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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Mittwoch, 14. November 2018

Kauf-Königinnen

Betuchte Konsumenteusen in Baden-Baden

Sonntag, 11. November 2018

Sommer in Siebenbürgen (2)

Man sollte ja meinen, daß einem während eines naturnah verbrachten Urlaubs auf dem Lande primär querformatige Motive vor die Linse kommen. Tatsächlich muß der zone­batt­ler aber verblüfft konstatieren, daß er selten so viele Hochformat-Auf­nah­men mit nach Hause gebracht hat wie aus der Som­mer­fri­sche in Rumänien! Das liegt natürlich zuförderst an den mehrfach erwähnten, je­doch bis dato in dieser Reise-Reprise nicht gezeigten Kirchenburgen und sonstigen Hoc­hbau­ten der fotogenen Sor­te. Ein weithin berühmtes Motiv ist der Stundturm von Sighișoara alias Schäßburg, und der schaut nun wirklich so aus, wie sich der gemeine Vampir-Fan die perfekte Kulisse für nächt­lich-gruseliges Treiben vorstellt:

Stundturm mit vorgelagerter Torburg in Sighișoara (Schäßburg)

Sighișoara ist ein markantes Beispiel für ei­nen an sich sehr schönen Ort (das hi­sto­ri­sche Zentrum gehört seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe), welcher jedoch durch tou­ri­sti­sche Heimsuchung – angeblich bis mög­li­cher­wei­se wurde Vlad Țepeș (Vlad III. Drăcu­lea, der Pfähler) hier vor rund 600 Jahren geboren – einiges von seinem na­tür­li­chen Charme eingebüßt hat. Die heimische Wirt­schaft und auch Teile der Ga­stro­no­mie ma­chen sich den Dracula-Hokuspokus zu­nut­ze, um mit mildem Grusel Publikum und Gäste anzulocken. Wirklich gruselig sind indes die allerorten feilgebotenen Souvenirs aus fern­öst­li­cher Produktion: Bei deren An­blick würde sich der originale Graf Dracula (so es ihn denn gäbe) wohl selbst schau­dernd abwenden…

Wir wenden uns nicht ab, sondern weiterhin zu, und zwar weiterhin den auf­rech­ten Zeu­gen der landesspezifischen Architektur! Hier sehen wir die mustergültig in­stand­ge­hal­te­ne, evan­ge­li­sche Kirche zu Mălâncrav (Malm­krog):

Evangelische romanische Kirche von Mălâncrav (Malmkrog)

Wir waren dort zwecks Besuchs eines kleinen transsilvanischen Klassik-Musik­fe­sti­vals, des­sen Ausführende samt Troß zur Zeit unserer Visite in der Gegend unseres Weilens he­rum­tin­gel­ten. Gleich neben der ro­ma­ni­schen Kirche gibt es in Mălâncrav ein un­ga­ri­sches Adelsschloß, in welchem die jungen Musiker ihr Können de­mon­strier­ten. Davon gibt es hier leider keine Bilder zu sehen, aus Dis­kre­tions­grün­den ebenso wie aus mei­ner al­ters­be­dingt zunehmenden Neigung, kulturelle Höhepunkte im Mo­ment ihres Entstehens sinnlich zu genießen statt sie mit letztlich untauglichen Mitteln ir­gend­wie konservieren zu wollen. Eine Kirche läuft einem nicht weg (allenfalls tut es mit­tel­fri­stig das passende Licht), daher konnte der eindrucksvolle Sa­kral­bau dann stell­ver­tre­tend für das Ge­samt­er­leb­nis seinen Weg durch das Objektiv und letztlich hier hinein in des Berichterstatters Blog finden…

Ein kleiner Sprung durch Zeit und Raum bringt uns nach Copșa Mare oder auch Groß-Kopisch, einem recht idyllischen Ort östlich von Biertan (Birthälm), den wir von dort aus erwandert haben. Vorbei an Brunnen, klei­nen Katen, kichernden Kindern und kläf­fen­den Kötern überwanden wir zu siebt (vier Erwachsene, zwei Kinder, ein braver Hund) einen Höhenzug, um schließlich nach dem Konsum von Eis und kalten Ge­trän­ken aus dem winzigen Dorfladen vor dem natürlich auch hier vorhandenen Turm einer Kir­chen­burg zu stehen:

Turm der Pfeilerbasilika in Copșa Mare (Groß-Kopisch)

Der rumänische Burgwächter (dessen Frau wohl mit der Einsamkeit und der zäh da­hin­flie­ßen­den Zeit in der siebenbürgischen Pro­vinz weniger zufrieden war als der ihr recht­mä­ßig zugemutete Schlüsselbewahrer) hatte uns die Kirche aufgesperrt und sie uns dann zur eigenen Erforschung überlassen (viel zu erklären hätte er wohl ohnehin nicht ver­mocht, die Geschichte der Siebenbürger Sachsen ist ja nicht die seine). Also er­klom­men wir (abgesehen von Frieda, der lässigen Labradorin) den Turm der Kirche. Über höl­zer­ne »Hühnerleitern« hinauf und über haufenweise Tau­ben­kot hin­weg bis zu den großen Glocken. Alles völlig un­be­auf­sich­tigt und unter Be­gleit­um­stän­den, die es daheim in Deutschland definitiv so nirgends mehr gibt. Da wäre so ein Turm wegen Bau­fäl­lig­keit verrammelt und verriegelt. [1] [2]

Mitten in fremden Landen Glocken mit deut­scher Inschrift zu sehen fühlt sich anfangs schon ein wenig merkwürdig an, zumal auch die anderen Beschriftungen in der Kirche, verstaubte Gesangbücher und sonstigen gedruckten Hinterlassenschaften sämt­lich auf Deutsch verfaßt sind. Schnell werden da Assoziationen an apokalyptische Endzeit-Geschichten geweckt, mitunter kommt man sich in den entlegeneren Kirchen tatsächlich wie der letzte Mensch auf Erden vor. Man gewöhnt sich natürlich da­ran, aber es ist schon eigenartig, sich das jahrhundertelange Nebeneinander von Ru­mä­nen, Siebenbürger Sachsen und anderen Volksgruppen vor­zu­stel­len, die alle ziemlich kon­se­quent unter Ihresgleichen blieben, statt sich langfristig zu einem Volk zu ver­men­gen…

Die Kirchenburg von Copșa Mare aus der Distanz

Der Blick zurück auf Copșa Mare und seine Kirchenburg zeigt eine vermeintliche Idyl­le, die typisch ist für Siebenbürgen, jenem Land­strich in der Mitte Rumäniens, in der die Ver­gan­gen­heit noch überall offen zu Tage liegt. Diese zu Fuß zu erwandern und zu erkunden ist ungleich befriedigender als das Hin­ge­fah­ren­wer­den im Reisebus mit je­weils 20 Mi­nu­ten Knips- und Pinkelpause vor der Wei­ter­fahrt zur nächsten Se­hens­wür­dig­keit! Der zonebattler und seine bessere Hälfte waren sich jedenfalls einig: Lieber eine Handvoll intensiv inspizierter Kirchenburgen in der Erinnerung behalten als zwei Dutzend nur en pas­sant fo­to­gra­fier­te hinterher kaum noch zuordnen zu können.

Wenn wir nach unseren täglichen Ex­kur­sio­nen wieder »daheim« in Richiș angekommen waren, gaben wir uns fast jeden Abend der Süße des Müßigganges hin, machten erst ein kleines Nickerchen, nickten anschließend den immergleichen Statisten vor der Dorf­bar zu und ließen uns über­ra­schen von dem, was uns so vor die Augen kam. Eine erstaunliche Entdeckung waren akribisch geführte, prä-excelitische Tabellen aus den 1920er Jahren, in denen in schönster Handschrift fest­ge­hal­ten war, wer in welchem Haus des Dorfes wohnte und wieviel Stück Vieh und »Zünder« besaß:

Historische Dokumente, von Unwissender zum Verkauf feilgeboten

Der amtliche Charakter der Dokumente war offenkundig, der aus ihnen wabernde Geist des deutschen Berufsbeamtentums ebenso. Indes war die ehedem germanische Grund­ord­nung der Erosion preisgegeben: Eine im ehemaligen Pfarrhaus eingemietete Zi­geu­ne­rin [2] hatte die Archivalien am Dachboden gefunden und kurzerhand zu le­gi­ti­mer Mar­ke­ten­der­wa­re erklärt in der Hoffnung, die ihrem Verständnis ver­schlos­sen blei­ben­den Schriftstücke an Touristen wie uns verhökern zu können. Der Gewinn liegt bekanntlich im Einkauf, und bei weg­ge­fun­de­nen An­ti­qui­tä­ten mit Einstandspreis Null wäre auch der bescheidenste Erlös als Gewinn zu ver­bu­chen. Daß damit historische Er­kennt­nis­se und Kontexte un­wie­der­bring­lich dahin sind, hat schon altägyptische Grab­räu­ber nicht gestört, was wollte man da von einer simpel gestrickten und mut­maß­lich kaum bis wenig gebildeten Landfrau er­war­ten? Wir haben jedenfalls nichts gekauft von ihrer pa­pie­re­nen Beute, um derlei Tun nicht auch noch zu ermutigen…

Ein neuer Tag, ein neues Abenteuer: Statt die gut vier Straßenkilometer nach Biertan mit der Nachbarn Fahrräder zu erstrampeln, zogen wir zu Fuß los, um nach Über­que­rung des nächsten größeren Geländebuckels in einem parallel verlaufenden Tal zum Nach­bar­ort zu marschieren. Auf stark aus­ge­spül­ten Wirtschaftswegen ging es zunächst forsch bergan, und immer wieder gab es einen Grund anzuhalten, um sich Fauna und Flora näher zu besehen. Meine Güte, dachte sich der schwitzende Chronist bei ei­ner die­ser Gelegenheiten, wie lange hast Du schon keinen Schwalbenschwanz mehr ge­se­hen? Und dieser prächtige Flat­ter­mann hier po­siert geradezu keck vor Deiner Kamera und will partout im Bilde festgehalten werden! Na gut, man ist ja betörenden Schön­hei­ten jederzeit gerne und eilfertig zu Diensten:

Sich sonnender Schwalbenschwanz

Auch weniger augenfällig herausgeputzte Sechsbeiner haben wir in großer Zahl und Vielfalt angetroffen. Tatsächlich wird einem durch das allgegenwärtige Gewimmel und Gesumme in Siebenbürgens Wald und Flur erst so recht vor Augen und Ohren ge­führt, daß das vielzitierte Insektensterben in Deutschland und Zentraleuropa keine hohle Panikmache, sondern längst bedrohliche Realität ist. Da kann man nur hoffen, daß Monokulturen und Che­mie­kon­zer­ne nicht auch noch Osteuropas Ökosysteme auf Dau­er verarmen lassen…

Im drübigen Tal begann dann er­staun­li­cher­weise eine wunderbar aus­ge­bau­te und prä­zi­se asphaltierte Straße im faktischen Nichts: Kein Ort, kein Haus, kein sonstiger er­sicht­licher Grund, warum eine Straße dieser Güte just hier beginnen oder enden soll­te! Es ging einfach los und aus dem staubig-sandigen Wirtschaftsweg in the middle of nowhere wur­de von einem Schritt zum nächsten eine per­fekt markierte Fahrbahn:

Mit EU-Mitteln erbaute Asphaltstraße im Nirgendwo

Kilometerlang ging es so voran, selbstredend mit glänzenden neuen Stoppschildern an al­len einmündenden Wegen, denen man ge­trost eine durchschnittliche Ver­kehrs­dich­te von 1,5 Fuhrwerken/Woche unterstellen darf. Als erfahrene Inselreisende ahnten wir die Hintergründe natürlich schon lange, bevor wir am Ortseingang von Biertan unser Wäh­nen auf einer großen Informationstafel be­stä­tigt sahen: Im Rahmen eines vom Land mit 0 EUR, aber von der Europäischen Union mit knapp 1.000.000 EUR ge­för­der­ten In­fra­struk­tur­pro­jekts wurde hier ein Stück Fort­schritts auf (nicht etwa in) den Sand gesetzt, auf den die Beteiligten mächtig stolz sind. Man mag sich fragen, ob man mit dem Geld nicht besser die immer noch un­be­fe­stig­ten Staubstraßen innerhalb des nicht ganz un­be­deu­ten­den Städtchens Biertan hätte as­phal­tie­ren können. Man mag sich ferner darüber echauffieren, daß der eu­ro­pä­isch-föderale Geldregen immer nur Neues kurz­fri­stig er­blü­hen läßt, zu dessen laufender Un­ter­hal­tung danach aber keine Mittel mehr da sind, weshalb die Natur sich unverzüglich an­schickt, sich alles wieder langsam zu­rück­zu­er­o­bern. Hilft aber alles nix: Wenn die ei­nen schlau genug sind, formgerechte För­der­an­trä­ge zu stellen, und die anderen sich nicht mit dem Pa­pier­krieg befassen wollen, dann fließt das Geld halt zu den Gewiefteren, auch ganz ohne Kor­rup­tion. Die es dem Ver­neh­men nach in Rumänien aber auch noch in reicher Aus­wahl geben soll…

