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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 30. September 2018

Herbstlich(t)

Künstliche Blüten im natürlichen Licht

Dienstag, 25. September 2018

Mi­ni-Kom­po­nen­ten, Ma­xi-Bo­xen, Midi-Prei­se...

Der zo­ne­batt­ler möch­te sei­nen Haus­rat wei­ter ver­klei­nern und macht mit die­sem An­sin­nen jetzt auch da wei­ter, wo es schon aus lo­kal­pa­trio­ti­schen Grün­den weh tut: Sei­ne gro­ße GRUN­DIG-Ak­tiv-An­la­ge steht nun­mehr zum Ver­kauf!

Sie be­steht aus den fol­gen­den Kom­po­nen­ten:

2x Ak­tiv-Laut­spre­cher Grun­dig Hi­Fi Ak­tiv-Box 40
mit ori­gi­na­len Netz- und NF-Ka­beln

Vor­ver­stär­ker Grun­dig MXV 100
Tu­ner Grun­dig MT 200

CD-Spie­ler Phil­ips CD 100
CD-Spie­ler Grun­dig CD 360

Die Ver­stär­ker­mo­du­le der Ak­tiv-Bo­xen wa­ren bei ei­nem an­er­kann­ten Grun­dig-Spe­zia­li­sten zur Kur, er hat sie gründ­lich ge­ne­ral­über­holt (u.a. al­le El­kos ge­tauscht, Fein­si­che­run­gen für die Chas­sis ein­ge­baut, Kon­tak­te ge­rei­nigt etc.). In­fol­ge­des­sen zei­gen die Laut­spre­cher kei­ner­lei Aus­fall­erschei­nun­gen, sie spie­len wie neu und das heißt mit or­dent­lich Wumms (wenn es denn sein muß). Um die Sicken der Tief­tö­ner braucht man sich kei­ne Sor­gen zu ma­chen, die sind grun­dig-ty­pisch aus Gum­mi... Im Lie­fer­um­fang der me­tal­li­c­braun fo­lier­ten Laut­spre­cher sind ih­re laaaaaaaaaaaa­an­gen Netz- und Si­gnal­ka­bel ent­hal­ten. Die ab­nehm­ba­ren Fron­ten ha­ben kei­ne Macken und tra­gen über­dies noch die ori­gi­na­len Lo­go-Schild­chen. Ein­zi­ger nen­nens­wer­ter Man­gel ist ei­ne klei­ne Eck­be­sto­ßung an ei­ner Box hin­ten oben links.

Auch den Vor­ver­stär­ker Grun­dig MXV 100 hat der Spe­zia­list in der Ma­che ge­habt (El­kotausch und Kon­takt­pfle­ge), der soll­te bei gu­ter Be­hand­lung eben­falls noch ei­ne zwei­stel­li­ge Zahl von Be­triebs­jah­ren oh­ne zu mucken durch­hal­ten... Der Tu­ner Grun­dig MT 200 tut und tu­n­ed noch ein­wand­frei, dem er­spar­te ich den ko­sten­pflich­ti­gen Auf­ent­halt auf des Fach­manns Werk­bank. Die bei­den Mi­ni-Kom­po­nen­ten sind von der sel­te­ne­ren Farb­stel­lung Cham­pa­gner/gold-me­tal­lic, des­halb sind ih­re Sei­ten in braun-me­tal­lic ge­hal­ten (pas­send zu der Bo­xen­far­be). Ihr äu­ße­rer Zu­stand ist de fac­to wie frisch aus dem La­den, Macken müß­ten auch kri­ti­sche­re Ge­mü­ter mit der Lu­pe su­chen. Die gan­zen Pa­pie­re (An­lei­tun­gen, Schalt­plä­ne, Ga­ran­tie­kar­ten) gibt es eben­so mit da­zu wie die ori­gi­na­len DIN-Ver­bin­dungs­ka­bel.

