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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Dienstag, 25. September 2018

Mini-Komponenten, Maxi-Boxen, Midi-Preise…

Der zonebattler möchte seinen Hausrat weiter verkleinern und macht mit diesem An­sin­nen jetzt auch da weiter, wo es schon aus lokalpatriotischen Gründen weh tut: Seine große GRUNDIG-Aktiv-Anlage steht nunmehr zum Verkauf!

Sie besteht aus den folgenden Komponenten:

2x Aktiv-Lautsprecher Grundig HiFi Aktiv-Box 40
mit originalen Netz- und NF-Kabeln

Vorverstärker Grundig MXV 100
Tuner Grundig MT 200

CD-Spieler Philips CD 100
CD-Spieler Grundig CD 360

Die Verstärkermodule der Aktiv-Boxen waren bei einem anerkannten Grundig-Spe­zia­li­sten zur Kur, er hat sie gründlich generalüberholt (u.a. alle Elkos getauscht, Fein­si­che­run­gen für die Chassis eingebaut, Kontakte gereinigt etc.). Infolgedessen zeigen die Lautsprecher keinerlei Ausfallerscheinungen, sie spielen wie neu und das heißt mit ordentlich Wumms (wenn es denn sein muß). Um die Sicken der Tieftöner braucht man sich keine Sorgen zu machen, die sind grundig-typisch aus Gummi… Im Lie­fer­um­fang der me­tal­lic­braun folierten Lautsprecher sind ihre laaaaaaaaaaaaangen Netz- und Sig­nal­ka­bel enthalten. Die abnehmbaren Fronten haben keine Macken und tragen überdies noch die originalen Logo-Schildchen. Einziger nen­nens­wer­ter Mangel ist eine kleine Eck­be­sto­ßung an einer Box hinten oben links.

Auch den Vorverstärker Grundig MXV 100 hat der Spezialist in der Mache gehabt (El­ko­tausch und Kontaktpflege), der sollte bei gu­ter Behandlung ebenfalls noch eine zwei­stel­lige Zahl von Betriebsjahren ohne zu mucken durchhalten… Der Tuner Grun­dig MT 200 tut und tuned noch einwandfrei, dem ersparte ich den ko­sten­pflich­ti­gen Aufenthalt auf des Fach­manns Werkbank. Die beiden Mini-Komponenten sind von der selteneren Farbstellung Champagner/gold-metallic, deshalb sind ihre Seiten in braun-metallic gehalten (pas­send zu der Boxenfarbe). Ihr äußerer Zustand ist de facto wie frisch aus dem Laden, Macken müßten auch kritischere Gemüter mit der Lupe suchen. Die ganzen Papiere (Anleitungen, Schaltpläne, Ga­ran­tie­kar­ten) gibt es ebenso mit da­zu wie die originalen DIN-Verbindungskabel.

CD-Spieler gab es zur Bauzeit dieser Ge­rät­schaf­ten noch nicht, darum steht auf der anderen Box als optisch am besten dazu passender Zuspieler ein Philips CD 100. Der hat trotz zweimaliger Kur (bei einer weiteren Old-Fidelity-Foren-Koryphäe) wieder mal seine divenhaften Anfälle (Prasseln und Aussetzer bis zum völligen Verstummen) bekommen, der Welt erster CD-Spieler steht daher momentan nur noch als (optisch hervorragend erhaltenes) Technik-Denkmal in der Anlage. Seinen funktionalen Part übernahm klaglos der unter ihm stehende Grundig CD 360, dem es zwar an edler Haptik mangelt, aber dafür ist er unkaputtbar und luxuriös ausgestattet. Vor allem aber paßt er mit seinen Abmessungen millimetergenau auf die Box!

So, jetzt aber erstmal Bilder:

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

GRUNDIG Aktiv-Anlage

Die verlangten Preise sollen einerseits na­tür­lich fair bleiben, andererseits meinen Tren­nungs­schmerz kompensieren. Ich rufe daher auf:

1. Grundig HiFi-Aktivboxen 40: 2 x 200 €

2. Grundig Minis (MXV 100 + MT 200): 200 €

3. Philips CD 100 (defekt, aber schön): 200 €

Diese drei Posten können grundsätzlich separat abgegeben werden, aber so lange die Boxen kein gutes neues Herrchen gefunden haben, bliebt der Rest auch hier, schon damit ich damit noch selbst Musike hören kann. Die Lautsprecher können an­ge­sichts ihres Gewichtes (2 x 24 kg) nicht verschickt werden, für die Tröten kommt also nur Selbstabholung in Frage. Die anderen Komponenten lassen sich da­ge­gen durchaus versandsicher verpacken und mit DHL ei­ni­ger­ma­ßen risikoarm expedieren.

