Zum Inhalt springen


zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Dienstag, 24. Juli 2012

Feu­er frei

verkeilte Brandschutztür in einem Ladengeschäft im Fürther City Center
Montag, 11. Juni 2012

Stan­des­dün­kel

Über die all­jähr­lich am letz­ten Ju­ni-Wo­chen­en­de statt­fin­den­den »Ar­chi­tek­tou­ren« der Baye­ri­schen Ar­chi­tek­ten­kam­mer ha­be ich hier, da und dort schon ge­schrie­ben. Auch heu­er wie­der gibt es in und um Fürth ei­ni­ge in­ter­es­san­te Bau­wer­ke zu be­sich­ti­gen. Dies­mal konn­te ich mir ein wohl­mei­nen­des Feed­back an die Adres­se des Aus­rich­ters nicht ver­knei­fen:

 

Sehr ge­ehr­te Da­men und Her­ren,
 
ich be­su­che all­jähr­lich die »Ar­chi­tek­tou­ren« und be­stel­le bei Ih­nen das Book­let, in­for­mie­re mich aber auch auf Ih­rer Home­page über die zur Be­sich­ti­gung ste­hen­den Ob­jek­te. Da­bei fällt mir je­des Jahr aufs Neue auf, daß Ih­re Web­site zwar sehr klar auf­ge­baut und struk­tu­riert ist (was ich bei der Ar­chi­tek­ten­kam­mer auch nicht an­ders er­war­ten wür­de), daß an­de­rer­seits aber die tech­ni­sche Qua­li­tät der ge­zeig­ten Fo­tos sehr zu wün­schen üb­rig läßt: Ganz of­fen­sicht­lich wer­den die im Ori­gi­nal ein­wand­frei­en Bil­der durch Ein­satz ei­nes schlech­ten Pro­gram­mes oder ei­nes un­ge­eig­ne­ten Al­go­rith­mus’ auf denk­bar un­ge­eig­ne­te Wei­se ver­klei­nert!
 
Moi­ree-Li­ni­en bei struk­tu­rier­ten Ober­flä­chen, »Sä­ge­zäh­ne« bei schrä­gen Kan­ten, ge­stauch­te Per­spek­ti­ven und an­de­re ty­pi­sche Bild­feh­ler wei­sen ganz un­zwei­fel­haft auf hand­werk­li­che Feh­ler bei der Ska­lie­rung der Ab­bil­dun­gen hin, es ist mir ab­so­lut rät­sel­haft, daß das kei­nem der Ver­ant­wort­li­chen auf­fällt! Denn es sind bei­lei­be kei­ne Ein­zel­fäl­le, von de­nen ich hier spre­che, es geht quer durch fast al­le ge­zeig­ten Ab­bil­dun­gen.
 
Es ist je­den­falls kein Kunst­stück, Fo­tos maß­stäb­lich zu ver­klei­nern, oh­ne die ge­nann­ten Qua­li­täts­ver­lu­ste zu pro­vo­zie­ren. Das geht mit so gut wie je­dem gän­gi­gen Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm, auch im au­to­ma­ti­schen Batch-Be­trieb. Ich wür­de mir wün­schen, daß Sie – nicht zu­letzt auch im In­ter­es­se der ei­ge­nen Re­pu­ta­ti­on – hier zu­künf­tig ein kri­ti­sches Au­gen­merk dar­auf le­gen wür­den und je­man­den mit ein­schlä­gi­ger Er­fah­rung und ver­nünf­ti­gen Werk­zeu­gen an Ih­rer Web­site »ba­steln« las­sen...
 
