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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Da­men­bei­ne (17) Gip­feldra­ma »

Mit­ge­ses­sen, mit­ge­ges­sen

Der zo­ne­batt­ler war selb­dritt ver­reist: Ne­ben sei­ner bes­se­ren Hälf­te hat­te er noch ei­ne be­freun­de­te Ge­sell­schaf­te­rin mit nach Bar­ce­lo­na ent­führt, wo­selbst das Für­ther Trio dann ei­ne wun­der­ba­re Wo­che bei früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren ver­leb­te. Da­zu wird es dem­nächst hier noch al­ler­lei bun­te Bil­der zu se­hen ge­ben. Hier und heu­te sei aber schon vor­ab von je­nem spek­ta­ku­lä­ren Abend­essen ge­schwärmt, wel­ches wir im Vor­aus über die In­ter­net-Platt­form eatwith.com ge­bucht hat­ten.

Von die­ser vir­tu­el­len »Mit­es­ser-Ver­mitt­lung« hat­ten wir in ei­ner TV-Re­por­ta­ge über die ka­ta­la­ni­sche Me­tro­po­le er­fah­ren. Das Prin­zip: Pro­fi-Kö­che oh­ne ei­ge­nes Re­stau­rant be­ko­chen ih­re Gä­ste im ei­ge­nen Heim. Sie prä­sen­tie­ren Ihr An­ge­bot auf der Platt­form, die das gan­ze lo­gi­sti­sche Drum­her­um er­le­digt (Bu­chung, Ab­rech­nung, Kun­den­feed­back) und durch Test­esser ei­nen ge­wis­sen Qua­li­tätstan­dard ga­ran­tiert.

So­weit die Theo­rie. Die Pra­xis in­des über­traf al­le un­se­re Er­war­tun­gen!

Wir wa­ren zu Gast bei Ru­di aus der Stei­er­mark. Der ge­bo­re­ne Öster­rei­cher und ge­lern­te Koch war in Bar­ce­lo­na so­zu­sa­gen »hän­gen ge­blie­ben« und hat sich dort ei­ne Exi­stenz auf­ge­baut. Seit vier Jah­ren lebt er von sei­nen »Pri­vat-Gä­sten«, und sein »in­credi­ble win­ter me­nu – all or­ga­nic and lo­cal« war ein Ge­dicht in sie­ben Stro­phen (resp. Gän­gen). Ich zei­ge hier ab­sicht­lich kei­ne ver­wackel­ten Han­dy-Fo­tos (und woll­te auch die Stim­mung nicht durch hem­mungs­lo­se Blit­ze­rei stö­ren). Ich zäh­le auch nicht die krea­ti­ven Ide­en des Mei­sters auf, die müs­sen selbst gou­tiert wer­den, um sie an­ge­mes­sen wür­di­gen zu kön­nen. Nur so­viel: Wer in Bar­ce­lo­na weilt und ein eat­with-Din­ner aus­pro­bie­ren will, liegt (bzw. sitzt) in Ru­dis gu­ter Stu­be gold­rich­tig!

Ne­ben dem Es­sen (und den pas­sen­den Wei­nen) gilt es noch her­vor­zu­he­ben, daß so ein »Pri­vat-Din­ner« durch­aus et­was von ei­nem »Fei­er-Abend« mit al­ten Freun­den hat. Na­tür­lich hat­ten wir drei Für­ther die an­de­ren Gä­ste vor­her noch nie ge­se­hen: ein äl­te­res Paar exi­lier­ter Hong­kong-Chi­ne­sen, wel­ches seit Jahr­zehn­ten in Au­stra­li­en an­säs­sig ist, zwei wei­te­re äl­te­re Herr­schaf­ten aus Hong­kong, ein jun­ges Pär­chen aus Ka­na­da. Da­zu – so­zu­sa­gen als spe­cial guest – die Ma­ma des Mei­sters, die zum jähr­li­chen Be­such beim Soh­ne­mann weil­te. Der pri­va­te Rah­men sorg­te so­fort für leb­haf­te Ge­sprä­che, wie sie in ei­nem öf­fent­li­chen Spei­se­lo­kal über die Tisch­gren­zen hin­weg sel­ten bis nie zu­stan­de kom­men! A bis­serl Eng­lisch muß man frei­lich kön­nen, um in in­ter­na­tio­na­ler Run­de mit­hal­ten zu kön­nen und sei­nen Spaß am an­ge­reg­ten Aus­tausch zu ha­ben...

Na­tür­lich war es letzt­lich ein klar de­fi­nier­tes Ge­schäft: Geld ge­gen Gau­men­freun­den. Den­noch krieg­ten wir für den mo­ne­tä­ren Ein­satz weit mehr als üb­lich: Ful­mi­nan­te Lecker­bis­sen, leb­haf­te und ni­veau­vol­le Kon­ver­sa­ti­on und schluß­end­lich das Ge­fühl, sich »frem­den Freun­den« für die Dau­er ei­nes Abends sehr nah und ver­bun­den zu füh­len. Ob Zu­fall, Glück oder Sy­stem, für uns ist es kei­ne Fra­ge: Die näch­sten Städ­te-Rei­sen wer­den nach Mög­lich­keit wie­der von und mit ei­nem »eat­with-Event« ge­krönt!

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