Zum Inhalt springen


zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 26. September 2010

Holz­weg­wei­ser

Hin und wie­der wer­den vir­tu­el­le Be­su­che­rIn­nen von Goog­le & Co. auf ver­al­te­te und mitt­ler­wei­le nicht mehr exi­sten­te Adres­sen ver­wie­sen. Grün­de für zwi­schen­zeit­lich er­folg­te Per­ma­link-Än­de­run­gen gibt es (auch auf mei­nen di­ver­sen Bau­stel­len) meh­re­re: Um­be­nen­nung oder end­gül­ti­ge Lö­schung von Ar­ti­keln dürf­ten die häu­fig­sten sein. In den von mir be­trie­be­nen oder auf­trags­hal­ber ge­pfleg­ten Blogs ha­be ich die­se (sel­te­nen) Fäl­le zu­meist mit ei­ner au­to­ma­ti­schen Wei­ter­lei­tung auf die je­wei­li­ge Start­sei­te be­ant­wor­tet. Heu­te aber ha­be ich mich hin­ge­setzt und aus­sa­ge­kräf­ti­ge In­fo-Sei­ten für den be­rüch­tig­ten »Er­ror 404« ge­ba­stelt. Man pro­bie­re bit­te:

www.zonebattler.net/unfug

www.medienpraxis.tv/veraltet

www.fuerther-freiheit.info/nixgibts

www.gebaeudereinigung-rost.de/fehlanzeige

Die ge­nann­ten Links sind na­tür­lich nur Bei­spie­le, die ent­spre­chen­de Feh­ler­sei­te wird selbst­re­dend bei jeg­li­cher Art von un­gül­ti­gem Sei­ten­auf­ruf an­ge­zeigt. Auch wenn im Ide­all­fall kaum je­mand die­se Sei­ten je­mals zu Ge­sich­te be­kom­men wird, so hal­te ich sie doch für ei­nen wich­ti­gen Ser­vice-Bau­stein im im­mer­wäh­ren­den Be­mü­hen um die Gunst des ge­schätz­ten Kun­den Le­sers!

Sonntag, 22. August 2010

Roll­kom­man­do

Den heu­ti­gen Sonn­tag konn­te ich in vol­len Zü­gen ge­nie­ßen, und das im durch­aus wört­li­chen Sin­ne: In Er­brin­gung ei­nes vor Wo­chen spon­tan an­ge­bo­te­nen Freund­schafts­dien­stes ha­be ich zu mor­gend­li­cher Stun­de am Nürn­ber­ger Haupt­bahn­hof zwei wun­der­ba­re Ge­mäl­de ei­nes Bam­ber­ger Künst­lers gut ver­packt aus der Ob­hut sei­ner Nürn­ber­ger Ga­le­ri­sten über­nom­men und zur Mit­tags­zeit in Bie­le­feld [1] dem glück­li­chen Käu­fer über­ge­ben. Aus­ge­rü­stet war ich mit ei­nem üp­pi­gen Lunch­pa­ket aus den Hän­den der für­sorg­li­chen Ab­sen­der [2], ei­nem 1328-sei­ti­gen Ro­man so­wie mei­nem Ta­schen­spie­ler mit­samt ei­ner äl­te­ren Ge­samt­aus­ga­be der Bruck­ner-Sym­pho­ni­en.

Auf der Hin­fahrt er­gab sich wi­der Er­war­ten we­nig Ge­le­gen­heit zum un­be­schwer­ten Ge­nuß von Li­te­ra­tur oder Mu­sik, denn der ICE 886 quoll zwi­schen Nürn­berg und Han­no­ver schier über vor Pas­sa­gie­ren und de­ren aus­la­den­den Ge­päck­stücken [3]. Um ei­ner­seits dem ver­in­ner­lich­ten Ser­vice­ge­dan­ken Rech­nung zu tra­gen [4] und an­de­rer­seits das manns­hoch-sper­ri­ge Pack­stück mit der wert­vol­len Fracht so­zi­al­ver­träg­lich und si­cher­heits­kon­form ver­stau­en zu kön­nen, muß­te ich mich letzt­lich im Tür­raum des vor­de­ren Wa­gens gleich hin­ter dem füh­ren­den Trieb­kopf des ICE 1 auf dem Fuß­bo­den nie­der­las­sen, die Bei­ne in die Trep­pen­mul­de der Au­ßen­tür ge­klemmt. Klingt un­be­que­mer als es ist, ich bin ja zu­dem auch da­heim ein prak­ti­zie­ren­der Bo­den­hocker! Au­ßer­dem be­kam ich so Ge­le­gen­heit, län­ge­re Zeit über Gott und die Welt (und mich zwi­schen­drin) nach­zu­den­ken...

