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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Southsi­de Gal­le­ry II: Von au­ßen nach in­nen Es is doch worschd wos aus uns wärdd... »

Ei­nen Ame­ri­ka­ner in Pa­ris...

...ha­be ich zwar nicht zu bie­ten, wohl aber ei­nen fe­schen Fran­zo­sen in Nürn­berg:

Französischer TGV in Nürnberg Hbf
 
Französischer TGV in Nürnberg Hbf
 
Französischer TGV in Nürnberg Hbf
 
Französischer TGV in Nürnberg Hbf
 
Französischer TGV in Nürnberg Hbf

Kaum hat­te ich heu­te mor­gen mei­nen Pend­ler­zug in Nürn­berg ver­las­sen, fuhr die­ser schnit­ti­ge Trieb­zug am Bahn­steig ge­gen­über ein. Stamm­le­se­rIn­nen wer­den sich er­in­nern, daß ich dem hier nicht hei­mi­schen, sil­ber­nern Band­wurm schon ein­mal in Fürth be­geg­net bin: Auch dies­mal war der schicke Schlit­ten of­fen­bar zu Meß­fahr­ten un­ter­wegs, der Füh­rer­stand und die dem vor­de­ren Trieb­kopf fol­gen­den Wa­gen wa­ren voll­ge­stopft mit be­helfs­mä­ßig mon­tier­ten elek­tro­ni­schen Ge­rät­schaf­ten.

Die Fo­tos ent­stan­den in flie­gen­der Hast und Ei­le, denn der Zug hielt nur kurz aus be­trieb­li­chen Grün­den und hat­te in Nürn­berg nichts wei­ter zu schaf­fen. Als ich das letz­te Bild mit dem hin­te­ren Trieb­kopf knip­ste, fuhr der TGV schon wie­der sanft sum­mend an und in Rich­tung Fürth da­von. Au re­voir!

  1. zonebattler  •  18. Jul. 2006, 9:49 Uhr

    Schön­heit muß lei­den

    Mit Kle­be­band fi­xier­te Ka­bel­strän­ge und Meß­füh­ler stö­ren die me­di­ter­ra­ne Ele­ganz al­ler­dings nur bei nä­he­rer Be­trach­tung...

    Französischer TGV in Nürnberg Hbf

    So schön der fran­zö­si­sche Zug auch ist, un­se­re teu­to­ni­schen ICEs kön­nen in Sa­chen De­sign und Er­schei­nungs­bild durch­aus mit­hal­ten!

    #1 

  2. Nachtblau  •  18. Jul. 2006, 11:44 Uhr

    Ist der ICE nicht so­gar teil­wei­se bes­ser, zB bei Tun­nel­fahr­ten, oder ver­wech­sel ich da was?

    #2 

  3. zonebattler  •  18. Jul. 2006, 12:40 Uhr

    Ein­fa­che Ant­wor­ten dar­auf gibt es nicht...

    ...denn bei Schie­nen­fahr­zeu­gen gibt’s wie bei Au­tos un­ter­schied­li­che Kon­zep­te für un­ter­schied­li­che Ein­satz­pro­fi­le. Die Fran­zo­sen mit ih­rem zen­tra­li­stisch-stern­för­mig auf Pa­ris aus­ge­rich­te­ten Schnell­fahr­netz ha­ben auch ei­ne gänz­lich an­de­re In­fra­struk­tur wie wir hier in Deutsch­land, von der lan­des­spe­zi­fi­schen Leit- und Si­che­rungs­tech­nik nicht zu re­den. Da ist es schon fast ein klei­nes Wun­der, hoch­ge­züch­te­te Fahr­zeu­ge wie die­se über­haupt beim Nach­barn aus­pro­bie­ren und flit­zen las­sen zu kön­nen...

