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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Montag, 31. Juli 2006

Ziel­grup­pe oder Grup­pen­ziel?

Der zone­batt­ler wohnt prak­ti­scher­wei­se zwi­schen drei Dis­coun­tern (ALDI, NORMA, PLUS) und zwei Su­per­märk­ten (Co­met, Markt­kauf). Der­zeit wird über­all »Rus­sisch Brot« kar­ton- bis pa­let­ten­wei­se an­ge­bo­ten. Trägt das nun der sich wan­deln­den Be­völ­ke­rungs­struk­tur Rech­nung oder hab’ ich was über­se­hen? Ist die Süß­wa­re aus mei­ner Ju­gend­zeit wo­mög­lich zum Kult-Knirsch­ge­bäck der jun­gen Ge­ne­ra­ti­on avan­ciert, weil ir­gend­ein an­ge­sag­ter TV-Kas­per das vor­ge­macht (bzw. ‑ge­kaut) hat?

Freitag, 14. Juli 2006

Aus­ge­trock­net

Was der Wein an Rhein und Mo­sel, das ist das Bier in Fran­ken, näm­lich in flüs­si­ger Form ver­ab­folg­te Hei­mat­lie­be. Das weiß na­tür­lich auch der zone­batt­ler, selbst wenn er per­sön­lich den al­ko­ho­li­schen Ge­trän­ken eher we­nig zu­spricht und sich zu­meist mit Milch und Was­ser be­schei­det. Als Hob­by-Hi­sto­ri­ker frei­lich kann er den Ger­sten­saft schwer­lich igno­rie­ren, zu­mal sich ne­ben un­zäh­li­gen Klein- und Kleinst-Braue­rei­en im Um­land auch in der Stadt in­ter­es­san­te Re­lik­te aus ei­ner Zeit fin­den, da es we­der Ge­trän­ke­märk­te gab noch Tank­stel­len mit kom­plet­tem Su­per­markt-Sor­ti­ment...

Gassenschenke

Wenn man wa­chen Au­ges durch Fürth schlen­dert, dann wun­dert man sich, wie oft al­te Be­schrif­tun­gen an Häu­sern auf ei­ne frü­he­re Nut­zung als Gast­stät­te schlie­ßen las­sen: Wäh­rend sich heut­zu­ta­ge die (Rest-)Familie abends vor dem Fern­se­her ver­sam­melt bzw. je­der für sich wort­los in den ei­ge­nen Bild­schirm glotzt, war vor ei­ni­gen Jahr­zehn­ten die Gast­wirt­schaft für vie­le Men­schen ei­ne Art ex­ter­ri­to­ria­les Wohn­zim­mer. Klar, so­was gibt’s auch heu­te noch, doch die ge­stie­ge­nen An­sprü­che an Event- und Er­leb­nis­ga­stro­no­mie ha­ben zu­min­dest die ein­fa­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Trink­an­stal­ten weit­ge­hend ver­drängt. Was bleibt, ist Far­be an der Wand...

Gassenschenke

Auch die ge­zeig­ten Gas­sen­schen­ken sind schon seit lan­ger Zeit Ge­schich­te und un­wi­der­ruf­lich »trocken­ge­legt«: Hier gab es der­ma­l­einst vom Haus­flur her ei­ne Art Durch­rei­che in den Wirts­raum, wo man sich frisch ge­zapf­tes Bier in den (meist mit­ge­brach­ten) Krug ab­fül­len las­sen konn­te, zum Zwecke des ge­nüß­li­chen Ver­zeh­res da­heim (oder auf dem Weg dort­hin). Kühl­schrän­ke sind ja nun eben­falls ei­ne Er­run­gen­schaft der Neu­zeit, und ei­nen ent­spre­chen­den La­ger­kel­ler (wo­mög­lich mit ge­bro­che­nem Schol­len­eis als Käl­te­mit­tel) hat­te na­tür­lich kein Pri­vat­haus­halt.

Mit den Kühl­ge­rä­ten für die ei­ge­ne Kü­che und den la­ger­fä­hi­gen Fla­schen­bie­ren wur­den die Gas­sen­schen­ken schnell über­flüs­sig, wo­durch sie so­zu­sa­gen (und schein­bar pa­ra­do­xer­wei­se) rasch aus­trock­ne­ten und ver­sieg­ten. Ob die »gu­te al­te Zeit« un­ter dem Strich wirk­lich bes­ser war als die Ge­gen­wart, sei da­hin­ge­stellt. Un­kom­pli­zier­ter war sie al­le­mal!

Montag, 3. Juli 2006

Gut ge­brüllt ist halb ge­wie­hert...