Die Anlage kann (und sollte) bei mir in Fürth probegehört werden, ich lasse sie so lange aufgebaut, bis einer kommt und die Boxen gegen Barzahlung mitnimmt. Wer die Laut­spre­cher samt Vorverstärker und Tuner wegtragen mag, bekommt den CD 360 als Zugabe obendrauf.

Montag, 10. September 2018

Sommer in Siebenbürgen (1)

Ich hatte ja schon unlängst unter dem reißerischen Titel »Schaurige Schönheiten« ein paar schwarzgeweißte Fotos aus dem heurigen Urlaub als Appetitanreger gezeigt. Heute nun soll endlich etwas Farbe in die Erinnerungen an eine wunderbare Reise gebracht werden. Gleich vorneweg: Auch wenn in Transsilvanien alias Siebenbürgen mancherorts mit abstrusen Dracula-Le­gen­den versucht wird, den Tourismus zu be­feu­ern [1], die Realität ist eher bunt als düster und Blutsauger gibt’s dort wie hier wohl primär im Finanzgewerbe. Dennoch muß erneut zugegeben werden, daß wir Ru­mä­nien ohne die Anregung durch unsere be­freun­de­te und bilinguale Nachbarin Almut S. wohl niemals ernsthaft als Reiseziel er­wo­gen hätten: Ein paar unverifizierte Vor­ur­tei­le hat man halt doch irgendwie im Hin­ter­kopf gehabt…

Besagte Nachbarin war nun schon eine gute Woche vor uns im Auto mit Mann, zwei Töchtern, einem Hund und allerlei Hausrat losgefahren, der zonebattler und seine bessere Hälfte flogen später mit nur einem einzigen Koffer beladen hinterher. [2] Am Flughafen von Sibiu (Hermannstadt) [3] vereinigte sich die Fürther Nachbarschaft und steuerte das etwa 80 km entfernte Richiș (Reichesdorf) an:

Richiș (Reichesdorf) im Kreis Sibiu (Hermannstadt) / Gemeinde Biertan (Birthälm)

Unsere Nachbarn waren dort nicht zum ersten Mal (wir jetzt vermutlich auch nicht letzt­mals) und führten uns in die örtlichen Gegebenheiten ein. Wobei sich das Dorf­le­ben sehr übersichtlich darstellte und der Aufenthalt dort entsprechend entspannend und entschleunigend. Zur Geschichte Sie­ben­bür­gens ist zusammenfassend zu sagen, daß dort mehr als 850 Jahre lang Rumänen, Un­garn, Zigeuner, Juden und deutsche Ein­wan­de­rer friedlich ne­ben­ein­an­der her lebten – zwar in weitgehend geschlossenen Pa­ral­lel­ge­sell­schaf­ten, aber eben mit Respekt vor den jeweils anderen und sich nicht ge­gen­sei­tig an die Gurgel gehend. Insofern kann die Gegend als leuchtendes Beispiel für die prinzipielle Möglichkeit einer weitgehend friedlichen Koexistenz ver­schie­dener Volks­grup­pen, Ethnien und Religionen dienen. [4]

Heute sind die Spuren der deutschen Be­sied­lung der Gegend noch unübersehbar, die Siebenbürger Sachsen selbst allerdings nur noch in homöopathischer Dosierung an­säs­sig: In zwei großen Auswanderungswellen in den 1970ern und nach 1990 sind die von großem Zusammengehörigkeitsgefühl ge­präg­ten Rumäniendeutschen aus Sie­ben­bür­gen nach Deutschland geschwappt und kommen heute überwiegend nur als »Som­mer­sach­sen« im Urlaub wieder für ein paar Wochen zurück ins Land ihrer Väter und der eigenen Vergangenheit. Natürlich auch nach Richiș, wo wir erstaunlich viele Autos mit deutschen Kennzeichen aus unserer Region sahen (FÜ, N, ER, SC, AN, …). So sieht es in diesem typischen Straßendorf aus:

Typische Häuser der Siebenbürger Sachsen

An der wechselnden Fassadenfarbe erkennt man sofort den immer wiederkehrenden Rhythmus aus Hofeinfahrt und Wohnhaus, der das straßenseitige Erscheinungsbild der Siebenbürgisch-Sächsischen Anwesen bestimmt. [5] Nach hinten gehen die Grund­stücke sehr in die Tiefe und oft noch den Hang hinauf, so daß bei relativ schmaler Straßenfront viel Platz für Scheunen, Wirt­schafts­ge­bäu­de, Ställe und Nutzgärten war. Inteessierte LeserInnen mögen sich das mal vermittels Google Earth aus der Luft an­schau­en, die hand­tuch­schmal erscheinenden Grundstücke fallen auf den ersten Blick ins Auge.

