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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Wun­der der Tech­nik Es­sen-tiel­les »

Frau­en und Kin­der zu­letzt

Die Da­me am Fen­ster­platz will heim zu Mut­tern, der al­te Herr ne­ben der Ab­teil­tür rückt zur Kur nach Bad Sal­zu­flen ein. Der zo­ne­batt­ler und sein Kol­le­ge M. sit­zen sich ge­gen­über und ei­len in dienst­li­cher Mis­si­on gen Kas­sel. Al­le zu­sam­men hocken sie in ei­nem woh­lig war­men Ab­teil des ICE 882 und rau­schen durch die weiß­ge­pu­der­te frän­ki­sche Win­ter­land­schaft. Es ist Mon­tag, kurz nach Neun und kurz vor Kit­zin­gen. Der Chro­nist un­ter­drückt ein Gäh­nen.

»Dunk-tank-bonk-rat­tat­tat­zong!«

So häm­mert es von un­ten pol­ternd ge­gen den Wa­gen­bo­den, als wür­de ein Ti­tan die Marsch­trom­mel rüh­ren. Der Spuk währt nur Se­kun­den, ge­hört aber ein­deu­tig nicht zur ge­wohn­ten und ord­nungs­ge­mä­ßen Ge­räusch­ku­lis­se. zo­ne­batt­ler und M. schau­en sich in un­heil­vol­ler Vor­ah­nung stirn­run­zelnd an. Schot­ter­flug kann es kaum ge­we­sen sein, aber Eis­schlag liegt die­ser Ta­ge al­le­mal im Be­reich des zu Be­fürch­ten­den: Was an Eis­brocken wo­mög­lich von ei­nem vor­aus­fah­ren­den Zug her­un­ter­ge­fal­len ist, kann durch den bra­chia­len Sog des dar­über­ra­sen­den Nach­fol­gers ‑eben un­se­res Zu­ges- durch­aus hoch­ge­ris­sen und an die Fahr­zeug­un­ter­sei­te ge­schleu­dert wor­den sein. Und auch wenn ein ICE ein sehr so­li­de ge­bau­tes Ve­hi­kel ist, ge­pan­zert ist der ble­cher­ne Lind­wurm am Bauch na­tür­lich nicht...

Und da wird er auch schon lang­sa­mer und lang­sa­mer und kommt end­lich zum Ste­hen. Der freund­li­che Zug­chef ver­kün­det über die Laut­spre­cher-An­la­ge, daß man sich die Sa­che mal nä­her wer­de an­se­hen müs­sen, um sich über die mög­li­chen Schä­den Klar­heit zu ver­schaf­fen und über die wei­te­re Fahr­fä­hig­keit des Trieb­zu­ges be­fin­den zu kön­nen. So ei­ne Schei­ße, mur­melt der al­te Herr, es ist zum Kot­zen!

Zwan­zig Mi­nu­ten spä­ter ver­kün­det der Zug­chef, daß man zwar di­ver­se Ka­bel ver­lo­ren ha­be, die­se aber nicht ganz so wich­tig wä­ren und die Wei­ter­fahrt da­her pro­blem­los mög­lich sei. Sanft rollt un­ser Wa­gen wie­der an und be­schleu­nigt zü­gig. Der Zug­chef ver­spricht an­ge­sichts der auf­ge­lau­fe­nen Ver­spä­tung hei­ße und kal­te Frei­ge­trän­ke (al­les au­ßer Al­ko­hol). Deut­lich ver­spä­tet lau­fen wir in Würz­burg ein. Die Stim­mung an Bord ist den­noch be­stens.

vereistes Lok-Drehgestell

Ich wuch­te ei­ner in un­ser ‑of­fi­zi­ell als Be­hin­der­ten­ab­teil de­kla­rier­tes- Com­par­ti­ment zu­stei­gen­den Da­me den Roll­kof­fer in die Ge­päck­ab­la­ge und mut­ma­ße äch­zend, daß die­ser wohl ei­nen Rei­se-Am­boß be­inhal­te. Wäh­rend un­ser Se­ni­or er­neut laut­stark sein Los be­klagt, hat un­ser neu­es Schick­sals­ge­mein­schafts­mit­glied (mit De­sti­na­ti­on Ham­burg) nur um fünf Mi­nu­ten den ei­gent­lich an­ge­peil­ten Vor­gän­ger­zug ver­paßt und muß da­für nun mit uns bü­ßen. So trägt je­der sein Bün­del, und wie so oft er­scheint das so­ge­nann­te schwä­che­re Ge­schlecht als stär­ker im (Hin-)Nehmen...