Dan­ke für die Auf­merk­sam­keit und be­ste Grü­ße,
zo­ne­batt­ler

 
1x dür­fen mei­ne ge­schätz­ten Le­se­rIn­nen nun ra­ten, was ich dar­auf­hin als Re­ak­ti­on zu­rück­be­kam? Ge­nau, nichts. Das kann na­tür­lich dar­an lie­gen, daß mei­ne Mail den Zu­stän­di­gen erst über x Ecken (oder auch gar nicht) er­reich­te und noch ih­rer Kennt­nis­nah­me und Be­ant­wor­tung harrt. Für weit wahr­schein­li­cher hal­te ich es frei­lich, daß man mei­ne Vor­schlä­ge schon des­halb kei­ner Ant­wort wert er­ach­tet, weil ich ja nur ein klei­ner zo­ne­batt­ler bin und kein An­ge­hö­ri­ger der Ar­chi­tek­ten­zunft. Da könn­te ja je­der kom­men! Im Grun­de ha­be ich aber nichts an­de­res er­war­tet, ich ha­be ja schon an an­de­rer Stel­le Ähn­li­ches er­lebt.

Mei­ner ei­ner weiß als Dienst­lei­ster un­ver­lang­tes Feed­back da­ge­gen sehr zu schät­zen, zeigt es doch wo­mög­lich Ver­bes­se­rungs­po­ten­tia­le, auf die man auf­grund der ei­ge­nen Be­triebs­blind­heit selbst nim­mer­mehr ver­fal­len wä­re! Na ja, viel­leicht ver­kauft mal ein Un­ter­neh­mens­be­ra­ter der Ar­chi­tek­ten­kam­mer die glei­che Bot­schaft für teu­er Geld, dann wer­den sol­che Vor­schlä­ge auch eher an­ge­nom­men und um­ge­setzt. Mir bleibt die Ge­nug­tu­ung, daß Hoch­mut nicht vor Tor­heit schützt...

Samstag, 19. Mai 2012

Zell­tei­lung

Was macht man, wenn man un­ter­wegs zwar ein Net­book mit Surf­stick da­bei hat, aber mit Smart­pho­ne und Kind­le auch ger­ne und oh­ne zu­sätz­li­che Ko­sten on­line ge­hen möch­te? Ganz ein­fach, man macht mit­tels Con­nec­tify das Net­book zum Hot­spot und bin­det über ei­ne mo­bi­le WLAN-Bla­se sei­ne son­sti­gen Ge­rät­schaf­ten draht­los an (und die der mit­rei­sen­den Kum­pels und Kol­le­gen gleich mit da­zu). Die sol­cher­art ge­teil­te Mo­bil­funk­ver­bin­dung funk­tio­niert ab­so­lut zu­ver­läs­sig und ist für Leu­te wie mich, die zwar über ei­nen Surf­stick mit Ta­ges-Pau­schal­ta­rif, nicht aber über ei­ne Han­dy-Flat­rate ver­fü­gen, nach­ge­ra­de ide­al!

Montag, 29. August 2011

Na, dann Prost!

Das Bier­gar­ten­wet­ter scheint zwar vor­erst vor­bei zu sein, den­noch lohnt der Blick in das neue Blog der frän­ki­schen »Bier­gar­ten-Te­ster«: Die dor­ti­gen Re­zen­sio­nen le­sen sich er­fri­schend ehr­lich und un­ge­schönt!

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ge­dächt­nis 2.0

Die gu­te Eto­sha hat mich auf die gran­dio­se Idee ge­bracht, es ihr gleich­zu­tun und ein zwei­tes Hirn zu er­rich­ten. Klar, es gibt Dien­ste wie Ever­no­te, in die man al­les kip­pen kann, was man viel­leicht mal wie­der her­vor­zie­hen möch­te. Aber ich mag mei­ne vir­tu­el­len Stoff­samm­lun­gen nicht ir­gend­wel­chen Dienst­lei­stern an­ver­trau­en, de­ren Ge­schäfts­in­ter­es­se mei­nen Ver­trau­lich­keits­be­dürf­nis­sen mög­li­cher­wei­se zu­wi­der­läuft.