Rück­wärts stan­den mir dann von 13:17 bis 17:46 Uhr di­ver­se kom­mo­de (ICE) bis leid­lich be­que­me (IC/RE) Sitz­plät­ze zur Ver­fü­gung, und über­dies war ich nun der schwer­wie­gen­den Ver­ant­wor­tung für zwei mei­ster­lich be­mal­te Lein­wän­de le­dig. Be­ste Vor­aus­set­zun­gen al­so zur über­fäl­li­gen Auf­nah­me gei­sti­ger Nah­rung! Lei­der er­wies sich die ge­schun­ken ge­kro­che­ne Fa­mi­li­en­sa­ga als ei­ni­ger­ma­ßen un­ver­dau­lich, und auch beim spät­ro­man­ti­schem Ge­tö­se mei­nes Lieb­lings­kom­po­ni­sten kam kei­ne rech­te Freu­de auf [5]. Ge­hol­fen ha­ben dann ein beim Um­stei­gen im Haupt­bahn­hof Han­no­ver ord­nungs­ge­mäß er­wor­be­nes Ex­em­plar der ak­tu­el­len Psy­cho­lo­gie Heu­te so­wie im ICE 589 en pas­sant er­fisch­te Wo­chen­end­aus­ga­ben der F.A.Z. und der WELT.

Man mö­ge es mir glau­ben oder auch nicht, aber die elf sehr an­ge­nehm kli­ma­ti­sier­ten Stun­den im Zug er­schie­nen mir als kein biß­chen lang‑, son­dern eher so­gar als ziem­lich kurz­wei­lig. Au­ßer­dem weiß ich jetzt, daß sie in Bie­le­feld [1] ei­ne im Krieg zer­bomb­te und lieb­los wie­der­auf­ge­bau­te In­nen­stadt, ei­ne ver­fehl­te Ver­kehrs­po­li­tik un­ter dem Pri­mat des In­di­vi­du­al­ver­kehrs, an­son­sten die glei­chen Pro­ble­me wie hier, aber im­mer­hin vor­züg­li­ches Spa­ghet­ti-Eis »Car­bo­na­ra« (mit Ei­er­li­queur und Nüs­sen) ha­ben!

 
[1] Das Pro­blem der strit­ti­gen (und auch von mir nicht zwei­fels­frei zu be­le­gen­den) Exi­stenz je­ner Stadt ist mir selbst­re­dend be­wußt. Da dies aber für das The­ma mei­nes Rap­ports von ge­rin­ger Re­le­vanz ist, wol­len wir das Vor­han­den­sein Bie­le­felds for the sa­ke of ar­gu­ment und für die Dau­er der Dis­kus­si­on über mei­ne Aus­füh­run­gen bit­te als ge­ge­ben an- und hin­neh­men.

[2] wel­ches mich noch die gan­ze kom­men­de Wo­che hin­durch näh­ren und am Le­ben er­hal­ten wird...

[3] Es er­schie­ne dem Chro­ni­sten ei­ne wis­sen­schaft­li­che Un­ter­su­chung wert, in­wie­weit die Er­fin­dung von roll­fä­hi­gen und mit ge­rin­gem Kraft­auf­wand trans­lo­zier­ba­ren Ge­päck­stücken die Rei­sen­den heut­zu­ta­ge er­mun­tert, den grö­ße­ren Teil ih­res Haus­ra­tes stän­dig mit sich her­um- bzw. hin­ter sich her­zu­zie­hen.

[4] Da die re­gu­lär rei­sen­den Fahr­gä­ste durch den Kauf ih­rer Fahr­schei­ne letzt­end­lich des zonebattler’s Dienst­be­zü­ge fi­nan­zie­ren, ist es für ihn nichts we­ni­ger als selbst­ver­ständ­lich, bei Voll­be­le­gung der ble­cher­nen Weiß­wurst zah­len­den Pas­sa­gie­ren um­stands­los und un­auf­ge­for­dert sei­nen Sitz­platz zu über­las­sen.