Nach ein paar wei­te­ren War­temi­nu­ten be­ginnt sich die Welt wie­der am Fen­ster vor­bei­zu­be­we­gen. An den pit­to­res­ken Wein­ber­gen vor­bei rol­len wir in den er­sten Tun­nel der Schnell­fahr­strecke. Un­ter mo­no­to­nem Sum­men geht es Tun­nel für Tun­nel zü­gig nord­wärts. Ful­da ist un­ser näch­ster Zwi­schen­halt; nun ist es nicht mehr all­zu­weit bis Kas­sel-Wil­helms­hö­he. Der zo­ne­batt­ler über­legt, ob er noch ei­nen Schluck aus sei­ner Was­ser­pul­le neh­men und dann die bord­ei­ge­ne Be­dürf­nis­an­stalt auf­su­chen soll, oder doch lie­ber auf das ei­ne ver­zich­tet in der Hoff­nung, dann auch das an­de­re ver­schie­ben zu kön­nen. Die ble­cher­ne Weiß­wurst don­nert mit Ka­ra­cho in ei­nen wei­te­ren der schnur­ge­ra­den, ki­lo­me­ter­lan­gen Tun­nel...

»Bramm­bada­bamm-peng-pang-klonk-bratt­bratt­bratt!«

Er­neut ‑und dies­mal mit­ten in der schüt­zen­den Be­ton­röh­re- pras­selt es von un­ten laut­stark ge­gen den Bo­den. In­des es bleibt beim Ge­häm­mer, kein Eis­zap­fen schießt ei­nem von un­ten zwi­schen die Knie. So­for­ti­ge Schnell­brem­sung, syn­chro­ne Ver­beu­gung der in Fahrt­rich­tung sit­zen­den Fahr­gä­ste, die Mas­sen­träg­heit läßt grü­ßen. Weit ent­fernt vom hel­len Ta­ges­licht kom­men 12.000 hilf­lo­se Pfer­de­stär­ken und meh­re­re hun­dert po­chen­de Men­schen­her­zen end­gül­tig nicht mehr wei­ter. So ei­ne Schei­ße, schimpft der al­te Herr. Das Licht flackert kurz, dann geht es aus. Und bleibt es auch.

Es dau­ert frei­lich nicht lan­ge, da mel­det sich schon wie­der der char­man­te Zug­chef und kün­digt ei­ne er­neu­te Un­ter­su­chung des rol­len­den Un­ter­baus an. Und wirk­lich, schon bald dar­auf sieht man un­ter dem Fen­ster auf der Tun­nel­wan­dungs­sei­te Lam­pen­licht und sche­men­haf­te Ge­stal­ten. Die Sa­che zieht sich, zwei Trieb­köp­fe und zwölf Wa­gen ab­zu­schrei­ten dau­ert sei­ne Zeit, zu­mal wenn man noch zwi­schen den groß­flä­chig ver­ei­sten Dreh­ge­stel­len nach Be­schä­di­gun­gen Aus­schau hält... Auf dem Ge­gen­gleis wum­mern Zü­ge vor­bei.

