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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Mittwoch, 28. Oktober 2009

Wis­sen ist M(arktm)acht

Die Auf­rü­stung mei­nes elek­tro­ni­schen Of­fi­ziers-Ta­schen­mes­sers zum Hel­fer (und Rat­ge­ber) für al­le Fäl­le schrei­tet hur­tig vor­an: Nach­dem ich nun schon ei­ne gan­ze Wei­le »Ge­heim­bot­schaf­ten« ent­schlüs­seln kann (und ei­ne ei­ge­ne sol­che neu­er­dings am Heck­fen­ster mei­ner Renn­gur­ke spa­zie­ren­fah­re), kann ich jetzt mit barcoo.de auch de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu x-be­lie­bi­gen Pro­duk­ten ab­ru­fen, in­dem ich ein­fach de­ren Bar­code mit der Han­dy-Ka­me­ra ab­scan­ne. Ein er­ster am­bu­lan­ter Test mit der Sa­lat­dres­sing-Fla­sche im Kühl­schrank ver­lief ab­so­lut über­zeu­gend: We­ni­ge Se­kun­den nach dem Ab­knip­sen des Eti­ket­tes hat­te ich schon die Nähr­wert­an­ga­ben auf dem Dis­play. Der Ham­mer! Im bar­coo­blog kann man nach­le­sen, wo­zu der Dienst sonst noch taugt. Ein fei­nes Werk­zeug für mün­di­ge Ver­brau­cher und sol­che, die es wer­den wol­len!

Samstag, 3. Oktober 2009

3 zu 1

Wer ger­ne macht, tut und tüf­telt, ist mit ei­nem 249-tei­li­gen Werk­zeug­ka­sten ge­mein­hin bes­ser be­dient als mit dem Schwei­zer Of­fi­ziers-Ta­schen­mes­ser. Frei­lich schleppt man sei­ne Werk­statt­aus­rü­stung schon aus Ge­wichts- und Vo­lu­men­grün­den nicht stän­dig mit sich her­um, und so muß man sich im Zwei­fel eben doch zu­wei­len mit dem platz­spa­ren­den Not­fall­werk­zeug zu hel­fen wis­sen. Nicht an­ders ver­hält es sich mit den mo­der­nen Pro­blem­lö­sern [1] des In­for­ma­ti­ons­zeit­al­ters: Der zo­ne­batt­ler ist es nun­mehr lang­sam aber si­cher leid, in sei­nem aus­la­den­den Ex­pe­di­ti­ons­gurt stän­dig Or­ga­ni­zer, Ka­me­ra und Han­dy um den Bauch ge­schnallt (bzw. über die Schul­ter ge­hängt) und da­mit griff- und zück­be­reit zur Hand zu ha­ben...

Des zonebattler's Gadgets

Bis­lang schien es al­ler­dings kei­ne rech­te Al­les-in-Ei­nem-Al­ter­na­ti­ve zu dem dis­kre­ten Drei­ge­stirn aus elek­tro­ni­schem Ge­dächt­nis, glä­ser­nem Auf­nehm-Au­ge und por­ta­bler Te­le­fon­zel­le zu ge­ben, je­den­falls kei­ne, die von ernst­haft dis­ku­tier­ba­rer Qua­li­tät ge­we­sen wä­re. Aber in­zwi­schen ha­be mich doch mit dem Ge­dan­ken an­ge­freun­det, des öf­te­ren nur noch mit »leich­tem Ge­päck« un­ter­wegs und den­noch auf (fast) al­le Even­tua­li­tä­ten vor­be­rei­tet zu sein. Die­ser Ta­ge ist es mir näm­lich ge­lun­gen, das be­rufs­hal­ber über­ant­wor­te­te No­kia 5800 Xpress­Mu­sic zu ei­nem pas­sa­blen Uni­ver­sal-Werk­zeug hoch­zu­rü­sten:

Nokia 5800 XpressMusic mit StyleTap und einigen darunter installierten Palm-Programmen

Ein Te­le­fon ist das nicht un­be­dingt de­sign­preis­ver­däch­ti­ge Ding ja nun schon von Hau­se aus, und sei­ne ein­ge­bau­te Ka­me­ra ist zwar letzt­lich nur ein Not­be­helf, aber als sol­cher zu­min­dest schön­wet­ter­taug­lich und so­mit bes­ser als nix. [2] Wo­mit wir schon zwei von drei oft be­nö­tig­ten Ge­rät­schaf­ten in dem ei­nen Ap­pa­ril­lo ver­ei­nigt hät­ten. Als Or­ga­ni­zer-Er­satz taug­te mir das Mul­ti­me­dia-Ta­lent trotz be­ein­drucken­den Klan­ges und Ta­schen­ki­no-Fä­hig­kei­ten bis­lang nicht: Zwar fin­den sich über di­ver­se Fo­ren und Fan­sei­ten al­ler­lei necki­sche Spiel­chen und son­sti­ge Zeit­ver­trei­ber, an ernst­haf­ten An­wen­dun­gen frei­lich herrsch­te und herrscht auf­fäl­li­ger Man­gel.

