Abgelegt in: Spurensuchen • 28. Okt. 2006, 6:25 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Vermischtes • 4. Okt. 2006, 8:24 Uhr • 5 Kommentare lesen
...Salamander lebe hoch! So endeten meist die Comic-Geschichten in den berühmt-berüchtigten Lurchi-Heften, die in meiner Jugendzeit von Eltern und komplizenhaft verbündeten Schuhverkäuferinnen als Köder verwendet wurden, um den sich vehement sträubenden Nachwuchs zum überfälligen Schuhkauf zu überreden. Wohl jede(r) in Westdeutschland aufgewachsene Mitvierziger(in) kennt den pfiffigen Feuersalamander und seine Kumpane:
Mein persönlicher Favorit zu Kinderzeiten war fraglos der dicke Unkerich, trotz oder wegen seiner jovial zur Schau gestellten Leibesfülle. Viel später ist mir die Ähnlichkeit des zuweilen aufgeblasenen Kerls zum ebensolchen Reichsmarschall und ‑jägermeister Hermann Göring aufgefallen. Jener ist übrigens in Fürth zur Schule gegangen. Geholfen hat es nix, wie die Geschichte leider lehrt.
Doch zurück zu Lurchis Abenteuern: Der zonebattler hat inzwischen schon eine dreistellige Anzahl Artikel, Applikationsberichte und andere Auftragsarbeiten für die Großindustrie verfaßt. Dabei hat er stets den Spannungsbogen der Lurchi-Stories und deren Gliederung (Einleitung, Hauptteil, Schluß) recycelt und perfektioniert. Die Resultate überzeugten die Kundschaft immer wieder, offenbar sind Erwachsene mit den gleichen dramaturgischen Kunstgriffen zu fesseln wie Kinder. Aber es ist ja eine altbekannte Binsenweisheit, daß sich zumindest Männer und Knaben nur durch den Preis ihres Spielzeugs unterscheiden...
Abgelegt in: Interna • 28. Sep. 2006, 15:40 Uhr • 2 Kommentare lesen
Heute ist Fasten angesagt, denn der gestrige Samstag hat mich (hoffentlich nur temporär) um ein gutes Kilo anschwellen lassen. Zunächst waren wir fünf Stunden lang beim Tag der offenen Tür in der Fürther HighTech-Firma eines Schulfreundes, wo es neben interessanten Vorführungen und guten Gesprächen auch ein vorzügliches Barbecue-Buffet sowie später eine üppige Auswahl an hausgemachten Kuchen aus den Küchen der MitarbeiterInnen gab. Zwischendrin wurde einem geistige Kost verabfolgt. Aus Diskretionsgründen habe ich kaum fotografiert, aber im streng abgeschirmten Reinraum-Labortrakt mußte ich doch einmal die Kamera zücken, weil mich eine Notiztafel an der Wand geradezu magnetisch anzog:
Auch wenn meine eigene mathematische Grundausbildung schon längere Zeit zurückliegt, gehe ich mal davon aus, hier keine neu entdeckte Weltformel in die Welt hinauszuposaunen. So ein Ringintegral ist mir vor gut 2,5 Jahrzehnten während meines sehr kurzen Studiums der Elektrotechnik erstmals begegnet (und seither glücklicherweise nie wieder)...
Na fein, in Hirn und Pansen gut gesättigt ging es per Radl am späten Nachmittag wieder nach Hause. Zwei Stunden später erteilte mir die bessere Hälfte freilich schon wieder den Marschbefehl in Richtung Innenstadt, woselbst eine Vernissage in einer recht oft von uns frequentierten Galerie zu besichtigen wäre. Also Sprung auf, marsch, marsch und hurtig hingetapert.
Ich habe in diesem Blog ja schon viel und oft von Kunstausstellungen berichtet, aber diesmal verspürte ich nicht die geringste Lust dazu: Alles sicher nett und freundlich arrangiert, mit einem bescheidenen und neu eingeführten Künstler von weit her, aber eine beliebig austauschbare Einführungsrede mit Blablablubber-Floskeln, die immer gleichen Gesichter (schon klar, meines zugegeben inklusive) und die peinlich selbstbezogenen Kommentare der egomanischeren BesucherInnen gingen mir diesmal weit mehr auf die Nerven als früher. Das Plündern des Buffets habe ich bis auf ein paar delikate Käsestückchen dann weitgehend den anderen überlassen (wobei mir in meiner vornehmen Zurückhaltung immerhin die soziologisch recht aufschlußreiche Beobachtung gelang, daß die dicken Damen gerne den Schinken Scheibe für Scheibe für Scheibe auf das Weißbrot schichten, um sich beim behenden Hineinstopfen hernach wortreich über ihre angeborene Drüsenfehlfunktion auszulassen...
Schwamm drüber. Danach ging es nicht etwa nach Hause, sondern per pedes quer durch die Stadt zum Rundfunkmuseum, woselbst es (am Vorabend der heute staffindenen Radiobörse) bis in die Nacht hinein ebenso lustig wie gesellig zuging. Manches Wort fand dort den Weg aus meinem Mundwerk, eine heiße Bretzel und diverse Getränke indessen den Weg hinein. Mehr oder weniger beschwingt hatschten wir später durch die dunklen Gassen in Richtung Heimat und kamen gerade rechtzeitig zur Geisterstunde in die Koje.
