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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Not­brem­se

»Blogs sind ab­ge­trie­be­ne Ge­dan­ken« meint El­se Busch­heu­er im In­ter­view mit dem SPIEGEL und kün­digt an, das in ih­ren Au­gen krea­ti­vi­täts­kil­len­de, häpp­chen­wei­se Blog­gen zu­gun­sten der An­fer­ti­gung län­ge­rer li­te­ra­ri­scher Tex­te gänz­lich ein­zu­stel­len. Ih­re Ar­gu­men­ta­ti­on ist schlüs­sig und stimmt mich ei­ni­ger­ma­ßen nach­denk­lich...

Mein Dank an Herrn in­acht­zig­wel­ten­umden­tag für den un­ver­hoff­ten Le­se­tipp!

Diskussion

  1. Lexikaliker  •  2. Mai. 2009, 7:19 Uhr

    Oh­ne mich mit ei­ner er­folg­rei­chen Au­torin auf ei­ne Stu­fe stel­len zu wol­len: Die Ver­än­de­rung des Er­leb­nis­stils, die sie be­schreibt, kann ich gut nach­voll­zie­hen (auch wenn mir nur sel­ten der »la­ko­ni­sche Satz« für Klei­nig­kei­ten ein­fällt). Doch dies hal­te ich nicht für nach­tei­lig, son­dern mehr als Be­rei­che­rung, geht es doch u. a. mit mehr Er­leb­nis­tie­fe ein­her. Das »Prü­fen auf Ver­wert­bar­keit« hin­ge­gen kann schon ner­ven und hat zwei­fel­los das Po­ten­ti­al zur Zwang­ha­fig­keit.

    Aber ha­ben denn wirk­lich al­le gut und er­folg­reich Blog­gen­den die Mög­lich­keit und die Vor­aus­set­zun­gen, auf die­ses Me­di­um zu ver­zich­ten und eben­so gut und er­folg­reich zu schrift­stel­lern? Aus kur­zen Tex­ten, die man sich ver­kneift und la­gert, wer­den nicht au­to­ma­tisch lan­ge. Und: Bie­tet das Blog­gen denn nicht ge­ra­de ei­nen Rah­men, den es in an­de­ren Me­di­en nicht gibt? Hin­zu kommt der öko­no­mi­sche As­pekt: Bei Il­se Busch­heu­er sieht es wohl so aus, als ent­zö­ge sie sich mit dem Blog­gen die Le­bens­grund­la­ge, da sie die ge­blogg­ten Tex­te nicht mehr ver­kau­fen kann, aber die­ser As­pekt spricht zu­nächst ein­mal nicht ge­gen das Me­di­um.

    So, jetzt war ich auch ein »Kom­men­tar­schma­rot­zer«, der auf an­de­re Leu­te Do­mains rum­blökt ;-) (Ich nehm das mal mit Hu­mor – von den Gä­sten in mei­nem Blog ha­be ich ei­ne er­heb­lich bes­se­re Mei­nung.)

    #1 

  2. zonebattler  •  2. Mai. 2009, 7:40 Uhr

    Nee, das ist schon in Ord­nung so, denn Dei­ne kri­ti­schen An­mer­kun­gen sind ja nicht min­der zu­tref­fend und nach­voll­zieh­bar. Es er­scheint mir frei­lich im­mer als rich­tig und wich­tig, das ei­ge­ne Tun ge­le­gent­lich kri­tisch zu hin­ter­fra­gen...

    #2 

  3. heilpraktiker  •  2. Mai. 2009, 9:29 Uhr

    Die Au­torin hät­te ei­gent­lich pra­zi­sie­ren kön­nen: »im em­bryo­nal Zu­stand«.

    #3 

  4. zonebattler  •  2. Mai. 2009, 10:10 Uhr

    ;-)

    #4 

  5. Lexikaliker  •  2. Mai. 2009, 19:50 Uhr

    Stimmt, ein kri­ti­scher Blick auf das ei­ge­ne Tun ist hin und wie­der nicht nur sehr rat­sam, son­dern auch not­wen­dig.

    #5 

  6. Achates  •  4. Mai. 2009, 2:47 Uhr

    Ich bin neu­lich auch in Ge­dan­ken ab­ge­trie­ben ...

    #6 

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