Mit dem ge­nia­len Pro­gramm Styl­eTap ha­be ich es aber in kür­ze­ster Zeit ge­schafft, aus dem Life­style-Plap­per­ka­sten ei­nen ernst­zu­neh­men­den Ho­sen­ta­schen-Se­kre­tär zu ma­chen: Styl­eTap ist ei­ne das Palm OS si­mu­lie­ren­de Lauf­zeit­um­ge­bung, die mir den Be­trieb mei­ner hoch­ge­schätz­ten Palm-Pro­gram­me auf dem Sym­bi­an-ge­trie­be­nen Mo­bil­te­le­fon er­mög­licht! Ka­len­der, Adreß­buch, Auf­ga­ben­li­ste, No­ti­zen, re­la­tio­na­le Da­ten­ban­ken (mit mei­nen Samm­lungs­be­stän­den, Impf­paß, Wein­kel­ler­be­stand usw.), Fi­nanz­buch­füh­rung, Fahr­ten­buch und sta­pel­wei­se ak­tu­el­le Off­line-Lek­tü­re, al­les ist wie­der in ge­wohn­ter Form zur Hand und das über­dies in Far­be und in vier­fa­cher Auf­lö­sung als bis­her! Zwar funk­tio­niert die Da­tei­syn­chro­ni­sa­ti­on mit dem sta­tio­nä­ren PC nur ma­nu­ell, aber un­ter­wegs grei­fe ich oh­ne­hin meist nur le­send auf mei­ne ge­spei­cher­ten Da­ten­be­stän­de zu. Ei­ne al­le­mal all­tags­taug­li­che Lö­sung al­so, die zu­dem -im kras­sen Un­ter­schied zu manch’ hoch­ge­hyp­ten Kon­kur­renz­pro­dukt- nicht mit ho­hen Fol­ge­ko­sten durch Pro­vi­der- und Dien­ste­an­bin­dung be­la­stet ist.

Von mei­nem theo­re­ti­schen Ide­al ei­nes in je­der Dis­zi­plin wirk­lich her­aus­ra­gen­den Drei­kämp­fers ist das No­kia 5800 Xpress­Mu­sic noch ein gan­zes Stück ent­fernt, doch ist der Lei­dens­druck nicht mehr all­zu groß: Das gro­ße Plus liegt in der fan­ta­sti­schen Op­ti­on, un­ter dem völ­lig an­ders­ge­ar­te­ten Be­triebs­sy­stem ei­nes Mo­bil­te­le­fons die ver­trau­ten (und teils teu­er be­zahl­ten) Alt­an­wen­dun­gen aus der Palm-PDA-Ära wei­ter­be­trei­ben zu kön­nen. Zu­mal sich die­se sich in Sa­chen Lei­stungs­fä­hig­keit und Be­nut­zer­freund­lich­keit nach wie vor se­hen las­sen kön­nen und kei­nes­wegs scham­haft ver­stecken müs­sen: Ein dickes Dan­ke­schön an die Pro­gram­mie­rer von Styl­eTap!

 
[1] Zu­wei­len as­si­stie­ren ei­nem die elek­tri­schen Hel­fers­hel­fer frei­lich bei der Lö­sung von Pro­ble­men, die man oh­ne sie erst gar nicht hät­te...

[2] Die be­ste Ka­me­ra ist be­kannt­lich die, die man da­bei hat, nicht je­ne, die da­heim im Re­gal steht, wenn ei­nem das Mo­tiv der Mo­ti­ve vor die Au­gen springt!

Sonntag, 6. September 2009

Ratz – F.A.Z. – Le­se­fut­ter

Nach­dem das wei­land be­ste Nach­rich­ten­ma­ga­zin im Staa­te auch nur noch ein dif­fu­ser Schat­ten sei­ner selbst ist und die über­re­gio­na­le Ta­ges­zei­tung aus der baye­ri­schen Lan­des­haupt­stadt gleich­falls zu­se­hends vers­eich­tet, kommt als mor­gend­li­che Zug-Lek­tü­re für den bil­dungs­hung­ri­gen zo­ne­batt­ler tat­säch­lich fast nur noch die F.A.Z. in Fra­ge, de­ren fa­mo­ses Feuil­le­ton z.B. sei­nes­glei­chen sucht in der bun­des­deut­schen Pres­se­land­schaft. Seit Jah­ren prä­fe­riert der Be­rich­ten­de das dis­kre­te Stu­di­um der lieb­ge­won­ne­nen Ta­ges­po­stil­le auf sei­nem stets griff­be­rei­ten klei­nen Zau­ber­ka­sten. Der ist zwar mitt­ler­wei­le auch in die Jah­re ge­kom­men, aber war­um soll­te man ei­nen be­währ­ten und höchst zu­ver­läs­si­gen Ta­schenk­um­pel durch ei­nen neu­mo­di­schen Schnick­schnack-Ap­pa­ril­lo er­set­zen, der sich letz­ten En­des doch als bun­ter Blen­der (mit er­heb­li­chen Fol­ge­ko­sten durch un­ent­weg­tes On­lini­sie­ren) ent­puppt? Eben.

Bis vor kur­zem nutz­te ich zum läs­si­gen Le­sen den Dienst »Avant­Go«, wel­cher mir all­mor­gend­lich ei­ne An­zahl vir­tu­el­ler Zei­tun­gen über den PC auf das dort an­ge­dock­te klei­ne Käst­chen spiel­te. Dum­mer­wei­se hat der Be­trei­ber den Ser­vice auf ein­mal -mir nix, dir nix- ein­ge­stellt, und ich stand für ei­ni­ge Ta­ge oh­ne ak­zep­ta­blen Er­satz da. Nun kann man ja -vor al­lem an­ge­sichts der ak­tu­el­len Um­bau­ar­bei­ten ent­lang der Bahn­tras­se- zwi­schen Fürth und Nürn­berg mit Ge­winn aus dem Zug­fen­ster gucken, re­tour wo­mög­lich auch, aber auf Dau­er ist die da­durch er­lang­te (und er­lang­ba­re) Ho­ri­zont­er­wei­te­rung eher ein­sei­ti­ger Na­tur. Ich sann al­so not­ge­drun­gen auf Ab­hil­fe.