[5] eher aus auf­nah­me­tech­ni­schen denn aus in­ter­pre­ta­to­ri­schen Grün­den.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Fla­schen­spie­ler­trick

Kor­ken­zie­her ver­ges­sen? Schu­he aus­zie­hen !

Sonntag, 27. Juni 2010

Auf Hel­ler und Pfen­nig

We­gen über­fäl­li­ger Steu­er­erklä­rung vor­über­ge­hend ge­schlos­sen.

Dienstag, 15. Juni 2010

Raus aus der Ni­sche!

Vor knapp drei Jah­ren gab es hier an­läß­lich des Ar­ti­kels »Blog­gen ver­pflich­tet« ei­ne län­ge­re Dis­kus­si­on über die Fra­ge, ob ei­nem als leid­lich elo­quen­tem Schrei­ber­ling aus den ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten ei­ne mo­ra­li­sche Ver­pflich­tung er­wächst, Ta­lent und Kön­nen auch zum hö­he­ren Woh­le des Ge­mein­we­sens ein­zu­set­zen. Der zo­ne­batt­ler hat das grund­sätz­lich stets be­jaht, frei­lich bis­lang kei­ne rech­te Vor­stel­lung da­von ge­habt, wie er sich ei­ner­seits wohl nütz­lich ma­chen könn­te, oh­ne an­de­rer­seits den ge­wollt schrä­gen Cha­rak­ter sei­ner höchst per­sön­li­chen Spiel­wie­se des heh­ren Ern­stes hal­ber auf­ge­ben zu müs­sen. Jetzt end­lich ist ihm die zün­den­de Idee ge­kom­men!

Un­ter sei­nem rea­len Na­men ar­bei­tet der Ver­fas­ser mit ei­nem (vor­erst noch) klei­nen Kreis nam­haf­ter Ge­sin­nungs­ge­nos­sen seit ei­ni­gen Ta­gen am Ent­wurf ei­nes »Für­ther Bür­ger-Blogs«, wel­ches ein ge­wis­ses Ge­gen­ge­wicht zur eta­blier­ten Pres­se und zu den of­fi­zi­el­len Ver­laut­ba­rungs­me­di­en aus dem Rat­haus dar­stel­len soll: For­mal han­delt es sich um ein (schick im Ma­ga­zin­for­mat ge­styl­tes) Blog, für das Bei­trä­ge zu ver­fas­sen prin­zi­pi­ell je­dem Für­ther und je­der Für­the­rin mög­lich sein soll, Ins­be­son­de­re je­nen, die et­was Sub­stan­ti­el­les zu sa­gen ha­ben (und das auch ei­ni­ger­ma­ßen ver­ständ­lich in Wor­te zu klei­den ver­ste­hen).

Wir wol­len uns da­bei kei­nes­wegs nur auf die schön­gei­sti­gen The­men be­schrän­ken: In­ter­es­sant wird es ja ins­be­son­de­re da, wo es um kon­tro­vers dis­ku­tier­te The­men der lo­ka­len Po­li­tik geht. Dort se­hen wir auch den größ­ten Be­darf, ein we­nig am im­mer noch fest ver­wur­zel­ten In­for­ma­ti­ons-Oli­go­pol der klas­si­schen Me­di­en zu krat­zen... Wer aber we­der auf die In­se­ren­ten­gunst noch auf par­tei­po­li­ti­sche Ver­ban­de­lun­gen Rück­sicht zu neh­men braucht und sich ein­zig an jour­na­li­sti­schen Sorg­falts­kri­te­ri­en ori­en­tie­ren muß, kann so man­ches poin­tiert an­spre­chen, was an­ders­wo un­ter den Tep­pich ge­kehrt wird. Zu ver­die­nen gibt es da­bei frei­lich al­len­falls Ruhm und Eh­re...

Wer sich aus des zonebattler’s lo­ka­ler Le­ser­schaft da­zu be­ru­fen fühlt, sich mit ge­le­gent­li­chen Bei­trä­gen (oder durch­aus auch mit ei­ner re­gel­mä­ßi­gen Ko­lum­ne) an so ei­ner In­itia­ti­ve zu be­tei­lig­ten, der mö­ge sich ‑selbst­ver­ständ­lich un­ver­bind­lich- per Mail an zonebattler@zonebattler.net bei mir mel­den. The­ma­ti­sche Ein­schrän­kun­gen gibt es eben­so­we­nig wie ei­ne Ver­pflich­tung zur re­gel­mä­ßi­gen Mit­ar­beit. In­halt­li­che wie sti­li­sti­sche Qua­li­tä­ten so­wie lo­ka­le Re­le­vanz sind die ein­zi­gen Kri­te­ri­en, die zäh­len! In die­sem Sin­ne: Frei­wil­li­ge vor!