Dar­um ba­ste­le ich mir dem­nächst auch un­ter ei­ner ei­ge­nen Adres­se ein zwei­tes Ge­dächt­nis, in das ich al­les an Quel­len, Links, An­lei­tun­gen, Er­kennt­nis­sen etc. aus­la­ge­re, was mir viel­leicht in Zu­kunft noch­mal hilf­reich sein könn­te. Das Pro­jekt wird nicht ge­heim sein (da­mit ich Freun­den, Kun­den oder Be­kann­ten bei Be­darf Links auf für sie re­le­van­te Ar­ti­kel zu­schicken kann), aber den­noch ei­ni­ger­ma­ßen un­sicht­bar, da ich es nicht von Goog­le & Co. in­di­zie­ren las­sen wer­de. For­mal muß man sich bei so ei­nem pri­va­ten Spick­zet­tel we­ni­ger an­stren­gen, er ist ja nicht an die Öf­fent­lich­keit ge­rich­tet und dient nur der per­sön­li­chen In­for­ma­ti­on. Struk­tur bringt man hin­ein über Fil­ter­kri­te­ri­en wie Ka­te­go­ri­en und Schlag­wor­te, das ist weit prak­ti­scher als je­des No­tiz­büch­lein und über­dies un­ver­lier­bar.

In mei­nem per­sön­li­chen All­tag ist be­ruf­lich wie pri­vat der schnel­le In­ter­net-Zu­gang stets ge­währ­lei­stet, und wenn ich mal be­wußt (wie bei­spiels­wei­se im Ur­laub) der Zi­vi­li­sa­ti­on tem­po­rär ent­flie­he, dann brau­che ich auch mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit nichts von dem, was ich mir vir­tu­ell ge­merkt ha­be.

Doch, so­was ist ei­ne fei­ne Sa­che, und je län­ger ich dar­über nach­den­ke, de­sto mehr fällt mir ein, was ich sinn­vol­ler­wei­se vom Palm-Or­ga­ni­zer in ei­ne Ge­dächt­nis­stüt­ze auf Wor­d­Press-Ba­sis trans­fe­rie­ren könn­te. Das aus­ge­rech­net ich nicht längst selbst auf den Trich­ter ge­kom­men bin!

Montag, 27. Juni 2011

Schreib­be­glei­tung

Seit Ta­gen schon küm­me­re ich mich sehr in­ten­siv um den Um­zug des Li­te­ra­tur­blogs »Be­gleit­schrei­ben« vom Pro­vi­der twoday.net auf ei­ne un­ab­hän­gi­ge Wor­d­Press-In­stal­la­ti­on. Ich hat­te ja sei­ner­zeit auch bei je­nem Dienst­lei­ster los­ge­legt, dann aber vor Jah­ren schon auf­grund di­ver­ser Un­an­nehm­bar­kei­ten selbst den Neu­start auf ei­ge­ner Platt­form voll­zo­gen. Leich­ten Her­zens und voll mit­füh­len­der Em­pa­thie ha­be ich da­her so­fort zu­ge­sagt, als mich »Be­gleit­schrei­ber« L.S. ali­as Gre­gor Keu­sch­nig neu­lich um Un­ter­stüt­zung bat...

Screenshot von www.begleitschreiben.net

Wäh­rend mir das Hoch­zie­hen des neu­en Blog-Roh­baus er­war­tungs­ge­mäß recht flott und rou­ti­niert von der Hand ging, er­wies sich in­des die Mi­gra­ti­on des vor­han­de­nen Ar­ti­kel- und Kom­men­tar­be­stan­des (sprich: Ex­port drü­ben, Im­port hü­ben) lei­der als er­heb­lich schwie­ri­ger als er­war­tet. Gnä­di­ger- resp. dum­mer­wei­se hat­te ich all die klei­nen Fall­stricke und Stol­per­stei­ne auf je­nem We­ge längst ver­ges­sen oder ver­drängt, und wie­wohl ich wei­land die ei­ge­ne Um­zugs­or­gie ganz gut do­ku­men­tiert hat­te, zeig­te sich mein da­ma­li­ges Merk­kon­zept als un­zu­rei­chend durch­dacht und sträf­lich leicht­sin­nig aus­ge­führt: Vie­le wich­ti­ge De­tails und Knif­fe hat­te ich bei ei­nem Blog­ger-Kol­le­gen in Kom­men­ta­ren zu sei­nem Mi­gra­ti­ons-Re­port ab­ge­legt, je­doch er­wie­sen sich die kon­ser­vier­ten Links dort­hin die­ser Ta­ge als mau­se­tot. Der Ka­me­rad hat sein Blog aus un­be­kann­tem Grun­de mitt­ler­wei­le ab­ge­schal­tet, die wert­vol­le Do­ku­men­ta­ti­on un­se­res trick­rei­chen Im­port-/Ex­port-Pro­ce­de­res ist da­mit ver­lo­ren...

