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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Dienstag, 30. Dezember 2014

Katzensteuer

Junge Mieze auf altem Grundofen
Dienstag, 16. Dezember 2014

Kippen-Kübel

Pfui Deibel: doppelte Mülltonne »Auf AEG« in Nürnberg
Samstag, 6. Dezember 2014

Neubettung

Nach exakt 10078 Nächten (gleich 27 Jahren, 7 Monaten und 2 Tagen) schickt der zonebattler heute seine geliebte Dunlopillo-Latex-Matratze Modell »Prestige« in den verdienten Ruhestand und bettet seine irdische Hülle ab sofort auf eine dicke Feder­kern­matratze vom Typ »Miami« mit sage und schreibe 1000 Federn drinnen:

frisch gekaufte und verladende Matratzen

Lob und Preis sei hiermit dem unbekannten Fachberater gezollt und die Gerz Ma­trat­zen GmbH aus dem nahen Langenzenn nachdrücklich weiterempfohlen, in deren (in einem dröge-tristen Industriegebiet gelegenen) Fabrikverkaufsräumen wir heute in aller Ruhe und ohne jeden Streß probeliegen konnten. Zwei Daumen hoch!

 
P.S.: Die Firma beliefert überwiegend Geschäftskundschaft, also Hotels, Kliniken, Einzel­händler usw. Der Verkauf an Endverbraucher ist quasi ein »Mitläufergeschäft« und ist nicht begleitet von schrillen Sonderaktionen und wirrer (Des-)Information. Das freut den Autor, der solide Beratung gerne mit einem öffentlichen Fingerzeig ohne Wissen des Empfohlenen und ohne dadurch erlangte Preisvorteile honoriert.

P.P.S.: Gleich am Anfang des nämlichen Industriegebiets hat auch die uns freund­schaft­lich verbundene weber und hermann metallgestaltung GbR ihren Sitz. Wer einen künstlerisch gestalteten Zaun, eine individuelle Grabdekoration oder ein ex­klu­si­ves Bettgestell sucht, ist bei den Schmiedemeistern (und Meisterschmieden) Uwe Weber und Roland Hermann und ihren wackeren Mannen an der richtigen Adresse und in den besten Händen!

P.P.P.S: Lesen hier schon wieder Berliner Reklame-Fuzzies mit? Hier entlang, bitte!

Montag, 1. Dezember 2014

Adventswunder

Als ich vorhin nach einem mäßig frohsinnigem Wochenende mein Büro aufsperrte, kroch mir nicht nur abgestandene Luft, sondern auch ein süßlicher Geruch in den Riecherker, der mich an den betörend-betäubenden Blüten-Gestank von Wachs­blu­men erinnerte. Allein derlei gibt es nicht und gab es nie in des zonebattler’s bahn­amt­licher Künstler-Klause. Gleichwohl ging der intensive Geruch von plötzlich ent­fal­te­ter Blü­ten­pracht aus, von der am Freitag zuvor noch nix zu merken gewesen war:

unbekannte Blüten, wunderbar aussehend, merkwürdig riechend

Weiß jemand aus der Leserschaft die eigenartige Pflanze korrekt zu bestimmen? Würde mich schon interessieren, was genau da Auge, Nase und Herz des braven Bahn-Beamten erfreut und ihn mit einem Lächeln in die Arbeitswoche starten läßt…

Freitag, 21. November 2014

Die Überraschungsinsel (8)

Aus ökologischen Erwägungen heraus machen der zonebattler und seine bessere Hälf­te in fernen Gefilden in der Regel längere Urlaube: Man möchte möglichst wenig Luft­ver­pe­stung durch aviatorischen Strahlturbinen-Einsatz auf die eigenen Kappen nehmen müssen. Außerdem kann man Land und Leute in drei Wochen allemal besser kennenlernen als in drei Tagen! Auch dieser unser erster Mallorca-Urlaub war mit 18 Tagen merklich länger als die zwei Wochen, die der gemeine Deutsche regelmäßig als adäquat empfindet. Der Autor verhehlt jedoch nicht, daß es ein paar Tage weniger auch getan hätten: Gegen Ende waren die Glieder schwer und die Birne voll. Vielleicht hätte uns ein Quartierwechsel mittendrin gut getan, das hatten wir im Vorjahr auf Gozo und Malta ja in weiser Voraussicht eigens so eingetütet…