Dies­mal ist end­gül­tig Fei­er­abend, tönt es schließ­lich aus dem Laut­spre­cher, die­ser Zug fährt kei­nen Me­ter mehr wei­ter. Of­fen­bar sind doch we­sent­li­che Tei­le des un­ter­flu­ri­gen Ge­därms aus Schläu­chen und Lei­tun­gen in Mit­lei­den­schaft ge­zo­gen, die Be­leuch­tung ist mit Bord­mit­teln nicht mehr in­stand­zu­set­zen. Im­mer­hin ar­bei­ten das Not­licht, die Lüf­tung und die Laut­spre­cher. Dank des sou­ve­rän agie­ren­den (und kom­mu­ni­zie­ren­den) Zug­chefs ist al­len klar, daß hier die Wit­te­rung dem Men­schen die Gren­zen auf­ge­zeigt hat, kein Grund zum Groll, ge­schwei­ge denn zur Pa­nik be­steht und al­les un­ter­nom­men wird, um die Ein­ge­schlos­se­nen so schnell wie mög­lich aus ih­rer miß­li­chen La­ge zu be­frei­en.

Die tat­kräf­ti­ge Kom­pe­tenz der Be­sat­zung ver­fehlt ih­re Wir­kung nicht: Die Stim­mung an Bord ist aus­ge­las­sen bis eu­pho­risch, ein Be­rufs­kraft­fah­rer und Bahn­Card 100-In­ha­ber aus ei­nem Nach­bar­ab­teil (un­ter­wegs an die hol­län­di­sche Kü­ste zwecks Über­nah­me und Über­füh­rung ei­nes LKW-Chas­sis zum Kühlauf­bau-Her­stel­ler in Ro­stock) er­zählt von sei­nen noch viel span­nen­de­ren in Zü­gen er­leb­ten Aben­teu­ern und Un­fäl­len. Auf die Idee, daß sein dunk­les Kar­ma mög­li­cher­wei­se an­zie­hend auf Ka­ta­stro­phen wir­ken könn­te, kommt er frei­lich nicht. So ei­ne Schei­ße, es ist zum Kot­zen., grum­melt es aus der Ab­teil­ecke.

Eisschollen in einem Bahnhofsgleis

Doch da prä­sen­tiert uns der Chef der Be­sat­zung auch schon die Lö­sung: In Kür­ze wer­de der aus Stutt­gart kom­men­de ICE 770 längs­seits ge­hen und al­len Rei­sen­den mit­tels Be­helfs­brücken an aus­ge­wähl­ten Tü­ren das Über­wech­seln auf den ge­sun­den Zug er­mög­li­chen. Span­nend wie im Pi­ra­ten­film das En­tern der feind­li­chen Fre­gat­te! Der Zug­chef bit­tet um Um­sicht beim Ge­päck­fas­sen, der zo­ne­batt­ler da­ge­gen die Mit­rei­sen­den um Ge­duld: Wer jetzt schon im Win­ter­man­tel voll­be­packt in den Gang drängt, wird dort si­cher­lich noch ei­ne gan­ze Wei­le schwit­zen müs­sen...

Und in der Tat fe­gen auf dem Nach­bargleis noch ein paar an­de­re Zü­ge durch, bis sich end­lich der auf Sicht fah­ren­de ICE 770 ne­ben­an ins Blick­feld schiebt. Glück­li­cher­wei­se ist der »Ret­tungs­zug« vom glei­chen Typ, so daß ein tür­par­al­le­les Ste­hen­blei­ben mög­lich ist. Im zwei­ten An­lauf ge­lingt es dem Lok­füh­rer von ne­ben­an, sein Ge­fährt ex­akt zu po­si­tio­nie­ren. Das Ren­dez­vous be­ginnt: Tü­ren frei!

Freund­lich, aber be­stimmt bit­tet der Zug­chef, jeg­li­ches Her­um­spie­len an den Tür­öff­nungs­ta­stern zu un­ter­las­sen. Recht hat er: Be­helfs­brücken aus Alu­mi­ni­um gibt es nur für we­ni­ge Tü­ren, an al­len an­de­ren kann man me­ter­tief in die Dun­kel­heit stür­zen. Mi­nu­ten spä­ter muß der Kom­man­dant zum ei­ge­nen Ver­druß ver­kün­den, daß ei­ne hö­he­re Ob­rig­keit die Eva­ku­ie­rung im Tun­nel un­ter­sagt und den an­ste­hen­den Pas­sa­gier-Exo­dus ins Freie ver­legt ha­be. Die Vor­be­rei­tun­gen wer­den un­ter­bro­chen, die Not­ste­ge ein­ge­holt. Es ist zum Kot­zen. Man ist erst­mals ver­sucht, dem Ve­te­ra­nen zu­zu­stim­men.

