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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 18. März 2019

Stran­gers in the Night

Neu­lich hat mich der nächt­li­che An­blick ei­nes tür­ki­schen Im­bis­ses an das be­rühm­te Bild Night­hawks von Ed­ward Hop­per aus dem Jah­re 1942 er­in­nert. Ich er­zuhl so­gleich Freund Ro­bert von dem en pas­sant er­späh­ten Mo­tiv, und der hat na­tür­lich gleich wie­der mit links ei­ne traum­haf­te Se­rie aus sei­ner Ka­me­ra ge­schüt­telt...

Heu­te kam ich wie­der zur du­ste­ren Stun­de an je­ner süd­städ­ti­schen Ecke vor­bei, und da zück­te ich mein Han­dy, um mei­ne In­ter­pre­ta­ti­on der Sze­ne auch noch ab­zu­lie­fern:

Home of The Big Döner

Rein tech­nisch ist mein Bild na­tür­lich Murks, aber es ist ja auch nur mit dem licht­schwa­chen Mi­ni-Au­ge des Smart­pho­nes auf­ge­nom­men wor­den. Doch in klei­ner Auf­lö­sung ist es zu­min­dest noch ei­ni­ger­ma­ßen vor­zeig­bar, und mir kam’s pri­mär auf die Kom­po­si­ti­on der Per­spek­ti­ve an.

P.S. Dank sei dem Wet­ter­gott für das Pfüt­zen-Ar­ran­ge­ment, ich hät­te es nur mit Mü­he und ei­ner Gieß­kan­ne so gut hin­ge­bracht...

Mittwoch, 26. September 2018

Neue Kol­le­gen ge­sucht!

Der zo­ne­batt­ler ist im Zi­vil­be­ruf ei­ner von knapp 1000 Mit­ar­bei­tern von DB Trai­ning, Lear­ning & Con­sul­ting, dem Bil­dungs­an­bie­ter im Deut­sche Bahn-Kon­zern. Wir sind »Voll­sor­ti­men­ter« und ma­chen al­les von Out­door-Päd­ago­gik für Azu­bis über Soft Skills für Füh­rungs­kräf­te bis hin zu »har­ten« Tech­nik-The­men für Blau­män­ner. Ich selbst sit­ze in un­se­rem Trai­nings­zen­trum Nürn­berg und pla­ne dort als Mit­ar­bei­ter der Bil­dungs­dis­po­si­ti­on (Be­reich Fahr­zeug­tech­nik) die In­stand­hal­ter­trai­nings für die ICE-Flot­te der DB. Da­zu or­che­strie­re ich per­so­nel­le und ding­li­che Res­sour­cen in Raum und Zeit und sor­ge u.a. da­für, daß Trai­ner, Teil­neh­mer, Un­ter­la­gen, Ta­blets etc. zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort zu­sam­men­fin­den.

Falls je­mand in mei­ner Le­ser­schaft ei­ne Aus­bil­dung und/oder Be­rufs­er­fah­rung im tech­ni­schen Be­reich hat (vor­zugs­wei­se als Elek­tro­tech­ni­ker oder -in­ge­nieur) und ei­ne neue Her­aus­for­de­rung als Ver­mitt­ler kom­ple­xer tech­ni­scher Zu­sam­men­hän­ge sucht, könn­te ich even­tu­ell wei­ter­hel­fen: Wir ha­ben stän­dig Be­darf an Fach­trai­nern, die ei­ner­seits tech­nisch ver­siert sind, an­de­rer­seits ei­ne Nei­gung zur päd­ago­gi­schen Sei­te des Jobs ha­ben. Ak­tu­ell ha­ben wir mehr al­ters­be­ding­te Ab­gän­ge (Ru­he­stand) als an neu­en Ge­sich­tern nach­kommt, was zu­se­hends zum Pro­blem wird, weil sich die Auf­trags­la­ge ge­gen­läu­fig ent­wickelt und schier durch die Decke schießt.

