Abgelegt in: Vermischtes • 14. Dez. 2006, 13:16 Uhr • 6 Kommentare lesen
Der Jahreszeit angemessen wollte ich mir soeben bei einem der großen Burger-Brater in der Nähe meines Büros einen Milchshake holen. Zwar mußte ich nicht lange an der Kasse warten, aber dummerweise war das Erdbeer-Aroma just beim Zapfvorgang alle. Was dann passierte, erstaunte mich nicht wenig: Erst ein, dann zwei, dann drei, dann vier Bedienstete kümmerten sich um das Nachbefüllen sämtlicher Konzentrat-Behälter. Zu diesem Behufe schnappten sie zunächst deren Deckel ab und legten diese sämtlich ungeschützt auf den dreckigen Fußboden:
Man verzeihe den in innerlicher Erregung ungeblitzt entstandenen Schnappschuß, er ist zwar unscharf, läßt aber erkennen, was Sache ist. Der zonebattler traute seinen Augen kaum: Was nützen hygienische Edelstahlbehälter, wenn die Deckel mit den Dichtungen nach unten auf den von allen Personalen ständig begangenen Boden gelegt werden?
Die mich bedienende Dame flehte mich an, kein Foto zu machen, wohl aus Furcht vor Sanktionen und Angst um ihren Arbeitsplatz. Nur konnte die am wenigsten dafür, die eigentlichen Untäter waren die männlichen Schlipse bis hin zum Restaurant-Manager! Ich ließ mir sofort mein Geld zurückgeben und verließ fluchtartig das dubiose Etablissement...
Ich überlege, den Vorfall dem Nürnberger Gesundheitsamt Ordnungsamt zur Kenntnis zu bringen. Und ich kenne einen Laden mehr, wo man zukünftig auf mich und mein Geld wird verzichten müssen!
Abgelegt in: Alltagsleben • 5. Dez. 2006, 12:27 Uhr • 8 Kommentare lesen
Abgelegt in: Spurensuchen • 2. Dez. 2006, 6:00 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Kurioses • 28. Nov. 2006, 6:10 Uhr • 1 Kommentar lesen

Abgelegt in: Kurioses • 9. Nov. 2006, 19:10 Uhr • 6 Kommentare lesen
Es kommt ja nicht eben oft vor, daß wir uns Ausstellungen anschauen, die wir andernorts und andernzeits schon einmal gesehen haben. Aber gestern mußten wir aus Gründen innerlich weiterhin schwelender Begeisterung eine Ausnahme machen und nach Nürnberg in das ArTelier [1] zur Vernissage der »Randzonen« [2] eilen: Vier junge Fotografen aus der Region präsentieren dort erneut ihre höchst bemerkenswerten Panorama-Ansichten von überwiegend unspektakulären Orten in Fürth und Nürnberg:
Was Andy Brunner, Joachim Lindner, Frank Kretschmann und Stefan Koch hier entweder in schlichten Wandrahmen oder in sachlich-lapidaren Leuchtkästen vorstellen, ist freilich in mehrfacher Hinsicht am Rand: Zum einen sind es die Motive selbst (Brücken, Parkhausdecks, Sportplätze, U‑Bahnhöfe), zum anderen aber auch die Perspektiven und Lichtstimmungen (oftmals von Tagesrandlagen), welche Allerweltsorte in völlig neuer Sichtweise zeigen...
Einen besonderen Touch (den man sogleich erspürt, wenngleich nicht immer sofort konkret benennen kann) erhalten die Bilder dadurch, daß sie mit schräg durch das Bild gleitender Schärfeebene [3] aufgenommen wurden: Einzelne Motivteile werden dadurch knackescharf abgebildet, während das Drumherum sanft ins Unscharfe abgleitet. Sagenhaft. Die kühle Präsentation in Leuchtstelen [4] paßt hervorragend dazu. Leider sind die Raumverhältnisse im ArTelier etwas beengt, aber mit einigen kopfüber an die Decke gehängten (und weiteren, in den pittoresken Hinterhof gestellten) Leuchtkästen konnte eine passable Lösung gefunden werden.
Im Gegensatz zur handelsüblichen Künstler-Bohème ist der zonebattler ja ein Frühaufsteher und ein überpünktlicher Beizeitenkommer dazu, so daß er für mindestens vier akademische Vorlauf-Viertelstunden ein einigermaßen freies Foto-Schußfeld hatte. Später wurde es dann aber doch rasch voller und der Tabakqualm aus mehreren Dutzend Mündern und Nüstern ließ ihm bald die Augen tränen und den Schritt wanken, so daß er von der schönen Sekt- und Saftbar nurmehr einen schemenhaften Eindruck erhaschen konnte:
Da half es auch nichts, daß eine paffende Kindsmutter ihr kleines Töchterlein als Rauchverzehrer in die Luft hielt und durch die Räume trug: Tränenden Auges mußten wir die Stätte räumen. Gleichwohl können wir diese wirklich sehenswerte Ausstellung nur weiterempfehlen: Wenn man rechtzeitig kommt, wird man sicher auch noch klaren Blick nebst frischer Luft haben und allenfalls Tränen der Freude vergießen...