Auf dem Gang kommt man sich nä­her, die ge­gen­sei­ti­ge Hilfs­be­reit­schaft ist groß. Der al­te Herr er­zählt, mitt­ler­wei­le 84 Jah­re alt zu sein und im Krieg mit ei­nem Mi­nen­räum­boot den fin­ni­schen Meer­bu­sen be­fah­ren zu ha­ben. Wie er da wohl ge­flucht ha­ben mag? Hier im Tun­nel war­ten je­den­falls un­ten kei­ne Mi­nen und oben kei­ne rus­si­schen Jagd­bom­ber.

Mit buch­stäb­lich al­ler­letz­ter Kraft schleppt sich der waid­wun­de Tat­zel­wurm dem Licht ent­ge­gen: An­fah­ren... Zwangs­brem­sung. An­fah­ren... Zwangs­brem­sung. An­fah­ren... Zwangs­brem­sung. So ge­de­mü­tigt hum­pelt das teu­re Aus­hän­ge­schild der deut­schen Schie­nen­fahr­zeug-In­du­strie schritt­wei­se die paar hun­dert Me­ter bis ins Freie. End­lich ist der Zug in vol­ler Län­ge aus der Röh­re.

Zum zwei­ten Mal ge­lingt das Prä­zi­si­ons­ma­nö­ver, der ha­va­rier­te ICE 882 und sein Zwil­lings­bru­der ICE 770 ste­hen nun fried­lich Sei­te an Sei­te und las­sen ei­nen fast ver­ges­sen, daß sie zu­sam­men ei­nen schwe­ren In­farkt in ei­ner der Haupt­schlag­adern des bun­des­deut­schen Schie­nen­net­zes dar­stel­len. Dut­zen­de Zü­ge müs­sen ver­mut­lich des­we­gen jetzt groß­räu­mig um­ge­lei­tet wer­den, un­ge­zähl­te Ver­spä­tungs­mi­nu­ten ver­viel­fa­chen sich im Schnee­ball­sy­stem. Aber es hilft ja nun nichts, Si­cher­heit geht vor Tem­po. Die Zug­be­gleit­mann­schaf­ten be­gin­nen zü­gig mit dem Ein­hän­gen der Leicht­me­tall-Be­helfs­ste­ge von Zug zu Zug. Jetzt noch die Ge­län­der hoch­ge­klappt, und dann kann es los­ge­hen. Es kommt Be­we­gung in die War­te­schlan­ge.

Ei­ne jun­ge Frau mit Kin­der­wa­gen muß im­mer wie­der höf­lich­keits­hal­ber vor­ge­tra­ge­ne Vor­laß-An­ge­bo­te zu­rück­wei­sen: Das Per­so­nal ha­be ihr be­deu­tet, daß sie als letz­tes dran­kä­me. Man­che wun­dern sich dar­ob, doch na­tür­lich ist das das ein­zig Sinn­vol­le: Der Strom der Flücht­lin­ge muß ja mög­lichst zü­gig in den Nach­bar­zug ver­teilt wer­den, um den Ein­stiegs­raum für die Nach­fol­gen­den zu räu­men: da ge­rie­te ein brei­ter Kin­der­wa­gen schnell zum stau­för­dern­den Hin­der­nis. Als letz­ter über­ge­setzt, steht dem Fi­li­us in sei­ner Schau­kel­kar­re hin­ge­gen reich­lich Platz im Wa­gen­vor­raum zur Ver­fü­gung...

behelfsmäßiger Brückenschlag von einem ICE zum anderen

Und da ist auch schon die Tür er­reicht: Mit ein paar Schrit­ten ist man drü­ben, ver­ab­schie­det sich schnell von den bis­he­ri­gen Ab­teil­ge­nos­sen und ‑ge­nos­sin­nen und sucht sich ein frei­es Plätz­chen. Wi­der Er­war­ten ist das gar nicht so schwie­rig, der Zug aus Stutt­gart ist nicht über­mä­ßig be­setzt ge­we­sen. Nach we­ni­gen Mi­nu­ten sind auch Mut­ter und Kind her­über­ge­bracht, die Be­helfs­brücken wer­den ein­ge­holt und ver­staut, Tü­ren zu und ab da­für!