Tech­nisch (Stich­wort Di­gi­ta­li­sie­rung) sind wir ziem­lich vor­ne mit da­bei, ich ver­wei­se hier bei­spiel­haft auf un­se­ren »vir­tu­el­len Dach­gar­ten« des ICE 4, sie­he

Die Ver­mitt­lung hoch­spe­zia­li­sier­ten Wis­sens und Kön­nens im Schie­nen­fahr­zeug-Sek­tor ist frag­los in­ter­es­sant, for­dernd und ab­wechs­lungs­reich, man ist zu­dem weit­ge­hend sein ei­ge­ner Herr, aber man muß halt auch mit der an­de­ren Sei­te der Me­dail­le zu­recht­kom­men kön­nen, die da heißt Rei­se­tä­tig­keit. Die Trai­nings fin­den we­gen des Pra­xis­be­zu­ges an den Stand­or­ten der be­triebs­na­hen oder schwe­ren In­stand­hal­tung statt, und die sind – je nach Be­trei­ber der Fahr­zeu­ge und je nach Fa­kul­tät – über das Land ver­teilt und nicht un­be­dingt in der Nä­he des ei­ge­nen Wohn­or­tes. Be­deu­tet in mei­nem Me­tier (ICE) kon­kret Mün­chen, Frank­furt, Ber­lin, Ham­burg, Köln, ge­le­gent­lich auch Kre­feld, Dort­mund, Leip­zig oder Nürn­berg. Zwi­schen­drin gibt’s im­mer wie­der mal Zeit­räu­me für Pro­dukt­pfle­ge (Hand­bü­cher ak­tua­li­sie­ren, Lern­kon­zep­te an­pas­sen), die man auch da­heim zu­brin­gen bzw. frei ge­stal­ten kann.

In spe­zi­fi­schen Be­rei­chen (z.B. Käl­te­tech­nik, Zug­si­che­rungs- und Leit­tech­nik) ha­ben wir ehe­ma­li­ge Rund­funk- und Fern­seh­tech­ni­ker oder Elek­tri­ker an Bord, die sich auf ih­re Ni­schen­the­men spe­zia­li­siert ha­ben. Ar­beit gibt’s ge­nug, und als Hand­lungs­rei­sen­der in Sa­chen Bil­dung hat man Frei­heits­gra­de, die ein sta­tio­nä­rer Mit­ar­bei­ter mit Chef im Rücken eher nicht hat.

»Ge­setz­tes Al­ter« ist üb­ri­gens kein Pro­blem: Wir ha­ben ei­ni­ge In­ge­nieu­re und an­de­re Fach­leu­te im Team, die erst mit deut­lich jen­seits der 50 zu uns ge­fun­den ha­ben (und mit ih­rem Job zu­frie­den bis glück­lich sind). Pi mal Dau­men kann man sa­gen, daß es beid­sei­tig loh­nend ist, wenn ei­ner nach der Ein­ar­bei­tung (ca. ein Jahr) noch et­wa zehn Jah­re vor sich hat bis zum Er­rei­chen der Al­ters­gren­ze.

Ei­ne of­fi­zi­el­le Stel­len­aus­schrei­bung fin­det sich im Kar­rie­re-Por­tal der DB. Die dort ge­for­der­te mehr­jäh­ri­ge Er­fah­rung in der In­stand­hal­tung von Trieb­fahr­zeu­gen ist kein K.O.-Kriterium!

Ach­tung: Wer sich be­wer­ben mag, mö­ge mich bit­te VORHER kon­tak­tie­ren, dann kann ich im Rah­men der Ak­ti­on »Mit­ar­bei­ter wer­ben Mit­ar­bei­ter« u. U. ei­ne »Kopf-Prä­mie« in Hö­he von 1.500 EUR kas­sie­ren, die ich im Er­folgs­fal­le selbst­ver­ständ­lich mit dem neu­en Kol­le­gen brü­der­lich tei­len wür­de... Hin­ter­her ist zu spät!

P.S.: Hier noch ein paar kei­ne Ein­blicke in die Welt des mo­bi­len Ge­raf­fels und des­sen In­stand­hal­tung:

Die dort bei der Ar­beit ge­zeig­ten Blau­män­ner zu schu­len ist die Auf­ga­be un­se­rer »Lern­be­glei­ter« von DB Trai­ning. In­ter­es­sen­ten mel­den sich bit­te bei mir.

P.S.: Auch wenn ich im­mer nur männ­li­che Be­zeich­nun­gen ver­wen­det ha­be: Neue Kol­le­gIN­NEN wä­ren uns selbst­ver­ständ­lich eben­so will­kom­men!