CD-Spie­ler gab es zur Bau­zeit die­ser Ge­rät­schaf­ten noch nicht, dar­um steht auf der an­de­ren Box als op­tisch am be­sten da­zu pas­sen­der Zu­spie­ler ein Phil­ips CD 100. Der hat trotz zwei­ma­li­ger Kur (bei ei­ner wei­te­ren Old-Fi­de­li­ty-Fo­ren-Ko­ry­phäe) wie­der mal sei­ne di­ven­haf­ten An­fäl­le (Pras­seln und Aus­set­zer bis zum völ­li­gen Ver­stum­men) be­kom­men, der Welt er­ster CD-Spie­ler steht da­her mo­men­tan nur noch als (op­tisch her­vor­ra­gend er­hal­te­nes) Tech­nik-Denk­mal in der An­la­ge. Sei­nen funk­tio­na­len Part über­nahm klag­los der un­ter ihm ste­hen­de Grun­dig CD 360, dem es zwar an ed­ler Hap­tik man­gelt, aber da­für ist er unka­putt­bar und lu­xu­ri­ös aus­ge­stat­tet. Vor al­lem aber paßt er mit sei­nen Ab­mes­sun­gen mil­li­me­ter­ge­nau auf die Box!

So, jetzt aber erst­mal Bil­der:

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

Die ver­lang­ten Prei­se sol­len ei­ner­seits na­tür­lich fair blei­ben, an­de­rer­seits mei­nen Tren­nungs­schmerz kom­pen­sie­ren. Ich ru­fe da­her auf:

1. Grun­dig Hi­Fi-Ak­tiv­bo­xen 40: 2 x 200 €

2. Grun­dig Mi­nis (MXV 100 + MT 200): 200 €

3. Phil­ips CD 100 (de­fekt, aber schön): 200 €

Die­se drei Po­sten kön­nen grund­sätz­lich se­pa­rat ab­ge­ge­ben wer­den, aber so lan­ge die Bo­xen kein gu­tes neu­es Herr­chen ge­fun­den ha­ben, bliebt der Rest auch hier, schon da­mit ich da­mit noch selbst Mu­si­ke hö­ren kann. Die Laut­spre­cher kön­nen an­ge­sichts ih­res Ge­wich­tes (2 x 24 kg) nicht ver­schickt wer­den, für die Trö­ten kommt al­so nur Selbst­ab­ho­lung in Fra­ge. Die an­de­ren Kom­po­nen­ten las­sen sich da­ge­gen durch­aus ver­sand­si­cher ver­packen und mit DHL ei­ni­ger­ma­ßen ri­si­ko­arm ex­pe­die­ren.

Die An­la­ge kann (und soll­te) bei mir in Fürth pro­be­ge­hört wer­den, ich las­se sie so lan­ge auf­ge­baut, bis ei­ner kommt und die Bo­xen ge­gen Bar­zah­lung mit­nimmt. Wer die Laut­spre­cher samt Vor­ver­stär­ker und Tu­ner weg­tra­gen mag, be­kommt den CD 360 als Zu­ga­be oben­drauf.

Montag, 9. Juli 2018

Klei­nes Klang­wun­der

Klein, fein und mein: Q Acoustics 3020

Samstag, 7. Juli 2018

Li­la Pau­se

Blühende Prachtscharten auf des zonebattler's Zugbeobachtungsbalkon

Donnerstag, 26. April 2018

Son­nen­un­ter­gangs­stim­mung

Brettspiel »Cathedral« im Abendlicht

Montag, 1. Januar 2018

Ar­mer Po­et

Eingeglaster Dichter mit Schreibblockade

Mittwoch, 29. November 2017

Schach der Ob­so­les­zenz (2)

Ge­stern ist mir am spä­ten Abend doch glatt der Blu-ray-Play­er ins Ko­ma ge­fal­len, ein ge­ra­de mal fünf Jah­re al­ter Phil­ips BDP3280. Mit­ten im Film (»Fin­det Do­rie«) stopp­te plötz­lich die Wie­der­ga­be, der Play­er rat­ter­te noch ein we­nig, zeig­te sich aber bald völ­lig funk­ti­ons­los und war dann selbst durch so­for­ti­gen De­fi­bri­la­tor-Ein­satz (Strom­ka­bel raus, Strom­ka­bel rein, Strom­ka­bel raus, Strom­ka­bel rein) par­tout nicht wie­der­zu­be­le­ben...