Ich er­hielt so­eben ei­ne Mail vom »Au­to­Scout24-Team« fol­gen­den In­halts:

Sehr Autoscout24 Mit­glied,
 
Es gibt ein Pro­blem mit Ih­rem Autoscout24 in­se­ra­te.
 
Ihr In­se­ra­te ist ge­schlos­sen wor­den, weil wir ei­ni­ge Pro­ble­me mit un­se­rem Ser­ver ha­ben.
 
Um sie wie­der­her­zu­stel­len, klicken Sie bit­te auf das Ver­bin­dungs­ge­brüll.
 
Klicken Sie hier!

Ich klick­te na­tür­lich nicht, zu­mal ich dort kei­ner­lei An­zei­gen lan­ciert hat­te...

Mittwoch, 7. Juni 2006

Das Aal-Prin­zip: Al­les schon mal da­ge­we­sen?

»Ande­re arbei­ten las­sen« heißt die neue­ste Ma­xi­me, mit der sich Ver­la­ge und die wer­be­trei­ben­de Wirt­schaft des ste­tig zu­neh­men­den Auf­merk­sam­keits­ver­lu­stes im ver­netz­ten Zeit­al­ter zu er­weh­ren ver­su­chen. Wie­der ein­mal möch­te ich ei­nen TE­LE­PO­LIS-Ar­ti­kel der Auf­merk­sam­keit mei­ner Le­se­rIn­nen an­emp­feh­len...

Dienstag, 30. Mai 2006

Dienst ist Dienst...

...und Schnaps ist Schnaps. Dar­um blog­ge ich in die­sem mei­nem pri­va­ten Schnip­sel­al­bum nur sehr sel­ten über mei­ne be­ruf­li­che Tä­tig­keit und wenn doch, dann nie­mals un­ter Preis­ga­be in­ter­ner An­ge­le­gen­hei­ten oder per­so­nen­be­zo­ge­ner De­tails. Weil ich aber doch ein biß­chen stolz auf mei­ne Fir­ma und un­ser al­ler Tun hier bin, wer­de ich jetzt ein­fach mal auf die Home­page mei­nes Ar­beit­ge­bers ver­lin­ken. Viel­leicht bringt uns das ja ein paar neue Kun­den, die wir von un­se­rer Lei­stungs­fä­hig­keit über­zeu­gen kön­nen... ;-)

Montag, 29. Mai 2006

Was steht an mei­nem Gar­ten...

...tut auf den Ein­satz war­ten? Ei­ne rie­si­ge »Class 66« Die­sel­lok von Ge­ne­ral Motors/EMD, be­trie­ben von der Hä­fen und Gü­ter­ver­kehr Köln AG (HGK):

Class 66 Diesellok DE 671

Der Rie­sen­brum­mer fällt an­ge­sichts sei­ner schlan­ken Li­nie auf, die der An­pas­sung an das (deut­lich klei­ne­re) eng­li­sche Licht­raum­pro­fil ge­schul­det ist. Da­zu ist die Ma­schi­ne um ei­ni­ges län­ger als ih­re hie­si­gen Vet­tern. Der Lok­füh­rer in­des­sen dürf­te um sei­nen en­gen und nied­ri­gen Füh­rer­stand nicht wirk­lich zu be­nei­den sein...

Dienstag, 23. Mai 2006

Par­ti­el­le Le­se­schwä­che

Ge­stern er­hielt ich ei­nen (völ­lig kor­rekt adres­sier­ten) Brief merk­wür­di­gen In­halts: Ein Mo­dell­bahn-Händ­ler schick­te mir ei­ne Ko­pie sei­ner Ge­wer­be­an­mel­dung und bat dar­um, »mei­ne« Mar­ke EGGER-BAHN in sein Ver­triebs­pro­gramm auf­neh­men zu dür­fen. Ganz of­fen­sicht­lich hat der Mann es ge­schafft, auf mei­ner pri­va­ten Hob­by-Home­page www.egger-bahn.de das Im­pres­sum zu fin­den und da­mit mei­ne Adres­se. Bis zum doch recht ein­deu­ti­gen Hin­weis:

Die­se Home­page ist ei­ne pri­va­te Fan-Sei­te, der Au­tor ver­folgt da­mit kei­ner­lei kom­mer­zi­el­le In­ter­es­sen. Ge­zeig­te Ge­gen­stän­de be­fin­den sich nicht not­wen­di­ger­wei­se im Be­sitz des Ver­fas­sers und ste­hen auch nicht zum Ver­kauf.

hat sei­ne Le­se­lust dann aber of­fen­bar nicht mehr ge­reicht...

Was macht man nun in so ei­nem Fall? Ei­ne Mail-Adres­se hat der Herr nicht an­ge­ge­ben, ich müß­te mich zur Klar­stel­lung al­so da­zu auf­raf­fen, ent­we­der ei­nen Brief zu schrei­ben oder ei­nen An­ruf zu tä­ti­gen. Er­ste­res ko­stet Zeit, letz­te­res Über­win­dung, bei­des Geld.

