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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Rol­len­spie­le: Wir blogg­ten schon vor 33 Jah­ren

Das Füh­ren ei­nes Web­logs, al­so ab­ge­kürzt das Blog­gen, ist nach gän­gi­ger Mei­nung ein re­la­tiv neu­mo­di­scher Hype, mitt­ler­wei­le an­geb­lich so­gar ein be­reits wie­der ab­flau­en­der sol­cher. Im Nach­hin­ein be­trach­tet kann mei­ner ei­ner mit Fug und Recht be­haup­ten, be­reits in den spä­ten 1970er Jah­ren – zu­sam­men mit ei­ner Hand­voll Schul­ka­me­ra­den – das Blog­gen in sei­ner heu­ti­gen Form er­fun­den zu ha­ben, kom­plett mit chro­no­lo­gisch ge­reih­ten Ar­ti­keln, fort­lau­fend num­me­rier­ten Kom­men­ta­ren, Kreuz- und Quer­be­zü­gen so­wie al­ler­lei ein­ge­bun­de­nen Bil­dern und Me­di­en. Und das al­les oh­ne Strom, oh­ne Com­pu­ter und oh­ne In­ter­net, an das ja da­mals noch kei­ner dach­te. Die nach­ge­ra­de vi­sio­nä­re Ge­schich­te sei nach­fol­gend er­zählt!

In den letz­ten Schul­jah­ren vor dem Ab­itur hat­ten wir ei­nen Re­li­gi­ons­leh­rer, bei dem päd­ago­gi­sche Nei­gung, Mo­ti­va­ti­ons­fä­hig­keit und per­sön­li­che Au­to­ri­tät je­weils un­ter­halb der Nach­weis­bar­keits­schwel­le la­gen, al­so al­len­falls in ho­möo­pa­ti­scher Do­sie­rung vor­han­den wa­ren. Theo­lo­gisch sat­tel­fest mag der Mann da­ge­gen ge­we­sen sein, was ihn er­ho­be­nen Haup­tes sein Lehr­amt aus­üben ließ: Die Aus­sicht auf ei­nen Platz im Pa­ra­dies ließ ihn sein Kreuz tra­gen, das Ab­hal­ten von Un­ter­richt war für ei­nen Mann sei­nes Schla­ges zwei­fel­los das per­sön­li­che Mar­ty­ri­um...

Des zonebattler's »Kommunikationsrolle« (offen) und seine »Meditationsrolle« (geschlossen)

Um uns re­ni­ten­ten Schölern und sub­ver­si­ven Sub­jek­ten den Un­ter­richt halb­wegs er­träg­lich zu ge­stal­ten, dien­te uns das Fach Re­li­gi­on na­tur­ge­mäß in be­son­de­rem Ma­ße dem Ge­dan­ken­aus­tausch, wenn auch auf an­de­re Wei­se als vom Leh­rer vor­ge­se­hen: Wir schwätz­ten wie schnat­ter­haf­te Erst­kläss­ler und un­ter­gru­ben da­mit die oh­ne­hin nicht vor­han­de­ne Au­to­ri­tät der ar­men Lehr­kraft auf das Scham­lo­se­ste. Im­mer­hin be­wie­sen wir ir­gend­wann ein Rest­maß von Er­zie­hung und Kin­der­stu­be, in­dem wir den ge­räusch­be­haf­te­ten Dis­kurs ver­schrift­lich­ten und al­ler­lei No­ti­zen auf Zet­tel (ins­be­son­de­re auch auf Lösch­pa­pier) schrie­ben, die wir uns als Kas­si­ber weit­ge­hend laut­los zu­scho­ben. Das blieb na­tür­lich auch nicht un­be­merkt, aber der Päd­ago­ge ließ in eben­so stum­mer wie ver­zwei­fel­ter Kom­pli­zen­schaft für­der­hin uns in Ru­he und wir ihn.