Kurz vor Biertan und in Sichtweite besagter Infotafel geht der Asphalt wieder in Sand und Staub über, was für ein ortsübliches Vehikel mit zwei PS ja auch den allemal stim­mige­ren Unter- und Hintergrund abgibt:

Pferdefuhrwerk am Ortsrand von Biertan (Bierthälm)

Die Topographie der von uns bereisten und inspizierten Dörfer folgt meist dem glei­chen Schema: Innen die soliden Höfe und Häuser der Siebenbürger Sachsen, drum­he­rum die einfacheren und kleineren Häuschen der Ru­mä­nen, draußen an der Peripherie die schä­bi­gen Hütten bis unwürdigen Verschläge der Roma und anderer un­ter­pri­vi­le­gier­ter Volks­grup­pen. Mit dem Exodus der deutsch­stäm­mi­gen Bevölkerung, also nach der Aus­wan­de­rung der meisten Sie­ben­bür­ger Sachsen, hat sich das »Vakuum« bald durch Nachzug von außen gefüllt. Darüber gäbe es vieles zu lesen und auch zu schreiben, hier sei nur festgehalten, daß natürlich auch heute noch (oder wieder) die besser Ge­stell­ten die ge­die­ge­ne­ren Häuser im Ortskern bewohnen und die Armen draußen in den Beinahe-Slums hausen…

So, dann wollen wir mal nach diesen Be­trach­tun­gen mit wenigen weiteren Schritten end­lich das Ziel unserer Wanderung erreichen und sozusagen »von hinten rein­kom­mend« die grandiose Kirchenburg von Birthälm erspähen:

Die Kirchenburg von Biertan (Birthälm)

Im 16. Jahrhundert erbaut und von einer dreifachen Ringmauer umgeben, ist dieser trut­zi­ge Gotteshauskomplex geradezu der Inbegriff einer Siebenbürgischen Kir­chen­burg und hätte beste Aussichten auf einen der vordersten Plätze in einem hier­mit ima­gi­nier­ten Ranking der Prächtigsten ihrer Art! Über die Baugeschichte und die rei­che In­nen­aus­stat­tung möge sich die interessierte Leserschaft im oben verlinkten Wi­ki­pe­dia-Artikel in­for­mie­ren. Der Endesunterfertigte beläßt es für heute beim Hinweis auf ein wun­der­ba­res Foto der Kirchenburg zu Birthälm, in dessen Hintergrund etwas zu sehen ist, was unbedarfte Beobachter viel­leicht gar nicht auf Anhieb erkennen und rich­tig einordnen können: Die Rede ist von den Terrassierungen, die heute sinnlos er­schei­nen mögen, aber auf die frühere Nut­zung des Hanges als Weinberg hin­wei­sen. Davon wird in der letzten Folge dieses Reise-Rapports noch die Rede sein, für heute sei es nunmehr genug.

 
[1] Wobei sich der Berichterstatter dunkel daran erinnert, in Thüringen kurz nach der Wende im Rahmen eines In­spek­tions­be­su­ches auch schon mal einen baufälligen Kirch­turm unter vergleichbar verwegenen Rah­men­be­din­gun­gen er­klom­men zu haben. Was in der Ex-DDR mit dem Mauerfall zu Ende ging, ist im Rumänien der Jetztzeit hier und da noch gegenwärtig – im Guten wie im Schlechten.