Donnerstag, 3. Juni 2010

Jetzt oder nie

Ich ha­be heu­te die Sich­tung und Be­ar­bei­tung mei­ner Ur­laubs­bil­der ab­ge­schlos­sen: Die mit­ge­brach­te Beu­te von ex­akt 1.500 Fo­tos ha­be ich durch be­herz­tes Lö­schen der zweit- bis fünft­klas­si­gen Auf­nah­men auf ei­nen zu be­wah­ren­den Rest­be­stand von 578 pas­sa­blen Schnapp­schüs­sen ein­damp­fen kön­nen. Was da­von noch in die ak­tu­el­le Rei­se­be­richt­erstat­tung über­nom­men wer­den soll, ist ent­spre­chend vor­be­rei­tet und be­reit­ge­legt.

Die di­gi­ta­le Tech­nik mit ih­ren fak­tisch nicht mehr vor­han­de­nen Fol­ge­ko­sten ver­führt zum sorg­lo­sen Ab­drücken, und auch als eher be­wuß­ter Mo­tiv­su­cher hält man im Zwei­fels­fal­le lie­ber mehr­fach drauf, so­bald be­weg­te Mo­tiv­be­stand­tei­le (Men­schen, Tie­re, Fahr­zeu­ge, flat­tern­de Fah­nen) die Bild­ge­stal­tung in Echt­zeit er­schwe­ren. Auf­grund des ver­gleichs­wei­se klei­nen Dis­plays der Ka­me­ra sind un­ter­wegs ja nur die of­fen­sicht­li­chen Fehl­schüs­se si­cher als sol­che zu er­ken­nen und so­gleich aus­zu­mer­zen, den Rest muß man zur fi­na­len Be­ur­tei­lung in Ru­he am hei­mi­schen PC-Mo­ni­tor Re­vue pas­sie­ren las­sen.

Und das so bald wie mög­lich! So­bald der All­tag ei­nen wie­der hat, die Er­in­ne­run­gen an die Rei­se et­was zu­rück- und an­de­re The­men in den Vor­der­grund ge­tre­ten sind, ge­hen Lust und Lau­ne zur lä­sti­gen Da­tei-Auf­räu­me­rei sehr schnell ver­lo­ren. Je­der kennt das aus ei­ge­ner Er­fah­rung.

Ich hin­ge­gen ken­ne Knip­ser­ka­me­ra­den, die sich lie­ber al­le paar Jah­re neue PCs mit grö­ße­ren Fest­plat­ten kau­fen und ih­ren gan­zen Krem­pel un­be­se­hen um­ko­pie­ren, als sich die Mü­he zu ma­chen, ih­re selbst­ver­schul­de­te Bil­der­schwem­me zu ka­na­li­sie­ren und den Ab­fall zu ent­sor­gen. Wer aber soll sich das je­mals an­schau­en, wenn schon der Er­stel­ler kei­ne rech­te Lust da­zu hat­te?

Mei­ne Mei­nung da­zu: Ent­we­der ma­che ich so­was rich­tig oder gar nicht. Wenn mir die Nach­ar­beit zu­viel wird, neh­me ich die Ka­me­ra erst gar nicht mit und ge­nie­ße den Au­gen­blick im dop­pelt un­be­schwer­ten Sin­ne...

Samstag, 10. April 2010

Vom Fo­to zum Bild (1)

Nach­dem ich erst vor Wo­chen­frist im Bei­trag »Rich­tig­stel­lung« test­hal­ber de­mon­striert hat­te, wie man Fo­tos mit we­nig Auf­wand et­was auf­pep­pen kann, ist mir heu­te die Idee ge­kom­men, daß man aus der­lei Trick­se­rei­en viel­leicht ei­ne klei­ne Se­rie zum Plai­sir der Le­ser­schaft ba­steln könn­te...
 