Mittwoch, 22. August 2018

Schau­ri­ge Schön­hei­ten

Ei­nen ih­rer best Ur­lau­be ever ver­brach­ten der zo­ne­batt­ler und sei­ne bes­se­re Hälf­te so­eben in Sie­ben­bür­gen. Oh­ne die be­freun­de­te Nach­ba­rin Al­mut S., die auf­grund Ih­rer Her­kunft dop­pel­te Mut­ter­sprach­le­rin ist, hät­te un­ser­eins Ru­mä­ni­en ver­mut­lich nie als mög­li­ches Rei­se­ziel ins Au­ge ge­faßt. So aber hat­ten wir das Glück, ei­ne mit der Ge­gend, den Men­schen und ih­rer Spra­che ver­trau­te Tür­öff­ne­rin an un­se­rer Sei­te zu wis­sen, was un­se­re Som­mer­fri­sche zu ei­nem ganz be­son­de­ren (und nach­hal­tig wir­ken­den) Er­leb­nis wer­den ließ. Da­zu wird spä­ter mehr zu er­zäh­len sein, wenn die rei­che Bild-Aus­beu­te der Rei­se ge­sich­tet und ge­wich­tet ist. Einst­wei­len ma­che ich mei­ner Le­se­rIn­nen­schaft Mund und Au­gen wäss­rig mit ei­ner klei­nen, künst­lich ent­färb­ten und leicht ver­dü­ster­ten Vor­schau...

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Für den zur Me­lan­cho­lie und Weh­mut nei­gen­den En­des­un­ter­fer­tig­ten ge­riet die Ex­pe­di­ti­on un­ver­hoff­ter- und un­ge­plan­ter­wei­se auch zum Flash­back in die ei­ge­ne Kind­heit, was ihn durch­aus kalt er­wisch­te. Auch dar­über dem­nächst mehr in die­sem vir­tu­el­len Mi­ni-Thea­ter!

Montag, 9. Juli 2018

Klei­nes Klang­wun­der

Klein, fein und mein: Q Acoustics 3020

Samstag, 9. Juni 2018

Lücken­bü­ßer

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Kunstaktion »bodies in urban spaces«

Freitag, 11. Mai 2018

Schat­ten­freu­de

Schlagschattenwerfende Passanten unterhalb der Elbphilharmonie zu Hamburg

Dienstag, 27. März 2018

Black is be­au­ti­ful

Wäh­rend mei­ner ei­ner als di­let­tie­ren­der Knip­ser mit au­to­di­dak­tisch an­ge­le­se­nem Halb­wis­sen hin und wie­der ei­nen pas­sa­blen Schnapp­schuß zu­stan­de bringt, ist mein Nach­bar Ro­bert Söll­ner ein rich­ti­ger Licht­bild­ner aus Pro­fes­si­on und Lei­den­schaft, bei dem fast je­der Schuß ein Tref­fer ist, wie sich die ge­neig­te Le­ser­schaft beim Durch­blät­tern sei­nes Fo­to­blogs wahrscheinlicht.de selbst über­zeu­gen kann.

Mich be­ein­drucken vor al­lem sei­ne stim­mungs­vol­len Schwarz­weiß-Auf­nah­men, und da­her ha­be ich die­ser Ta­ge am­bu­lant aus­pro­biert, in­wie­weit ich ihm da nach­ei­fern kann. Als Aus­gangs­ma­te­ri­al dien­ten mir drei Fo­tos aus mei­nem un­läng­sti­gen Rei­se­fo­to-Le­po­rel­lo aus Bil­bao, die ich mit et­was mehr Ak­ku­ra­tes­se als sonst be­schnit­ten, per­spek­tiv­kor­ri­giert, ge­schärft und schluß­end­lich ent­färbt ha­be, um ei­nen zwar un­bun­ten, aber um­so gra­fi­sche­ren Bild­ein­druck zu er­zie­len. Das hier ist das vor­läu­fi­ge amt­li­che End­ergeb­nis:

Entfärbte Impressionen aus Bilbao

Entfärbte Impressionen aus Bilbao

Entfärbte Impressionen aus Bilbao

Ob ich da­mit mei­nem Men­tor nun schon das Was­ser rei­chen kann, ist mehr als frag­lich. Aber für den An­fang bin ich selbst ganz zu­frie­den da­mit, vor al­lem aber hat mir der An­blick von Ro­berts mo­no­chro­men Mei­ster­wer­ken Lust ge­macht, selbst ver­stärkt in die­ser Rich­tung wei­ter­zu­ex­pe­ri­men­tie­ren: Die bun­te Welt um uns her­um durch Farb­ex­trak­ti­on auf das Es­sen­ti­el­le zu re­du­zie­ren, das ist ei­ne span­nen­de Her­aus­for­de­rung, die den Blick auf das We­sent­li­che schult und schärft!