Aber egal, unter dem Strich war es trotzdem eine durchaus gelungene Ferienreise, die noch dazu in des Berichterstatters diffusem Erinnerungsvermögen bereits ver­klärt wird zu einem orgiastischen Fest des Lichtes und der Farben. Und daher zieht er in dieser letzten Folge seines diesjährigen Reise-Rapports nochmal alle Register seines knipserischen Könnens. Fangen wir an mit einer Fahrt hinauf ans »Nordkap« der Insel, dem Cap Formentor. Auf halber Strecke zwischen Pollença und dem Leucht­turm am äußersten Zipfel der Insel gibt es einen Aussichtspunkt, der wirklich spek­ta­ku­läre Aussichten auf die aus dem Meer ragenden, schroffen Gebirgs­for­ma­tio­nen eröffnet:

Aussichtspunkt auf dem Weg nach Cap Formentor

Trotz der Überlaufenheit derartiger Attraktionen (volle Parkplätze, deppert ran­gie­ren­de Automobilisten, verwegen rasende Radler, quengelnde Kinder, quietschende Tee­nies, verhaltensauffällige Touristen aller Dubiositätsgrade) ist das Verweilen dort ein Genuß für alle Sinne: Man spürt den Wind oben, sieht die Gischt unten, hört die Vögel kreischen und bekommt per Fernblick die eigene Unbedeutsamkeit plastisch vor Augen geführt. Grandios!

Je weiter man sich dem Kap nähert, desto schwieriger wird das Vorankommen: Vorne am Leuchtturm ist ja nicht nur das Land, sondern natürlich auch die Straße zu Ende, und wer – namentlich in der Hochsaison – nicht rechtzeitig die Kurve kriegt und einen Haken schlägt, der steckt in der Blechlawine fest und in der Malaise. Meiner einer brachte seinen rollenden Bürgerkäfig noch recht passabel zwischen freilaufenden Ziegen und anderen Schaulustigen unter und machte sich auf die Suche nach Motiven. Hier kam mir ein Schwarm komischer Vögel vor die Linse, die offenbar ihrerseits auf der Jagd nach seltenem Federvieh waren:

Vogelkundler am Cap Formentor

Ob die Frisuren der beiden in die blaue Ferne starrenden Herren nun profanerweise ihrem Alter geschuldet sind oder aber als pfiffige Nest-Attrappen zur Anlockung brut­wil­li­ger Möwen oder Albatrosse konzipiert waren, habe ich leider nicht in Erfahrung brin­gen können.

Auf der Rückfahrt vom Kap durch die langgestreckte Landzunge in Richtung »Fest­land« machte ich einen kurzen Zwischenstopp, um eine schon auf der Hinfahrt er­späh­te Situation auf Film resp. auf den Chip zu bannen. Und in der Tat erwies sich das Motiv als nachgerade malerisch romantisch (und die landesübliche Kon­struk­tions­weise von hölzernen Leitern als überaus interessant):

mallorquinisches Gartenhäuschen mit landesüblicher Leiter

Was wir vor Ort für eine kleine Gartenlaube auf einem ansonsten unbebauten Land­grund­stück hielten, entpuppte sich beim nachträglichen »Befliegen« der Route via Google Earth als eine Art »Pförtnerhäuschen«. Die dahinterliegende Finca nebst Pool und anderen Insignien des Wohlstandes ist indes von der Straße aus nicht zu sehen (und auf dem virtuellen Globus auch nur dann, wenn man die historischen Luftbilder von 2004 auswählt. Auf den aktuellen Fotos verhindert just an dieser Stelle ein schma­ler Wolkenstreifen die klare Sicht auf den Boden).