Alle Aufnahmen des Randzonen-Projekts gibt es übrigens auch in einem Buch (von limitierter, geringer Auflage) zu bestaunen. Ich habe vor, dieses Werk demnächst in meinen Rezensionen ausführlich zu besprechen...
[1] Das ArTelier, Knauerstraße 3, 90443 Nürnberg
[2] 27.10. bis 03.12.2006, Do-Fr 19–23, So 16–19 Uhr
[3] Für solche Effekte braucht es eine Fachkamera mit verschwenk- und drehbarer Standarte: Bei normalen Kameras mit festem Objektiv sind Fokussierebene und Film- bzw. Chip-Ebene ja immer parallel zueinander.
[4] Wobei uns bei der Erst-Ausstellung in Nürnberg-Schniegling im Juli 2005 noch besser gefallen hat, daß dort der Boden des alten Industriegebäudes komplett mit Rindenmulch aufgeschüttet war: Das hat die Stromkabel zu den Leuchtkästen wunderbar verschwinden lassen und der Präsentation zudem noch zusätzliche (spür- und riechbare) Atmosphäre verliehen. Damals gab es zonebattler’s homezone noch nicht, aber es wurde der Wunsch geweckt, solche Ereignisse fürderhin für die Nachwelt (und die eigene Erinnerung) festzuhalten...
Abgelegt in: Kulturelles • 28. Okt. 2006, 14:30 Uhr • 1 Kommentar lesen
In Nürnberg eröffnet heute die Verbrauchermesse Consumenta, was dem Bayerischen Rundfunk immerhin eine von fünf Nachrichtenminuten wert ist. 200.000 kaufwillige Pilger (sog. Rauschkäufer) werden wohl dorthin wallen. Der zonebattler indessen bleibt dem Trubel frohgemut fern, denn er braucht nix. Und will nix.
Abgelegt in: Vermischtes • 28. Okt. 2006, 8:22 Uhr • Diskussion eröffnen
Wer sich Fürth mit aus der Luft anschaut, kann dank offenbar erst kürzlich aktualisierter Datenbasis einen bisher nicht dagewesenen Detailreichtum bestaunen: Der zonebattler vermag jetzt sogar seine vor dem Haus harrende Renngurke zu erkennen!
Da die Fürth-Fotos aus der Winterszeit stammen, sind die Laubbäume kahl und gewähren interessante Durchblicke durch ihr nicht vorhandenes Blätterdach. In Nürnberg sind sie freilich noch hintendran (und nicht etwa vorneweg): Da stammen die Bilder aus der Mitte des Kalenderjahres, was an der Nahtstelle in der Nähe der Stadtgrenze zu einer verblüffenden Vegetationsgrenze führt:
Für die hier vorgesehene(n) Abbildung(en) konnten nicht alle eventuell tangierten Lizenz- und/oder Urheberrechtsfragen mit letzter Gewißheit geklärt werden, weshalb auf eine kenntliche Darstellung leider verzichtet werden muß.
Das Bild zeigt den Rad- und Fußweg an der Pegnitz bei Nürnberg-Schniegling, der von links oben nach rechts unten diagonal durch den Ausschnitt führt. Fürth fängt unmittelbar links davon an.
Wenn jetzt jemand meint, hier sogleich ätzend senfen zu müssen von wegen grünes Nürnberg, graues Fürth und so, dann nur zu: Ich winke jetzt schon müde gähnend ab!
Abgelegt in: Kurioses • 23. Okt. 2006, 20:56 Uhr • 8 Kommentare lesen
Abgelegt in: Alltagsleben • 19. Sep. 2006, 8:51 Uhr • 3 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 19. Sep. 2006, 6:22 Uhr • Diskussion eröffnen
Ein außerplanmäßiger Zughalt in Nürnberg-Doos neben dem Post-Verladecenter des Quelle-Versandhauses:
Jenes eingehauste Förderband zwischen Doos und Eberhardshof hat meine Phantasie schon immer beflügelt...
Abgelegt in: Vermischtes • 12. Sep. 2006, 6:15 Uhr • 4 Kommentare lesen
Abgelegt in: Vermischtes • 27. Aug. 2006, 19:03 Uhr • Diskussion eröffnen
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