Al­so muß­te ich doch wie­der ganz von vor­ne an­fan­gen, Kopf­krat­zen, Flu­chen und spä­te Aha-Ef­fek­te in­be­grif­fen. Im­mer­hin, der be­freun­de­te Be­trei­ber des »Be­gleit­schrei­bens« ist min­de­stens eben­so rüh­rig wie ich und be­reits flei­ßig mit den not­wen­di­gen in­halt­li­chen An­pas­sungs­ar­bei­ten im in­zwi­schen doch noch weit­ge­hend ma­schi­nell ein­ge­le­se­nen Text­be­stand be­schäf­tigt. Schon (bzw. noch) kann man sein neu­es Blog mit der al­ten Fas­sung ver­glei­chen, und ich fin­de, das Face­lift steht dem an­spruchs­vol­len li­te­ra­ri­schen Sa­lon durch­aus gut zu Ge­sich­te!

Dienstag, 5. April 2011

Rad­ler­pech, Rad­ler­glück

Die er­ste klei­ne Rund­fahrt auf dem frisch aus­ge­kel­ler­ten Stra­ßen-Tret­boot ge­riet mir am letz­ten Sonn­tag zur Bei­na­he-Ka­ta­stro­phe: Un­weit des At­zen­ho­fer Müll­bergs So­lar­bergs ließ ich ei­nen sich an mei­nem fah­ren­den Un­ter­satz in­ter­es­siert zei­gen­den Rad­ler-Ge­nos­sen und Lie­ge­rad-Aspi­ran­ten ein paar Me­ter pro­be­fah­ren. Ich fuhr der­weil auf des­sen ziem­lich ho­hen High­Tech-Ve­lo mit schma­lem Renn­sat­tel vor­ne­weg. 100 Me­ter spä­ter wa­ren er­stens mei­ne Weich­tei­le ge­quetscht und zwei­tens an mei­nem Peer Gy­nt ei­ne Hin­ter­rad­spei­che hin­über...

Der dar­aus re­sul­tie­ren­de »Ach­ter« war enorm: Zwar hat­te ich vor­her schon ei­nen leich­ten »Hau« im Hin­ter­rad ge­habt, aber jetzt ge­riet die Fel­ge nach je­der Um­dre­hung der­ma­ßen mit der lin­ken Backe der Ma­gu­ra-Hy­drau­lik­brem­se in Kon­takt, daß das Rad kom­plett blockiert wur­de. Ich brach den Aus­flug not­ge­drun­gen so­fort ab und hop­pel­te mit witsch-witsch-wit­schen­den Brems­ge­räu­schen eben­so lang- wie müh­sam über die Va­cher Stra­ße wie­der heim­wärts. Von Leicht­lauf konn­te selbst berg­ab kei­ne Re­de mehr sein, ich kam mir vor wie auf ei­nem Home­trai­ner auf ma­xi­ma­ler Rei­bungs­stu­fe.