Mittwoch, 7. März 2018

Neue Hei­mat

Der zo­ne­batt­ler ist ei­ne treue See­le und löst Be­zie­hun­gen nicht ein­fach auf, wenn ein paar dunk­le Wol­ken den Him­mel trü­ben. Nach fast 20 Jah­ren bei STRATO hat­te er die Fa­xen sei­nes Web­ho­sters al­ler­dings nun­mehr dicke: zu lahm, zu un­be­weg­lich, zu teu­er. Ins­be­son­de­re die Per­for­mance die­ses Blogs hier so­wie auch der von mir be­trie­be­nen »Für­ther Frei­heit« wa­ren in letz­ter Zeit un­ter al­ler Ka­no­ne: Teil­wei­se brauch­te es nach ei­nem Sei­ten­auf­ruf mehr als 10 Se­kun­den, bis sich am Bild­schirm et­was tat...

Ge­stern ha­be ich die Reiß­lei­ne ge­zo­gen und bin mit Sack und Pack und al­len Do­mains zum viel ge­rühm­ten An­bie­ter all-inkl.com um­ge­zo­gen. Ich hat­te et­was Bam­mel da­vor, die hal­be Exi­stenz hängt ja am rei­bungs­lo­sen und feh­ler­frei­en Trans­fer al­ler vir­tu­el­len Be­sitz­tü­mer. Auch wol­len nicht nur die For­ma­li­tä­ten kor­rekt und in der rich­ti­gen Rei­hen­fol­ge er­le­digt sein, man hat hin­ter­her ei­ni­ge Ar­beit an der Backe, bis man an al­len sei­nen Ge­rät­schaf­ten (PC, Ta­blet, Smart­pho­ne etc.) an den rich­ti­gen Stel­len die neu­en Ser­ver, Be­nut­zer­na­men und Paß­wör­ter ein­ge­tra­gen hat etc. pp.

Aber die Mü­he (und die kur­ze Nacht­ru­he) ha­ben sich ge­lohnt: Die Kol­la­te­ral­schä­den wa­ren er­freu­lich ge­ring und be­herrsch­bar, und in­zwi­schen flut­schen mei­ne Web­sites wie­der wie ge­schmiert. Kein Ver­gleich zu vor­her! Und das auch noch zu deut­lich ge­rin­ge­ren Ko­sten: Muß­te ich bis da­to knap­pe 15 EUR pro Mo­nat für mein Ho­sting-Pa­ket löh­nen, so zah­le ich zu­künf­tig (nach drei Frei-Mo­na­ten) nur noch ei­nen knapp 10 EUR für deut­lich mehr Lei­stung. Und so­gar von dem Zeh­ner läßt sich bei Vor­aus­zah­lung für 36 Mo­na­te noch ein 20%iger Ra­batt ab­schnei­den. Su­per!

Wie so oft denkt man sich nach ge­ta­ner Ar­beit, daß man den über­fäl­li­gen Wech­sel schon viel frü­her hät­te wa­gen sol­len. Aber egal, der Blick geht nach vorn statt nach hin­ten und mit dem frisch ge­öl­ten Un­ter­bau macht das Blog­gen jetzt wie­der Spaß!

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Ster­nen­krampf

Nach al­ler­lei mor­gend­li­chen Um­trie­ben in Nürn­berg fand ich mich heu­te ge­gen 10:45 Uhr an der Nürn­ber­ger Stadt­bi­blio­thek ein, um al­ler­lei ge­plan­ten Le­se­stoff durch­zu­se­hen. Nicht auf dem Plan hat­te ich in­des, daß sie dort erst um 11:00 Uhr die To­re öff­nen. Al­so kur­zer­hand zum Auf­wär­men gleich ge­gen­über ins Cin­e­citta ge­gan­gen und dann spon­tan ei­ne Ein­tritts­kar­te zur ak­tu­el­len Fol­ge des »Star Wars«-Epos ge­löst. Da­von kann­te ich bis da­to nur den al­ler­er­sten Film, wei­land zu Schul­zei­ten (!) war ich von der­lei noch schwer be­ein­druckt...