Der Rest ist schnell er­zählt: Mit gut zwei­ein­halb Stun­den Ver­spä­tung in Kas­sel an­ge­lan­det, kommt der zo­ne­batt­ler an sei­nem Ziel zwar nicht mehr in den Ge­nuß ei­nes Mit­tag­essens, da­für aber als er­ster und auf die Se­kun­de pünkt­lich zur Kaf­fee­pau­se ins Ca­si­no. Dann halt statt ge­füll­ter Maul­ta­schen drei Sor­ten Ge­bäck auf den Tel­ler ge­schlich­tet und ei­ne gro­ße Tas­se Milch­kaf­fee ge­zapft, ist ja auch nicht zu ver­ach­ten. Hän­de­schüt­teln mit lan­ge nicht mehr ge­se­he­nen Kol­le­gen, Scher­ze hier, Spä­ße dort. Die ge­schil­der­te Odys­see wird ge­nüß­lich gou­tiert und kom­men­tiert, man ist un­ter Fach­leu­ten und kennt sich aus.

Heim­wärts geht es abends weit we­ni­ger spek­ta­ku­lär zu, ein­zig ei­ne dro­hen­de (und dann letzt­lich doch nicht er­for­der­li­che) Um­lei­tung zwi­schen Würz­burg und Nürn­berg be­rei­tet kurz­fri­stig Un­ge­mach. Und na­tür­lich ist es doof, am ei­ge­nen Bal­kon in Fürth vor­bei­fah­ren zu müs­sen, um in Nürn­berg in Dun­kel­heit und Käl­te auf ei­nen Zug zu­rück zu war­ten. Doch was macht das schon nach so ei­nem aben­teu­er­li­chen Tag?

Diskussion

  1. Adrian  •  12. Jan. 2010, 16:09 Uhr

    Ist mir letz­te Wo­che von Ham­burg nach Ber­lin auch pas­siert, bzw ähn­lich.
    Lei­der ist wohl ein rie­si­ger Hirsch vor den Zug ge­sprun­gen und die­ser war dann zu be­schä­digt um wei­ter­zu­fah­ren.
    Muss­ten dann über ne Stun­de auf den näch­sten ICE war­ten, um dann auch über so ei­ne dün­ne lei­ter rü­ber­zu­klet­tern. 2 Stun­den ver­spä­tung bei ei­ner Strecke von 1 1/2. Das ist schon be­schis­sen..

    #1 

  2. Hexe.Gretel  •  12. Jan. 2010, 18:31 Uhr

    Mein lie­ber Zo­ne­batt­ler.
    Mei­ne Hoch­ach­tung! Wie­der ( wie im­mer!! ) hast Du es ge­schafft, ein brei­tes grin­sen in mein Ge­sicht zu zau­bern. Des ei­nen Freud ist des an­de­ren Leid- wohl wahr! Lag es an dem al­ten Her­ren? Kei­ne Ah­nung! Je­den­falls hast Du mal wie­der ge­schafft die Ge­schich­te so span­nend und lu­stig zu er­zäh­len, daß man rich­tig mit­füh­len und schmun­zeln kann. Wün­sche Dir für die Zu­kunft we­ni­ger spek­ta­ku­lä­re und zeit­auf­wän­di­ge Fahr­ten.
    MfG aus ( in­zwi­schen wie­der ) Dort­mund
    Bi­ne