Im­mer­hin war es mir schon frü­her ge­glückt, un­se­re hie­si­gen Re­gio­nal­blät­ter ins We­sten­ta­schen­for­mat zu kon­ver­tie­ren. Und sie­he, auch bei der gro­ßen F.A.Z. ha­be ich es letzt­lich hin­be­kom­men, sie auf mei­nen klei­nen, grü­nen Schirm zu krie­gen:

Palm-PDA mit der Mobil-Ausgabe der F.A.Z.

Für den ver­mut­lich mitt­ler­wei­le ei­ni­ger­ma­ßen über­schau­ba­ren Kreis der treu­en Palm-An­wen­der sei das (un­ter Win­dows XP ge­te­ste­te) Re­zept hier im De­tail be­schrie­ben: Man in­stal­lie­re sich zu­nächst den Sites­coo­per, ein Pro­gramm, wel­ches be­lie­bi­ge Web­sites ab­grast, sich da­bei die ei­gent­lich in­ter­es­sie­ren­den re­dak­tio­nel­len In­hal­te aus dem um­ge­ben­den Wust von Re­kla­me, Bla und Blub­ber her­aus­schnip­pelt und dar­aus schließ­lich ei­ne sau­ber for­ma­tier­te Ar­ti­kel-Samm­lung im pas­sen­den For­mat für das Le­se-Pro­gamm der ei­ge­nen Wahl er­zeugt.

Mit den pas­sen­den Skript-Da­tei­en las­sen sich letzt­lich al­le Ar­ten von On­line-Sei­ten durch den Sites­coo­per wunsch­ge­mäß auf­be­rei­ten. Im Fal­le der F.A.Z. ist das so­gar aus­ge­spro­chen ein­fach, weil der Ver­lag als sehr ent­ge­gen­kom­men­den Ser­vice selbst ei­ne un­be­bil­der­te Kom­pakt-Ver­si­on für Or­ga­ni­zer an­bie­tet. Die kann man oh­ne wei­te­res Ge­ba­ste­le so­zu­sa­gen 1:1 her­un­ter­sau­gen. Mein Sites­coo­per-Skript [1] muß ein­zig noch ein paar merk­wür­dig ko­dier­te In­ter­punk­ti­ons- und Son­der­zei­chen um­wan­deln, da­mit die Ar­ti­kel her­nach auf dem Palm-Dis­play or­dent­lich les­bar dar­ge­stellt wer­den. Als pas­sen­den Re­ader für sei­nen Pla­stik-PDA be­vor­zugt un­ser­eins den »Plucker«. Um die er­for­der­li­che Kom­pa­ti­bi­li­tät zum seit län­ge­rer Zeit nicht mehr wei­ter­ent­wickel­ten Sites­coo­per si­cher­zu­stel­len, la­de man sich von der Down­load-Sei­te als Kon­ver­ter für den PC den Plucker v1.1.13 und für den PDA den Plucker-View­er v1.2 her­un­ter, mit dem For­ma­tie­rung, Zei­len­ab­stän­de etc. am be­sten zu ge­fal­len wis­sen.

Wenn’s denn mal so läuft, wie es lau­fen soll, dann geht die täg­li­che Ak­tua­li­sie­rung des Le­se­stoffs [2] mit ei­nem Maus­klick von der Hand: Sites­coo­per am PC star­ten, durch­lau­fen las­sen, Or­ga­ni­zer syn­chro­ni­sie­ren und ab durch die Mit­te! Der ein­zig nen­nens­wer­te Nach­teil der Me­tho­de: Ich kom­me in den werk­täg­lich 2x7 Mi­nu­ten Fahr­zeit nicht an­nä­hernd durch mit mei­ner in­di­vi­du­ell auf­be­rei­te­ten Pres­se­schau...

 
[1] Das ver­link­te ZIP-Ar­chiv ent­hält ne­ben der deutsch­spra­chi­gen Fas­sung des emp­foh­le­nen Plucker-View­ers noch wei­te­re Sites­coo­per-Skrip­te für Te­le­po­lis und den be­lieb­ten Hei­se New­sticker. Sol­che für die Für­ther Nach­rich­ten und de­ren zahl­lo­sen Schwe­ster­blät­ter aus glei­chem Hau­se kann ich In­ter­es­sen­ten auf An­fra­ge ger­ne zur Ver­fü­gung stel­len.

[2] Qua­li­ta­tiv pas­sa­bler Nach­schub kann auf Dau­er na­tür­lich nur ge­währ­lei­stet blei­ben, wenn sich die Ge­schäfts­mo­del­le der Ver­lags­häu­ser lang­fri­stig für die­se be­zahlt ma­chen. Der zo­ne­batt­ler emp­fiehlt da­her, wei­ter­hin Printer­zeug­nis­se zu kau­fen und sich nur das für lau zu neh­men, was die In­hal­te-An­bie­ter von sich aus ko­sten­los un­ters Volk streu­en...

Freitag, 11. Juli 2008

Pend­ler­blick

Wäh­rend der 6-mi­nü­ti­gen Zug­fahrt von FÜ nach N ha­be ich heu­te in mei­nem vir­tu­el­len Zei­tungs­au­to­ma­ten zwei höchst un­ter­schied­li­che, aber gleich le­sens­wer­te Ar­ti­kel in der F.A.Z. ge­fun­den: Ein­mal ei­nen über wo­mög­lich dräu­en­de Zu­stän­de hier­zu­lan­de und so­dann ei­nen über herr­schen­de Zu­stän­de an­dern­orts. Bin mal ge­spannt, was mir auf der Rück­fahrt heu­te Nach­mit­tag un­ter die neu­gie­ri­gen Au­gen kommt, wenn ich wei­te­re sechs Mi­nu­ten Le­se­zeit zur Ver­fü­gung ha­be...