Mei­ne Mut­ter ar­bei­te­te da­mals im Bü­ro ei­nes Bau­un­ter­neh­mens und brach­te mir von dort ei­nes Ta­ges ein paar un­be­nutz­te Pa­pier­rol­len mit, wie sie sei­ner­zeit in elek­tro­me­cha­ni­schen Tisch­rech­nern wei­te Ver­wen­dung fan­den: Ei­ne neu be­schaff­te Re­chen­ma­schi­ne be­nö­tig­te Pro­to­kol­lier­pa­pier in ei­nem an­de­ren For­mat, wo­durch der vor­han­de­ne Rest­be­stand an Rol­len­wa­re für die aus­ge­mu­ster­ten Vor­gän­ge­rin über­flüs­sig ge­wor­den war. Man ahnt, wie es wei­ter­ging: Ei­nes Ta­ges hat­te ich die glo­rio­se Idee, das spät­pu­ber­tä­re Pa­la­ver der vom Re­li­gi­ons­un­ter­richt an­ge­öde­ten Kinds­köp­fe von der Lo­se­blatt­samm­lung auf die Rol­le zu brin­gen. Der Er­folg ließ nicht auf sich war­ten: Das ku­rio­se Teil wur­de so­fort all­ge­mein ak­zep­tiert und dien­te für­der­hin als Grund­la­ge der au­ßer­cur­ri­cu­la­ren Kom­mu­ni­ka­ti­on im Fach der ka­tho­li­schen Re­li­gi­ons­leh­re.

Anfang der »Kommunikationsrolle« vom Mai 1978

Den ein­satz­tech­ni­schen Er­for­der­nis­sen fol­gend, im­ple­men­tier­ten wir bald al­ler­lei Ver­bes­se­run­gen: Sehr schnell wur­de es bei­spiels­wei­se un­prak­tisch, zu Be­ginn der Re­li­gi­ons­stun­de den be­reits be­schrif­te­ten Teil der Rol­le auf- und ab­zu­wickeln, um bis zum un­be­schrif­te­ten Teil zu ge­lan­gen und dort wei­ter­zu­ma­chen. Wir lö­sten das mit Wä­sche­klam­mern, die den be­reits be­schrie­be­nen und zu ei­ner neu­en Wick­lung ge­roll­ten Teil si­cher zu­sam­men­hiel­ten. Fer­ner er­wies es sich vom Start weg als dif­fi­zil, auf zu­rück­lie­gen­de Äu­ße­run­gen zu re­kur­rie­ren und die­se zu re­fe­ren­zie­ren, wes­we­gen wir dar­auf ver­fie­len, die Bei­trä­ge – rück­wir­kend bis zum An­fang – fein­säu­ber­lich und gut er­kenn­bar zu num­me­rie­ren.

Sol­cher­art ver­fei­nert, wur­de das in­zwi­schen auf den Na­men »Kom­mu­ni­ka­ti­ons­rol­le« ge­tauf­te Kon­strukt nach Art in­dia­ni­scher Frie­dens­pfei­fen von ei­nem Dis­ku­tan­ten zum an­de­ren ge­reicht und nach schrift­li­cher Kom­mentar­ab­ga­be wei­ter­ge­ge­ben. Das Bild von der Frie­dens­pfei­fe ist frei­lich in­so­fern miß­ver­ständ­lich, als es Har­mo­nie und Sitt­sam­keit im Um­gang mit­ein­an­der sug­ge­rie­ren mag. Von bei­dem in­des konn­te nicht die Re­de sein: Wir ver­faß­ten in­fan­ti­le Schmäh­ti­ra­den auf­ein­an­der, die in drei­ein­halb De­ka­den Ab­stand er­neut zu ent­zif­fern mit­un­ter nach­ge­ra­de pein­lich ist. Auch das muß frei­lich als pro­phe­ti­sche Vor­weg­nah­me ei­ner fer­nen Zu­kunft gel­ten, wie der Ver­gleich mit vie­len vir­tu­el­len Dis­kus­si­ons­platt­for­men der Neu­zeit an­schau­lich be­weist!

Ausschnitt aus dem immerwährenden Diskussionsfaden (»Thread«)

Ein ein­ein­halb Jah­re nach dem Ab­itur un­ter dem Na­men »Me­di­ta­ti­ons­rol­le« auf­ge­setz­tes Fol­ge­pro­jekt mit tei­li­den­ti­schem Teil­neh­mer­kreis konn­te an den Er­folg des Vor­läu­fers nicht mehr an­knüp­fen: Zu weit aus­ein­an­der la­gen die Le­bens­ent­wür­fe und die Wohn­sit­ze der Schrei­ber, zu lan­ge wa­ren die Pau­sen und zu teu­er das Por­to im ana­lo­gen Zeit­al­ter. Ge­scha­det hat uns üb­ri­gens die­se so­zi­al­ver­träg­li­che Ka­na­li­sie­rung des ju­ve­ni­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­dürf­nis­ses nicht: Der ei­ne mei­ner re­gel­mä­ßi­gen Co-Au­toren hat spä­ter das mp3-Mu­sik­kom­pres­si­ons­ver­fah­ren maß­geb­lich (mit-)erfunden, der an­de­re pi­lo­tiert Jum­bo-Jets um den hal­ben Glo­bus, ein Gast-Au­tor (auch das gab es da­mals be­reits) führt heu­te ein in­no­va­ti­ves High­Tech-Un­ter­neh­men an vor­der­ster Front der For­schung. Ich selbst ha­be es ja im­mer­hin bis zum zo­ne­batt­ler ge­bracht…