Aber der zonebattler ist ja ein Braver, der nichts ans Licht der Öffentlichkeit zerrt, was dort nicht hingehört. Darum erfreut er sich an dem, was von der Straße aus ab­zu­lich­ten und für jedermann erreichbar ist. Wie beispielsweise an diesem (am gleichen Tage, jedoch fünf Stunden später gesehenen) Prospekt des im sanften Abend­lichte ruhenden Tramuntana-Gebirgszuges:

Serra de Tramuntana im schwindenden Tageslicht

Mit nur vier Aufnahmen habe ich nun einen an Eindrücken übervollen Frühlingstag ge­wür­digt, wollen wir doch mal sehen, was sich noch im Fundus findet, um die Re­mi­nes­zenz an die diesjährige Insel-Expedition visuell passend abzurunden.

Der zonebattler – der noch nie die iberische Halbinsel betreten und bis dato nur eine knappe Handvoll spanischer Inseln bewandert hat – hat kein realitätsbezogenes, sondern ein eher nostalgisch-antiquertes sowie literarisch-idealisiertes Bild von Spanien und den Spaniern im Hinterkopf. In seinen jungen Jahren war wohl die Lektüre von Cervantes phantasieprägend, mehr noch die kongeniale Verfilmung des »Don Quijote« mit Josef Meinrad in der Titelrolle. [1] Darum richtet er seine Kamera gerne dorthin, wo Natur und Architektur gemeinsam eine kleine Vision jenes fiktiven Landes aus alter (und vermutlich nie wirklich guter) Zeit entstehen lassen:

palmengesäumte Balustrade in Biniaraix

Die Realität sieht natürlich allerorten prosaischer und ernüchternder aus, auch (oder gerade) in beliebten Urlaubsländern, wenn man nur genau genug hinschaut. Aber dafür hat die Kamera ja einen Sucher, damit man damit das (heraus)suchen kann, was einem in den Kram (und in die Gemütsverfassung) paßt…

Doch bevor der Abschluß meiner Mallorca-Erinnerungen hier noch ins Schwermütige abzudriften droht, reiße ich mich zusammen und einen fröhlichen Schnappschuß vom Strand von Port de Sóller aus dem Köcher, der ein bißchen friedlich-fröhliche Abend­stimmung einfängt und verbreitet:

blümerante Badeschlappen am Strand von Port de Sóller

Ein letztes Mal sind wir damit am Strand des vergleichsweise kleinen Kaffs angelangt, das uns knapp drei Wochen lang temporäre Heimat war. Erstaunlich, wie vertraut einem die fremde Umgebung schon nach ein paar Tagen vorkommt, wie schnell man sich anpassen und fast heimisch fühlen kann an einem so friedlichen Ort. [2]

Schon am ersten Tag unseres Urlaubs hatten wir im Wald an der Steilküste oberhalb von Port de Sóller einen polnisch-stämmigen (Lebens-)Künstler getroffen, der aus ge­fun­de­nen Wurzeln allerlei Kunstwerke fertigte und nach Art der Eremiten den Tag abseits der Ansiedlungen in einer Höhle zubrachte. Der Zufall schickte mir den kauzigen Knaben am letzten Abend unseres Inselaufenthaltes nochmals unter die Au­gen (und vor die Linse). Hier sehen wir den kreativen Zeitgenossen beim Abhalten seiner Exerzitien:

kurioser Künstler, alle Viere von sich streckend

Wenige Minuten später ging die Sonne unter, und auch dem zonebattler stand der Sinn danach, in baldiger Bälde alle Viere von sich zu strecken, wenngleich eher in der warmen Kuhle seines Hotelbettes denn in der feuchten Kühle des Strandsandes. Aber es mußte natürlich noch der stimmungsvollste Augenblick abgewartet und fest­ge­hal­ten werden, um den bunten Bilderbogen angemessen abschließen zu können:

Sonnenuntergang in Port de Sóller

Am späten Vormittag des folgenden Tages wurden wir in einen Charterbus verladen, der uns schnurstracks nach Palma de Mallorca hinunterbrachte, woselbst wir unseren Flieger in Richtung Heimat besteigen sollten. Das wäre dann das Ende der Reise und auch ihrer amateur-literarischen Aufbereitung in diesem meinen virtuellen Theater gewesen, wenn nicht noch ein Nachspiel aus logistischen Gründen angestanden hätte: In Ermangelung eines verfügbaren Direktfluges gen Nuremberg mußten wir nämlich noch einen stippvisitorischen Umsteige-Hoppser zu der gleichfalls zu den Balearen gehörenden Insel Ibiza absolvieren!

