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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


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Schwe­di­sche Gar­di­nen an Für­ther Fen­stern

Mit ei­nem Bei­trag über die Schwel­len­stei­ne der Lud­wigs­ei­sen­bahn hat­te ich die Ru­brik Spu­ren­su­chen sei­ner­zeit er­öff­net. Heu­te möch­te ich das Au­gen­merk mei­ner Le­se­rIn­nen auf ein wei­te­res Bei­spiel be­mer­kens­wer­ten Bau­stoff-Re­cy­clings im Für­ther Stadt­ge­biet len­ken: Es geht um kunst­voll ver­zier­te Ei­sen­zäu­ne, wie sie frü­her ge­bräuch­lich und ver­brei­tet wa­ren. Ähn­lich wie die guß­ei­ser­nen Zier­git­ter für Haus­tü­ren wa­ren mas­si­ve Ei­sen­zäu­ne ein schon zu frü­hen In­du­stria­li­sie­rungs­zei­ten her­ge­stell­tes Mas­sen­pro­dukt, wel­ches in di­ver­sen stan­dar­di­sier­ten Aus­füh­run­gen und Ab­mes­sun­gen er­hält­lich war. Ver­mut­lich wa­ren die­se schwe­ren Tei­le schon des Ma­te­ri­al­prei­ses we­gen nicht eben bil­lig, so­daß man über­flüs­sig ge­wor­de­ne Zäu­ne nicht ein­fach ent­sorg­te, son­dern ei­ner neu­en Ver­wen­dung zu­führ­te. Zum Bei­pi­el der als schier un­über­wind­li­ches Fen­ster­git­ter:

Eisenzaun als Fenstergitter
 
ASV-Sport­gast­stät­te an der Ma­ga­zin­stra­ße
 
Eisenzaun als Fenstergitter

Die hier ins Bild ge­rück­te Sport­ler­wirt­schaft ist ein nüch­ter­ner Zweck­bau (wohl aus den 1960er Jah­ren?), der auch durch das Hin­zu­fü­gen grün­der­zeit­li­cher Zaun­re­ste nicht wirk­lich äs­the­ti­sche Auf­wer­tung er­fährt. Der kacke­brau­ne An­strich tut ein Üb­ri­ges. Im­mer­hin: Der Zaun trägt sein Schick­sal mit stoi­scher Wür­de!

Eisenzaun als Fenstergitter
 
ehem. Ka­ser­nen­ge­bäu­de an der Son­nen­stra­ße
 
Eisenzaun als Fenstergitter

An die­sem kai­ser­zeit­li­chen Ka­ser­nen­ge­bäu­de nimmt man die Zaungitter/Gitterzäune auf den er­sten Blick gar nicht als Not­be­helf wahr. Wo­mög­lich wa­ren sie das auch nie, viel­leicht war der dou­ble use schon im vor­vo­ri­gen Jahr­hun­dert ein spe­cial fea­ture? Nur oh­ne das heu­te üb­li­che Mar­ke­ting-Deng­lisch drum­her­um?

Man sieht: Es bleibt span­nend, of­fe­nen Au­ges (und mit schuß­be­rei­ter Ka­me­ra) durch die Stadt zu spa­zie­ren. Man kann im­mer was da­zu­ler­nen und schärft ne­ben­bei den Blick für De­tails...

  1. Grabenkenner  •  10. Nov. 2006, 18:57 Uhr

    ja der ASV

    in der Ge­gend bin ich auf­ge­wach­sen. Der ASV war schon im­mer vom »Al­ler­fein­sten« :-)

    #1 

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