Wie die ein­ge­streu­ten Fo­tos do­ku­men­tie­ren, ha­be ich die wert­vol­len Zeit­zeug­nis­se bis heu­te auf­be­wahrt, mög­li­cher­wei­se in un­ter­be­wuß­ter An­ti­zi­pa­ti­on ih­rer spä­te­ren hi­sto­ri­schen Re­le­vanz. Für ei­ne ad­äqua­te Prä­sen­ta­ti­on im Rah­men ei­ner öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Dau­er­aus­stel­lung schwebt mir ein mi­ni­ma­li­sti­scher Mu­se­ums­bau von et­wa drei Me­tern Brei­te und Hö­he so­wie ca. 100 Me­tern Län­ge vor: In der Mit­te des Rau­mes wür­den die ent­roll­ten Pa­pier­bah­nen auf ei­ner schma­len Mau­er­rei­he von ca. 1,20 Me­tern Hö­he un­ter Glas ge­zeigt und dem in­ter­es­sier­ten Pu­bli­kum die Ge­le­gen­heit ge­ge­ben wer­den, sich vom ver­blaß­ten An­fang bis zum ver­gilb­ten Schluß durch die da­da­isti­sche Trak­ta­ten­samm­lung zu le­sen.

Im Anschluß an die Schulzeit aufgesetztes Nachfolgeprojekt: Die »Meditationsrolle«

Ne­ben eher ba­na­len Ak­ti­vi­tä­ten wie Stand­ort­aus­wahl, Grund­stücks­er­werb, Bau­ge­neh­mi­gungs­an­trag, Trä­ger­ver­eins­grün­dung etc. be­rei­ten mir der­zeit noch die un­gleich dif­fi­zi­le­ren Fra­gen kon­ser­va­to­ri­scher, da­ten­schutz­recht­li­cher und un­ter­neh­me­ri­scher Art ei­ni­ges Kopf­zer­bre­chen: Wie muß man die fra­gi­len Ex­po­na­te la­gern, be­lich­ten und be­lüf­ten, um sie auf Dau­er der Nach­welt er­hal­ten zu kön­nen? Muß man zur Wah­rung von Per­sön­lich­keits­rech­ten ein­ge­streu­te Ei­gen­na­men un­kennt­lich ma­chen? Kriegt man für den ge­winn­ori­en­tier­ten Ab­ver­kauf im an­ge­glie­der­ten Mu­se­ums­shop heut­zu­ta­ge über­haupt noch Re­gi­strier­kas­sen-Rol­len­pa­pier or­ga­ni­siert, wel­ches eben nicht für Ther­mo­drucker ge­dacht ist, son­dern zur am­bu­lan­ten Be­schrif­tung mit Blei­stift oder Ku­li ge­eig­net ist? Al­les nicht so ein­fach! Die Per­so­nal­fra­gen im­mer­hin sind be­reits ge­klärt: Die Stel­len von Di­rek­tor, Ku­ra­tor, Mu­se­ums­füh­rer, Haus­mei­ster und Putz­mann be­set­ze ich in Per­so­nal­uni­on al­le selbst, Be­triebs­rat und Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te wä­ren da­mit schon kon­zep­tio­nel­ler­seits ob­so­let.

So­bald ich auf die­se Fra­gen be­frie­di­gen­de Ant­wor­ten ge­fun­den ha­be, wer­de ich mich mit gan­zer Kraft die­sem no­blen (und über­dies künst­le­risch au­ßer­or­dent­lich wert­vol­len) Aus­stel­lungs­pro­jekt wid­men und die­ses Blog hier schlie­ßen. Selbst­re­fe­ren­ti­el­le Spiel­wie­sen wie die­se gibt es im di­gi­ta­len Zeit­al­ter mehr als ge­nug: »Kom­mu­ni­ka­ti­ons­rol­le« und »Me­di­ta­ti­ons­rol­le« als ih­re ana­lo­gen Vor­läu­fer und Ur­ah­nen hin­ge­gen nur je ein­mal!

