Abgelegt in: Begegnungen • 8. Juni 2013, 16:42 Uhr • Diskussion eröffnen
Wie meine Fürther Leserinnen und Leser vermutlich allesamt längst wissen, soll in der Innenstadt unter dem abgegriffenen Titel »Neue Mitte« ein Einkaufszentrum enstehen, dem allerlei alte Gebäude, insbesondere aber das markante Park-Hotel und dessen denkmalgeschützter Fest-Saal zum Opfer fallen sollen. Übrigens ohne daß damit ein nennenswert anderes (oder gar besseres) Waren-Angebot in die Stadt käme als schon vorhanden ist: Im wesentlichen werden nämlich die bereits präsenten Filialisten in die neue Immobilie ziehen (und ihre bisherigen Standorte im Fürther Stadtzentrum als verwaiste Leerstände hinterlassen).
Das Hin und Her um die Planungen, die Investorenauswahl und die mitunter merkwürdigen Begleitumstände sind an diversen Stellen dokumentiert, beispielsweise auf der Homepage der Bürgerinititative »Eine bessere Mitte für Fürth«, der Website des Vereins »Wir sind Fürth«, aber auch in der Rubrik »Häuserkampf« des von mir herausgegebenen und betriebenen Bürger-Blogs »Fürther Freiheit«. Wer sich dort einliest und kundig macht, wird ein Delta entdecken zwischen der von der Stadt versprochenen Transparenz und Bürgerbeteiligung einerseits und den tatsächlichen Abläufen und Entscheidungen andererseits...
Als überzeugter Wahlbürger der Stadt Fürth, der vor 33 Jahren hier seine Ausbildung begonnen hat und seit fast 14 Jahren hier lebt, bin ich der Meinung, daß man nicht nur den heute allseits bedauerten Abrißsünden der Vergangenheit hinterherweinen darf, sondern auch verhindern muß, daß eine kurzsichtige Politik neue Sünden begeht und weitere restaurationsfähige Altbausubstanz den Investorenwünschen opfert. ich mache daher auf die von Stadtheimatpfleger Dr. Alexander Mayer initiierte Online-Petition »Kein Abbruch des historischen Festsaals in Fürth (Bayern)« aufmerksam und rufe bitte, diese zu unterzeichnen. Es geht dabei wohlgemerkt nicht um das Verhindern von längst überfälligen infrastrukturellen Verbesserungen, sondern um das Erhalten und Reparieren von Alleinstellungsmerkmalen, um die man uns ringsherum beneiden würde: Ein neues Einkaufszentrum in und um einem im alten Glanz erstrahlenden Festsaal mit Markthallen-Funktion, das ist das Pfund, mit dem Fürth wuchern könnte. Langweilige 08/15-Kommerzbauten gibt’s nebenan in Erlangen und Nürnberg schon mehr als genug!
Abgelegt in: Ansichtssachen • 3. Juni 2013, 13:45 Uhr • 10 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 17. März 2013, 8:16 Uhr • 5 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 26. Feb. 2013, 17:58 Uhr • 5 Kommentare lesen
Abgelegt in: Kurioses • 24. Feb. 2013, 7:29 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Vermischtes • 1. Dez. 2012, 6:33 Uhr • Diskussion eröffnen
Ich befürchte Schlimmes für Fürth. Nachzulesen in der »Fürther Freiheit«.
Abgelegt in: Ansichtssachen • 18. Okt. 2012, 22:15 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Vermischtes • 16. Sep. 2012, 20:19 Uhr • 4 Kommentare lesen
Der Fürther Künstler Egon Junge stellt zur Zeit seine »Bilder aus Beton« in der Fürther Volksbücherei aus. Man erkennt an der Formensprache den Einfluß seines Freundes und Lehrers David Krugmann, ebenso klar ist freilich, daß Egon Junge sich mit seinen aktuellen Werken auf einen durchaus eigenen Weg begeben hat. Mir gefällt der zwischen 50er-Jahre-Abstraktheit und archaischer Volkskunst changierende Stil.




Die ambulanten Schnappschüsse habe ich neulich während der sehr gut besuchten Vernissage gemacht und hatte meine liebe Not, sie frei von mir vor die Linse laufenden Leuten zu halten. Bis Mitte Oktober ist die Ausstellung noch zu sehen, die Fürther Nachrichten würdigen die Schau unter der Überschrift »Handfeste Struktur«.