40 Jah­re spä­ter kam ich dann doch et­was ent­täuscht aus dem Ki­no: Klar, die vi­su­el­len Ef­fek­te sind bes­ser ge­wor­den, und ja, es wum­mert und sprat­z­elt heu­te von al­len Sei­ten auf ei­nen ein, aber von der Sto­ry her ist das al­les so öde, vor­her­sag­bar und »ty­pisch ame­ri­ka­nisch« wie ehe­dem. Trotz­dem war das Ex­pe­ri­ment er­folg­reich, denn jetzt kann ich wie­der ein paar Jahr­zehn­te auf Hol­ly­wood-Ki­no ver­zich­ten, oh­ne das Ge­fühl zu ha­ben, was zu ver­pas­sen.

Und in der Stadt­bi­blio­thek konn­te ich her­nach gro­ßes Kopf­ki­no ge­nie­ßen!

Mittwoch, 29. November 2017

Schach der Ob­so­les­zenz (2)

Ge­stern ist mir am spä­ten Abend doch glatt der Blu-ray-Play­er ins Ko­ma ge­fal­len, ein ge­ra­de mal fünf Jah­re al­ter Phil­ips BDP3280. Mit­ten im Film (»Fin­det Do­rie«) stopp­te plötz­lich die Wie­der­ga­be, der Play­er rat­ter­te noch ein we­nig, zeig­te sich aber bald völ­lig funk­ti­ons­los und war dann selbst durch so­for­ti­gen De­fi­bri­la­tor-Ein­satz (Strom­ka­bel raus, Strom­ka­bel rein, Strom­ka­bel raus, Strom­ka­bel rein) par­tout nicht wie­der­zu­be­le­ben...

Nach dem mü­he­vol­len Aus­bau aus dem Rack ha­be ich der fla­chen Flun­der un­ter die Hau­be ge­schaut und tat­säch­lich so­fort ei­nen ver­däch­tig auf­ge­bläh­ten Elek­tro­lyt-Kon­den­sa­tor im Netz­teil er­späht. Bei dem war nicht nur der Deckel sicht­bar ge­wölbt, son­dern so­gar die un­te­re Dich­tung durch Über­druck her­aus­ge­quol­len. Er­staun­li­cher­wei­se war je­doch kein Elek­tro­lyt aus­ge­tre­ten, das Ding war al­so noch dicht und die Pla­ti­ne sau­ber.

Noch ka­put­ter konn­te der Ka­sten ja nicht wer­den, al­so ha­be ich ei­nen ei­gen­hän­di­gen Re­pa­ra­tur­ver­such be­schlos­sen und heu­te zum Fei­er­abend im ört­li­chen Fach­han­del Er­satz be­sorgt. Ein neu­er El­ko von glei­cher Ka­pa­zi­tät, aber deut­lich hö­he­rer Span­nungs­fe­stig­keit (und da­mit Le­bens­dau­er) ko­stet mich dort sa­ge und schrei­be 1,00 EUR. Hier se­hen wir den be­reits ein­ge­lö­te­ten lan­gen Kerl (braun) ne­ben der ver­gleichs­hal­ber da­zu­ge­stell­ten grü­nen Lei­che sei­nes Vor­gän­gers:

Links der defekte Elko (grün), rechts sein Nachfolger (braun)

Ich muß­te das deut­lich grö­ße­re Er­satz­teil nicht mal flach­le­gen, das Ge­rä­te­ge­häu­se bot noch ge­nug Luft nach oben, um den stram­men Max auch im auf­rech­ten Zu­stand zu be­her­ber­gen. Nach dem par­ti­el­len Zu­sam­men­bau (aus­ge­bau­te Netz­teil­pla­ti­ne wie­der rein­ge­schraubt, Netz­ka­bel ge­steckt, Ge­häu­se­front drauf­ge­schnappt) kam die Se­kun­de der Wahr­heit:

Neustart des Players nach erfolgtem Teiletausch

Das freund­li­che »HELLO« stimm­te mich schon mal er­war­tungs­froh, und zur gro­ßen Freu­de des Be­richt­erstat­ters wur­de die auf­kei­men­de Hoff­nung nicht ent­täuscht: Der Play­er tut in je­der Hin­sicht wie­der, wie er soll. Al­so zack, den Deckel drauf und das Ding in sein Ha­bi­tat zu­rück­ver­bracht. Heu­te Abend kann der Rest des Films gou­tiert wer­den!