[2] Leider hat der lange Zeit unkontrollierte Zugang zu den verlassenen Kir­chen­bur­gen diesen oft schwer zugesetzt durch Plün­de­rung und Vandalismus. Die einst nicht un­be­dingt außerordentlich prächtige, sicherlich jedoch ordentliche Orgel der Kirche von Copșa Mare ist gegenwärtig in desolatem Zustand: Viele ihrer Pfeifen wurden von Metalldieben grob he­raus­ge­ris­sen und abtransportiert, womit das nun nicht einmal mehr aus dem »letzten Loch« pfeifende Instrument jenseits aller realistischen Hoff­nun­gen auf Reparierbarkeit zum traurigen Sperrmüllhaufen degradiert worden ist…

[3] Mit dieser ortsüblichen Typisierung ist durchaus keine Diskriminierung be­ab­sich­tigt, die Roma in Rumänien bezeichnen sich mit­un­ter ja selbst als țigani. Der allzeit auf Kom­ple­xi­täts­re­duk­tion bedachte zonebattler dif­fe­ren­ziert ungeachtet ethnischer Her­kunft, Geschlecht, Hautfarbe und Nasenlänge stets nur nach ihm sympathischen und ihm un­sym­pa­thi­schen Menschen. Das hat sich je­der­zeit und jedenfalls bewährt und reicht zum Bestreiten des Alltagslebens auch al­le­mal aus.

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Freitag, 2. November 2018

Kippenkerl

Masthalterung von irgendwas in Sichtweite des Nürnberger Hauptbahnhofes

Montag, 22. Oktober 2018

Hängepartie (2)

Kleines Maskottchen am großen Mast in Fürth (Bay) Hbf

Sonntag, 21. Oktober 2018

Eingeheizt

Bollernder Kaminofen im Kulturort Badstraße 8

Sonntag, 14. Oktober 2018

Ausbrecherin

Blätter, zur Sonne, zur Freiheit!

Freitag, 12. Oktober 2018

Morgensonne

Tordetail in der Karlstraße

Sonntag, 7. Oktober 2018

Kärwa korrekt

Den heutigen Erntedankfestzug am »Bau­ern­sonn­tag« habe ich am Fürther Rat­haus in absoluter Konformität zur Da­ten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) bildlich fest­ge­hal­ten, in­dem ich peinlich genau darauf ge­ach­tet ha­be, daß in der Menge kein In­di­vi­du­um ein­deu­tig erkennbar ist:

Massenstart von Luftballons beim Eintreffen des Kärwa-Umzuges am Rathaus

Da sage noch einer, Street Photography sei heutzutage nicht mehr legal möglich. Alles weh­lei­di­ges Gewäsch: Kre­a­ti­ve Lösungen sind gefragt!

Sonntag, 30. September 2018

Herbstlich(t)

Künstliche Blüten im natürlichen Licht

Samstag, 29. September 2018

Partnerlook

Gendergerecht gekennzeichnete Fahrräder

Mittwoch, 26. September 2018

Neue Kollegen gesucht!

Der zonebattler ist im Zivilberuf einer von knapp 1000 Mitarbeitern von DB Training, Learning & Consulting, dem Bildungsanbieter im Deutsche Bahn-Konzern. Wir sind »Voll­sor­ti­men­ter« und machen alles von Outdoor-Pädagogik für Azubis über Soft Skills für Führungskräfte bis hin zu »harten« Technik-Themen für Blaumänner. Ich selbst sitze in unserem Trainingszentrum Nürnberg und plane dort als Mitarbeiter der Bil­dungs­dis­po­si­tion (Bereich Fahrzeugtechnik) die In­stand­hal­ter­trai­nings für die ICE-Flotte der DB. Dazu orchestriere ich personelle und ding­li­che Ressourcen in Raum und Zeit und sorge u.a. dafür, daß Trainer, Teilnehmer, Un­ter­la­gen, Tablets etc. zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort zusammenfinden.

Falls jemand in meiner Leserschaft eine Ausbildung und/oder Berufserfahrung im technischen Bereich hat (vorzugsweise als Elektrotechniker oder -ingenieur) und eine neue He­raus­for­de­rung als Vermittler kom­ple­xer technischer Zu­sam­men­hän­ge sucht, könnte ich even­tu­ell wei­ter­hel­fen: Wir haben ständig Bedarf an Fach­trai­nern, die ei­ner­seits tech­nisch versiert sind, andererseits eine Neigung zur pä­da­go­gi­schen Seite des Jobs haben. Aktuell haben wir mehr al­ters­be­ding­te Abgänge (Ru­he­stand) als an neuen Ge­sich­tern nach­kommt, was zusehends zum Pro­blem wird, weil sich die Auf­trags­lage ge­gen­läu­fig entwickelt und schier durch die Decke schießt.

