Der zonebattler hat sich im Verlauf des letzten Vierteljahrhunderts schon mehrfach die Birne am ziemlich niedrigen Durchgang zu und von seinem Kellerabteil angehauen. Die Zarge der davor eingebauten Stahltür ist – wie die Tür selbst – ebenso solide wie massiv, da kommt selbst unsereiner trotz ärztlich attestierter Dickköpfigkeit nicht durch und handelt sich bei jedem Versuch aufs Neue eine blutige Platzwunde am Schädel ein...
Letzten Samstag aber stand draußen um die Ecke einer jener berüchtigten »Zu verschenken«-Kartons auf dem Bürgersteig, über den manche Zeitgenossen ihr abgeliebtes Hab und Gut auf die Schnelle unkompliziert zu entsorgen trachten. Schon von weitem erspähte ich eine rote Schwimmnudel, die ich sofort sicherstellte, um sie einer Verwendung jenseits ihrer eigentlichen Zweckbestimmung zuzuführen:
Die Bastelei war schnell erledigt: Erst habe ich die hohle Wurst mit einem scharfen Cuttermesser halbiert (das Ding war lang genug, um gleich zwei baugleiche Türzargen im Keller damit bestücken zu können), dann habe ich die beiden Hälften in meine portable Werkbank eingespannt, um sie per Augenmaß der Länge nach aufzuschlitzen.
Und das wars dann auch schon: Runter in den Keller damit und auf das Zargenblech aufgesteckt, halten die draufgeklemmten Schaumstoffrohre dank ihrer Eigenspannung ganz von selbst und das auch ziemlich fest.
Jetzt muss man sich zwar beim Durchgehen noch ein wenig tiefer bücken als zuvor, aber falls man sich wieder einmal verschätzen oder das demütige Verbeugen aufgrund von Konzentrationsmangel oder Grübelei ganz vergessen sollte, dann fällt die Strafe deutlich milder und weit weniger schmerzhaft aus!