Nach dem mü­he­vol­len Aus­bau aus dem Rack ha­be ich der fla­chen Flun­der un­ter die Hau­be ge­schaut und tat­säch­lich so­fort ei­nen ver­däch­tig auf­ge­bläh­ten Elek­tro­lyt-Kon­den­sa­tor im Netz­teil er­späht. Bei dem war nicht nur der Deckel sicht­bar ge­wölbt, son­dern so­gar die un­te­re Dich­tung durch Über­druck her­aus­ge­quol­len. Er­staun­li­cher­wei­se war je­doch kein Elek­tro­lyt aus­ge­tre­ten, das Ding war al­so noch dicht und die Pla­ti­ne sau­ber.

Noch ka­put­ter konn­te der Ka­sten ja nicht wer­den, al­so ha­be ich ei­nen ei­gen­hän­di­gen Re­pa­ra­tur­ver­such be­schlos­sen und heu­te zum Fei­er­abend im ört­li­chen Fach­han­del Er­satz be­sorgt. Ein neu­er El­ko von glei­cher Ka­pa­zi­tät, aber deut­lich hö­he­rer Span­nungs­fe­stig­keit (und da­mit Le­bens­dau­er) ko­stet mich dort sa­ge und schrei­be 1,00 EUR. Hier se­hen wir den be­reits ein­ge­lö­te­ten lan­gen Kerl (braun) ne­ben der ver­gleichs­hal­ber da­zu­ge­stell­ten grü­nen Lei­che sei­nes Vor­gän­gers:

Links der defekte Elko (grün), rechts sein Nachfolger (braun)

Ich muß­te das deut­lich grö­ße­re Er­satz­teil nicht mal flach­le­gen, das Ge­rä­te­ge­häu­se bot noch ge­nug Luft nach oben, um den stram­men Max auch im auf­rech­ten Zu­stand zu be­her­ber­gen. Nach dem par­ti­el­len Zu­sam­men­bau (aus­ge­bau­te Netz­teil­pla­ti­ne wie­der rein­ge­schraubt, Netz­ka­bel ge­steckt, Ge­häu­se­front drauf­ge­schnappt) kam die Se­kun­de der Wahr­heit:

Neustart des Players nach erfolgtem Teiletausch

Das freund­li­che »HELLO« stimm­te mich schon mal er­war­tungs­froh, und zur gro­ßen Freu­de des Be­richt­erstat­ters wur­de die auf­kei­men­de Hoff­nung nicht ent­täuscht: Der Play­er tut in je­der Hin­sicht wie­der, wie er soll. Al­so zack, den Deckel drauf und das Ding in sein Ha­bi­tat zu­rück­ver­bracht. Heu­te Abend kann der Rest des Films gou­tiert wer­den!

Bei der be­glei­ten­den Re­cher­che im Netz fand ich her­aus, daß Blu-ray- und DVD-Play­er ge­ne­rell un­ter Kurz­le­big­keit zu lei­den schei­nen, die der Mar­ke Phil­ips im Spe­zi­el­len (aber nicht nur). Auch hier er­in­nert ein be­kann­ter Na­me an bes­se­re Zei­ten und an ein frü­he­res Ver­spre­chen von Qua­li­tät, wel­ches von vie­len ak­tu­el­len Pro­duk­ten längst nicht mehr ein­ge­löst wird. Lei­der sind ein­ge­bau­te »Soll­bruch­stel­len« heut­zu­ta­ge fast die Re­gel, ich er­in­ne­re an den ähn­lich ge­la­ger­ten Fall mit mei­nem ma­la­den Mo­ni­tor.