Technisch (Stichwort Digitalisierung) sind wir ziemlich vorne mit dabei, ich verweise hier beispielhaft auf unseren »virtuellen Dach­gar­ten« des ICE 4, siehe

Die Vermittlung hochspezialisierten Wissens und Könnens im Schienenfahrzeug-Sektor ist fraglos interessant, fordernd und ab­wechs­lungs­reich, man ist zudem weitgehend sein eigener Herr, aber man muß halt auch mit der anderen Seite der Medaille zu­recht­kom­men können, die da heißt Reisetätigkeit. Die Trainings finden wegen des Pra­xis­be­zuges an den Standorten der betriebsnahen oder schweren In­stand­hal­tung statt, und die sind – je nach Betreiber der Fahrzeuge und je nach Fakultät – über das Land verteilt und nicht unbedingt in der Nähe des eigenen Wohnortes. Bedeutet in meinem Metier (ICE) konkret München, Frankfurt, Berlin, Ham­burg, Köln, ge­le­gent­lich auch Krefeld, Dort­mund, Leipzig oder Nürnberg. Zwi­schen­drin gibt’s immer wieder mal Zeiträume für Pro­dukt­pfle­ge (Handbücher aktualisieren, Lern­kon­zep­te anpassen), die man auch da­heim zubringen bzw. frei ge­stal­ten kann.

In spezifischen Bereichen (z.B. Kältetechnik, Zugsicherungs- und Leittechnik) haben wir ehemalige Rundfunk- und Fernsehtechniker oder Elektriker an Bord, die sich auf ihre Nischenthemen spezialisiert haben. Arbeit gibt’s genug, und als Hand­lungs­rei­sen­der in Sachen Bildung hat man Freiheitsgrade, die ein stationärer Mitarbeiter mit Chef im Rücken eher nicht hat.

»Gesetztes Alter« ist übrigens kein Problem: Wir haben einige Ingenieure und andere Fachleute im Team, die erst mit deutlich jenseits der 50 zu uns gefunden haben (und mit ihrem Job zufrieden bis glücklich sind). Pi mal Daumen kann man sagen, daß es beid­sei­tig lohnend ist, wenn einer nach der Ein­ar­bei­tung (ca. ein Jahr) noch etwa zehn Jahre vor sich hat bis zum Erreichen der Al­ters­gren­ze.

Eine offizielle Stellenausschreibung findet sich im Karriere-Portal der DB. Die dort geforderte mehrjährige Erfahrung in der Instandhaltung von Triebfahrzeugen ist kein K.O.-Kriterium!

Achtung: Wer sich bewerben mag, möge mich bitte VORHER kontaktieren, dann kann ich im Rahmen der Aktion »Mit­ar­bei­ter werben Mitarbeiter« u. U. eine »Kopf-Prämie« in Höhe von 1.500 EUR kassieren, die ich im Erfolgsfalle selbst­ver­ständ­lich mit dem neuen Kollegen brüderlich teilen würde… Hinterher ist zu spät!

P.S.: Hier noch ein paar keine Einblicke in die Welt des mobilen Geraffels und dessen In­stand­hal­tung:

Die dort bei der Arbeit gezeigten Blaumänner zu schulen ist die Aufgabe unserer »Lern­be­glei­ter« von DB Training. Interessenten mel­den sich bitte bei mir.

P.S.: Auch wenn ich immer nur männliche Bezeichnungen verwendet habe: Neue Kol­le­gIN­NEN wären uns selbstverständlich eben­so willkommen!

Dienstag, 25. September 2018

Mini-Komponenten, Maxi-Boxen, Midi-Preise…

Der zonebattler möchte seinen Hausrat weiter verkleinern und macht mit diesem An­sin­nen jetzt auch da weiter, wo es schon aus lokalpatriotischen Gründen weh tut: Seine große GRUNDIG-Aktiv-Anlage steht nunmehr zum Verkauf!