Was macht man dann aber auf der als Party-Insel verschriehenen Zwischenstation, wenn man gut drei Stunden zur Verfügung hat, in denen man zu Fuß nicht wirklich weit weg vom Flughafen kommt, die aber zum regungslosen Herumsitzen in des Aero­droms bleierner Atmosphäre viel zu lang sind? Genau, man blickt auf die Uhr, errechnet die Wendemarke für die Umkehr und tappt dann trotzdem los, raus aus dem Terminal, rein ins (auf den ersten Blick gar nicht so pralle) Leben.

Der lange Marsch durch das dem Flughafen benachbarte Industriegebiet war er­war­tungs­gemäß wenig inspirierend, und das wenige, was man sich als möglicher Privat­kunde näher besehen hätte, hatte feiertagshalber (es war der 1. Mai) geschlossen. Immerhin ergab sich eine erstaunliche und bemerkenswerte Begegnung am Zaun eines großen Garten­kitsch-Marktes:

Eidechse auf Ibiza

Nun mag man einwenden, daß Eidechsen nicht wirklich selten seien auf den Balearen, aber uns kamen in der gesamten auf Mallorca zugebrachten Zeit vierbeinige Reptilien tatsächlich nur als T-Shirt-Aufdruck und als mehr oder weniger kunstvoll angefertigte Mitbringsel unter. Keine einzige echte Eidechse, geschweige denn einen leibhaftigen Gecko hatten wir auf der »Überraschungsinsel« zu Gesichte bekommen, die damit ihrem von mir verliehenen Namen in sozusagen andersherummer Weise einmal mehr gerecht wurde.

Abschied von den Balearen und ab nach Hause

Was dann noch kam? Ein weitgehend ereignisloser Marsch zurück zum Flughafen, das Begucken einer kleinen Flugzeugmodell-Ausstellung in der großen Halle, das Staunen über die absurden Preise für die Speisen in den weitgehend verwaisten Schnell­re­stau­rants, endlich die Verblüffung über die vielleicht zwei Dutzend Passa­giere, die sich im Bauch des riesigen Airbusses nach Nürnberg verliefen und ver­teil­ten. Kurz vor Mitter­nacht plumpsten wir in die eigenen Betten (und mußten uns anderntags wieder selbst um’s Frühstück kümmern).

Wer es bis hierher ausgehalten hat, dem/der sei gedankt für das Interesse und die Aufmerksamkeit. Über eigene Senfspritzer in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen, namentlich und insbesonders über gute Tipps für einen irgendwannigen, er­neu­ten Urlaub auf den Balearen!

 
[1] Leider wurde Meinrad in dieser deutsch-französischen Co-Produktion mit einem anderen Sprecher nachsynchronisiert. Wie schön und der Rolle angemessen wäre sei­ne einzigartige Stimme doch in dieser seiner Paraderolle gewesen. Vorbei für im­mer…

[2] Vor allem natürlich in der Vorsaison, wenn die Urlauberzahlen noch überschaubar und die Einheimischen noch nicht übermäßig genervt sind.

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Sonntag, 16. November 2014

Gelände(r)übung

Ursula K. und Susanne Z. aus F. bei Entspannungsübungen auf ihrer Wanderung von T. nach S.
Donnerstag, 13. November 2014

Fröhliche Kaffeepause

...

zonebattler’s bahnamtliche Dienstheißgetränkezubereitungsanlage bei der vorhin­ni­gen Durch­führung des turnusmäßig angezeigten Schaumreinigungsvorgangs.