Ge­stern Abend brach ich mit dem aus­ge­bau­ten Hin­ter­rad zum Fahr­rad­dok­tor auf: Die Her­ren Gnu1742 und Gra­ben­ken­ner hat­ten mir schon vor län­ge­rer Zeit den Herrn H. emp­foh­len, der im Kel­ler sei­nes Hau­ses in der Süd­stadt ei­ne klei­ne Re­pa­ra­tur­werk­statt be­treibt. Zwar kann der net­te Zwei­rad­spe­zia­list im (Un-)Ruhestand we­der Tan­dems noch Lie­ge­rä­der war­ten (weil er die durchs en­ge Trep­pen­haus nicht in sei­ne Ka­ta­kom­ben hin­un­ter­be­kä­me), aber mit mei­nem be­reits de­mon­tier­ten Hin­ter­rad wähn­te ich mich den­noch an der rich­ti­gen Adres­se.

Und so war es auch: Herr H. mein­te, die Re­pa­ra­tur des Rad­rei­fens wä­re un­wirt­schaft­lich, da ein Neu­ein­spei­chen recht ar­beits­in­ten­siv sei. Zu­dem sei es frag­lich, ob man die vor­han­de­ne Fel­ge wie­der voll­stän­dig ent­ei­ern kön­ne. Er ra­te da­her zum Kom­plett­wech­sel des Ra­des. Glück­li­cher­wei­se hat­te er ein pas­sen­des auf La­ger (was an­ge­sichts der Viel­zahl der mög­li­chen Va­ri­an­ten aus Ma­te­ri­al, Durch­mes­ser und Rit­zel­pa­ket-Ab­mes­sun­gen ja auch kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit ist).

Nach kur­zer Über­le­gung stimm­te ich dem Vor­schlag zu, und we­ni­ge Mi­nu­ten spä­ter hat­te mir Herr H. das 7‑­fach-Shi­ma­no-Rit­zel­pa­ket vom al­ten Rad ab und an das neue dran­mon­tiert. Für das Rad be­rech­ne­te er mir EUR 45, für den Fel­gen­gum­mi EUR 1, für die Ar­beits­zeit nix. Dank­bar über die schnel­le und un­bü­ro­kra­ti­sche Hil­fe run­de­te ich den Be­trag auf und zog nach ei­nem Plausch über die Ex­zes­se der heu­ti­gen Kon­sum­welt be­glückt von hin­nen...

Im hei­mi­schen Ho­fe ward das neue Hin­ter­rad hur­tig ein­ge­baut, und das dank zahn­ärzt­li­cher Ein­mal­hand­schu­he oh­ne öli­ge Fin­ger. Freu­dig nutz­te ich die Gunst der Stun­de und der gut­nach­bar­schaft­li­chen La­tex-Spen­de, um die ge­sam­mel­ten Öl-und-Dreck-Ver­kru­stun­gen von Ket­ten­blät­tern und Schal­tungs­tei­len ab­zu­krat­zen, oh­ne mit dem gan­zen Schmod­der leib­haf­tig in Be­rüh­rung zu kom­men. Die Idee mit den »ge­fühls­ech­ten« Hand­schu­hen ist der­ma­ßen ge­ni­al, daß ich mich glatt wun­de­re, noch nicht frü­her dar­auf ver­fal­len zu sein: Ich wer­de mir ei­ne Spen­der­packung da­von zu­le­gen, um mir die schwe­re In­stand­hal­tung an mei­ner Fahr­zeug­flot­te wei­ter­hin so hand­freund­lich wie mög­lich zu ge­stal­ten.

Die an­schlie­ßen­de Werk­statt­fahrt führ­te mich die Ama­li­en­stra­ße hin­ab, un­ter der Sie­ben­bo­gen­brücke hin­durch, die Ufer­pro­me­na­de ent­lang und die Kö­nig­stra­ße hin­auf bis zum Text­haus, wo ich der om­ni­prä­sen­ten Che­fin noch ei­ne von mir um­ge­rü­ste­te En­er­gie­spar­bir­ne vor­bei­brach­te zwecks stil­ech­ter Schau­fen­ste­r­il­lu­mi­na­ti­on. Das Rad lief und läuft wie­der wun­der­bar! In den näch­sten Ta­gen wer­de ich das ab­ge­wirt­schaf­te­te Hin­ter-Ei kom­plett zer­le­gen und des­sen al­te Shi­ma­no-Na­be (die mitt­ler­wei­le Old­ti­mer-Kult­sta­tus ge­nie­ßen dürf­te) in mei­nen Auk­tio­nen feil­bie­ten und wort­reich be­sin­gen: Mit et­was Glück er­lö­se ich da­für am En­de noch den Preis des neu­en Hin­terra­des... ;-)