    #2 

  3. zonebattler  •  13. Jan. 2010, 6:49 Uhr

    Ja, wenn ei­ner ei­ne Rei­se tut, dann kann er was er­zäh­len! Wenn man ein we­nig hin­ter die Ku­lis­sen schau­en kann und über­dies weiß, was in den gro­ßen und klei­nen In­stand­hal­tungs­wer­ken der Bahn an 365,25 Ta­gen im Jahr und rund um die Uhr ge­lei­stet wird, um die Flot­te fahr­fä­hig zu hal­ten, dann staunt man, daß es im Gro­ßen und Gan­zen doch ziem­lich rund läuft. So selbst­ver­ständ­lich ist das näm­lich nicht! Wer bei uns in Deutsch­land über die Ei­sen­bahn jam­mert, tut das auf ziem­lich ho­hem Ni­veau (von re­gel­be­stä­ti­gen­den Aus­nah­men ab­ge­se­hen)...

    #3 

  4. Gnu1742  •  14. Jan. 2010, 12:56 Uhr

    Hmmm, so wird ei­ne ge­wöhn­li­che Zug­fahrt noch zum rich­ti­gen Aben­teu­er.
    Ich hin­ge­gen werd nur all­mor­gend­lich am Färd­der Haupt­bahn­hof auf die Ver­spä­tung der Re­gio­nal­bahn nach Er­lan­gen hin­ge­wie­sen und kann mich da­bei an der (ei­gent­lich voll­kom­men un­nüt­zen) die­bi­schen Freu­de er­wär­men, wenn für die Re­gio­nal­bahn nach Nürn­berg ei­ne noch grö­ße­re Ver­spä­tung an­ge­sagt wird.
    Aber ich will nicht wirk­lich meckern: Bei der ak­tu­el­len Wet­ter­la­ge ha­ben halt tech­ni­sche Sy­ste­me ih­re Li­mi­ta­tio­nen und ich ei­ne dicke Müt­ze und war­me Hand­schu­he. Und heu­te war die Ver­spä­tung der Bahn be­reits < 5 Mi­nu­ten und mei­ne esti­ma­ted time of ar­ri­val war nur noch 7 Mi­nu­ten von der laut vgn.de pro­gno­sti­zier­ten fac­tu­al time of ar­ri­val ent­fernt.

    P.S.: Rennt der Ser­ver jetzt ei­gent­lich?

    #4 

  5. zonebattler  •  14. Jan. 2010, 13:09 Uhr

    Der Ser­ver bum­melt wohl nim­mer gar so arg, aber wirk­lich ren­nen tut er noch nicht. Da war der er­ste Te­le­fon-Sup­por­ter, den ich let­ze Wo­che an der Strip­pe hat­te, wohl et­was vor­schnell in sei­nen Ver­spre­chun­gen. Es soll sich aber bald was tun, und dann müß­te hier wirk­lich die Post ab­ge­hen, zu­min­dest was die Tech­nik an­be­trifft: Sei­ten­auf­ru­fe von un­ter ei­ner Se­kun­de soll­ten mei­nen ge­schätz­ten Le­se­rIn­nen kei­ne Fra­ge­zei­chen, son­dern Aus­ru­fe­zei­chen ins Ge­sicht schrei­ben! ;-)

    #5 

  6. Grabenkenner  •  15. Jan. 2010, 10:30 Uhr

    Aben­teu­er oder Hor­ror­trip ?
    Ich für mei­nen Teil hät­te zu­min­dest ein be­klem­men­des Ge­fühl im Hin­ter­kopf be­kom­men wenn ein Zug auf ei­ner dicht be­fah­re­nen und be­stimmt eng ge­tak­te­ten Strecke zum Ste­hen kommt. Und das Gan­ze dann noch mit ei­nem zwei­ten Zug der dann auch noch auf dem Ge­gen­gleis ste­hen­bleibt um die Pas­sa­gie­re um­la­den zu kön­nen, da läufts mir schon beim Le­sen eis­kalt den Buckel runter.......oder ha­be ich frü­her nur zu­viel Märk­lin ge­spielt ?