Da wie hier ru­fe ich auf zum Wi­der­stand: Kun­den, wehrt Euch, re­pa­riert Eu­re Ge­rä­te! Und straft durch Kauf­ver­wei­ge­rung je­ne Her­stel­ler ab, die es be­son­ders arg trei­ben...

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Mittwoch, 22. November 2017

Me­mo­ry-Ef­fek­te (13)

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Lo­go des Kaf­fee-Au­to­ma­ten in des Ver­fas­sers dienst­li­chem Bü­ro
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Lo­go des Com­pu­ters in des Ver­fas­sers pri­va­tem Bü­ro
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Mittwoch, 26. Juli 2017

Ope­ra­ti­on am of­fe­nen Au­ge

Gut 25 Jah­re lang ha­ben mein SO­NY-Ver­stär­ker TA-F550ES und sein CD-ab­spie­len­der Kum­pel CDP-X222ES be­stens mit­ein­an­der har­mo­niert. Vor ei­ni­gen Mo­na­ten hat­te ich mir noch den zum En­sem­ble pas­sen­den Tu­ner ST-S550ES aus der elek­tri­schen Bucht ge­fischt und dem CD-Play­er auf’s ble­cher­ne Dach ge­stellt. Das hat der mir of­fen­bar übel­ge­nom­men: Nach ei­nem Vier­tel­jahr­hun­dert fröh­li­chen Mu­si­zie­rens hat der di­ven­haf­te Schei­ben-Spie­ler den in sein Re­vier ein­ge­drun­ge­nen Tu­ner nur ei­ne Wo­che lang hucke­pack er­tra­gen und dann ein­ge­schnapp­ter­wei­se dau­er­haft den Dienst quit­tiert.

Nach Ein­le­gen ei­ner CD hör­te man nur noch das Lauf­werk ticken, es wur­de aber kein In­halts­ver­zeich­nis mehr er­kannt. Manch­mal wur­de »-NO DISC-« (bzw. dank mei­ner Um­pro­gram­mie­rung »-NIX DRIN-«) im Dis­play an­ge­zeigt. Mit­un­ter dreh­te auch der An­trieb hoch auf eher un­ge­sun­de Dreh­zah­len und man konn­te dann nur noch den Power-Schal­ter be­tä­ti­gen, um die ir­re Ra­se­rei zu be­en­den. Auf wun­der­sa­me Spon­tan­hei­lung war bei die­sem Feh­ler­bild de­fi­ni­tiv nicht zu hof­fen... [1]

Der Aus­bau des Play­ers aus des zonebattler’s Lun­dia-Re­gal war ei­ne müh­sa­me und da­her wo­chen­lang auf­ge­scho­be­ne An­ge­le­gen­heit. Als ich mich end­lich da­zu auf­raf­fen konn­te und den Play­er dann ge­öff­net auf dem OP-Tisch ste­hen hat­te, wa­ren (wie nicht an­ders er­war­tet) kei­ne of­fen­kun­di­gen Bles­su­ren zu er­ken­nen:

Viel Luft unter der Haube: der geöffnete SONY CDP-X222ES

Was tun? Ei­nen Play­er glei­chen (oder bes­se­ren, in je­dem Fall: pas­sen­den) Typs in na­he­zu per­fek­tem Er­hal­tungs­zu­stand ge­braucht zu er­wer­ben, hät­te er­stens gu­tes Geld ge­ko­stet und wä­re zwei­tens mit dem Ri­si­ko be­haf­tet ge­we­sen, daß das Aus­tausch­ge­rät auf­grund sei­nes ver­gleich­ba­ren Al­ters wo­mög­lich auch nicht mehr lan­ge ge­hal­ten hät­te. Zu­dem war funk­tio­na­ler Er­satz in Form ei­nes klei­ne­ren GRUNDIG CD-Spie­lers zur Hand, und nur für den mon­dä­ne­ren Auf­tritt ei­nes vi­su­ell stim­mi­gen SO­NY-Young­timers woll­te ich nicht all­zu­viel aus­ge­ben. Was blieb als sinn­vol­le Op­ti­on üb­rig? Der Ver­such ei­ner ei­gen­hän­di­gen Re­pa­ra­tur durch Kom­po­nen­ten­tausch!

Magisches Auge: die in der Bildmitte sichtbare Lasereinheit

Nach Mei­nung di­ver­ser Fo­ren-Freun­de der Old-Fi­de­li­ty-Frak­ti­on hat­te ver­mut­lich die La­ser-Ab­tastein­heit mei­nes Spie­lers das Zeit­li­che ge­seg­net, viel­leicht auch des­sen An­steu­er­elek­tro­nik drum­her­um. Da der ver­bau­te La­ser vom Typ KSS-240A als preis­wer­tes Er­satz­teil bei eBay für schlap­pe EUR 13,50 (in­cl. ship­ping) zu ha­ben war, ha­be ich mir test­hal­ber ei­nen sol­chen be­stellt: Ka­put­ter als ka­putt konn­te mein CD-Play­er ja schließ­lich durch ei­nen Pick­up-Wech­sel nicht wer­den! We­ni­ge Ta­ge spä­ter lag das klei­ne Schäch­tel­chen mit dem neu­en La­ser-Au­ge in der Post.

It's a SONY: schwarze Schönheit im Stil der frühen 1990er Jahre

Al­so flugs das nö­ti­ge Werk­zeug zu­recht- und dann los­ge­legt: Deckel ab, Schub­la­den­blen­de run­ter, ein Dut­zend Schrau­ben raus, Ge­rä­te­front weg­ge­klappt, Ka­bel ab, Lauf­werk raus, Schub­la­de ab, al­ten La­ser raus, neu­en rein, al­les wie­der in um­ge­dreh­ter Rei­hen­fol­ge zu­sam­men­ge­baut und da­bei we­der ei­ne Schrau­be ver­ges­sen noch ir­gend­wo hin­ge­langt, wo es nicht gut tä­te. Das vor­läu­fi­ge amt­li­che End­ergeb­nis: Läuft wie­der. Wie ei­ne Eins, auf An­hieb und oh­ne je­des Mur­ren. Hur­ra!

In­zwi­schen ist auch der im Wort­sin­ne schweiß­trei­ben­de Teil der Ar­beit er­le­digt: Die Wie­der­ein­glie­de­rung des Pa­ti­en­ten an sei­nen Ar­beits­platz. Das ist bei mir im­mer ein Elend, weil Reg­al­bö­den tem­po­rär an­ge­ho­ben und fi­xiert wer­den müs­sen (aber auf­grund von Ver­stre­bun­gen nicht ein­fach her­aus­ge­nom­men wer­den kön­nen), weil die Netz­ka­bel über meh­re­re Eta­gen zwi­schen Wand und Lun­dia-Re­gal hin­un­ter­ge­führt wer­den müs­sen [2] (zu wel­chem Zwecke ton­nen­wei­se ed­le Kunst­bän­de um­zu­ran­gie­ren sind) und, und, und. Egal, der Schweiß ist in­zwi­schen längst ge­trock­net (und wur­de ja auch zeit­nah ab­ge­wa­schen), der An­blick ent­schä­digt mich nun­mehr für al­le Mü­hen:

Qualität kennt kein Alter: der wiederbelebte CD-Player inmitten seines Habitats

Jetzt hof­fe ich mal, wie­der für ein Vier­tel­jahr­hun­dert Ru­he resp. Mu­sik um mich zu ha­ben. Was frei­lich eher ein nai­ver Wunsch­traum ist als ei­ne rea­li­sti­sche Er­war­tungs­hal­tung, denn die He­ge und Pfle­ge al­ter Au­dio-Ge­rä­te ist mit dem Be­sit­zen und Be­trei­ben au­to­mo­bi­ler Old­ti­mer durch­aus ver­gleich­bar: Zwar ro­sten ei­nem al­te Re­cei­ver, Ver­stär­ker oder Tu­ner nicht un­ter dem Hin­tern weg, aber der Zahn der Zeit nagt an al­lem, nicht nur an me­cha­ni­schen Kom­po­nen­ten, son­dern auch an äu­ßer­lich un­be­weg­ten Elek­tro­nik-Bau­tei­len. Ir­gend­was ist so gut wie im­mer, und ei­nen be­son­de­ren Ge­schmack zu ha­ben war und ist auch wei­ter­hin mit et­was mehr Auf­wand ver­bun­den. Egal: Hier und heu­te wird erst­mal wie­der fröh­lich auf­ge­spielt!

 
[1] Mit­un­ter reicht das vor­sich­ti­ge Rei­ni­gen der ver­staub­ten oder be­schla­ge­nen Lin­se, wenn ein CD-Play­er zickt und mehr und mehr Sil­ber­schei­ben an­zu­neh­men ver­wei­gert. Ein spon­ta­ner To­tal­aus­fall von jetzt auf gleich ist je­doch ein si­che­res In­diz für ein schwer­wie­gen­de­res Pro­blem, dem mit ei­nem al­ko­hol­ge­tränk­ten Wat­te­stäb­chen al­lein nicht bei­zu­kom­men ist...

[2] Ach, was gä­be ich da­für, wenn al­le mei­ne ge­lieb­ten Ge­rä­te rück­sei­tig mit steck­ba­ren Netz­ka­beln ver­se­hen wä­ren!

Freitag, 1. April 2016

Er­stes Früh­lings­licht

Die Son­ne schien mir vor­hin schräg auf den Mo­ni­tor, ich muß­te das Rol­lo rou loun (wie der Fran­ke sagt), um über­haupt was auf mei­ner Matt­schei­be se­hen zu kön­nen. Gab schö­ne Schat­ten­spie­le wie ein­stens im Ju­li:

zonebattler's antike Spielgefährten

Mei­ne bei­den von Kaj Bo­je­sen ge­stal­te­ten Holz-Af­fen ha­be ich aus dem müt­ter­li­chen Haus­halt ge­bor­gen. Bei­de hat­ten je ein ab­benes Ohr, wel­che ich aus den pas­send ab­ge­trenn­ten End­ab­schnit­ten ei­nes Eis-am-Stiel-Stie­les sub­sti­tu­ier­te. Ei­nem fehlt über­dies ein Au­ge, aber sei­ne lee­re Au­gen­höh­le fällt er­stens nicht wei­ter auf und zwei­tens ist In­va­li­di­tät bei ei­nem gut 50 Jah­re al­ten Holz­kopf ja kei­ne Schan­de...

Montag, 25. Mai 2015

Den Eu­ro um­ge­dreht (7):
schot­tisch-schwä­bi­sches Sen­dungs­be­wußt­sein

Wer wie der Au­tor die­ser Zei­len hin und wie­der Pa­ke­te zu ver­schicken hat, wird sich gleich ihm über die letz­te Preis­er­hö­hung beim gel­ben Rie­sen DHL ge­wal­tig ge­är­gert ha­ben: Da die 15 kg-Klas­se er­satz­los weg­ge­fal­len ist, ko­stet das Ver­sen­den ei­nes auch nur knapp über 10 kg wie­gen­den Kar­tons jetzt gleich stol­ze EUR 13,99! Da trö­stet es we­nig, daß man da­für die Schach­tel mit Bal­last-Blei bis knapp un­ter 30 kg auf­fül­len dürf­te: So schwe­re Din­ge hat un­ser­ei­ner höchst sel­ten zu ex­pe­die­ren, aber über die zehn Ki­lo kommt man halt doch öf­ters, zu­mal wenn man sein Ver­sand­gut or­dent­lich zu ver­packen pflegt...