Heute früh zwickt es unangenehm in den Hüften, und der zonebattler muß sich tatsächlich eine temporäre Diät verordnen: Er hatte schon einmal zehn Kilo mehr auf den Rippen, und da will er wirklich nimmermehr hinkommen... Die Beweisführung in Sachen zonebattler’s law überläß er durchaus gerne den anderen!
Abgelegt in: Alltagsleben • 17. Sep. 2006, 6:18 Uhr • 4 Kommentare lesen
Abgelegt in: Spurensuchen • 15. Sep. 2006, 20:53 Uhr • Diskussion eröffnen
Wiewohl ich an sich leidenschaftlich gern Flohmärkte bestreife und das Wetter heute erheblich etwas besser ist als letztes Jahr, verspüre ich so gar keine recht Lust auf den heutigen Fürther Grafflmarkt. Schlimmer noch, selbst der morgige Flohmarkt am Würzburger Ring in Erlangen-Büchenbach, bis dato allemal eine jährliche Pflichtveranstaltung, vermag mich nicht mehr so recht anzuziehen. Sollte der zonebattler mit seinen 46 Lenzen am Ende endlich erwachsen schon etwas müde werden?
Seltsam... Na, zumindest unseren Grafflmarkt werde ich nach Feierabend wohl doch rudimentär inspizieren, vielleicht fällt ja zumindest das eine oder andere Fotomotiv dabei ab. Wer mich erkennt und anspricht, kriegt ein (ungebrauchtes) Eis spendiert!
Abgelegt in: Alltagsleben • 15. Sep. 2006, 12:25 Uhr • 4 Kommentare lesen
Ein außerplanmäßiger Zughalt in Nürnberg-Doos neben dem Post-Verladecenter des Quelle-Versandhauses:
Jenes eingehauste Förderband zwischen Doos und Eberhardshof hat meine Phantasie schon immer beflügelt...
Abgelegt in: Vermischtes • 12. Sep. 2006, 6:15 Uhr • 4 Kommentare lesen
Abgelegt in: Spurensuchen • 27. Aug. 2006, 19:17 Uhr • Diskussion eröffnen
Abgelegt in: Spurensuchen • 26. Aug. 2006, 16:57 Uhr • 1 Kommentar lesen
Soeben komme ich fassungslos von meiner Postagentur um die Ecke zurück. Was war geschehen? Unmittelbar vor mir gab eine Frau eine Sendung auf, welche ‑da zu schwer für ein Päckchen- schon mit Paketporto in Höhe von EUR 6,90 frankiert war. Nun kann man ja Päckchen mit Postwertzeichen (heißen die noch so?) bekleben, nicht aber Pakete, die das entrichtete Entgelt stattdessen auf dem Kassenaufdruck des Paketscheins dokumentieren. Von beiden Hilfs-Postmenschen auf die naheliegende Möglichkeit angesprochen, die Briefmarken zwecks anderweitiger Verwendung mit etwas Wasser wieder abzulösen, meinte die Absenderin schulterzuckend, das sei jetzt egal, Hauptsache, sie bekäme eine Quittung für die zusätzlich bzw. erneut fälligen EUR 6,90...
Die postalische Quittung bekam sie vor Ort ausgedruckt, die moralische kriegt sie hier und jetzt von mir, denn zufälligerweise erkannte ich als Absender des Paketes meine (bisherige) Stamm-Apotheke in der Fürther Südstadt: Wer es dermaßen dicke hat, EUR 6,90 zum Fenster hinauswerfen zu können, dem kann’s ja so schlecht nicht gehen. Ist offenbar genug Geld für derlei Eskapaden da!
Dem zonebattler jedenfalls, der sich selbst nach Pfennigen Cent-Stücken zu bücken nicht zu schade ist, erscheint ein solch’ verschwenderisches Verhalten als zutiefst dekadent, ja geradezu obszön. Die Zeche für so etwas zahlen letztlich wir alle über unnötig überhöhte Produktpreise. Aber was reg’ ich mich auf: Morgen suche ich mir eine andere Apotheke. Aus Prinzip.
Abgelegt in: Ansichtssachen • 25. Aug. 2006, 17:47 Uhr • 17 Kommentare lesen
Letzten Sonntag Abend gegen halb acht bei amazon.co.uk in England bestellt, am heutigen Mittwoch schon auf meiner heimischen Treppe:
In Großbritannien selbst wäre die Lieferung kostenfrei gewesen, unsereins muß für die blitzartige Zustellung läppische £ 1.88 berappen: Nicht alles an der Globalisierung ist schlecht!
Abgelegt in: Alltagsleben • 23. Aug. 2006, 17:11 Uhr • 4 Kommentare lesen
Der zonebattler wohnt praktischerweise zwischen drei Discountern (ALDI, NORMA, PLUS) und zwei Supermärkten (Comet, Marktkauf). Derzeit wird überall »Russisch Brot« karton- bis palettenweise angeboten. Trägt das nun der sich wandelnden Bevölkerungsstruktur Rechnung oder hab’ ich was übersehen? Ist die Süßware aus meiner Jugendzeit womöglich zum Kult-Knirschgebäck der jungen Generation avanciert, weil irgendein angesagter TV-Kasper das vorgemacht (bzw. ‑gekaut) hat?
Abgelegt in: Vermischtes • 31. Juli 2006, 17:02 Uhr • 2 Kommentare lesen
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