    #6 

  7. zonebattler  •  15. Jan. 2010, 11:26 Uhr

    Kei­ne Angst, für so­was gibt es Leit- und Si­che­rungs­tech­nik, Fahr­dienst­lei­ter, Be­triebs­leit­zen­tra­len so­wie Ver­fah­ren und Vor­schrif­ten, die so ziem­lich al­les und je­des be­rück­sich­ti­gen und ab­decken. An­ge­sichts der be­weg­ten Massen und de­ren Ge­schwin­dig­kei­ten ist das auch not­wen­dig...

    #7 

  8. Ralph A. Schmid  •  18. Jan. 2010, 6:44 Uhr

    Of­fen­bar sind die IC ro­bu­ster :-) Auf der Fahrt nach Stutt­gart letz­tens war im Steu­er­wa­gen die Ge­räusch­ent­wick­lung ge­nau­so, aber ste­hen­blei­ben muß­te wir nicht...

    Grü­ße aus der RB, sind ge­ra­de in Er­lan­gen.

    Ralph.

    #8 

  9. RJWeb  •  23. Jan. 2010, 18:45 Uhr

    Vie­len Dank für die aus­führ­li­che Schil­de­rung ! Ich ha­be durch­aus auch schon Er­fah­run­gen mit 2 1/2 Stun­den Ver­spä­tung in Kas­sel ge­macht, al­ler­dings nicht we­gen ei­nes waid­wun­den Zu­ges oder ei­nes mit dem Zug un­waid­män­nisch er­leg­ten Stück Wil­des, son­dern weil schlicht ein Mit­rei­sen­der zwi­schen Ful­da und Kas­sel im Zug aus un­ge­klär­tem Grund zü­gig ver­starb. Der hat­te dann im Ge­gen­satz zu dem o.g. Mi­nen­such­boot­fah­rer al­ler­dings kei­ne Mei­nung mehr da­zu ...

    #9 

  10. Rolf S aus O der Name der Redaktion bekannt.  •  27. Jan. 2010, 15:51 Uhr

    Hal­lo Ralph
    Dei­ne Odi­se war so span­nend daß man am lieb­sten mit­ge­fah­ren wä­re..........
    Als Viel­fah­rer hat man auch schon so ei­ni­ge Be­son­der­hei­ten er­lebt aber so et­was noch nicht. Wenn du mal kei­ne Ar­beit mehr ha­ben soll­test dann wä­re doch be­stimmt die Mög­lich­keit als Re­dak­teur bei der DB ein­zu­stei­gen um die wied­ri­gen Ge­schich­ten des All­tags so amü­sant wie mög­lich zu ver­kau­fen ich glau­be da könn­te man viel­leicht so­gar mehr ver­die­nen.
    Auf dei­ne näch­ste Ge­schich­te bin ich sehr ge­spannt.
    Gruß Rolf

    #10 

  11. 20100116  •  12. Jun. 2010, 10:30 Uhr

    [...] Eis­brocken wa­ren durch­aus im­po­sant und zer­platz­ten in bös­ar­tig scharf­kan­ti­ge Stücke), wäh­rend die­se Rei­se ei­nes an­de­ren bahn­fah­ren­den Für­thers et­was span­nen­der ver­lau­fen [...]

    #11 

  12. Mario  •  4. Okt. 2010, 12:25 Uhr

    Im Som­mer wird er zu heiß, weil die Kli­ma­an­la­ge nicht lei­stungs­stark ge­nug ist, im Win­ter geht er ka­putt, weil die kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren zu­sam­men mit Eis­schlag De­fek­te ver­ur­sa­chen: Al­so fah­ren wir ab so­fort nur noch in Früh­jahr und Herbst ICE?

    #12 

  13. zonebattler  •  4. Okt. 2010, 13:24 Uhr

    Wir fah­ren im­mer. Wenn ich al­le 30 (Dienst-)Jahre ein­mal lie­gen­blei­be, dann hal­te ich das täg­li­che Ha­va­rie-Ri­si­ko für ver­nach­läs­sig­bar ge­ring...

    #13 

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