Montag, 21. Februar 2011

Et­zerd­la is dreiväd­del sie­me

Das wä­re doch mal ei­ne net­te Ba­ste­lei für ei­nen ver­reg­ne­ten Sonn­tag: Im Ar­ti­kel »Di­gi­ta­le Bil­der­rah­men zweck­ent­frem­det« wird auf hei­se Fo­to der Selbst­bau ei­ner höcht ku­rio­sen »Di­gi­tal­uhr« er­läu­tert. Ei­ne wun­der­ba­re (wengleich strom­fres­sen­de) Ver­wen­dung für ei­nen an­son­sten nach dem Ab­klin­gen des Be­sit­zer­stol­zes un­ge­nutzt ver­stau­ben­den Vor­zei­ge-Bild­schirm...

Sonntag, 16. Januar 2011

Win­ter­schluß­ver­kauf

Nach ei­ner faul­heits­be­ding­ten Pau­se von meh­re­ren Jah­ren ha­be ich mich jetzt end­lich wie­der da­zu auf­raf­fen kön­nen, mit dem Ver­kauf mei­ner über­zäh­li­gen Hab­se­lig­kei­ten zu be­gin­nen: Im Lau­fe der Zeit ha­ben sich so vie­le Din­ge an­ge­sam­melt (und platz­rau­bend an­ge­sta­pelt), die ei­ner­seits viel zu scha­de zum Weg­wer­fen, an­der­seits zu sehr von nost­al­gisch-zeit­ge­schicht­li­chem Wert sind, um ei­ne sinn­vol­le Spen­de für das na­he Ge­braucht­wa­ren­kauf­haus ab­zu­ge­ben. Ein gu­tes Bei­spiel ist die­ser Phil­ips Elek­tro­nik-Ex­pe­ri­men­tier­ka­sten aus den spä­ten 1970er Jah­ren:

Philips Elektronik Experimentierkasten EE 2003

Ich hat­te wei­land als ju­gend­li­cher Bast­ler und Tüft­ler ge­nau den glei­chen Ka­sten im Ein­satz, wo­mög­lich wä­re er in mehr oder we­ni­ger gu­tem Er­hal­tungs­zu­stand so­gar noch ir­gend­wo im El­tern­haus wie­der­zu­fin­den. Mein hier ab­ge­bil­de­tes Ex­em­plar in­des ha­be ich vor zwei oder drei Jah­ren vom Floh­markt ge­ret­tet, es ist er­staun­li­cher­wei­se un­be­spielt und mit­hin der Wunsch­traum ei­nes je­den Samm­lers. An ei­nen sol­chen wird der Ka­sten dann letzt­lich auch ge­hen, und mei­ne da­ma­li­ge In­ve­sti­ti­on im Wert ei­nes Tor­ten­stücks wird ei­ne traum­haf­te Ren­di­te ab­wer­fen, von der selbst der kri­mi­nell­ste Bank­ster nur träu­men kann. Wo­bei die Ta­schen­geld-Auf­bes­se­rung – in ab­so­lu­ten Zah­len be­trach­tet – na­tür­lich trotz­dem längst nicht da­zu rei­chen wird, noch heu­er in den fröh­li­chen Vor­ru­he­stand zu ge­hen...