Sonntag, 9. Dezember 2007

En­er­gie­bol­zen

Mit­un­ter be­kommt selbst der durch­aus tech­ni­kaf­fi­ne zo­ne­batt­ler bahn­bre­chen­de tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen nicht so­fort mit, vor al­lem wenn die­se eher klein und un­schein­bar da­her­kom­men: Über ein Jahr nach der Markt­ein­füh­rung (!) bin ich tat­säch­lich erst die­ser Ta­ge auf die neu­ar­ti­gen »ene­loop«-Ak­kus auf­merk­sam ge­wor­den, die der Her­stel­ler San­yo in den Bau­grö­ßen Mi­gnon (AA) und Mi­cro (AAA) fer­tigt und über den ein­schlä­gi­gen Fach­han­del ver­treibt.

Bei bei­den Ty­pen han­delt es sich zu­nächst ein­mal um wie­der­auf­lad­ba­re Zel­len in Nickel­me­tall­hy­drid-Tech­nik (NiMH). Äu­ßer­lich sind die klei­nen Strom­spei­cher eher de­zent ge­wan­det und ein­ger­ma­ßen un­auf­fäl­lig:

eneloop-Akkus in Mignon-Größe (AA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AA) in mei­ner Ka­me­ra

Auch ih­re in­ne­ren Wer­te las­sen zu­nächst kei­ne Wun­der er­hof­fen: Mit 2000 mAh (Mi­gnon) bzw. 800 mAh (Mi­cro) lie­gen die zy­lin­dri­schen Zel­len so­gar si­gni­fi­kant un­ter­halb der heut­zu­ta­ge üb­li­chen Ka­pa­zi­tä­ten (ca. 2700 mAH bei Mi­gnon-Ak­kus und bis 1100 mAh bei Mi­cros).

Der Clou liegt in der bei die­sen Ak­kus phä­no­me­nal ge­rin­gen Selbst­ent­la­dung, die nun­mehr auch den sinn­vol­len Ein­satz in Ge­ring­ver­brau­chern wie Fern­be­die­nun­gen und Uh­ren oder nur recht spo­ra­disch be­nutz­ten »Bat­te­rie-Auf­be­wah­rungs­be­häl­tern« (vul­go »Ta­schen­lam­pen«) er­mög­licht: Wäh­rend sich rand­voll ge­la­de­ne NiMH-Zy­lin­der her­kömm­li­cher Mach­art bei Nicht­be­nut­zung re­la­tiv zü­gig ent­la­den (und da­mit als län­ger mit­ge­führ­te Not­fall­re­ser­ve we­nig tau­gen), sol­len die ene­loops selbst nach ei­nem Jahr La­ger­zeit im­mer noch 85% der ehe­dem zu­ge­führ­ten La­dung in­tus ha­ben!

eneloop-Akkus in Micro-Größe (AAA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AAA) in mei­nem Or­ga­ni­zer

Ins­be­son­de­re für Di­gi­tal­knip­ser wie mich kommt das ei­ner Of­fen­ba­rung gleich: End­lich muß man vor ei­ner Fo­to-Tour oder Ur­laubs­rei­se nicht mehr sämt­li­che Ak­ku-Sät­ze neu la­den, end­lich muß man nicht mehr mit an sich un­nö­ti­gen La­de­zy­klen die Le­bens­dau­er sei­ner kost­ba­ren Zel­len stra­pa­zie­ren. Da er­scheint die no­mi­nell ge­rin­ge­re Ka­pa­zi­tät der ene­loops nicht wirk­lich mehr als gro­ßer Nach­teil: Was nüt­zen ei­nem schon 2700 mAh, wenn mehr als 10% da­von schon in den er­sten paar Ta­gen von selbst »ver­puf­fen«?! Ent­schei­dend ist doch letzt­lich, wie­viel man von der ur­sprüng­lich hin­ein­ge­steck­ten En­er­gie nutz­brin­gend wie­der ent­neh­men kann, und da schla­gen die ene­loops je­des an­de­re Pa­tent! Hoch­ka­pa­zi­ti­ve Ak­kus her­kömm­li­cher Bau­art ha­ben nur noch da ih­re Be­rech­ti­gung, wo die ho­he En­er­gie­dich­te auch zeit­nah be­nö­tigt wird, in fern­ge­steu­er­ten Mo­dell-Spiel­zeu­gen bei­spiels­wei­se, wo die frisch ge­la­de­nen Zel­len so­fort voll­stän­dig »aus­ge­lutscht« wer­den und je­de Mi­nu­te zu­sätz­li­cher Fahr-, Schwimm- oder Flug­zeit ei­nen ech­ten Ge­winn be­deu­tet...

eneloop-Akkus in Micro-Größe (AA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AA) in mei­nem Ta­schen­spie­ler

Bei all’ die­sen Vor­zü­gen er­scheint der End­ver­brau­cher-Preis von ca. 14 EUR für vier AA-Zel­len als duch­aus ge­recht­fer­tigt. Ein noch deut­lich gün­sti­ge­res Ach­ter-Pack ist bei amazon.de schon für knap­pe 23 EUR (por­to­frei!) zu krie­gen. Na­tür­lich gibt es auch Kom­bi-Sets aus Ak­kus und La­de­ge­rät zu kau­fen, doch kön­nen vor­han­de­ne La­de­ge­rä­te (zu­mal hoch­wer­ti­ge sol­che mit gu­ter elek­tro­ni­scher Re­ge­lung und Ein­zel­schacht-Über­wa­chung) oh­ne Ein­schrän­kung wei­ter­hin ver­wen­det wer­den: Toll!

