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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Über den ei­ge­nen Tisch ge­zo­gen...

...wur­de mein Freund und Nach­bar Ste­fan Gün­ther, den ich hier in die­sem Thea­ter un­ter der Über­schrift »Gold und Sil­ber lieb’ ich sehr« be­reits vor­ge­stellt hat­te. Ein (man kann es nicht an­ders nen­nen) höchst un­eh­ren­haf­ter Kun­de hat bei ihm kürz­lich ei­nen recht auf­wen­di­gen Mo­sa­ik­tisch in Auf­trag ge­ge­ben, das fer­ti­ge (und über­aus ge­lun­ge­ne Stück) dann aber oh­ne je­de Be­grün­dung nicht ab­ge­nom­men. Die Lek­ti­on ist bit­ter (kei­ne An­zah­lung er­hal­ten, er­heb­li­che Ma­te­ri­al­ko­sten vor­ge­streckt, ei­ne Wo­che Ar­beit für die Katz’), die Leut­se­lig­keit und das Ver­trau­en in die Men­schen da­durch schwer er­schüt­tert. Wer rech­net auch mit ei­nem plötz­li­chen Rück­zie­her, wenn der Kun­de vor­her so prä­zi­se Vor­stel­lun­gen ar­ti­ku­liert? Hier ist das ed­le Mö­bel:

Moasaiktisch aus Stahl und Granit

Das Ge­stell aus ge­schwärz­tem Stahl (Län­ge 90 cm, Brei­te 60 cm, Hö­he 70 cm) trägt ei­ne Mo­sa­ik-Plat­te aus po­lier­ten Gra­nit­stücken (blau­grau und braun), de­ren fei­ne Kri­stall­struk­tur je nach Licht­ein­fall und Be­trach­tungs­win­kel im­mer wie­der an­ders schim­mert und glänzt. Der Zau­ber der hoch­gra­dig fas­zi­nie­ren­den Ober­flä­che ist fo­to­gra­fisch lei­der nicht ein­mal an­satz­wei­se ein­zu­fan­gen:

Tischplatte mit Mosaik aus Granit

Na, viel­leicht kann man doch ein biß­chen was er­ah­nen: Mir wä­re die Ober­flä­che frei­lich fast zu scha­de, um her­nach ir­gend­et­was dar­auf ab­zu­le­gen und da­mit das Licht­erspiel zu ver­stecken! ;-)

Der Preis von 750 EUR mag Bau­markt-Schnäpp­chen­jä­gern als un­rea­li­stisch hoch er­schei­nen, aber wer sich den Tisch und sei­ne Ver­ar­bei­tung aus der Nä­he be­sieht, wird die­sen Be­trag al­le­mal als an­ge­mes­sen emp­fin­den. Viel­leicht kann ich mit die­ser Prä­sen­ta­ti­on und dem Hin­weis auf Ste­fans Web­site www.SymPole.de je­man­den zu ei­nem in je­der Hin­sicht ein­ma­li­gen Blick­fän­ger (und mei­nen Nach­barn zu sei­nem ver­dien­ten Lohn) ver­hel­fen: Es wür­de mich für bei­de Sei­ten freu­en!

Ein wirk­lich un­kom­pli­zier­ter, lie­bens­wer­ter und groß­zü­gi­ger Mann wird sich zu­künf­tig wohl ge­zwun­gen se­hen, stets auf schrift­li­che Be­auf­tra­gung mit ent­spre­chen­den An­zah­lun­gen zu be­stehen. Wie so oft im Le­ben sor­gen letzt­lich die Skru­pel­lo­sen zu La­sten al­ler da­für, daß man miß­traui­scher wird und sich ge­gen ih­res­glei­chen zu schüt­zen ver­sucht: Ne­mo pru­dens pu­nit, quia pec­ca­tum est, sed ne pec­ce­tur...

Diskussion

  1. obadoba  •  13. Jul. 2006, 17:19 Uhr

    So ähn­lich ist es Schwe­ster­le – die Bil­der nach Auf­trag malt – auch ge­gan­gen. Nun for­dert sie im­mer die Ma­te­ri­al­ko­sten als Vor­aus­zah­lung, es geht wohl nicht an­ders.

    #1 

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