Kleinbild-Kamera Agfa Optima electronic

Die Hö­he des Ver­kaufs­er­lö­ses ist mir da­bei aber gar nicht so wich­tig: Es geht mir vor al­lem dar­um, daß mei­ne »Schät­ze« in gu­te Hän­de kom­men, sprich den Weg zu an­de­ren Lieb­ha­bern fin­den, die mei­ne Pre­tio­sen zu schät­zen wis­sen und sie gut be­wah­ren wer­den. Bei al­tem Tech­nik­kram funk­tio­niert das so gut wie im­mer: Da Kna­ben be­kannt­lich nur et­wa sie­ben Jah­re alt wer­den (und da­nach nur noch wach­sen), sind sie nach dem Er­rei­chen ih­rer ma­xi­ma­len Grö­ße (und ins­be­son­de­re auch dann, wenn sie wie­der zu schrum­peln be­gin­nen) ger­ne be­reit, für die ma­te­ri­el­le In­kar­na­ti­on ih­rer ei­ge­nen Kin­der- und Ka­det­ten­träu­me gu­tes Geld für gu­te Wa­re sprin­gen zu las­sen, wenn es nur je­ne Spiel­zeu­ge sind, die sie da­mals selbst be­sa­ßen (oder sich da­nach mit am Schau­fen­ster platt­ge­drück­ter Na­se ver­zehr­ten). Ne­ben jahr­zehn­te­al­ten Ex­pe­ri­men­tier­kä­sten (die in un­be­spiel­tem Zu­stand zu fin­den na­tür­lich auch mir als Floh­markt-Trüf­fel­schwein nur noch sel­tenst ge­lingt) sind es ins­be­son­de­re al­te Hi­Fi-Ge­rä­te, die heut­zu­ta­ge mit­un­ter zu aber­wit­zi­gen Sum­men weg­ge­hen, wel­che ein Mehr­fa­ches ih­res da­ma­li­gen Neu­prei­ses be­tra­gen kön­nen...

CD-Player GRUNDIG CD 35

Zu mei­ner Freu­de ist das Ein­stel­len ei­ge­ner An­ge­bo­te in die »elek­tri­sche Bucht« heut­zu­ta­ge ein­fa­cher denn je, auch wenn das An­fer­ti­gen aus­sa­ge­kräf­ti­ger Fo­tos und das Ver­fas­sen de­tail­ge­treu­er Be­schrei­bungs­tex­te na­tür­lich selbst den Rou­ti­nier ei­ni­ges an Zeit ko­stet. Den­noch: Ist man erst­mal wie­der drin und stellt al­le paar Ta­ge ein bis zwei Of­fer­ten be­reit, dann kriegt man das qua­li­fi­zier­te An­prei­sen und die spä­te­re lo­gi­sti­sche Ab­wick­lung (Kor­re­spon­denz, In­kas­so, Ver­packung und Ver­sand) mit mi­ni­ma­lem Auf­wand und qua­si ne­ben­her auf die Rei­he. Und Spaß macht es ja schließ­lich auch (mir je­den­falls).

militärisches Kartenspiel zur Flugzeugerkennung

Mich wür­de in­ter­es­sie­ren, wie­viel Pro­zent al­ler ver­schick­ten Päck­chen und Pa­ke­te heut­zu­ta­ge dem Aus­tausch von Ge­braucht­wa­ren zu­zu­rech­nen sind: Was dem Ei­nen sein Bal­last, ist des An­de­ren Be­gehr, und erst das In­ter­net hat es ge­schafft, für pri­va­te An­ge­bo­te jen­seits von Im­mo­bi­li­en und Kraft­fahr­zeu­gen ei­nen be­stens funk­tio­nie­ren­den Se­cond-Hand-Markt zu eta­blie­ren. Das freut vie­le, aber na­tür­lich nicht al­le, ins­be­son­de­re nicht die Her­stel­ler, die ger­ne neu­en Krem­pel ver­kau­fen wür­den, statt den al­ten her­um­ge­scho­ben zu wis­sen (und dar­an nichts zu ver­die­nen). Aber so ist das halt, der Geist ist aus der Fla­sche und geht nicht mehr hin­ein. Au­ßer­dem hat sich der vir­tu­el­le Han­del ja auch auf den Neu­wa­ren­ver­trieb höchst be­flü­gelnd aus­ge­wirkt...