San­yo hat al­les Wis­sens­wer­te über die re­vo­lu­tio­nä­ren »En­er­gie­bol­zen« auf der an­ge­nehm sach­li­chen Web­site www.eneloop.de zu­sam­men­ge­stellt. Na­tür­lich kann ich selbst noch nicht über ei­ge­ne Lang­zeit-Er­fah­run­gen be­rich­ten, aber wer im Netz ein biß­chen sucht und nach An­wen­der-Be­rich­ten forscht, fin­det die op­ti­mi­stisch er­schei­nen­den Her­stel­ler­an­ga­ben aus vie­len Mün­dern sämt­lich be­stä­tigt: Hier ha­ben wir end­lich die um­welt­freund­li­che (und lang­fri­stig auch öko­no­misch gün­sti­ge­re) Al­ter­na­ti­ve zu den öko­lo­gisch frag­wür­di­gen Ein­weg-Bat­te­ri­en!

Funk­tio­na­li­tät 5 Sterne
Be­dien­bar­keit 5 Sterne
De­sign 5 Sterne
Preis / Lei­stung 4 Sterne
Ge­samt­ur­teil 5 Sterne

Jetzt bin ich mal ge­spannt, wie sich mei­ne ei­ge­nen ene­loops im Pra­xis­ein­satz ver­hal­ten: Tat­säch­lich ka­men sie schon wie an­ge­prie­sen vor­ge­la­den und in so gut wie vol­lem Zu­stand an, was ja schon als er­ster Be­weis für die pro­pa­gier­te, äu­ßerst ge­rin­ge Selbst­ent­la­dung zu wer­ten ist. Ich bin zu­ver­sicht­lich, daß mei­ne in Sa­chen Strom­ver­brauch oh­ne­hin recht spar­sa­me Ka­me­ra nun­mehr zum kon­kur­renz­lo­sen Dau­er­läu­fer auf­ge­stie­gen ist. Doch nicht nur dem Knips­ka­sten ist hier­mit ge­hol­fen: Dem ge­ra­de­zu elek­tri­sier­ten zo­ne­batt­ler hilft die freu­di­ge Er­re­gung über die Win­ter­de­pres­si­on hin­weg! ;-)

Sonntag, 13. Mai 2007

Ta­schen-Bi­blio­thek

Bei mei­nem un­läng­sti­gen Werk­zeug­wech­sel von ei­nem ur­alten auf ei­nen mit­tel­al­ten Ge­braucht-PC hat­te ich erst­mal reich­lich zu tun in Sa­chen Soft­ware-Mi­gra­ti­on. Fast al­les brach­te ich zü­gig zum Lau­fen, ein­zig mei­ne Lo­kal­zei­tun­gen nicht mehr wie ge­wohnt auf mei­nen Palm-Or­ga­ni­zer. Heu­te end­lich kann ich das Er­geb­nis lan­gen Tüf­telns stolz ver­kün­den: Die Für­ther Nach­rich­ten und ih­re Schwe­ster­blät­ter aus Forch­heim, Er­lan­gen und Nürn­berg sind wie­der mit ih­ren je­wei­li­gen Lo­kal­tei­len in mei­nem klei­nen Ka­sten ver­tre­ten. Und das wer­be- und bal­last­frei so­wie täg­lich neu!

Palm-Organizer

Wer sich gleich mir all­fäl­li­ge War­te­zei­ten beim On­kel Dok­tor oder auf dem Bahn­steig mit ak­tu­el­ler Zei­tungs­lek­tü­re in sturm­fe­ster Aus­füh­rung ver­trei­ben möch­te, kann hier frei­lich nicht auf an­fän­ger­si­che­re Klick-und-läuft-Soft­ware hof­fen: Wenn die ge­wünsch­ten Ga­zet­ten (wie eben NN, FN, EN etc.) kei­ne PDA-ge­eig­ne­ten Fas­sun­gen von sich aus an­bie­ten, ist zu­nächst et­was Hand­ar­beit an­ge­sagt...

Man goo­ge­le zu­nächst nach »Sites­coo­per«: Die­ses skript­ge­steu­er­te Perl-Pro­gramm de­stil­liert so­gar aus ex­trem frame­über­la­de­nen und an­zei­ge­ver­seuch­ten Web­sites die ei­gent­li­chen In­hal­te (hier: Zei­tungs­ar­ti­kel) voll­au­to­ma­tisch her­aus. An­schlie­ßend wirft es ei­nen be­lie­bi­gen Kon­ver­ter an (mein Tipp: »Plucker« in der Ver­si­on 1.1.13), der die Roh­fas­sun­gen der elek­tro­nisch ge­schöpf­ten Zei­tung in das For­mat des be­vor­zug­ten Le­se-Pro­gramms um­mo­delt. Die dar­aus ent­ste­hen­den Da­tei­en läßt man sich dann noch in sein per­sön­li­ches In­stal­la­ti­ons-Ver­zeich­nis über­tra­gen und fer­tig ist die Lau­be bzw. das Blät­ter-Sor­ti­ment: Nach dem näch­sten Syn­chro­ni­sie­ren mit dem PC ist das Ki­osk in der Hand­flä­che frisch be­stückt!

Das Zei­tungs­stu­di­um auf ei­nem klei­nen Dis­play ist na­tür­lich nicht so sinn­lich wie das ge­nüß­li­che Blät­tern be­druck­ten Pa­pie­res. Da­für kann man sich die vir­tu­el­le Zei­tung je­der­zeit auch ab­seits ih­res Ver­brei­tungs­ge­bie­tes ho­len. Zu­dem gibt’s kei­nen be­droh­lich wach­sen­den Sta­pel al­ter, noch zu le­sen­der Aus­ga­ben mehr: Was bis zum näch­sten Da­ten­ab­gleich noch nicht gou­tiert wur­de, ver­schwin­det gnä­dig im elek­tri­schen Nir­wa­na. Vor al­lem aber kann man sich mit der Mi­ni-Zei­tung wäh­rend lang­wei­li­ger Be­spre­chun­gen und son­sti­ger drö­ger Ver­an­stal­tun­gen eben­so sinn­voll wie un­auf­fäl­lig be­schäf­tigt hal­ten... ;-)

Montag, 23. April 2007

In ei­ner Wo­che wird’s was ge­ben...