Was man leider auch sehr schnell registriert, sind die Spuren der Vernachlässigung, ja auch des Verfalls, dem die alten Häuser und Einrichtungen seit dem Auszug ihrer letzten deutschstämmigen Besitzer ausgesetzt sind: Auch wenn sich zwischendrin einige schöne Beispiele von behutsamer Instandsetzung und Renovierung finden (na­ment­lich in Richiș haben sich großstadtmüde Menschen aus den Niederlanden, Bel­gi­en, Frankreich, Eng­land, Deutschland und sonstwoher recht preiswert ein­ge­kauft), so sind doch leider vielerorts etliche Anwesen leerstehend und in be­kla­gens­wer­tem Zu­stand. [6] Immerhin, in Richiș sieht es auf der Hauptstraße auch in der anderen Rich­tung noch (oder wieder) ganz gediegen aus:

Typische Häuser der Siebenbürger Sachsen

Daß auf den beiden vorangegangenen Fotos nur ein Auto und ein Motorroller zu sehen sind, hat nichts mit beschaulichem Wo­chen­en­de oder verkehrsarmen Ta­ges­rand­zei­ten zu tun: Der motorisierte Individualverkehr ist auf dem Lande noch sehr überschaubar, hölzerne Fuhrwerke mit einer einzigen Pfer­de­stär­ke vorne dran sieht man dort öfter als bereifte Bür­ger­kä­fi­ge aus Blech. Auch das ein Grund, warum uns die Som­mer­fri­sche in Siebenbürgen sehr gefallen hat.

Ein weiterer Grund waren die Begegnungen mit entspannten Menschen, seien es alte Sachsen, seien es junge Rumänen. Während wir mit den erstgenannten gut auf Deutsch über die früheren Zeiten plaudern konnten, konnten wir uns bei den zweit­ge­nann­ten mit Englisch behelfen. Allerdings kann die völ­ker­ver­stän­di­gen­de Eisbrecher-Rolle unserer »Dolmetscherin« Almut nicht stark genug betont werden, ohne deren Sprach­kennt­nis­se uns manche Tür verschlossen und man­ches Erlebnis verwehrt ge­blie­ben wäre. Weitgehend wortloses Einvernehmen zum beiderseitigen Plaisir bestand (wie allerorts) zwischen dem zonebattler und seinen vier­bei­ni­gen Freunden. Hier sehen wir Ent­span­nungs­übun­gen von Herrn Paulchen, der uns während unseres Auf­ent­hal­tes ans Herz gewachsen ist und den wir nur unter Seufzen zurückgelassen (und einer ungewissen Zu­kunft überantwortet) haben:

Paulchen freut sich seines Lebens

Das kleine Paulchen wußte sich sehr an­stän­dig zu benehmen und sich damit den tem­po­rä­ren Gästen im Ort nachdrücklich zu em­pfeh­len. Sein charmantes Wesen brachte ihm viele Sympathien und sicherlich auch den einen oder anderen Lecker­bis­sen ein. Anderen Hunden im Ort ging es weniger gut, denn man muß leider kon­sta­tie­ren, daß die Be­hand­lung und Verwendung von Haus- und Nutztieren in Rumänien (wie fraglos auch in vielen anderen Ländern an Europas Pe­ri­phe­rie) eher nicht den uns vertrauten Ge­pflo­gen­hei­ten entspricht…

Hunde, Katzen, Hühner, Pferde, Kühe: In Siebenbürgens Dörfern läuft eine Menge Ge­tier frei herum und weckte in unsereinem Erinnerungen an eine ferne Kindheit, als solche – aus Kindersicht paradiesischen – Verhältnisse auch in deutschen Landen All­tag waren. Überhaupt wurden in des Be­richt­er­stat­ters Gedächtnis allerlei ver­schüt­te­te Erinnerungen aufgequirlt, als ihm typische Gerüche aus unbeschwerten Ju­gend­ta­gen in die Nase stiegen, sei es das süßliche Aroma vergorener Trauben in ei­nem be­helfs­mä­ßi­gen Weinkeller, sei es der üppige Geruchs­cock­tail einer frisch ge­mäh­ten Wiese mit großem Artenreichtum an Pflanzen. Un­ver­mu­te­te Flashbacks wie diese rührten den ollen zonebattler tatsächlich zu Tränen: Erstaunlich, was so alles ir­gend­wo im Hin­ter­kopf schlummern und nach einem halben Jahrhundert durch ein paar ol­fak­to­ri­sche Schlüs­sel­rei­ze wieder aktiviert werden kann!

Abendstimmung in Richiș

Richiș alias Reichesdorf war also unser zeit­wei­li­ges Zuhause, von dort aus un­ter­nahmen wir Wanderungen und kleine Expeditionen, per pedes, per Rad, per Pfer­de­fuhr­werk oder per PKW. [7] Wobei es schon im Ort selbst und in dessen un­mit­tel­ba­rer Nachbarschaft viel zu entdecken gab für jemanden, der naturnahen Urlaub liebt und dem Trubel des städtischen Lebens zeitweise gerne entflieht.