Ver­su­chen wir es doch zum Ex­em­pel mit ei­nem ku­rio­sen Fo­to vom gest­ri­gen Abend, ein­ge­stellt in die­sen Kom­men­tar zu ei­nem ur­alten Ar­ti­kel. So al­so kam das Mo­tiv aus der zum Auf­nah­me­zeit­punkt sehr bo­den­nah ge­hal­te­nen Ka­me­ra:
 
beladene Renngurke, via Kamera-Klappdisplay von unten anvisiert
 
Abb. 1: be­la­de­ne Renn­gur­ke, via Ka­me­ra-Klapp­dis­play von un­ten an­vi­siert
Das mit mei­ner Ca­non Kom­pakt-Knip­se ge­schos­se­ne Fo­to ha­be ich in Fix­Fo­to ge­la­den und mir als er­stes die un­schö­nen stür­zen­den Li­ni­en vor­ge­nom­men, schließ­lich steht das Alu-ver­klei­de­te Bü­ro­ge­bäu­de nach al­tem Ar­chi­tek­ten-Brau­che ziem­lich lot­recht auf sei­nem Fun­da­ment:
 
per Perspektivkorrektur geradegerückte Fassade
 
Abb. 2: per Per­spek­tiv­kor­rek­tur ge­ra­de­ge­rück­te Fas­sa­de
Im drit­ten Schritt ha­be ich das zum Tra­pez ge­zo­ge­ne Bild »nach Ge­fühl« pas­send be­schnit­ten und das re­sul­tie­ren­de Recht­eck be­hut­sam nach­ge­schärft:
 
einmal waschen, schneiden und legen
 
Abb. 3: ein­mal wa­schen, schnei­den und le­gen
Der vier­te und letz­te Ar­beits­gang be­stand in der 1‑Klick-Op­ti­mie­rung per I2E-Al­go­rith­mus, dem kon­trast­op­ti­mie­ren­den Grau­schlei­er-Ent­fer­ner für lern­fau­le Maus­schub­ser wie mich:
 
mit I2E servierfertig nachgewürzt
 
Abb. 4: mit I2E ser­vier­fer­tig nach­ge­würzt
Ob das nun je­der­mann und je­der­frau ge­fällt, ist wie so oft Ge­schmacks­sa­che. In sei­nem kind­li­chen Na­tu­rell neigt der zo­ne­batt­ler zu schnel­len Lö­sun­gen und pa­sto­sem Auf­tra­gen, ist al­so nicht un­be­dingt der be­hut­sam­ste Bild­be­ar­bei­ter, ge­schwei­ge denn ein be­lie­big sat­tel­fe­ster. Gut mög­lich al­so, daß die im Lau­fe der Zeit hier in die­ser Rei­he de­mon­strier­ten Bild­ver­ba­ste­lun­gen von Mal zu Mal bes­ser aus­fal­len, zu­mal dann, wenn ich mich end­lich an­ge­mes­sen in­ten­siv mit mei­nen Werk­zeu­gen be­schäf­ti­ge und mich in de­ren Fi­nes­sen ein­ar­bei­te...
vorheriger Beitrag    Übersicht    nächster Beitrag
Dienstag, 6. April 2010

Ken­ner­haf­te Knip­ser­kun­de

Alt, aber im­mer noch gut: »10 schlech­te An­ge­wohn­hei­ten von Di­gi­tal­fo­to­gra­fen« !

Samstag, 3. April 2010

Rich­tig­stel­lung

Wer ein schö­nes Haus vor die Lin­se be­kommt und kur­zer­hand ab­lich­tet, ist vom Er­geb­nis oft ent­täuscht: Ein nied­ri­ger Stand­ort auf Stra­ßen­ni­veau zwingt zur schräg nach oben an­ge­win­kel­ten Ka­me­ra­hal­tung, was dann zwangs­läu­fig die ge­fürch­te­ten »stür­zen­den Li­ni­en« nach sich zieht. Der kom­ple­xe mensch­li­che Seh­ap­pa­rat ver­mag weit­ge­hend un­be­wußt zu kor­ri­gie­ren, was das un­be­stech­li­che Ka­me­ra­au­ge ‑den Ge­set­zen der Phy­sik fol­gend- gna­den­los auf­zeich­net:

Das Jugendstilhaus in der Fürther Theaterstraße Nr. 3

So schepps kann man so ein statt­li­ches Stadt­haus na­tür­lich nicht ste­hen las­sen, wie sä­he denn das aus? Al­so gleich nach dem Stadt­rund­gang da­heim den Rech­ner an­ge­wor­fen und flugs Fix­Fo­to ge­star­tet, mei­ne be­vor­zug­te vir­tu­el­le Dun­kel­kam­mer für jeg­li­ches Roh­ma­te­ri­al aus bild­ge­ben­den Ge­rät­schaf­ten.