...und zwar ei­nen ganz be­son­de­ren Preis bei mei­nem dann fäl­li­gen mo­nat­li­chen Fürth-Bil­der­rät­sel: Statt ei­ner DVD oder ei­nem CD-Sor­ti­ment wird es dies­mal ei­nen voll funk­ti­ons­fä­hi­gen Palm-Or­ga­ni­zer zu ge­win­nen ge­ben! Und da­mit nicht ge­nug: Ei­ne Soft­ware-CD mit des zonebattler’s fa­vo­ri­sier­ten und auf sei­ner Palm-Pa­ge aus­führ­lich vor­ge­stell­ten Pro­gram­men gibt es gra­tis und fran­ko da­zu. Ei­ne Kurz­ein­wei­sung ist na­tür­lich auch da­bei, fer­ner be­steht die Op­ti­on zum Ab­schluß ei­nes Be­ra­tungs- und Ser­vice­ver­tra­ges zu äu­ßerst gün­sti­gen Kon­di­tio­nen (1 fri­sche Piz­za pro an­ge­fan­ge­ne 45 Min.)...

Al­so Leu­te, wetzt durch die Stadt und prägt Euch ih­re mar­kan­ten Mo­ti­ve ein! Am 1. Mai könnt Ihr dann zei­gen, was ihr drauf habt (oder auch nicht)!

Dienstag, 21. November 2006

Ab­fall­pro­duk­te

Als Bast­ler und Tüft­ler er­füllt es mich mit gro­ßer Ge­nug­tu­ung, hin und wie­der Ge­rät­schaf­ten in­stand zu set­zen, die an­de­re schon als de­fekt ab­ge­schrie­ben ha­ben und ent­sor­gen woll­ten. Oben­drein er­freut mich an mei­nen zahl­rei­chen ge­lun­ge­nen Wie­der­be­le­bungs­ver­su­chen der As­pekt der öko­lo­gi­schen Nach­hal­tig­keit, auch wenn ich (in mei­ner kon­sum­kri­ti­schen Schrul­lig­keit) al­lei­ne na­tür­lich nichts an der herr­schen­den ex-und-hopp-Ge­sell­schaft än­dern kann...

Ich selbst bin frei­lich mit man­chen mei­ner elek­tro­ni­schen Hel­fer­lein der­ma­ßen zu­frie­den, daß ich kei­ner­lei Grund zum Wech­sel se­he und sie am lieb­sten bis an mein ei­ge­nes se­lig En­de wei­ter­be­trei­ben möch­te. Das könn­te ins­be­son­de­re dann klap­pen, wenn die Er­satz­teil­ver­sor­gung ge­si­chert ist. Ich su­che da­her ob­so­le­te Alt­ge­rä­te fol­gen­der Ty­pen:

Du­al CV 6040 / CT 7060 (Hi­Fi-Bau­stei­ne, ca. 1991)
GRUNDIG MXV 100 / MA 100 / MT 200 (Hi­Fi-Bau­stei­ne, ca. 1980)
GRUNDIG Hi­Fi-Ak­tiv­bo­xen (al­le Bau­rei­hen, ab ca. 1978)
GRUNDIG SV 2000 / ST 1500 (Hi­Fi-Bau­stei­ne, ca. 1982)
Ken­wood KA-3300 / KT-3300 (Hi­Fi-Bau­stei­ne, ca. 1976)
Palm m100 / m105 (PDA bzw. Or­ga­ni­zer, ca. 2000)
Phil­ips CD 100 (CD-Play­er, ca. 1983)
Sie­mens Gi­gaset 2000C (schnur­lo­ses Te­le­fon, ca. 1999)
Sie­mens S35 / M35 (Mo­bil­te­le­fon, ca. 2000)
SONY Be­ta­max Hi­Fi-Vi­deo­re­cor­der (al­le Ty­pen, ab ca. 1984)

Wer über der­ar­ti­ge Tei­le ver­fügt (egal in wel­chem Zu­stand) und sie an ein gu­tes neu­es Herr­chen ab­ge­ben möch­te, fin­det ein sol­ches in mir. An­ge­bo­te bit­te an zonebattler@zonebattler.net: Zu­min­dest die Ver­sand­ko­sten wür­den selbst­re­dend zu mei­nen La­sten ge­hen!

Sonntag, 6. August 2006

Bei Re­gen bleibt der Zapf­hahn zu...

leerer Biergarten
Dienstag, 16. Mai 2006

Sau­fen und Ficken: Die ver­paß­te Chan­ce

Ei­gent­lich bin ich ja im­mer noch am For­mu­lie­ren von Rei­se-Im­pres­sio­nen aus dem so­eben ab­sol­vier­ten Cam­ping-Trip nach Neu­fünf­land (in Son­der­heit Thü­rin­gen), da muß ich aus ak­tu­el­lem An­laß ei­ne brand­hei­ße Epi­so­de ein­schie­ben, die mei­ne Lie­be zur Für­ther Süd­stadt heu­te um ei­ne wei­te­re Fa­cet­te be­rei­chert hat...