Bei der be­glei­ten­den Re­cher­che im Netz fand ich her­aus, daß Blu-ray- und DVD-Play­er ge­ne­rell un­ter Kurz­le­big­keit zu lei­den schei­nen, die der Mar­ke Phil­ips im Spe­zi­el­len (aber nicht nur). Auch hier er­in­nert ein be­kann­ter Na­me an bes­se­re Zei­ten und an ein frü­he­res Ver­spre­chen von Qua­li­tät, wel­ches von vie­len ak­tu­el­len Pro­duk­ten längst nicht mehr ein­ge­löst wird. Lei­der sind ein­ge­bau­te »Soll­bruch­stel­len« heut­zu­ta­ge fast die Re­gel, ich er­in­ne­re an den ähn­lich ge­la­ger­ten Fall mit mei­nem ma­la­den Mo­ni­tor.

Da wie hier ru­fe ich auf zum Wi­der­stand: Kun­den, wehrt Euch, re­pa­riert Eu­re Ge­rä­te! Und straft durch Kauf­ver­wei­ge­rung je­ne Her­stel­ler ab, die es be­son­ders arg trei­ben...

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Mittwoch, 26. Juli 2017

Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Au­ge

Gut 25 Jah­re lang ha­ben mein SO­NY-Ver­stär­ker TA-F550ES und sein CD-ab­spie­len­der Kum­pel CDP-X222ES be­stens mit­ein­an­der har­mo­niert. Vor ei­ni­gen Mo­na­ten hat­te ich mir noch den zum En­sem­ble pas­sen­den Tu­ner ST-S550ES aus der elek­tri­schen Bucht ge­fischt und dem CD-Play­er auf’s ble­cher­ne Dach ge­stellt. Das hat der mir of­fen­bar übel­ge­nom­men: Nach ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert fröh­li­chen Mu­si­zie­rens hat der di­ven­haf­te Schei­ben-Spie­ler den in sein Re­vier ein­ge­drun­ge­nen Tu­ner nur ei­ne Wo­che lang hucke­pack er­tra­gen und dann ein­ge­schnapp­ter­wei­se dau­er­haft den Dienst quit­tiert.

Nach Ein­le­gen ei­ner CD hör­te man nur noch das Lauf­werk ticken, es wur­de aber kein In­halts­ver­zeich­nis mehr er­kannt. Manch­mal wur­de »-NO DISC-« (bzw. dank mei­ner Um­pro­gram­mie­rung »-NIX DRIN-«) im Dis­play an­ge­zeigt. Mit­un­ter dreh­te auch der An­trieb hoch auf eher un­ge­sun­de Dreh­zah­len und man konn­te dann nur noch den Power-Schal­ter be­tä­ti­gen, um die ir­re Ra­se­rei zu be­en­den. Auf wun­der­sa­me Spon­tan­hei­lung war bei die­sem Feh­ler­bild de­fi­ni­tiv nicht zu hof­fen... [1]

Der Aus­bau des Play­ers aus des zonebattler’s Lun­dia-Re­gal war ei­ne müh­sa­me und da­her wo­chen­lang auf­ge­scho­be­ne An­ge­le­gen­heit. Als ich mich end­lich da­zu auf­raf­fen konn­te und den Play­er dann ge­öff­net auf dem OP-Tisch ste­hen hat­te, wa­ren (wie nicht an­ders er­war­tet) kei­ne of­fen­kun­di­gen Bles­su­ren zu er­ken­nen:

Viel Luft unter der Haube: der geöffnete SONY CDP-X222ES

Was tun? Ei­nen Play­er glei­chen (oder bes­se­ren, in je­dem Fall: pas­sen­den) Typs in na­he­zu per­fek­tem Er­hal­tungs­zu­stand ge­braucht zu er­wer­ben, hät­te er­stens gu­tes Geld ge­ko­stet und wä­re zwei­tens mit dem Ri­si­ko be­haf­tet ge­we­sen, daß das Aus­tausch­ge­rät auf­grund sei­nes ver­gleich­ba­ren Al­ters wo­mög­lich auch nicht mehr lan­ge ge­hal­ten hät­te. Zu­dem war funk­tio­na­ler Er­satz in Form ei­nes klei­ne­ren GRUNDIG CD-Spie­lers zur Hand, und nur für den mon­dä­ne­ren Auf­tritt ei­nes vi­su­ell stim­mi­gen SO­NY-Young­timers woll­te ich nicht all­zu­viel aus­ge­ben. Was blieb als sinn­vol­le Op­ti­on üb­rig? Der Ver­such ei­ner ei­gen­hän­di­gen Re­pa­ra­tur durch Kom­po­nen­ten­tausch!