Gameboy-Vorläufer MB MicroVison von 1979

Doch da­mit ge­nug der markt­theo­re­ti­schen Be­trach­tun­gen: In mei­ner Nacht­tisch­schub­la­de harrt ein Dut­zend Arm­band­uh­ren mit längst leer­ge­lutsch­ten Knopf­zel­len dar­auf, von mir vor­teil­haft ab­ge­lich­tet und po­ten­ti­el­len In­ter­es­sen­ten an­ge­dient zu wer­den. Mir reicht mein me­cha­ni­sches Zeit­ei­sen bis ans En­de mei­ner Ta­ge, da­her weg mit den Alt­la­sten, selbst wenn das in die­sem Fall de­fi­ni­tiv ein Drauf­zahl­ge­schäft wer­den wird. Ei­ne lee­re (und wie­der an­der­wei­tig nutz­ba­re) Schub­la­de ist frei­lich auch ein schö­ner Ge­winn!

Freitag, 24. Dezember 2010

Kal­te-Kaf­fee-Kap­sel-Kunst

Dem Bei­spiel ei­nes krea­ti­ven Künst­lers fol­gend, ex­pe­ri­men­tiert des zonebattler’s bes­se­re Hälf­te der­zeit mit der Her­stel­lung von Mo­de­schmuck aus lee­ren Nes­pres­so-Kap­seln. Ein er­stes Pro­to­typ-Frag­ment schaut schon recht viel­ver­spre­chend aus:

Kette aus leeren Nespresso-Kapseln

Da wir im ei­ge­nen Haus­halt Kaf­fee­ge­trän­ke blech­ab­fall­frei mit ei­ner an­ti­ken Tchi­bo Pic­co her­zu­stel­len pfle­gen, sind wir beim Roh­ma­te­ri­al für die Zier­rat-Pro­duk­ti­on auf ex­ter­ne Hil­fe an­ge­wie­sen: Wer im­mer im nä­he­ren Um­kreis heu­te von Christ­kind und/oder Weih­nachts­mann ei­ne neu­mo­di­sche Nes­pres­so-Kaf­fee­ma­schi­ne ge­schenkt be­kommt, wird hier­mit freund­lichst er­sucht, die be­nutz­ten Pa­tro­nen für uns auf­zu­he­ben: Den bun­ten Alu­mi­ni­um-Be­chern wird ei­ne zwei­te Kar­rie­re als Schmuck­stück ga­ran­tiert, und das ist doch al­le­mal bes­ser (und mon­dä­ner) als im Müll zu lan­den...

Dienstag, 2. November 2010

Need for speed

War­um ei­gent­lich nicht ei­nen Mo­nat lang täg­lich mal schnell was Krea­ti­ves tun ?

Donnerstag, 30. September 2010

Klein­vieh macht auch Mist

Den ak­tu­el­len Nach­rich­ten von www.modern-banking.de kann man im­mer wie­der wert­vol­le Tipps ent­neh­men, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich der ak­tu­ell be­sten Kon­di­tio­nen beim Ta­ges­geld. Wer das ge­le­gent­li­che Neu­eröff­nen ei­ner Bank­ver­bin­dung [1] und das fol­gen­de Um­schich­ten sei­ner Spar­gro­schen von ei­nem Kon­to zum an­de­ren nicht scheut, kann ei­ni­ges an Zin­sen mehr mit­neh­men [2] als der trä­ge Kun­de, der sein Geld bei der Haus­bank auf dem nach­ge­ra­de lä­cher­lich ge­ring ver­zin­sten Spar­buch ver­gam­meln läßt...

 
[1] was heut­zu­ta­ge dank Post­Ident ja nur noch Sa­che von Mi­nu­ten ist.

[2] und das oh­ne nen­nens­wer­tes Ri­si­ko, so­fern man sich auf je­ne In­sti­tu­te be­schränkt, die dem Ein­la­gen­si­che­rungs­fonds der deut­schen Ban­ken an­ge­hö­ren.

« Vorherige Seite Nächste Seite »