Um 18:00 Uhr al­so flit­ze ich um die Ecke in die Ama­li­en­stra­ße, um mei­nen Freund Udo Mey­er zum aus­ge­mach­ten Piz­za-Es­sen ab­zu­ho­len. Ich klin­ge­le, und Udo mel­det über die Sprech­an­la­ge, daß er noch ein paar Mi­nu­ten brau­che. Kein The­ma, ich be­zie­he am Bür­ger­steig Po­sten und ver­trei­be mir die War­te­zeit da­mit, in mei­nem Palm-Or­ga­ni­zer das Feuil­le­ton der FAZ zu le­sen.

An sich war ich der Mei­nung, in die­ser Si­tua­ti­on nicht we­sent­lich düm­mer als sonst aus­zu­schau­en, aber of­fen­bar strahl­te ich doch et­was Be­son­de­res aus. Je­den­falls hö­re ich ei­nen Wa­gen vor­fah­ren und am Bür­ger­steig hal­ten. Mehr re­flex­haft schaue ich auf, se­he den Fah­rer mir zu­win­ken. Ich grü­ße au­to­ma­tisch zu­rück und über­le­ge, ob ich den Men­schen tat­säch­lich ken­ne. Aber da ist er auch schon her­an, schüt­telt mir die Hand zum Gruß und fragt mich, ob ich denn Deut­scher sei. Ich be­ja­he leicht ir­ri­tiert, und der ha­ge­re Herr, braun­ge­brannt und nicht un­ge­pflegt, er­zählt mir in ver­schwö­re­ri­schem Ton­fall von al­ler­lei Ar­beits­ge­le­gen­hei­ten für die Fir­ma X, bla­bla, und daß man da or­dent­lich und gut »Sau­fen und Ficken ge­hen« kön­ne. Sei­ne wei­te­ren Aus­füh­run­gen klan­gen et­was dif­fus, gin­gen ob des jo­vi­al-kon­spi­ra­ti­ven Ge­ha­bes lei­der auch teil­wei­se im Stra­ßen­lärm un­ter...

Als der Gen­tle­man zum zwei­ten Mal den Ap­pe­ti­zer vom »Sau­fen und Ficken ge­hen« an­brach­te, mach­te ich ei­nen ent­schei­den­den Feh­ler, in­dem ich er­wi­der­te, an der­lei Of­fer­ten bzw. Es­ka­pa­den kein In­ter­es­se zu he­gen. »Sie ha­ben kein In­ter­es­se« re­pe­tier­te der freund­li­che Zeit­ge­nos­se, ließ un­ver­züg­lich (und oh­ne Hän­de­druck) von mir ab, schwang sich hin­ter das Steu­er sei­nes Kraft­wa­gens und tucker­te von dan­nen.

So was Dum­mes aber auch: Bis­lang un­ge­ahn­te Di­men­sio­nen des Le­bens blei­ben mir nun­mehr wei­ter­hin ver­bor­gen und ver­schlos­sen, nur weil ich zu früh den Be­frem­de­ten her­aus­ge­kehrt ha­be. Ob ich mich mor­gen noch­mals (und men­tal bes­ser vor­be­rei­tet) an den Rand der Ama­li­en­stra­ße stel­len soll­te?

Sonntag, 14. Mai 2006

Ein Bett am Raps­feld

Hier­mit mel­de ich mich von ei­nem sechs­tä­gi­gen Cam­ping-Ur­laub zu­rück, den ich mit mei­ner bes­se­ren Hälf­te im be­nach­bar­ten Frei­staat Thü­rin­gen ver­brach­te. Von den in Ei­sen­ach, Go­tha, Er­furt, Wei­mar und zwi­schen­drin ge­won­ne­nen Ein­drücken und Er­kennt­nis­sen wird noch zu be­rich­ten sein, wenn die Wä­sche ge­wa­schen, die Aus­rü­stung ver­staut und die all­ge­mei­ne Grund­stel­lung im Haus­halt wie­der­her­ge­stellt ist. Es sei aber jetzt schon ver­ra­ten, daß wir (bei be­stem Wet­ter) ein­mal mehr nicht nur die be­rei­sten Städ­te und Land­stri­che, son­dern auch un­se­re fünf Über­nach­tun­gen im »Ho­tel Na­tur« [1] sehr ge­nos­sen ha­ben...

Abendstimmung

Nach ei­nem über­wie­gend auf den ei­ge­nen Fü­ßen (im Wort­sin­ne) durch­lau­fe­nen Tag su­chen wir uns auf un­se­ren Cam­ping-Tou­ren all­abend­lich ei­nen Schlaf­platz in frei­er Na­tur. Dank des zu­schalt­ba­ren All­rad-An­trie­bes klet­tert un­se­re treue Renn­gur­ke gem­sen­gleich in schwin­deln­de Hö­hen, die an­son­sten nur noch Trak­to­ren und Luft­lan­de­trup­pen zu­gäng­lich sind. Die ex­klu­si­ven Pan­ora­ma-Rund­um­blicke dort oben schla­gen jeg­li­ches TV-Pro­gramm (das wir man­gels mit­ge­führ­ten Fern­se­hers frei­lich oh­ne­hin nicht emp­fan­gen könn­ten). [2]

Sonnenuntergang bei Erfurt

Wäh­rend un­se­rer na­tur­na­hen Ur­lau­be ver­zich­ten wir ganz be­wußt auf das, was ge­mein­hin als selbst­ver­ständ­lich emp­fun­den wird. So ha­ben wir z.B. kein Au­to­ra­dio und auch an­son­sten nur das Al­ler­nö­tig­ste an Bord: Ei­ne Kunst­stoff­box mit di­ver­sen Kü­chen­uten­si­li­en, ei­ne wei­te­re mit Wasch­zeug, ei­ne Ny­lon-Ta­sche mit Wä­sche und ei­ni­gen we­ni­gen Wech­sel-Kla­mot­ten. Und na­tür­lich die hei­mi­schen Fe­der­bet­ten, die die zur Lie­ge­flä­che um­ge­leg­ten Hin­ter­bän­ke zum kom­mo­den »Feld­bett« um­wan­deln (un­ter dem dann noch zwei Ka­ni­ster mit je zehn Li­tern Brauch­was­ser und ei­ne Kühl­ta­sche ste­hen). Mehr braucht es nicht, tat­säch­lich ver­mis­sen wir auch nichts.