Magisches Auge: die in der Bildmitte sichtbare Lasereinheit

Nach Mei­nung di­ver­ser Fo­ren-Freun­de der Old-Fi­de­li­ty-Frak­ti­on hat­te ver­mut­lich die La­ser-Ab­tastein­heit mei­nes Spie­lers das Zeit­li­che ge­seg­net, viel­leicht auch des­sen An­steu­er­elek­tro­nik drum­her­um. Da der ver­bau­te La­ser vom Typ KSS-240A als preis­wer­tes Er­satz­teil bei eBay für schlap­pe EUR 13,50 (in­cl. ship­ping) zu ha­ben war, ha­be ich mir test­hal­ber ei­nen sol­chen be­stellt: Ka­put­ter als ka­putt konn­te mein CD-Play­er ja schließ­lich durch ei­nen Pick­up-Wech­sel nicht wer­den! We­ni­ge Ta­ge spä­ter lag das klei­ne Schäch­tel­chen mit dem neu­en La­ser-Au­ge in der Post.

It's a SONY: schwarze Schönheit im Stil der frühen 1990er Jahre

Al­so flugs das nö­ti­ge Werk­zeug zu­recht- und dann los­ge­legt: Deckel ab, Schub­la­den­blen­de run­ter, ein Dut­zend Schrau­ben raus, Ge­rä­te­front weg­ge­klappt, Ka­bel ab, Lauf­werk raus, Schub­la­de ab, al­ten La­ser raus, neu­en rein, al­les wie­der in um­ge­dreh­ter Rei­hen­fol­ge zu­sam­men­ge­baut und da­bei we­der ei­ne Schrau­be ver­ges­sen noch ir­gend­wo hin­ge­langt, wo es nicht gut tä­te. Das vor­läu­fi­ge amt­li­che End­ergeb­nis: Läuft wie­der. Wie ei­ne Eins, auf An­hieb und oh­ne je­des Mur­ren. Hur­ra!

In­zwi­schen ist auch der im Wort­sin­ne schweiß­trei­ben­de Teil der Ar­beit er­le­digt: Die Wie­der­ein­glie­de­rung des Pa­ti­en­ten an sei­nen Ar­beits­platz. Das ist bei mir im­mer ein Elend, weil Reg­al­bö­den tem­po­rär an­ge­ho­ben und fi­xiert wer­den müs­sen (aber auf­grund von Ver­stre­bun­gen nicht ein­fach her­aus­ge­nom­men wer­den kön­nen), weil die Netz­ka­bel über meh­re­re Eta­gen zwi­schen Wand und Lun­dia-Re­gal hin­un­ter­ge­führt wer­den müs­sen [2] (zu wel­chem Zwecke ton­nen­wei­se ed­le Kunst­bän­de um­zu­ran­gie­ren sind) und, und, und. Egal, der Schweiß ist in­zwi­schen längst ge­trock­net (und wur­de ja auch zeit­nah ab­ge­wa­schen), der An­blick ent­schä­digt mich nun­mehr für al­le Mü­hen:

Qualität kennt kein Alter: der wiederbelebte CD-Player inmitten seines Habitats

Jetzt hof­fe ich mal, wie­der für ein Vier­tel­jahr­hun­dert Ru­he resp. Mu­sik um mich zu ha­ben. Was frei­lich eher ein nai­ver Wunsch­traum ist als ei­ne rea­li­sti­sche Er­war­tungs­hal­tung, denn die He­ge und Pfle­ge al­ter Au­dio-Ge­rä­te ist mit dem Be­sit­zen und Be­trei­ben au­to­mo­bi­ler Old­ti­mer durch­aus ver­gleich­bar: Zwar ro­sten ei­nem al­te Re­cei­ver, Ver­stär­ker oder Tu­ner nicht un­ter dem Hin­tern weg, aber der Zahn der Zeit nagt an al­lem, nicht nur an me­cha­ni­schen Kom­po­nen­ten, son­dern auch an äu­ßer­lich un­be­weg­ten Elek­tro­nik-Bau­tei­len. Ir­gend­was ist so gut wie im­mer, und ei­nen be­son­de­ren Ge­schmack zu ha­ben war und ist auch wei­ter­hin mit et­was mehr Auf­wand ver­bun­den. Egal: Hier und heu­te wird erst­mal wie­der fröh­lich auf­ge­spielt!