Was einem sogleich auffällt außer dem typischen Erscheinungsbild der Häuser ist die Liebe der Rumänen (und wohl auch der im Lande verbliebenen Deutschen) zu Blu­men. Allerorten leuchten bunte Blüten, nicht nur draußen am Wegesrand und in den Wie­sen, auch innerorts an den Straßen, in den Höfen, vor den Häusern und nicht zu­letzt auch an deren Fenstern:

Üppiger Blumenschmuck ist allerorten anzutreffen

Auch damit hatten wir nicht gerechnet: Unsere Reisen in südlichere Gefilde hatten wir immer im Frühling unternommen, um auf La Palma, Malta, Mallorca oder Teneriffa in den Genuß bunter Blütenpracht zu kom­men. Im Spätsommer noch ir­gend­wo üp­pi­ges Grün und farbenfrohe Blumen flä­chen­deckend vorzufinden hätten wir nicht zu hoffen gewagt, zumal nicht nach diesem Dürre-Sommer in Deutschland. Ein weiterer Pluspunkt für unser neu entdecktes Rei­se­land Rumänien!

Nicht weniger üppig, wenn auch deutlich weniger schön wuchern überall die vom Men­schen gelegten Adern des technischen Fortschritts: Strom-, Telefon- und Internet-Kabel liegen nicht im Boden, sondern hängen in der Luft zwischen groben Be­ton­ma­sten im weiland kommunistischen Brutalo-Design. Auch im Detail herrscht offenbar die Maxime »function first«, weshalb die Verstrickungen der Verstrippungen so aus­se­hen, wie sie halt nun mal ausschauen:

Kabelverhau vor historischem Bau

Schön ist natürlich was anderes, aber ein gewisser Pragmatismus ist dem Landvolk ja über­all auf der Welt zu eigen, ebenso wie eine souveräne Laxheit in ästhetischen Fra­gen. Nicht einmal der postmoderne Franke könnte sich hier guten Gewissens über­le­gen fühlen, kommt ihm doch allzuoft selbst ein schnodderiges »des dudd’s« über die Lippen…

Mit so einer Haltung kann man nicht nur ertragen, was feinsinnigen Geistern und kon­troll­be­dürf­ti­gen Charakteren ein Greuel ist, nein, man kann sogar mit dem un­ge­plan­ten Wer­den und Vergehen um einen herum seinen Frieden machen. Und vielleicht sogar zu der Erkenntnis gelangen, daß die Natur nicht des Menschen Werk in zer­stö­re­ri­scher Absicht zu überwuchern angetreten ist, sondern ihm vielmehr ein Stück Schön­heit zurückbringt in seine von ihm selbst ent-schönte kleine Welt:

In jeder Ritze regt sich Leben

Der westliche Wahn des Ausrottens allen Wildwuchses hat auf den (mä­ßig) wilden Osten glücklicherweise noch nicht über­ge­grif­fen, und unter anderem das macht den Charme Siebenbürgens aus. Der Exodus der Siebenbürger Sachsen (korrekterweise müßte man sie als rumänische Staatsbürger deutscher Nationalität titulieren) hat zwar vieles dem Niedergang überantwortet (von den Häusern über die berühmten Kir­chen­bur­gen bis hin zu den Weinbergen), indes wirkt der schleichende Fall auf den Besucher eher pittoresk und charmant sowie in der Regel nicht de­pri­mie­rend. Wer Venedig kennt und dessen morbide Aura liebt, mag das nachvollziehen können. Übrigens sieht man von der real existierenden Armut in Ru­mä­ni­en selbst in den Städten deutlich weniger als in den urbanen Zentren im »reichen« We­sten…

Als wahrlich reich anzusehen sind indes die Menschen, die zwar in bescheidenen, aber doch wür­di­gen Verhältnissen zufrieden le­ben. Wie zum Beispiel jene Siebenbürger Sachsen, die wei­land dem Herdentrieb wi­der­stan­den haben und in der an­ge­stamm­ten Heimat zurück­ge­blie­ben sind. Wir dur­ften solche kennenlernen. Aus Gründen der Dis­kre­tion zeige ich zur Illustration nur einen äußerlich Eindruck vom kleinen Pa­ra­dies der bo­den­stän­di­gen Leute:

Nicht ganz klein, und immer noch fein: Der Hausgarten von Frau und Herrn Schaas

So, das war es dann für heute. Seitenlang über Siebenbürgen geplappert und nicht eine einzige Kirchenburg gezeigt! Macht aber nix, denn erstens bin ich ja schon in Vor­lei­stung gegangen und zweitens macht(e) der Robert von nebenan ohnehin die besseren Bilder. Dafür ist der zonebattler zweifelsfrei die größere Plappertasche, so ergänzen wir beide uns prächtig. Im zweiten Teil geht es hier demnächst weiter mit bunten Ansichten und weiteren Schach­tel­sät­zen aus dem Zen­trum Rumäniens!

