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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« 1000 Grün­de, Fürth zu lie­ben (67) Ge­heim­bot­schaft (1) »

Haupt­sa­che ge­sund!

zo­ne­batt­ler
(auf sein Abend­essen schau­end) Wit­zig, der Lauch schaut aus wie Rha­bar­ber!

Bes­se­re Hälf­te
(un­ge­rührt) Das mag dar­an lie­gen, daß Dein »Lauch« Sel­le­rie ist.

zo­ne­batt­ler
(löf­felt de­mü­tig sei­ne Sup­pe aus und schweigt stil­le)

  1. boomerang  •  16. Apr. 2009, 10:08 Uhr

    Das stil­le Schwei­gen, das hät­te ich ger­ne ge­hört.

    #1 

  2. zonebattler  •  16. Apr. 2009, 11:01 Uhr

    Ich hät­te ja die Klap­pe hal­ten, aber mir gleich­zei­tig äch­zend mit der Hand laut­stark aufs Hirn klat­schen kön­nen: Das wä­re schwei­gend, aber kei­nes­wegs stil­le ge­we­sen!

    #2 

  3. Tar_zahn  •  16. Apr. 2009, 19:59 Uhr

    Blät­ter und Blü­ten von wild wach­sen­dem Sel­le­rie dien­ten im al­ten Ägyp­ten als Grab­bei­ga­ben. Von den Grie­chen sé­li­non, den Rö­mern api­um ge­nannt, war Sel­le­rie dem Gott der Un­ter­welt ge­weiht. Bei Lei­chen­mäh­lern wur­de Sel­le­rie ser­viert, Grab­hü­gel wur­den mit ihm be­pflanzt und Grab­mä­ler mit sei­nen Blät­tern be­kränzt.

    Seit 480 v. Chr. präg­te die nach dem Sel­le­rie be­nann­te Stadt Se­li­nunt Mün­zen mit ei­nem Sel­le­rieblatt. Die Spie­ler der Isth­mi­schen und der Ne­mei­schen Spie­le wur­den mit Sel­le­rie be­kränzt.

    In Eu­ro­pa ist der Ech­te Sel­le­rie seit dem frü­hen Mit­tel­al­ter be­kannt. Er­wähnt wird er seit et­wa 800. Dem Kräu­ter­buch des Bo­ta­ni­kers Le­on­hart Fuchs von 1543 zu­fol­ge dien­ten Blü­ten und Blät­ter als Arz­nei. Bis ins 18. Jahr­hun­dert blieb der An­bau auf Klo­ster- und Hof­gär­ten be­schränkt. Im Volks­glau­ben wur­de Sel­le­rie ei­ne aphro­di­sie­ren­de Wir­kung zu­ge­schrie­ben. Auch ei­ne mild stim­mungs­auf­hel­len­de Wir­kung wird ihm nach­ge­sagt.

    Heu­te wird Ech­ter Sel­le­rie in ver­schie­de­nen Va­rie­tä­ten welt­weit an­ge­baut und dient vor al­lem als Ge­mü­se oder Würz­pflan­ze.

    Quel­le: de.wikipedia.org/wiki/Echter_Sellerie

    Al­so, ent­we­der war es ein Lei­chen­mahl, -ge­stri­chen-

    oder: Im Volks­glau­ben wur­de Sel­le­rie ei­ne aphro­di­sie­ren­de Wir­kung zu­ge­schrie­ben

    Trau den Frau­en!!

    #3 

  4. zonebattler  •  17. Apr. 2009, 6:11 Uhr

    Tu’ ich ja! ;-)

    P.S. Im­mer­hin weiß ich, wie Fen­chel aus­schaut...

    #4 

  5. Achates  •  17. Apr. 2009, 19:50 Uhr

    Ich er­in­ne­re mich, als ich Freun­den deut­lich ma­chen muss­te, dass man zur Rausch­un­ter­drückung im ana­lo­gen Vi­deo­schnitt nur die Stil­le lau­ter ma­chen müss­te. Wo ist das Pro­blem?

    #5 

  6. zonebattler  •  17. Apr. 2009, 21:45 Uhr

    Das Pro­blem ist, daß heut­zu­ta­ge kaum noch je­mand Stil­le hal­ten, ge­schwei­ge denn Ru­he ge­ben kann!

    #6 

  7. Gnu1742  •  17. Apr. 2009, 23:10 Uhr

    Als klei­ne Zu­ga­be zum kul­tur­hi­sto­ri­schen Ex­kurs über den Sel­le­rie hät­te ich noch ei­ne Er­gän­zung: Es ist all­ge­mein be­kannt, dass es bei den an­ti­ken olym­pi­schen Spie­len ei­nen Oli­ven­kranz als Tro­phäe gab. Nun wa­ren die­se nicht die ein­zi­gen be­deu­ten­den Spie­le, viel­mehr wa­ren Sie Be­stand­teil der sog. Kranz­spie­le: Ne­ben den olym­pi­schen ge­hör­ten zu die­sen noch die py­thi­schen, die isth­mi­schen und die ne­mei­schen Spie­le, bei de­nen es auch je­weils ei­nen ve­ge­ta­ri­schen Kranz als Preis gab, näm­lich (in obi­ger Rei­hen­fol­ge) aus Lor­beer, Fich­ten­zwei­gen und... Sel­le­rie. Wenn man die al­so al­le ge­won­nen hat, hat­te man al­so nicht nur ein paar schö­ne Zu­ta­ten für die schmack­haf­te Kü­che, son­dern zu­sätz­lich ei­nen Teil der Weih­nachts­de­ko­ra­ti­on gleich mit er­run­gen.

    #7 

  8. zonebattler  •  17. Apr. 2009, 23:44 Uhr

    Al­so ganz ehr­lich, mein lie­ber Gnu1742: Mir wä­re ein Frank­fur­ter Kranz am lieb­sten!

    #8 

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