Wer nicht auf al­ter­na­ti­ve Dienst­lei­ster aus­wei­chen kann oder mag, weil er/sie bei­spiels­wei­se die näch­ste Post­fi­lia­le um die Ecke hat oder mit der Qua­li­tät an­de­rer Pa­ket­schub­ser nicht zur Wie­der­ho­lung ein­la­den­de Er­fah­run­gen ge­macht hat, mö­ge sich das auf den er­sten Blick kaum glaub­haf­te An­ge­bot von Ho­me­wash Ger­ma­ny an­schau­en: Für schlap­pe EUR 5,45 kann man dort ei­nen re­gu­lä­ren DHL-Ver­sand­schein für Pa­ke­te bis 30 kg Ge­wicht er­wer­ben! Was als Me­tho­de für jun­ge Leu­te zum Heim­schicken schmut­zi­ger Wä­sche zu Mut­tern ver­mark­tet wird (wes­halb es auch ei­ne Hin- und Rück­sen­de-Va­ri­an­te für EUR 10,90 gibt), taugt na­tür­lich auch für jeg­li­ches an­de­re Ver­sand­gut, z.B. für via eBay ver­stei­ger­te Alt­la­sten aus längst ver­gan­gen Samm­ler­ta­gen.

Das Ge­schäfts­mo­dell des Be­trei­bers ba­siert of­fen­sicht­lich auf Groß­kun­den-Ra­bat­ten, die weit­ge­hend an die End­kun­den wei­ter­ge­ge­ben wer­den. Schlaue Sa­che! Sol­che In­itia­ti­ven gilt es zu för­dern, und was fie­le ei­nem leich­ter, wenn man da­bei selbst spür­bar spa­ren kann?

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Montag, 4. Mai 2015

Ge­schmacks­ver­ir­rung

Aus dem dem­nächst noch an­ge­mes­sen zu be­bil­dern­den und zu be­tex­ten­den Jah­res­ur­laub auf ei­nem weit ent­fern­ten Ei­land ha­ben sich der zo­ne­batt­ler und sei­ne bes­se­re Hälf­te ei­nen Sack mit Gofio-Mehl mit­ge­bracht. Ein dar­aus ge­backe­nes Brot ge­riet recht dun­kel und kom­pakt, er­wies sich aber als sehr wohl­schmeckend.

Als der Au­tor die­ser Zei­len nun am Sams­tag den Früh­stücks­tisch ab­räum­te, sah er ne­ben dem Stuhl sei­ner Hol­den ein mut­maß­lich her­un­ter­ge­fal­le­nes Stück Brot­rin­de lie­gen. Er hob es auf und schob es sich zwecks be­stim­mungs­ge­mä­ßer Ent­sor­gung in den Mund....

Nach ei­ni­gen Kau­be­we­gun­gen bei­der Kie­fer er­wies sich der Bis­sen in­des als un­ver­hofft zäh. Die dar­auf­hin vor­ge­nom­me­ne Sicht­prü­fung brach­te ei­ne eben­so über­ra­schen­de wie be­lu­sti­gen­de Er­kennt­nis: Was täu­schend echt nach Brot­rin­de aus­ge­se­hen hat­te, war in Wirk­lich­keit ein von des Be­richt­erstat­ters Bir­ken­stock-At­trap­pen-Schlap­pen ab­ge­fal­le­nes Stück Kork­soh­le!

Mer­ke: Was gleich aus­sieht, muß noch lan­ge nicht gleich schmecken...

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