Dienstag, 11. November 2014

Herbstwanderung

Kleines Klassentreffen: Wanderung mit Schulfreunden bei Kirchröttenbach
 
Kleines Klassentreffen: Wanderung mit Schulfreunden bei Kirchröttenbach
 
Kleines Klassentreffen: Wanderung mit Schulfreunden bei Kirchröttenbach
 
Kleines Klassentreffen: Wanderung mit Schulfreunden bei Kirchröttenbach
Samstag, 8. November 2014

Vereinsmeierei

Seit gut zwei Jahren bin ich nun schon der Webmaster von FürthWiki e.V., dem Förderverein hinter unserem populären Lokal-Wiki. Ich pflege unseren Internet-Auftritt, erweitere dessen Funktionalitäten (jüngst erst um Erstellung und Versand von professionell gestalteten Newslettern) und redigiere die hinzukommenden Text- und Bildbeiträge meiner Kollegen. Das alles passiert natürlich daheim im stillen Käm­mer­lein oder unterwegs vom eigenen Klapp-Rechner aus.

Am letzten Mittwoch bin ich nun überdies noch in den Vorstand gewählt und zum Schatzmeister ernannt worden. Das erweitert das Engagement um eine neue Dimen­sion, die einerseits zwar mehr Arbeit mit sich bringt, andererseits aber durch die damit verbundenen zwischenmenschlichen Kontakte auch eine spannende Heraus­for­de­rung darstellt. Es macht zudem großen Spaß, in einer Gemeinschaft von Gleich­ge­sinn­ten an einem Ge­mein­schafts­werk zu arbeiten, welches wächst und gedeiht und in der Öffent­lich­keit mehr und mehr Beachtung und Anerkennung findet.

Dies gesagt habend, rufe ich hiermit die Fürtherinnen und Fürther in meiner Leser­schaft auf, sich ebenfalls in unserem FürthWiki aktiv einzubringen: Uns fehlt es momentan insbesondere an Inhaltslieferanten, der harte Kern der regelmäßig tätigen Artikel-Redakteure ist der­zeit noch recht überschaubar.

Jede(r), der/die lokalrelevantes eigenes Wissen teilen möchte, ist bei uns will­kom­men! Die technischen Hürden sind schnell genommen, nächste Woche veranstalten wir in der Fürther Volkshochschule sogar das erste FürthWiki-Autorentreffen, bei dem an konkreten Beispielen die formvollendete Erstellung von enzyklopädischen Ein­trägen live demonstriert und geübt werden wird.

Der Grad des eigenen Engagements ist beliebig skalierbar: Wer schreibt (oder an­de­rer Leute Geschreibsel korrigiert), muß nicht notwendigerweise Vereinsmitglied sein. Wer umgekehrt durch eine weitgehend passive Mitgliedschaft seine/ihre Ver­bun­den­heit mit der Sache demonstrieren will, kann sich einen Aufnahmeantrag herun­ter­laden und den Verein mit jährlich 12,00 EUR (oder nach Belieben mehr) unterstützen.

In diesem Sinne: Kommet zuhauf!

Freitag, 7. November 2014

Die Überraschungsinsel (7)

Wie in der vorherigen Folge angekündigt, gibt es diesmal überwiegend allerlei Zwei- und Vierbeiner von hinten zu sehen. Nicht, daß ich es explizit drauf angelegt hätte, nein, bei der Foto-Auswahl (nach gestalterisch-ästhetischen Gesichtspunkten) hat sich das einfach so ergeben. Fangen wir an mit einem im steinernen Umfeld bestens getarnten Raubtier:

Katze in Valldemossa

Die latent mürrische Mieze saß im alten Stadtzentrum von Valldemossa [1] und zeig­te mir die pelzige Schulter. Angesichts der täglichen Touristen-Schwemme in ihrem Habitat ist sie es vermutlich längst leid, sich von Hinz und Kunz für lau knipsen und krabbeln zu lassen. Kann man ja verstehen…