 
[1] Eine Strategie, die offenbar einigen Erfolg zeitigt. Immerhin hat das Anlocken un­be­darf­ter Pauschal-Touristen mit depperten Dra­cu­lan­tien den Vorteil, daß diese dann zumeist in den ohnehin überlaufenen und tou­ri­sti­fi­zier­ten Städten verbleiben und sich eher selten ins noch weitgehend ur­sprüng­li­che Umland verirren…

[2] Von Nürnberg nach Sibiu (Hermannstadt) braucht ein Airbus der ungarischen Wizz Air noch nicht einmal zwei Stunden.

[3] In dieser Reiseberichterstattung werden Ortsnamen in offizieller rumänischer Schreib­wei­se notiert, bei erstmaliger Nen­nung gefolgt vom deutschen Namen in Klam­mern.

[4] Diese vereinfachende Darstellung ist natürlich im Detail durchaus kritisch zu se­hen. Beispielsweise hat sich in Deutschlands tausendjährigem Jahrzwölft der kol­lek­ti­ve Rassenwahn auch unter den fernab des braunen Reiches lebenden Sie­ben­bür­ger Sachsen breitgemacht. Dies näher aus­zu­füh­ren ist aber nicht das Thema dieser Ur­laubs-Reprise.

[5] Was uns übrigens vor dem Urlaub nicht bekannt war: Die ursprünglichen »Sie­ben­bür­ger Sachsen« kamen als willkommene Siedler aus dem Luxemburgischen, dem Rhein­land und von der Mosel. Zu »Sachsen« machte sie der Weg über Mit­tel­deutsch­land, mit den »richtigen« Sachsen hatten und haben sie nichts zu tun. Ähnlich verhält es sich übri­gens mit den »Banater Schwaben«, denen dieses mißweisende Etikett aufgeklebt wur­de, weil die Auswanderer ihre Schiffs­reise auf der Donau weiland in Ulm be­gan­nen…

[6] Landflucht ist natürlich auch in Rumänien ein Thema: Junge Leute zieht es in die Städte, wo es mehr Abwechslung und auch at­trak­ti­ve­re Arbeit gibt (sprich besser be­zahl­te, zeit­lich weniger ausufernde und nicht so kör­per­lich anstrengende wie in der Land­wirt­schaft draußen)…

[7] Unsere Nachbarsfamilie aus Fürth hatte ja alles dabei (bis auf das Pfer­de­fuhr­werk).

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Mittwoch, 22. August 2018

Schaurige Schönheiten

Einen ihrer best Urlaube ever verbrachten der zonebattler und seine bessere Hälfte soeben in Siebenbürgen. Ohne die befreundete Nachbarin Almut S., die aufgrund Ihrer Herkunft doppelte Muttersprachlerin ist, hätte unsereins Rumänien vermutlich nie als mögliches Reiseziel ins Auge gefaßt. So aber hatten wir das Glück, eine mit der Gegend, den Menschen und ihrer Sprache vertraute Türöffnerin an unserer Seite zu wissen, was unsere Sommerfrische zu einem ganz be­son­de­ren (und nachhaltig wir­ken­den) Erlebnis werden ließ. Dazu wird später mehr zu er­zäh­len sein, wenn die rei­che Bild-Ausbeute der Reise gesichtet und gewichtet ist. Einst­wei­len mache ich mei­ner Le­ser­In­nen­schaft Mund und Augen wässrig mit einer kleinen, künstlich ent­färb­ten und leicht verdüsterten Vorschau…

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Impressionen aus Siebenbürgen

Für den zur Me­lan­cho­lie und Wehmut nei­gen­den Endesunterfertigten geriet die Ex­pe­di­tion unverhoffter- und ungeplanterweise auch zum Flashback in die eigene Kind­heit, was ihn durchaus kalt erwischte. Auch da­rü­ber demnächst mehr in diesem vir­tu­el­len Mini-Theater!

Mittwoch, 23. Mai 2018

Zeitsprünge

Weanerisch, wehmütig, wunderschön: »Tempelhüpfen«. Unbedingt lesenwert, wie so vieles im Begleitschreiben!