    Un­ser ICE 3 hat sich bei Test­fahr­ten in Frank­reich bö­se Nar­ben ge­holt, weil der Sog auf der Un­ter­sei­te Schot­ter­stei­ne hoch­ge­wir­belt und ihm an den Fahr­zeug­bo­den ge­knallt hat (ein Phä­no­men na­mens »Schot­ter­flug«). Der Ober­bau (das Gleis­bett) ist bei den Fran­zo­sen an­ders auf­ge­baut, aber im Zu­sam­men­wir­ken mit de­ren Fahr­zeu­gen pas­siert halt nix. Von bes­ser oder schlech­ter kann man da nicht re­den, es sind halt ver­schie­den­ar­ti­ge Lö­sungs­an­sät­ze mit ih­ren spe­zi­fi­schen Ei­gen­hei­ten, Stär­ken und Schwä­chen...

    #3 

  4. pathologe  •  18. Jul. 2006, 12:43 Uhr

    Was un­ter­schei­det denn das fran­zö­si­sche TGV-Netz von den deut­schen Neu­bau­strecken? Al­so rein von der Strecken­füh­rung her? Denn ich kann mir nicht vor­stel­len, dass die Fran­zo­sen das Ver­hal­ten auf her­kömm­li­chen Tras­sen te­sten wol­len.

    Oder läuft hier so et­was wie in der Au­to­in­du­strie, wo man neue Mo­to­ren­ent­wick­lun­gen in be­kann­te Ka­ros­se­ri­en an­de­rer Her­stel­ler ein­baut, um dann Lang­strecken­tests qua­si »ge­tarnt« zu fah­ren?

    Dan­ke für die Ant­wort!

    #4 

  5. zonebattler  •  18. Jul. 2006, 13:01 Uhr

    Strecken­kon­zep­te...

    ...un­ter­schei­den sich hin­sicht­lich der zu­läs­si­gen Stei­gun­gen, Kur­ven­ra­di­en, Licht­raum­pro­fi­len, Be­triebs­ar­ten (Misch­be­trieb Rei­se- und Gü­ter­zü­ge oder nicht) und al­ler­lei mehr. Das wirkt sich al­les mehr oder we­ni­ger auch auf die Fahr­zeug­kon­struk­ti­on aus. Geh’ mal dem in mei­ner obi­gen Ant­wort nach­träg­lich er­gänz­ten Link nach, da wird ei­ni­ges an­ge­deu­tet. Frü­her wa­ren die na­tio­na­len Staats­bah­nen weit­ge­hend iso­lier­te In­seln mit zeit- und ar­beits­in­ten­si­ven Schnitt­stel­len, heu­te will man das na­tür­lich op­ti­mie­ren und am lieb­sten mit ei­ner Lok non­stop quer durch ganz Eu­ro­pa fah­ren: Da­bei sind die hi­sto­risch ge­wach­se­nen Dif­fe­ren­zen in der Tech­nik nicht im­mer ein­fach zu über­win­den!

    #5 

  6. pathologe  •  18. Jul. 2006, 13:06 Uhr

    Na dann war­te ich mit Freu­den auf den Um­bau des ge­sam­ten spa­ni­schen und rus­si­schen Net­zes von Breit- auf Nor­mal­spur. Was das an Auf­trags­vo­lu­mi­na gibt. Und Ar­beits­plät­ze...
    (wahr­schein­lich fän­de man in ganz Eu­ro­pa noch nicht ein­mal so­vie­le be­nö­tig­te Fach­kräf­te)

    #6 

  7. zonebattler  •  18. Jul. 2006, 13:26 Uhr

    Zu­min­dest die Spa­ni­er...

    ...bau­en neue Schnell­fahr-Strecken in Nor­mal­spur und spa­ren sich da­mit viel Auf­wand ein. Sie­mens ver­kauf­te den Ibe­rern den ICE 3 un­ter dem Na­men »Ve­la­ro E«. Die un­ter­schied­li­chen Spur­wei­ten re­sul­tier­ten ur­sprüng­lich üb­ri­gens aus mi­li­tä­ri­schen Über­le­gun­gen: Man woll­te es even­tu­el­len Agres­so­ren un­mög­lich ma­chen, das Ei­sen­bahn­netz mit ei­ge­nen Fahr­zeu­gen zu nut­zen. So­was konn­te frü­her kriegs­ent­schei­dend sein, heu­te ist es nur noch lä­stig.

    #7 

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