Als er­stes ha­be ich die Per­spek­ti­ve »ge­ra­de­ge­zupft«, al­so das Recht­eck des Bil­des oben beid­sei­tig in die Brei­te und da­mit zum Tra­pez ge­zo­gen, bis die senk­rech­ten Li­ni­en (Mau­er­kan­te links, Re­gen­rin­ne rechts) auch wirk­lich wie­der senk­recht und par­al­lel zu­ein­an­der ver­lie­fen. So­dann ein Recht­eck her­aus­ge­schnit­ten und das dar­in nun­mehr wie­der lot­recht er­schei­nen­de Ge­bäu­de per Kon­trast- und Farb­op­ti­mie­rung et­was in Früh­lings­stim­mung ver­setzt. Ab­schlie­ßend noch ei­nen pas­sen­den Rah­men drum­her­um ge­ba­stelt (Fix­Fo­to hat für der­lei Zwecke ein mäch­ti­ges Mo­dul na­mens »Ma­ster Framer De­lu­xe« an Bord) und fer­tig ist die Lau­be:

Das Jugendstilhaus in der Fürther Theaterstraße Nr. 3

Mit et­was mehr Auf­wand und Hin­ga­be hät­te man noch den Ge­samt­ein­druck stö­ren­de Ele­men­te wie Wer­be­ta­fel, Ver­kehrs­schild und so­gar die ge­park­ten Mo­tor­rol­ler aus dem Fo­to her­aus­re­tou­chie­ren so­wie den drö­ge un­struk­tu­rier­ten Nach­mit­tags­him­mel durch ei­nen blau­en mit pit­to­res­ken Wol­ken drin er­set­zen kön­nen: auch da­für bringt Fix­Fo­to die ge­eig­ne­ten Werk­zeu­ge mit. Un­ser­ei­ner frei­lich sä­he da die Gren­ze zur Bild­ma­ni­pu­la­ti­on in un­zu­läs­si­ger Wei­se über­schrit­ten und läßt schon aus Grün­den der Faul­heit Au­then­ti­zi­tät ger­ne drin, was im vor Ort ge­wähl­ten Bild­aus­schnitt in rea­li­ter vor­han­den war: Fürth ist schließ­lich auch un­ge­schminkt lie­bens­wert ...

Dienstag, 19. Januar 2010

Gol­de­ner Rat

ungelenke Handschrift im morgendlichen Regional-Express
Mittwoch, 28. Oktober 2009

Wis­sen ist M(arktm)acht

Die Auf­rü­stung mei­nes elek­tro­ni­schen Of­fi­ziers-Ta­schen­mes­sers zum Hel­fer (und Rat­ge­ber) für al­le Fäl­le schrei­tet hur­tig vor­an: Nach­dem ich nun schon ei­ne gan­ze Wei­le »Ge­heim­bot­schaf­ten« ent­schlüs­seln kann (und ei­ne ei­ge­ne sol­che neu­er­dings am Heck­fen­ster mei­ner Renn­gur­ke spa­zie­ren­fah­re), kann ich jetzt mit barcoo.de auch de­tail­lier­te In­for­ma­tio­nen zu x‑beliebigen Pro­duk­ten ab­ru­fen, in­dem ich ein­fach de­ren Bar­code mit der Han­dy-Ka­me­ra ab­scan­ne. Ein er­ster am­bu­lan­ter Test mit der Sa­lat­dres­sing-Fla­sche im Kühl­schrank ver­lief ab­so­lut über­zeu­gend: We­ni­ge Se­kun­den nach dem Ab­knip­sen des Eti­ket­tes hat­te ich schon die Nähr­wert­an­ga­ben auf dem Dis­play. Der Ham­mer! Im bar­coo­blog kann man nach­le­sen, wo­zu der Dienst sonst noch taugt. Ein fei­nes Werk­zeug für mün­di­ge Ver­brau­cher und sol­che, die es wer­den wol­len!