Sie besteht aus den folgenden Komponenten:

2x Aktiv-Lautsprecher Grundig HiFi Aktiv-Box 40
mit originalen Netz- und NF-Kabeln

Vorverstärker Grundig MXV 100
Tuner Grundig MT 200

CD-Spieler Philips CD 100
CD-Spieler Grundig CD 360

Die Verstärkermodule der Aktiv-Boxen waren bei einem anerkannten Grundig-Spe­zia­li­sten zur Kur, er hat sie gründlich generalüberholt (u.a. alle Elkos getauscht, Fein­si­che­run­gen für die Chassis eingebaut, Kontakte gereinigt etc.). Infolgedessen zeigen die Lautsprecher keinerlei Ausfallerscheinungen, sie spielen wie neu und das heißt mit ordentlich Wumms (wenn es denn sein muß). Um die Sicken der Tieftöner braucht man sich keine Sorgen zu machen, die sind grundig-typisch aus Gummi… Im Lie­fer­um­fang der me­tal­lic­braun folierten Lautsprecher sind ihre laaaaaaaaaaaaangen Netz- und Sig­nal­ka­bel enthalten. Die abnehmbaren Fronten haben keine Macken und tragen überdies noch die originalen Logo-Schildchen. Einziger nen­nens­wer­ter Mangel ist eine kleine Eck­be­sto­ßung an einer Box hinten oben links.

Auch den Vorverstärker Grundig MXV 100 hat der Spezialist in der Mache gehabt (El­ko­tausch und Kontaktpflege), der sollte bei gu­ter Behandlung ebenfalls noch eine zwei­stel­lige Zahl von Betriebsjahren ohne zu mucken durchhalten… Der Tuner Grun­dig MT 200 tut und tuned noch einwandfrei, dem ersparte ich den ko­sten­pflich­ti­gen Aufenthalt auf des Fach­manns Werkbank. Die beiden Mini-Komponenten sind von der selteneren Farbstellung Champagner/gold-metallic, deshalb sind ihre Seiten in braun-metallic gehalten (pas­send zu der Boxenfarbe). Ihr äußerer Zustand ist de facto wie frisch aus dem Laden, Macken müßten auch kritischere Gemüter mit der Lupe suchen. Die ganzen Papiere (Anleitungen, Schaltpläne, Ga­ran­tie­kar­ten) gibt es ebenso mit da­zu wie die originalen DIN-Verbindungskabel.

CD-Spieler gab es zur Bauzeit dieser Ge­rät­schaf­ten noch nicht, darum steht auf der anderen Box als optisch am besten dazu passender Zuspieler ein Philips CD 100. Der hat trotz zweimaliger Kur (bei einer weiteren Old-Fidelity-Foren-Koryphäe) wieder mal seine divenhaften Anfälle (Prasseln und Aussetzer bis zum völligen Verstummen) bekommen, der Welt erster CD-Spieler steht daher momentan nur noch als (optisch hervorragend erhaltenes) Technik-Denkmal in der Anlage. Seinen funktionalen Part übernahm klaglos der unter ihm stehende Grundig CD 360, dem es zwar an edler Haptik mangelt, aber dafür ist er unkaputtbar und luxuriös ausgestattet. Vor allem aber paßt er mit seinen Abmessungen millimetergenau auf die Box!

So, jetzt aber erstmal Bilder:

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

Die verlangten Preise sollen einerseits na­tür­lich fair bleiben, andererseits meinen Tren­nungs­schmerz kompensieren. Ich rufe daher auf:

1. Grundig HiFi-Aktivboxen 40: 2 x 200 €

2. Grundig Minis (MXV 100 + MT 200): 200 €

3. Philips CD 100 (defekt, aber schön): 200 €

Diese drei Posten können grundsätzlich separat abgegeben werden, aber so lange die Boxen kein gutes neues Herrchen gefunden haben, bliebt der Rest auch hier, schon damit ich damit noch selbst Musike hören kann. Die Lautsprecher können an­ge­sichts ihres Gewichtes (2 x 24 kg) nicht verschickt werden, für die Tröten kommt also nur Selbstabholung in Frage. Die anderen Komponenten lassen sich da­ge­gen durchaus versandsicher verpacken und mit DHL ei­ni­ger­ma­ßen risikoarm expedieren.

Die Anlage kann (und sollte) bei mir in Fürth probegehört werden, ich lasse sie so lange aufgebaut, bis einer kommt und die Boxen gegen Barzahlung mitnimmt. Wer die Laut­spre­cher samt Vorverstärker und Tuner wegtragen mag, bekommt den CD 360 als Zugabe obendrauf.

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