Diskussion

  1. Lexikaliker  •  3. Sep. 2011, 17:47 Uhr

    Das ist ja klas­se! Dan­ke für die sehr schö­ne Ge­schich­te und das Zei­gen die­ser Kost­bar­kei­ten.

    #1 

  2. zonebattler  •  3. Sep. 2011, 17:55 Uhr

    Bit­te, ger­ne. Ko­stet nur EUR 3,50 für ei­nen Er­wach­se­nen oh­ne Hund, aber ich ha­be lei­der noch kei­ne Rol­le (!) mit ab­rupf­ba­ren Ein­tritts­kar­ten zur Hand...

    #2 

  3. Lexikaliker  •  3. Sep. 2011, 18:26 Uhr

    Dann schlei­che ich mich als Hund hin­ein.

    #3 

  4. zonebattler  •  3. Sep. 2011, 21:53 Uhr

    Wohl doch eher als Schlau­fuchs!

    #4 

  5. Grabenkenner  •  4. Sep. 2011, 7:05 Uhr

    Als Mu­se­ums­bau wür­de ich die Lui­sen­un­ter­füh­rung her­neh­men. Passt von den Ma­ßen her ziem­lich gut, ist in der Nä­he, das Put­zen über­nimmt die Stadt (manch­mal) und der Ein­tritt dient gleich­zei­tig als We­ge­zoll ;-)))))))

    #5 

  6. zonebattler  •  4. Sep. 2011, 9:20 Uhr

    Und ich hät­te es nur zwei Fuß­mi­nu­ten von da­heim bis in die Ar­beit. Ge­nia­le Idee! ;-)

    #6 

  7. Gregor Keuschnig  •  5. Sep. 2011, 14:01 Uhr

    Ich hat­te mei­ne Leh­re in ei­ner Fir­ma be­gon­nen, in der die Tisch­rech­ner-Pa­pier­rol­len nach Ge­brauch wie­der auf­ge­rollt wur­den um die Rück­sei­te zu ver­wen­den. Das war nicht ganz ein­fach und ver­lang­te Ge­schick beim Ein­le­gen der ge­brauch­ten Rol­le. Vor al­lem muss­te der Strei­fen am Stück er­hal­ten blei­ben. Ich war es al­ler­dings ge­wöhnt, das Re­sul­tat ei­nes län­ge­ren Ad­di­ti­ons­vor­gangs ab­zu­rei­ssen und Kas­sen­dif­fe­ren­zen so auf die Spur zu kom­men. So ern­te­te ich je­des­mal bö­se Blicke ob der Zer­stö­rung wert­vol­len Bü­ro­roh­stoffs. Nach sechs Wo­chen zog man es vor, sich von mir zu tren­nen (an­geb­lich aus an­de­ren Grün­den).

    #7 

  8. zonebattler  •  5. Sep. 2011, 14:26 Uhr

    Wie konn­test Du auch Wahr­haf­tig­keits­stre­ben über Be­stän­dig­keit stel­len! So ei­nen An­ar­chi­sten hat kei­ner gern in sei­ner Be­leg­schaft...

    #8 

  9. Gregor Keuschnig  •  5. Sep. 2011, 15:24 Uhr

    Ich hat­te in ei­nem An­fall von Iro­nie ge­fragt, ob man das Toi­let­ten­pa­pier auch beid-sei­tig... Na­ja, man war jung.

    #9 

  10. zonebattler  •  5. Sep. 2011, 19:23 Uhr

    Du hät­test an­re­gen sol­len, das Tisch­rech­ner-Pa­pier nach rück­sei­ti­ger Be­druckung in die Stoff­wech­sel­stu­ben zu trans­fe­rie­ren und dort zu­min­dest ei­ner ein­sei­ti­gen, in Sum­me aber drit­ten Nut­zung zu un­ter­zie­hen: Das hät­te Dir nicht die Kün­di­gung, son­dern frag­los ei­ne ra­sche Be­för­de­rung ein­ge­tra­gen!

    #10 

  11. Gregor Keuschnig  •  5. Sep. 2011, 20:33 Uhr

    Zu­ge­ge­ben, das ist mir nicht im Traum ein­ge­fal­len. Al­lei­ne schon we­gen der doch eher ru­di­men­tär aus­ge­präg­ten Saug­fä­hig­keit...