Abgelegt in: Kulturelles • 1. Sep. 2012, 17:50 Uhr • 1 Kommentar lesen
Wenn der depperte zonebattler ordnungsgemäß auf seinen Weg geschaut statt auf sein hypnotisierendes Smartphone geglotzt hätte, dann hätte er auf dem kurzen Weg zu seinem Schrebergarten wohl rechtzeitig jenes weibliche Wesen erspäht, welches da auf dem Plattenweg unmittelbar vor seinem Parzellentürchen lag. So aber trat er fast auf die scheintote Frau drauf, bevor er sie in quasi letzter Zehntelsekunde bemerkte und wie vom Donner gerührt innehielt. Der Schreck indes war beidseitig.
Die grüngewandete und durchaus attraktive Lady (sie erinnerte den Berichterstatter ein wenig an die Fee Tinker Bell aus dem Reich des Peter Pan, wenngleich sie etwas älter, definitiv um etliches lebenserfahrener und vermutlich auch um einiges verruchter zu sein schien) war hörbar fränkisch-türkischen Ursprungs und ebenso redselig wie durstig. Meiner einer war leutselig und hatte plötzlich auch eine trockene Kehle.
Ihren leiblichen Durst konnte ich als erstes stillen, immerhin war ich ja zum Wässern des Gartens und seiner Flora herangeschlurft gekommen. Ihren Wissensdurst zu befriedigen erwies sich dann schon als schwieriger. Zunächst nahm ich aber ein paar schlürfende Schlucke aus dem Schlauch, schon um Zeit zum Nachdenken zu gewinnen: In den 13 Jahren meines Hierseins war mir noch keine fremde Fee untergekommen, und jetzt legte sich eine in der Hitze des Hochsommers vor meinem Gartentürchen zum Nickerchen nieder, um sich von mir tumben Tropf jäh aufgescheucht zu sehen. Wie reagiert man in solchen Situationen ebenso galant wie adäquat und souverän?
Einigermaßen verlegen beantwortete ich ihre munter heraussprudelnden Fragen nach Erdbeeren, Minze und Salbei, soweit das eigene (eher rudimentäre) Wissen reichte. Sie erzählte auch von Engeln, der Liebe Gottes und ihren Bienenstichen. Wiewohl auf eigenem (resp. gepachtetem) Boden stehend, wähnte ich mich bei der Konversation nicht wirklich auf festem Grunde. So war ich denn doch einigermaßen erleichtert, als ich mit der abendlichen Wasserspritzerei fertig war und mitsamt dem geheimnisvoll-mondänen Weibe mein umzäuntes Dschungelstückchen wieder verlassen konnte.
Mit einem festen Händedruck am Straßenrande verabschiedete ich mich. Ab sofort aber bleibt das Handy bei der abendlichen Pflichterfüllung in der Hosentasche stecken und der Blick auf den Weg gerichtet...
Abgelegt in: Begegnungen • 21. Aug. 2012, 21:50 Uhr • 1 Kommentar lesen
Abgelegt in: Kurioses • 8. Aug. 2012, 10:34 Uhr • 4 Kommentare lesen
Vor einigen Wochen meinte die Post, die Telekom, ein Verlag oder sonst irgendjemand irgendwo, die Fürther Bürgerschaft mit Telefonbüchern zwangsbeglücken zu müssen: Was früher bei Bedarf in den Postagenturen selbst abgeholt werden konnte, wurde diesmal allen ungefragterweise vor die Türen und Tore gekippt:
Das Dumme ist nur, daß im Zeitalter von Internet und Mobilfunk der Bedarf an gedruckten Telefonverzeichnissen stetig sinkt. Kaum einer scheint heutzutage noch Wert auf dicke Dünndruck-Schwarten unspannenden Inhalts zu legen, und so sedimentieren die schweren Papierbündel seit vielen Tagen mancherorts noch auf den Gehsteigen langsam vor sich hin...
Wer ist für solche sinnlosen Verschwendungsaktionen an den realen Bedürfnissen vorbei wohl verantwortlich? Ein geschäftstüchtiger Verleger, der damit Werbeeinnahmen generiert? Die EU-Kommission? Der liebe Gott? Würde mich schon interessieren, der ich den Packen Papier vor meiner Haustür unverzüglich in die blaue Tonne (sowie die Folie drumherum in die gelbe) überführt habe.
Abgelegt in: Alltagsleben • 7. Aug. 2012, 12:55 Uhr • 3 Kommentare lesen
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