei­stes­blit­zes er­wägt und mit dem Kopf be­den­ken­schwer hin und her wackelt, ver­dient der um­trie­bi­ge Freund schon gu­tes Geld mit sei­ner Ein­ge­bung...

Sein neue­ster Ge­nie­streich ist ein sen­sa­tio­nell simp­ler Bau­satz zur Reich­wei­ten­stei­ge­rung von Fritz!Box-WLAN-Routern: Je­der Laie kann da­mit sein draht­lo­ses Heim­netz im Hand­um­dre­hen »auf­bla­sen«, so daß auch auf Ter­ras­se bzw. Bal­kon oder auch im ent­le­ge­nem Kin­der­zim­mer der Da­ten­funk zu­ver­läs­sig er­mög­licht wird.

Der Trick be­steht im Stillegen der sty­lishen Stum­me­lan­ten­nen und de­ren Er­satz durch nor­mal­gro­ße Strah­ler. Das Er­geb­nis ist so über­zeu­gend, daß man sich fra­gen muß, war­um der Her­stel­ler sei­ne Ge­rä­te nicht gleich se­ri­en­mä­ßig mit »an­stän­di­gen« An­ten­nen aus­lie­fert. Wä­re man zy­nisch, wür­de man mut­ma­ßen, daß die haus­ei­ge­nen Be­triebs­wir­te ver­mit­tels ab­sicht­lich reich­wei­ten­be­schränk­ter Draht­los-Rou­ter den Um­satz der par­al­lel an­ge­bo­te­nen WLAN-Re­peater an­kur­beln wol­len...

So weit, so spe­ku­la­tiv. Nicht spe­ku­la­tiv, son­dern nach­ge­ra­de spek­ta­ku­lär ist die me­cha­ni­sche Aus­füh­rung des Um­bau­sat­zes: Die Fritz!Box-Modifikation ist kom­plett re­ver­si­bel und hin­ter­läßt nicht die ge­ring­sten Spu­ren am Ge­rät. Soll­te al­so je­mals ei­ne Ga­ran­tie-Re­pa­ra­tur fäl­lig wer­den (wo­mit frei­lich an­ge­sichts der wer­ti­gen Ver­ar­bei­tung der AVM-Ge­rä­te nicht wirk­lich ge­rech­net wer­den muß), so ist der Ori­gi­nal­zu­stand mit we­ni­gen Hand­grif­fen wie­der­her­stell­bar. Das ist der ei­gent­li­che Clou an der gan­zen Sa­che!

Fru­strie­rend an der Sa­che ist für den Schrei­ber die­ser Zei­len der Um­stand, daß sei­ne ei­ge­ne Fritz!box äl­te­ren Se­me­sters zwar ei­ne »rich­ti­ge« An­ten­ne hat, aber lei­der nur ei­ne ein­zi­ge, wes­halb der Frei­sitz auf dem ent­fern­ten Kü­chen­bal­kon letzt­lich doch für sie un­er­reich­bar bleibt. Aber ein Re­peater kommt des­we­gen trotz­dem nicht ins Haus, dann gibt’s halt drau­ßen wei­ter­hin Do­nau­wel­len statt Funk­wel­len zum Kaf­fee...

Freitag, 31. Januar 2014

Stein der Wei­sen

Vor ex­akt drei Jah­ren hat sich der zonebatt­ler ein Net­book ge­kauft und da­zu ei­nen Surf­stick von FONIC zwecks Her­stel­lung ei­nes draht­lo­sen In­ter­net-Zu­gangs für un­ter­wegs. Das Net­book ver­rich­tet nach wie vor zu­ver­läs­sig sei­nen Dienst als mo­bi­les Bü­ro (von be­schei­de­ner Lei­stungs­fä­hig­keit, aber an­ge­nehm kom­pak­ten For­mat), der Surf­stick in­des wur­de die­ser Ta­ge zu­gun­sten ei­nes »Pla­stik-Steins« mit hand­schmeich­le­ri­schen Qua­li­tä­ten in den Ru­he­stand ver­setzt und sei­ne SIM-Kar­te mit dem FO­NIC-Da­ten­ta­rif in den neu­en Ap­pa­ril­lo ver­pflanzt. Es han­delt sich da­bei um ei­nen mo­bi­len WLAN-Rou­ter, der wie wei­land der Surf­stick der mo­bi­len In­ter­net-An­bin­dung dient, aber dar­über hin­aus noch ei­ni­ge Hand­ha­bungs­vor­tei­le bie­tet. So sieht er aus im Grö­ßen­ver­gleich zu mei­ner Arm­band­uhr:

Mobiler WLAN-Router TP-Link M5350

Der für knapp 60 EUR er­hält­li­che »TP-Link M5350« ist ein aut­ark ar­bei­ten­der, mo­bi­ler Hot­spot, d.h. er kann dank sei­nes ein­ge­bau­ten Ak­kus un­ab­hän­gig von ei­nem »Mut­ter-Ge­rät« so­fort und schnell ein draht­lo­ses Funk­netz auf­span­nen. Weil er nicht an den USB-An­schluß ei­nes End­ge­rä­tes ein­ge­stöp­selt wer­den muß, kann man ihn da­hin le­gen, wo der Netz­emp­fang am be­sten ist, al­so z.B. ans Fen­ster von Ta­gungs­raum oder ICE-Ab­teil. Bis zu zehn WLAN-fä­hi­ge Ge­rä­te (PCs, Ta­blets, Mo­bil­te­le­fo­ne) kön­nen gleich­zei­tig be­dient wer­den, wo­bei sich die na­tür­lich die ver­füg­ba­re Band­brei­te, sprich den ma­xi­mal mög­li­chen Da­ten­durch­satz tei­len müs­sen. Last but not least ar­bei­tet das hand­li­che Teil mehr als sechs Stun­den mit ei­ner Ak­ku-La­dung, was je­der zu schät­zen weiß, der sich mit der ver­gleich­ba­ren »Tethering«-Funkion sei­nes Smart­pho­nes schon mal in null-kom­ma-nix den Han­dy-Ak­ku leer­ge­funkt hat...

Im Pra­xis­test hat sich der klei­ne Ka­sten als über­aus hilf­reich und kom­mod er­wie­sen: Ob im Ho­tel­zim­mer oder im Zug, dank der frei­en Pla­zier­bar­keit kriegt man re­gel­mä­ßig bes­se­ren und zu­ver­läs­si­gen Emp­fang als mit fest am Rech­ner an­ge­stöp­sel­ten Surf­stick. Man darf nur nicht ver­ges­sen, das an un­auf­fäl­li­ger Stel­le de­po­nier­te Ge­rät beim Auf­bruch auch wie­der ein­zu­stecken und mit­zu­neh­men! An­ge­sichts des Ge­bo­te­nen ist der Preis durch­aus als gün­stig zu be­zeich­nen: Wer bei­spiels­wei­se mit dem Er­werb ei­nes iPads lieb­äu­gelt, soll­te dar­über nach­den­ken, ob die 120 EUR Auf­preis für die Mo­bil­funk­va­ri­an­te wirk­lich ge­recht­fer­tigt sind: Mit dem nur-WLAN-Wisch­brett und ei­nem MiFi-Rou­ter wie dem vor­ge­stell­ten be­kommt man die glei­che Funk­tio­na­li­tät bei grö­ße­rer Fle­xi­bi­li­tät und hat dann so­gar noch 60 EUR Hand­geld üb­rig!

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