Freitag, 4. Mai 2018

Kurzens Klotz

Fürther Hommage an den Atlantikwall: Das »Ludwig Erhard Zentrum«

Fürther Hommage an den Atlantikwall: Das »Ludwig Erhard Zentrum«

Samstag, 28. April 2018

Geschichtsvergessenheit

Gleich gegenüber des zonebattler’s Schrebergarten, auf der anderen Seite des Gleis­fel­des, hat dieser Tage das hurtig hingeworfene Hotel »niu Saddle« seine Pfor­ten geöffnet. Der depperte Name ist Programm, wie auf der Website erläutert wird: »Saddle steht für die im Mittelalter präsenten Ledersättel und ist eine Anekdote an die Reiterarmee von Karl der Große in Fürth.« Das ist grammatikalisch gleich mul­ti­pel falsch und auch inhaltlicher Dumm­fug. Einen Absatz weiter lesen wir, was Fürth zu bie­ten hat, nämlich eine »idyl­li­sche, fränkische Altstadt voller historischer Bau­denk­mäler aus dem Mittelalter«. Mit­tel­al­ter, aha. Der/die Texterin ist vermutlich ein(e) junge(r) Hipster(in) mit Klippschul-Abschluß, der/die das eigene Mittelalter noch weit vor sich hat…

Wie ich überhaupt dazu komme, mich dorthin virtuell zu verirren? Weil ich von einer Marketing-Tante eine »Einladung für Euch Blogger, Instagrammer und Mei­nungs­ma­cher in Franken« erhalten habe. Laut Agenda des »außergewöhnlichen Abends« will man »… das inspirierende Design er­le­ben, das Haus erkunden, in der Living Lobby Cock­tails und Speisen genießen und uns in­ten­siv austauschen«. So so.

Ich halte mich nicht für einen Mei­nungs­macher, aber meine Meinung dazu steht schon fest: Angesichts des zu Er­war­ten­den proste ich doch lieber 100 Meter weiter südlich befreundeten Nach­barn mittleren Al­ters zu und tausche mich mit denen in­ten­siv über die Frage aus, wo jenes sa­gen­haf­te Fürth wohl liegen mag, welches da beschrieben steht!

Samstag, 21. April 2018

50 Jahre später …

Ein halbes Jahrhundert nach seinen frü­he­sten noch vorhandenen Er­in­ne­run­gen aus Kin­der­ta­gen stellte der zonebattler an einem sonnigen Urlaubstage fest, daß es in und um Oberndorf (bei Möhrendorf, sprich nördlich von Erlangen und links der Reg­nitz) immer noch weitgehend so aus­sieht wie anno dunnemals:

Impressionen aus Oberndorf

Impressionen aus Oberndorf

Impressionen aus Oberndorf

Impressionen aus Oberndorf

Impressionen aus Oberndorf

Impressionen aus Oberndorf

Die Plaketten des »Rin­der­zucht­ver­ban­des Mit­tel­fran­ken« haben sich über die Jahre vermehrt, dafür ist die eine und die an­de­re Sand­stein­scheu­ne verschwunden und im Becken des Pump­häus­chens leben schon lange keine Lurchis mehr. Aber an­son­sten…

Sonntag, 3. Dezember 2017

Was von GRUNDIG übrig blieb

Der zonebattler löst seine Pros­pekt­samm­lung auf und bietet hier und heute seinen GRUNDIG-Fundus en bloc an. Wegen des ausladenden Großformates der frühen GRUNDIG-Revuen ist ihm ein Einzelverkauf zu mühsam (insbesondere zu ver­packungs­auf­wendig), wenn er auch fraglos in summa mehr Geld einbringen würde.

Innenansicht GRUNDIG Revue

Leider ist die exakte Datierung schwierig, GRUNDIG hat gerne mehrere Kataloge im Jahr heraus- und unters Volk gebracht und das Herausgabedatum oftmals nur in ko­dier­ter Form hinten im Kleingedruckten vermerkt. Offenbar sollten die un­mit­tel­ba­ren Vorgänger nicht sogleich zu Altpapier entwertet werden…

Innenansicht GRUNDIG Revue

In chronologischer Sortierung sieht meine Offerte so aus:

– GR 5/72 – Sommer 1972 (gelocht)
– GR 4/73 – Sommer 1973 (gelocht)
– GR 1/74 – Frühjahr/Sommer 1974 (gelocht)
– GR 2/78 – 1978
– GR 7/78 – 1978
– GR 1/79 – 1979
– GR 8/79 – 1979 (HiFi-Programm)
– GR 1/80 – 1980 (HiFi-Programm)
– GR 6/82 – 1982/83 (HiFi-Programm)
– GR 6/83 – 1984 (HiFi-Programm)

Innenansicht GRUNDIG Revue

Für diese 10 Kataloge rufe ich einen Stückpreis von 20 EUR = 200 EUR Gesamtpreis auf. Als Extras gibt es mit dazu: [weiter]

Montag, 3. Juli 2017

Zeitgemäße Zeitreise

Am letzten Samstag war der zonebattler als regionaler Blogger zum sogenannten #HohenzollernWalk eingeladen, einer exklusiven Führung für netzaffine Mul­ti­pli­ka­to­ren durch die frisch wieder­er­öff­ne­te Burg Cadolzburg. Die sieht ja nun schon seit einiger Zeit wieder ganz ma­nier­lich aus:

Die Burg Cadolzburg zu Cadolzburg

Nach gemütlicher Anfahrt mit der Regionalbahn (dauert von Fürth Hbf aus keine halbe Stunde) trabte ich vom Cadolzburger Bahnhof aus zur Burg hoch und mischte mich unters überwiegend junge Volk der Netzaktivisten. In zwei Gruppen (Instagramer da, gemeine Blogger und Twitterer hier) aufgeteilt, bekamen die Gäste gut zwei Stunden lang einiges zu sehen, zu hören und zu riechen (wenngleich durchaus nicht alles, dazu war die Zeit zu knapp und das verschachtelte Gemäuer zu weitläufig, von den auf­merk­sam­keits­hei­schen­den Exponaten gar nicht zu reden).