Als Fotomotiv nicht minder interessant sind Friedhöfe, das mag nur den verwundern, der noch nie ein südliches Gräberfeld besucht hat. Andere Länder, andere Sitten: In spanischen Landen werden die Ahnen gerne auch in der Höhe gestapelt aufbewahrt, und das hat durchaus seinen Reiz und seine Würde…

im Friedhof von Andratx

Das Bild entstand im oberhalb des Ortes gelegenen Friedhof von Andratx, den wir bei der Anfahrt im Wald erspechteten und daraufhin spontan aufsuchten. Das Orangen­bäum­chen ist natürlich echt, die Blumensträuße vor den Stirnplatten der Sargfächer oft weniger. Auf deutschen Friedhöfen ist man bunte Plastik-Blüten nicht gewohnt, aber in der Hitze des Südens erweist sich die artifizielle Pracht fraglos als langlebiger als richtige Schnittblumen…

Machen wir nun einen verwegenen Sprung durch Raum und Zeit von den Beinhäusern zu losen Beinen. Und zwar zu solchen, die vorher grunzenden Vierbeinern gehört ha­ben und jetzt darauf warten, von zweibeinigen Carnivoren verspeist zu werden:

große Schinkenauswahl im Supermarkt

»Der Schinken ist des Spaniers Lust, die Auswahl des Touristen Frust«, könnte man im Supermarkt vor sich hinträllern: Meterlang geht das so vor sich hin, und wer die ganzen Keulen verschmäht und sich den Kühltruhen zuwendet, findet darin fein filetierte Schnittware in nicht minder großem Variantenreichtum. Wie gut, daß der zonebattler kein übermäßiger Fleischfresser ist, daher konnte er sich recht bald wieder von dem ungewohnten Anblick lösen und ohne Pökelware von dannen stapfen…

Wandern wir nach dem kurzen Abstecher in die Konsumwelt wieder durch die liebliche Landschaft im nördlichen Teil der Insel. Hier hecheln wir anderen Leuten hinterher, die sich ebenfalls auf dem steinigen, aber dank zahlreicher Aussichtspunkte auch sehr lohnenden Rundkurs um das Santuari de Lluc befinden:

bergiger Wanderweg beim Santuari de Lluc

Das klosterähnliche Heiligtum wird untertags mit Busladungen von einheimischen (oder jedenfalls spanischen) Tages-Touristen bestückt, die schrille Souvenirs kaufen und sich die Füße innerhalb der Anlage vertreten. Abends werden sie zuverlässig ab­ge­räumt und weggeschafft, womit zur Freude der Übernachtungsgäste wieder Be­schau­lichkeit und Ruhe einkehren. Unser mehrfach auf der Insel angetroffene Ex-Nachbar MietMichel logierte dort mitsamt seiner Entourage und war des Lobes voll über die schön hergerichteten und ausgestatteten Zellen, die heutzutage an ruhe­suchende Reisende vermietet werden. Für den Autor und seine bessere Hälfte wäre ein Aufenthalt im Santuari de Lluc durchaus eine Option für einen irgendwannigen Folge­urlaub!

Aus den Bergen östlich von Lluc öffnet sich der Panoramablick hinunter ins Tal auf spek­ta­ku­läre Weise: [2]

Blick hinab ins Tal von Lluc

Der Himmel strahlend blau, die Hänge satt grün, der Blick in die Unendlichkeit un­ver­stellt, was könnte herrlicher sein in des Frühlings zarten Lüften? Der Wandertag um Lluc herum ist mir jedenfalls als einer der schönsten in Erinnerung geblieben…

Weniger schön sind die schon mal erwähnten Fährnisse, die einem beim Überqueren von Straßen drohen: Surrrrrrr, schon ist ein um die Kurve gesauster Rennradler an einem vorbeigeflitzt, Surrrsurrrsurrrrrrr, folgt ihm die Meute hinterher. Schneidig eingekleidet quälen sich die Velozipeden ab, um ihren inneren Schweinehund zu be­sie­gen und die Muskeln bergan zu stählen:

Rennradler auf bergiger Strecke

Man gönnt den Leuten ja ihren Spaß, bewundert auch ihre Kondition und Ausdauer, wenngleich man sich bei manchem Wampenträger auf minmalistischem Gerät fragt, ob der sich mit dem Lastwagen oder Hubschrauber samt Fahrwerk hat auf den Gipfel hieven lassen, um dann primär mit lässiger Bremsbetätigung runterwärts statt mit stram­mem Strampeln raufwärts die Tagestour zu bewältigen. Wenn man mit dem Kraftwagen unterwegs ist, muß man ebenfalls besonders auf der Hut sein, denn es vergeht kaum eine Minute, wo man nicht unversehens Radler vor dem Kühler hat, deren Tempo einem entweder als zu langsam (wenn in gleicher Richtung unterwegs) oder als deutlich überhöht (wenn entgegenkommend) erscheint!

Im Vergleich zum eben gezeigten Sportsmann schaut des zonebattler’s Gefährtin von hinten kaum weniger schnittig aus dank ihres leuchtfarbigen Rucksackes, der nun auch schon viele Urlaube mitgemacht und manche Insel gesehen hat:

auf der Tour rund um den Puig des Tossals Verds

Dieser wunderbare Ausblick bot sich auf einer vom Wanderführer als schwierig und herausfordernd eingestuften Rundwanderung um den Puig des Tossals Verds oberhalb des Stausees Gorg Blau. In der Tat ging es da recht steil herauf und herunter, strecken­weise waren Ketten am Hang angebracht, an denen man sich festhalten konnte (und sollte) beim Entlanghangeln an der steilen Steinwand. Wir waren auf Einiges gefaßt, fanden die Tour aber letztlich gar nicht so extrem anspruchsvoll wie befürchtet. Schlauchend war sie trotzdem, da ziemlich lang und terrainbedingt stete Aufmerksamkeit erfordernd. Die grandionsen Ausblicke waren der Mühe aber alle­mal wert!

Für das angestrengte Keuchen und Jappsen des schwitzenden Wanderers haben die einheimischen Bergbewohner regelmäßig nur kopfschüttelndes Unverständnis übrig:

Bergziege auf Außenposten

Leider ließ sich der stoisch wiederkäuende, jedoch scheue Paarhufer nicht knuddeln, sehr zum Verdruß des Berichterstatters, der dank seiner bereits zu Kinderzeiten erworbenen Krabbel-Künste schon manchen tierischen Freund für’s Leben gewonnen hat, und das nicht nur in befellten oder gefiederten Kreisen. Da der zonebattler des Spanischen nicht mächtig ist, waren vertrauenserweckende Kommunikationsversuche mit der geländegängigen Ziege leider zum Scheitern verurteilt…

Im achten und letzten Teil meiner mallorquinischen Melange gibt es demnächst noch ein paar ausgesucht kitschige atmosphärisch dichte Impressionen von Mallorca zu bestaunen, bevor wir die Urlaubsreportage mit einem uns zwangsweise ver­ord­ne­ten Inselhopser nach bzw. über Ibiza abschließen.

 
[1] Bei der Vielzahl mitgebrachter Katzen-Fotos kann ich mir natürlich nicht wirklich merken, welches Pelztier ich nun wann und wo fotografiert habe. Weil ich aber – wie schon vor Jahren detailliert beschrieben – die getrackerten GPS-Daten meiner Urlaube mit den Meta-Daten der während der Reisen angefertigten Fotos verheirate, kann ich im Nachhinein jederzeit jedes Urlaubsfoto verorten und mir meinen da­ma­li­gen Knipser-Standpunkt auf dem virtuellen Google-Globus anzeigen lassen.

[2] Und einmal mehr huldigt der zonebattler in seiner Bildkomposition (samt Rücken­figur) dem verehrten Meister Caspar David Friedrich

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Montag, 3. November 2014

Katzenkorb

Rocco der Racker in weihnachtlicher Geschenkverpackung
Sonntag, 2. November 2014

Bonjour tristesse (57)

aufgelassener Lotto-Laden (Nürnberg, Allersberger Straße)
 
aufgelassener Lotto-Laden (Nürnberg, Allersberger Straße)
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