Donnerstag, 12. März 2009

Den Eu­ro um­ge­dreht (5):
Viel Koh­le für we­nig Kne­te

In des zonebattler’s viel­be­sun­ge­ner frän­ki­scher Kü­che ver­rich­tet ei­ne so­ge­nann­te Dunst­ab­zugs­hau­be ih­ren ge­räusch­vol­len Dienst. In Er­man­ge­lung ei­nes Ab­luft­schach­tes ar­bei­tet der aus­la­den­de Ap­pa­rat nur als Um­wälz­pum­pe, dies je­doch mit rei­ni­gen­der Wir­kung, saugt er doch den vom Her­de auf­stei­gen­den Dampf erst durch ei­ne Fil­ter­mat­te und so­dann durch ei­nen Ak­tiv­koh­le­fil­ter, be­vor er die da­nach weit­ge­hend ent­fet­te­te Luft wie­der durch Ge­häu­se­schlit­ze an der Ober­sei­te in den Raum ent­läßt: Bes­ser als nix.

Fil­ter­mat­te und Ak­tiv­koh­le­fil­ter sind spo­ra­disch zu wech­seln­de Ver­schleiß­tei­le, doch lie­ßen mich der nach­ge­ra­de aber­wit­zi­ge Preis des zweit­ge­nann­ten Er­satz­teils so­wie al­ters­be­ding­te [1] Be­schaf­fungs­pro­ble­me a) das Wech­sel­in­ter­vall zu­nächst groß­zü­gig strecken und dann b) nach ei­ner preis­wer­ten Al­ter­na­ti­ve su­chen...

Tat­säch­lich ist so ein run­der, mit­tels Ba­jo­nett­ver­schluß vor dem Lüf­ter­mo­tor an­ge­brach­ter Ak­tiv­koh­le­fil­ter nichts an­de­res als ein recht pri­mi­ti­ver, ge­schlos­se­ner Git­ter­netz­be­häl­ter aus Kunst­stoff mit ei­ner Fül­lung von et­wa 400 Gramm Ak­tiv­koh­le-Gra­nu­lat. [2] Am Ran­de des Tei­les fand sich ei­ne klei­ne Auf­steck­klap­pe, durch die der wirk­sa­me In­halt of­fen­bar bei Erst­be­fül­lung hin­ein­ge­langt war. Nichts spricht da­ge­gen, die ver­brauch­ten (sprich fett­ge­sät­tig­ten) Ak­tiv­koh­le­stäb­chen durch eben je­ne Öff­nung her­aus­zu­schüt­ten und den Fil­ter­korb so­dann mit Frisch­wa­re er­neut auf­zu­fül­len. Doch wo­her neh­men?

Der im Wort­sin­ne na­he­lie­gen­de Weg in den näch­sten Bau­markt er­wies sich als net­ter Ver­such: Zwar wä­re pas­sen­des Ak­tiv­koh­le-Gra­nu­lat als lo­se Wa­re durch­aus feil ge­we­sen (de­kla­riert als Fil­ter­ma­te­ri­al für Aqua­ri­en-Was­ser­pum­pen), doch wa­ren die Prei­se dort durch­aus ge­sal­zen (selbst bei Süß­was­ser-Zu­be­hör). Ei­nen zwei­stel­li­gen Be­trag für ein Pfund schwar­zer Ak­tiv­koh­le hin­zu­le­gen er­schien mir je­den­falls als al­le­mal un­an­ge­mes­sen.

Im Netz der Net­ze ging mir hin­ge­gen rasch ein for­mi­da­bler Fang in den ei­ge­nen Käs­cher: Für noch nicht ein­mal EUR 12 (inkl. Por­to) er­stand ich in der elek­tri­schen Bucht zwei 1 kg-Beu­tel des schwar­zen Fil­ter­fut­ters. Das reicht für fünf Fül­lun­gen zu je EUR 2,40 und vie­le Jah­re fri­scher Luft in der Kü­che. Zur Nach­ah­mung emp­foh­len: Die Prei­se von Ori­gi­nal-Fil­ter­pa­tro­nen sind so über­zo­gen wie die von Tin­ten­pa­tro­nen für den PC-Drucker!

 
[1] ge­meint ist das Al­ter des Mief­quirls, nicht das des Chro­ni­sten

[2] klei­ne Zy­lin­der von et­was 3–4 mm Duch­mes­ser und 5–7 mm Hö­he

vorheriger Beitrag    Übersicht    nächster Beitrag
« Vorherige Seite Nächste Seite »