Einführung durch Dr. Karnatz (links)

Sehr interessant waren die Ausführungen von Dr. Sebastian Karnatz (links im Bild) und Dr. Uta Piereth (Mitte) von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gär­ten und Seen. Während die beiden überaus beschlagenen Historiker referierten, memorierten und digitalisierten die agilen Gäste aus der Social-Media-Szene das Ge­hör­te und Gesehene quasi in Echtzeit:

Social-Media-Akteure beim Social-Media-Agieren

Nur der Endesunterfertigte konnte (und wollte) da nicht mithalten, der sperrte erst­mal nur die Ohren auf und machte hier und da ein Foto zur späteren Verwurstung.

moderne Kunst am alten Bau

Vorbei an zwei rostigen Kämpfern (Feder gegen Schwert, also Wort gegen Gewalt) ging es dann zunächst einmal über die (einstige Zug-)Brücke in den Burghof, in dem mo­der­ne Medien-Recken sogleich ihre neuzeitlichen Kanonen in Stellung brach­ten:

Kameramann beim Filmen aus der Froschperspektive

Bemerkenswert fand ich so manche verwegene Theoriebildung bei den jugendlichen Leu­ten, deren Digitalkompetenz das bodenständige Allgemeinwissen teils merklich übertraf: Einige hielten die mittigen Löcher in den Steinquadern für Einschußspuren (sind sie natürlich nicht, die Eingreifpunkte für die im folgenden Foto zu sehende Stein­zange), andere wunderten sich über die mut­maß­li­che Verwendung des (nach­ge­bau­ten) Kranes mit Kraft­er­zeu­gung durch eine Art »Hamsterrad« für Menschen.

Teilansicht eines rekonstruierten Steinkranes

Die Vorstellung, daß man so einen Kran samt Steinzange während der Bauphase braucht, um die dann noch nicht vorhandenen Mauern zu errichten (große Sand­stein­qua­der sind ja doch von anderem Kaliber als handliche Ziegelsteine), war für manch eine(n) wohl zuviel der Abstraktion… Aber das waren Einzelfälle, ansonsten war ich erstaunt über das Tempo, in denen die Jungs und Mädels en passant Texte und Fotos von formidabler Qualität erschufen und virtuell über die Welt verstreuten. Chapeau!

Gewölbesaal mit rekonstruiertem Kamin

Apropos Abstraktion: Bekanntermaßen gingen ja große Teile des historischen Bau­be­stan­des und des Interieurs in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges durch sinnlose Gegenwehr und folgenden Feindbeschuß im Feuer verloren. Man hat glücklicherweise keine Rekonstruktionen vorgenommen, die letzlich nur auf unredliche Weise vor­gau­keln könnten, was im Original unwiederbringlich dahin ist. Hier und da hat man aber durch behutsame und farbneutrale Nachbauten (wie den Kamin im obigen Bild) der Fantasie einen Anhaltspunkt gegeben für das, was hier einstmals vorhanden war.

Im Kriege vernichtet, als Hülle neu errichtet

Leider nur überbelichtet zu sehen sind die Multimedia-Stationen, an denen Ge­schich­te erfahr- und (fast) erlebbar wird. Der Berichterstatter freut sich über den hohen inhaltlichen wie ästhetischen Standard des zeitgemäßen Medieneinsatzes: Man hat da wirklich aufgeschlossen zu den Kollegen aus dem angelsächsischen Raum, die in Sa­chen po­pu­lä­re Wissensvermittlung lange Zeit vorne dran waren…

Sakralkunst

Bei einem kleinen Imbiß (mit allerlei historisch angehauchten Schmankerln) klang der Abend mit angeregten Gesprächen aus. Ich flitzte und spitzte noch hier und da ein wenig herum in den fast menschenleeren Fluchten, bevor ich mich wieder in Richtung Bahnhof auf dem Heimweg machte. Der Wissensdurst ist geweckt, aber noch lange nicht gestillt: Für die ausgiebige Besichtigung der neuen alten Cadolzburg wer­de ich mir demnächst einen Tag freinehmen müssen!