 
[1] Mit­un­ter reicht das vor­sich­ti­ge Rei­ni­gen der ver­staub­ten oder be­schla­ge­nen Lin­se, wenn ein CD-Play­er zickt und mehr und mehr Sil­ber­schei­ben an­zu­neh­men ver­wei­gert. Ein spon­ta­ner To­tal­aus­fall von jetzt auf gleich ist je­doch ein si­che­res In­diz für ein schwer­wie­gen­de­res Pro­blem, dem mit ei­nem al­ko­hol­ge­tränk­ten Wat­te­stäb­chen al­lein nicht bei­zu­kom­men ist...

[2] Ach, was gä­be ich da­für, wenn al­le mei­ne ge­lieb­ten Ge­rä­te rück­sei­tig mit steck­ba­ren Netz­ka­beln ver­se­hen wä­ren!

Dienstag, 25. Juli 2017

An­ti-Aging-An­satz

Hin­ter und vor den Ku­lis­sen von zonebattler’s ho­me­zo­ne hat sich et­was ge­tan: Zum ei­nen wur­de die hand­ge­schnitz­te Lei­ste mit Mi­nia­tur-Icons zum Wei­ter­emp­feh­len ei­nes Bei­tra­ges über di­ver­se so­zia­le Netz­wer­ke durch ei­ne schicke Plugin-Lö­sung er­setzt, die jetzt am rech­ten Sei­ten­rand sta­tio­nä­re (al­so nicht mit­scrol­len­de) bun­te Knöp­fe ein­bin­det. Das macht sich auch in der be­reits im letz­ten Jahr rea­li­sier­ten Mo­bil­fas­sung mei­nes Blogs für Smart­pho­nes be­merk­bar, in wel­cher die gro­ßen bun­ten »Teilen«-Knöpfe nun­mehr so­gar für Grob­mo­to­ri­ker gut zu be­die­nen sind.

Fer­ner gibt es zu ver­mel­den, daß ich seit der letzt­wö­chi­gen End­zeit­stim­mung neu­er­dings durch­gän­gig die Wor­d­Press-Me­dia­thek nut­ze und mei­ne Fo­tos nicht mehr mit ma­xi­mal 500 Pi­xeln Brei­te, son­dern mit 800 Pi­xeln Kan­ten­län­ge hoch­la­de. Zur Hi­sto­rie des hie­si­gen Bil­der­wachs­tums sie­he mei­ne Ver­laut­ba­rung vom 28. Au­gust 2008. Auf den er­sten Blick wird man die For­mat­än­de­rung gar nicht be­mer­ken, sie äu­ßert sich erst beim Maus­klick auf ein Bild (wel­ches dann ge­schmei­dig auf Ma­xi­mal­grö­ße auf­zoomt). Als net­ter Ne­ben­ef­fekt sind in der Mo­bil­fas­sung für­der­hin run­de Vor­schau­bild­chen in der Bei­trags­li­ste zu se­hen statt der bis­he­ri­gen Da­tums-Krin­gel.

Auf die­se Art ver­su­che ich mein Blog mit al­ler­lei vir­tu­el­len Krücken lay­out­tech­nisch mit der Zeit ge­hen bzw. hum­peln zu las­sen, oh­ne ei­nen har­ten Schnitt zu ma­chen und die bis­he­ri­ge Ta­pe­te durch ein mo­der­nes »re­spon­si­ve The­me« zu er­set­zen. Das wür­de näm­lich auf­grund der in zahl­lo­sen Ar­ti­keln an­ge­wand­ten HTML-Tricks ma­nu­el­le Nach­ar­beit in nicht zu be­wäl­ti­gen­der Grö­ßen­ord­nung er­for­dern.

Mein Dank gilt dem Ro­bert von ne­ben­an, dem ich beim Auf­bau sei­nes ei­ge­nen Fo­to­blogs un­ter­stützt und da­bei be­merkt ha­be, wie weit sich die Tech­nik in­zwi­schen fort­ent­wickelt hat. So be­fruch­te­te die Ar­beit an der frem­den Bau­stel­le die (über)fälligen Re­no­vie­rungs­maß­nah­men an der ei­ge­nen. Ei­ne ech­te Win-Win-Si­tua­ti­on!

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