Morgens am Rapsfeld

Un­ser »rol­len­des Ei« ist ein wah­res Raum­wun­der, zwei Er­wach­se­ne kön­nen be­quem dar­in woh­nen und schla­fen. Gründ­lich ge­wa­schen wird sich am Abend, wenn die un­ter­tags an son­nen­be­schie­ne­ner Stel­le pla­zier­te Fla­sche mit dem Wasch­was­ser noch an­ge­nehm warm ist. Dann wird noch ein biß­chen ge­le­sen und bei Ster­nen­blick durch das Glas­dach der Tag be­schlos­sen. Am näch­sten Mor­gen wa­chen wir zu­wei­len in der Ge­sell­schaft von Ha­se und Igel auf (die wir der von Hinz und Kunz je­der­zeit vor­zie­hen). Nach dem Bet­ten­ma­chen gibt’s dann erst­mal Früh­stück!

Das rollende Hotel

Selbst­re­dend ach­ten wir dar­auf, mit un­se­rem Ve­hi­kel we­der die vor­han­de­nen Wirt­schafts­we­ge zu ver­las­sen noch ei­nem even­tu­el­len Forst­ver­kehr im näm­li­chen zu ste­hen. Es be­darf fer­ner kei­ner be­son­de­ren Er­wäh­nung, daß wir au­ßer or­ga­nisch ab­bau­ba­ren Stof­fen kei­ner­lei Ab­fäl­le in der Land­schaft zu­rück­las­sen...

Ein sol­cher Ur­laub mag vie­len als (zu) spar­ta­nisch er­schei­nen, aber uns ge­fällt das un­ge­bun­de­ne Her­um­va­ga­bun­die­ren auf Zeit. Zur Nach­ah­mung wärm­stens emp­foh­len!

 
[1] Der zo­ne­batt­ler hat aus be­ruf­li­chen Grün­den schon un­zäh­li­ge Näch­te in Ho­tels (fast) al­ler Ka­te­go­ri­en ver­bracht und weiß da­her, daß der wah­re Lu­xus nicht aus fünf Ster­nen im Rei­se­füh­rer, son­dern aus fünf­zig­tau­send sicht­ba­ren Ge­stir­nen am Him­mels­rund be­steht...

[2] Die ein­zi­ge je­der­zeit mit­ge­führ­te »Hi­Tech-Aus­rü­stung« be­steht (ne­ben der un­ver­zicht­ba­ren Di­gi­tal­ka­me­ra) im hand­li­chen Duo aus Han­dy und Palm-Or­ga­ni­zer, mit dem ich al­le paar Ta­ge mei­ne Mails ab­ru­fe. Den Ab­we­sen­heits­ver­merk ha­be ich nach dem Auf­wa­chen in blü­hen­der Land­schaft mit je­nem Ge­rä­te-Ge­spann ab­ge­setzt.

Freitag, 24. Februar 2006

Un­er­wünsch­ter Platz-Ser­vice

Wenn ich von Mo-Fr bzw. werk­tags au­ßer Sa den RE von FÜ nach N be­stei­ge, ha­be ich ex­akt von 7:42 bis 7:49 Uhr Zeit, mir die in mei­nem Wun­der­käst­chen frisch ak­tua­li­siert vor­lie­gen­den Lo­kal­tei­le der Nord­baye­ri­schen Nach­rich­ten (Forch­heim), Er­lan­ger Nach­rich­ten, Für­ther Nach­rich­ten und Nürn­ber­ger Nach­rich­ten nebst da­zu­ge­hö­ri­gen Kul­tur-, Wirt­schaft- und Po­li­tik-Res­sorts rein­zu­zie­hen. Das ist knapp be­mes­sen. Da ist es ei­ne zwei­schnei­di­ge Got­tes­ga­be, wenn ich im glei­chen Wa­gen am glei­chen Platz fast täg­lich den Sport- und den Wirt­schafts­teil der Süd­deut­schen Zei­tung vor­fin­de, den ein vor­her aus­ge­stie­ge­ner Pas­sa­gier dort wohl zu hin­ter­las­sen pflegt. Gut, den Sport­teil könn­te ich pro­blem­los igno­rie­ren, aber der Rest er­scheint doch gar zu in­ter­es­sant...

Was aber tun da­mit? Die nach­mit­täg­li­che Rück­fahrt ist an sich schon für das Stu­di­um der elek­tro­nisch ge­spei­cher­ten Fas­sun­gen von FAZ (Feuil­le­ton), Spie­gel und Hei­se New­sticker re­ser­viert, zu­dem sind die sie­ben Mi­nu­ten Fahr­zeit na­tür­lich auch in der Ge­gen­rich­tung schnell ver­stri­chen.

Was al­so sind die Al­ter­na­ti­ven? Zwecks Le­se­zeit-Ge­win­nung wie­der Rich­tung Er­lan­gen zie­hen, nach Forch­heim gar? Aus­ge­schlos­sen: Ich bin ein Für­ther! Noch schnel­ler le­sen? Geht auch nicht. Was dann? Ich glau­be, ab näch­ster Wo­che neh­me ich ei­nen an­de­ren Zug!

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