Montag, 22. Mai 2017

Zeitverschiebungen

In den letzten Tagen hatte ich reichlich damit zu tun, das FürthWiki mit nachgerade sensationellen »Slider-Fotos« zu füllen, also solchen, bei denen man per Maus­zei­ger­be­we­gung zwischen zwei Abbildungen identischer Größe gleitend wechseln kann. Der Für­ther Fotograf Robert Söllner hat schon im Jahre 2008 gut zwei Dutzend hi­sto­ri­sche Postkartenmotive nachfotografiert. Dabei hat er nicht nur ein bißchen, sondern ganz genau auf den gleichen Blickwinkel ge­ach­tet, so daß sich die im Abstand von über 100 Jah­ren entstandenen Fotos sehr präzise über­ein­an­der­le­gen und im Detail vergleichen lassen. So sehen die Ergebnisse beispielsweise aus:

Screenshot eines »Einst & Jetzt«-Sliderfotos
 
Screenshot eines »Einst & Jetzt«-Sliderfotos
 
Screenshot eines »Einst & Jetzt«-Sliderfotos
 
Screenshot eines »Einst & Jetzt«-Sliderfotos

Nein, hier in meinem Blog lassen sich die statischen Screenshots nicht bedienen und be­we­gen. Aber die Bilder sollen ja auch nur der Appetitanregung dienen: Alle voll funktionalen Schiebe-Fotos dieser Werkreihe finden sich hier gelistet und verlinkt.

Sehenswert sind aber auch die Hybridfassungen der »alt & neu«-Bildpaare, die Robert Söllner damals angefertigt hat. Zehn Stück davon sind im Artikel »Zeitsprünge« in meinem Bürger-Blog »Fürther Freiheit« zu sehen. Fürth-Fans werden mir zu­stim­men: Früher war nicht alles besser, aber vieles schöner…

Dienstag, 2. Mai 2017

Allgemeine Mobilmachung

Mit diesem mehrdeutigem Titel habe ich heute diesen Artikel im Vereinsblog von FürthWiki e. V. überschrieben. Konkret geht es darum, unserem rasant an Inhalt und Re­pu­ta­tion zunehmenden Stadt-Lexikon zu einer veritablen Mobil-Fassung per Smart­phone-App zu verhelfen. Das Link zur frisch eingerichteten Projekt- und Spendenseite lautet

www.gut-fuer-fuerth.de/projects/53792

und es würde mich freuen, wenn meine lokalpatriotisch gestimmten Leserinnen und Leser durch fleißiges Empfehlen und Weiterleiten dieses Verweises die eigene Wer­be­trom­mel für unser Vorhaben rühren würden. Die Spendenseite ist auch über das tem­po­rär in die Seitenleiste rechts eingebaute Banner erreichbar. Wir freuen uns über ein­ge­hen­de Spenden, die mit etwas Glück sogar von der Sparkasse Fürth aufgedoppelt werden!

Samstag, 20. August 2016

Waffengleichheit

Spät aber doch habe ich erfahren, daß mein längst verstorbener Großvater müt­ter­li­cher­seits (Jahrgang 1909) Kriegsberichterstatter in einer Propagandakompanie der SS war. Tante Gugel hat mir bei der Suche nach »Vorname Nachname SS PK« auch gleich ein paar ebenso interessante wie ergiebige Quellen verraten, die meine an­fäng­liche Neugier sogleich zu befeuern vermochten. Gestern nun bestellte ich online ein Buch über des Opas ehe­ma­li­ge Einheit, welches heute bereits zur Abholung in einer hiesigen Buchhandlung bereitlag.

Ich sammle also vorhin die Schwarte ein und schaue noch in der neuen Volksbücherei-Filiale in der »Neuen Mitte« vorbei, um in deren gläsernen Dachgeschoß – die »Für­ther Frei­heit« zu meinen Füßen – die Samstags-Ausgabe der Süddeutschen zu lesen. Die schla­ge ich irgendwo auf und staune nicht schlecht:

Buchtitel neben gleichlautender SZ-Artikelüberschrift

Buchtitel und Artikelüberschrift sind tatsächlich identisch! Doch während der Hard­cover-Band den Propagandakrieg der ideologisch fanatisierten Finstertruppe zum Thema hat, geht es im Zeitungsartikel um die Sprachkenntnisse von heutigen Poli­zei­dienst-Anwärtern. Der Subkontext – mit bloßen Worten viel bewirken zu können – ist natürlich prinzipiell vergleichbar.

Der eigenartige Zufall verdient es, hier erwähnt und bewahrt zu werden. Was indes bei meiner Ahnenforschung letztlich herauskommt, muß sich erst noch zeigen. Ge­fal­len könnte mir zumindest die Vorstellung, von meiner Mutter Vater vielleicht das sprachliche Talent, eine Neigung zum Wortschwurbeln sowie einen Blick für foto­gra­phi­sche Bildkomposition und -inszenierung geerbt zu haben. Was bin ich froh, davon in friedlichen Zeiten Gebrauch machen zu können!

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