    #11 

  12. zonebattler  •  6. Sep. 2011, 6:15 Uhr

    Dann warst Du of­fen­bar noch nie im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich: Was mir frü­her in Groß­bri­tan­ni­en an ein­schlä­gi­gen Pa­pier­qua­li­tä­ten un­ter die Fin­ger ge­kom­men ist, da konn­te sich un­ser­eins nur wun­dern. Ins­be­son­de­re in öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Mu­se­en etc. fan­den sich bi­zarr per­ga­ment­ar­ti­ge Sor­ten, de­ren Saug­fä­hig­keit gleich Null war. Al­ler­dings mag es sein, daß die eng­li­sche Kü­che auf Dau­er zu ei­ner Ver­än­de­rung des Stuhl­gangs führt, die saug­fä­hi­ges Toi­let­ten­pa­pier ob­so­let macht...

    #12 

  13. Gregor Keuschnig  •  6. Sep. 2011, 8:17 Uhr

    Mein letz­ter Auf­ent­halt in Lon­don liegt sehr vie­le Jah­re zu­rück – in­so­fern gibt es in die­ser Hin­sicht kei­ne Er­in­ne­rung. Schlim­mer als das in den 90ern Jah­ren kurz­fri­stig mal ge­hyp­te Öko­schmir­gel kann es dem­nach kaum ge­we­sen sein.

    #13 

  14. zonebattler  •  6. Sep. 2011, 8:26 Uhr

    Auch mei­ne Lon­don-Be­su­che lie­gen schon Jahr­zehn­te zu­rück; an das Klo­pa­pier kann ich mich trotz­dem noch gut er­in­nern, zu­mal ich da­mals Pro­ben ein­ge­sam­melt und mit­ge­nom­men ha­be (un­ge­brauch­te na­tür­lich), um sie da­heim der stau­nen­den Fa­mi­lie vor­zu­füh­ren...

    Üb­ri­gens (und da­mit schwen­ke ich zu­rück zum The­ma mei­nes obi­gen Ar­ti­kels) füh­ren wir hier in vir­tu­el­ler Form ei­ne mä­an­drie­ren­de De­bat­te ge­nau je­ner Art, wie wir sie da­mals auf dem Pa­pier der »Kom­mu­ni­ka­ti­ons­rol­le« führ­ten. Wo­bei die mo­der­ne Va­ri­an­te in­so­fern so­gar rück­schritt­li­cher ist, als nicht so­fort der je­wei­li­ge Au­tor am Duk­tus sei­ner Hand­schrift (oder sei­nes Ge­kra­kels) zu er­ken­nen ist. Das hat­te auch sei­nen (nicht nur vi­su­el­len) Reiz, wie auf den Fo­tos an­satz­wei­se zu er­ken­nen ist.

    #14 

  15. Lexikaliker  •  6. Sep. 2011, 8:40 Uhr

    Ich fol­ge die­ser Dis­kus­si­on mit größ­tem In­ter­es­se, ob­gleich ich zu­wei­len aus mir un­er­find­li­chen Grün­den an die zwei Bö­gen 80er Schleif­pa­pier in mei­ner be­schei­de­nen Werk­statt den­ken muss.

    #15 

  16. zonebattler  •  6. Sep. 2011, 8:46 Uhr

    80er trifft es aber nicht, das eng­li­sche Toi­let­ten-Pa­pier hat­te noch nicht mal 800er-Kör­nung: es war nach­ge­ra­de glatt und trans­pa­rent wie Per­ga­ment-Pa­pier! Ich wäh­ne mei­ne wei­land bo­ta­ni­sier­ten Pro­ben noch in mei­nem Be­sitz, zu­sam­men­ge­fal­tet in ir­gend­ei­nem Mu­se­ums­füh­rer. Wer­de ich her­aus­su­chen und Dir bei pas­sen­der Ge­le­gen­heit vor­füh­ren (fast hät­te ich ge­schrie­ben: un­ter die Na­se rei­ben)...

    #16 

  17. zonebattler  •  6. Sep. 2011, 21:17 Uhr

    Will je­mand das letz­te Wort ha­ben? Dann be­steht hier und jetzt die al­ler­letz­te Ge­le­gen­heit da­zu: In 20 Mi­nu­ten schlie­ße ich die Kom­men­tar­funk­ti­on und dre­he da­mit sämt­li­che Senf­tu­ben dau­er­haft zu. Dann al­so: Die letz­ten Be­stel­lun­gen bit­te!

    #17 

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