Nach ei­ner Mi­nu­te Nach­den­kens über ei­ne an­ge­mes­se­ne Re­ak­ti­on ha­be ich das Schrei­ben dann schnur­stracks in mei­ne Alt­pa­pier-Tü­te über­führt: Wer zu trä­ge zum Le­sen ist, der wird mit Ant­wort-Faul­heit mei­ner­seits be­straft!

Montag, 15. Mai 2006

Quel­len-Stu­di­um

Seit Wo­chen will ich ei­nen hä­mi­schen Bei­trag über das dep­per­te neue Lo­go am Nürn­ber­ger Quel­le-Turm ver­fas­sen und är­ge­re mich dar­über, das Ab­lich­ten des al­ten Si­gnets vor des­sen De­mon­ta­ge ver­säumt zu ha­ben. Ge­knipst ha­be ich lei­der erst, als schon fast wie­der Gras über die Sa­che ge­wach­sen war:

Versandhaus Quelle in Nürnberg

Die Su­che nach ei­ner Ar­chiv-Auf­nah­me des Wahr­zei­chens mit der Hand im Ring kann ich nun­mehr ein­stel­len: Ein­mal mehr bin ich eben­so ver­blüfft wie er­freut, daß mir Herr BlueS­ky die Ar­beit ab­ge­nom­men hat, und zwar in Wort und Bild !

Samstag, 6. Mai 2006

Fla­schen­geist

Um kurz nach 8:00 Uhr ha­be ich heu­te dem Fla­schen-Rück­nah­me­au­to­ma­ten im be­nach­bar­ten ALDI erst­ma­lig NOR­MA-Fla­schen zum Fra­ße vor­ge­wor­fen, die der Blech­ka­me­rad nach kur­zem Zö­gern ak­zep­tier­te und klag­los zermuhl. So soll es sein, und ich den­ke, das wird nicht nur die Be­quem­lich­keit der Kon­su­men­ten för­dern, son­dern auch die Zahl der in die Land­schaft ge­schmis­se­nen PET-Be­häl­ter nach­hal­tig ver­rin­gern. Zeit is worn, wie der Fran­ke sagt...

Dienstag, 4. April 2006

Sieg des Stär­ke­ren?

Die na­tür­li­che Evo­lu­ti­on be­för­dert seit je­her das Stär­ke­re, Le­bens­tüch­ti­ge­re, Bes­se­re. Wo­bei man dar­über dis­ku­tie­ren kann, ob das ge­gen­wär­ti­ge Top-Mo­dell ho­mo sa­pi­ens nicht noch ei­ni­ge grund­le­gen­de Firm­ware-Up­dates ver­tra­gen könn­te, zu­mal es sich an­schickt, sei­ne Le­bens­grund­la­ge nach­hal­tig zu (zer)stören. Aber sei’s drum, ich will ja auf was ganz an­de­res hin­aus, näm­lich auf die Evo­lu­ti­on der tech­ni­schen Ge­rät­schaf­ten: Da me­ta­sta­siert der Wahn­sinn schon seit län­ge­rem in al­le Rich­tun­gen...

Heu­te ha­be ich zum Bei­spiel nach ei­nem rei­se­taug­li­chen Ak­ku-La­de­ge­rät Aus­schau ge­hal­ten, wel­ches die zy­lin­dri­schen En­er­gie­spen­der für die neue Di­gi­tal­ka­me­ra auch in fer­nen Län­dern und vor al­lem im Cam­ping-Ur­laub ab­seits al­ler Steck­do­sen wie­der mit reich­lich Elek­tro­nen be­fül­len kann. Wäh­rend die Ge­häu­se von der­lei mo­bi­len Ge­rät­schaf­ten frü­her ty­pi­scher- und höchst prak­ti­scher­wei­se aus schwar­zem, durch­ge­färb­tem Kunst­stoff be­stan­den, sind heu­te so gut wie sämt­li­che Pro­duk­te al­ler Her­stel­ler sil­ber­far­ben spritz­lackiert. Wie die mei­sten bil­li­gen und nicht-mehr-ganz-so-bil­li­gen Kom­pakt-Ka­me­ras halt auch.

Das mag gut aus­se­hen, so­lan­ge die Din­ger ein­ge­b­li­stert im Ver­kaufs­stän­der hän­gen und um die Gunst der Kund­schaft buh­len. Im täg­li­chen Be­trieb reibt, schabt oder stößt sich die hauch­dün­ne Lack­schicht selbst bei pfleg­li­cher Be­hand­lung bald an den Ecken, Kan­ten und her­vor­ste­hen­den Tei­len ab und die äu­ßer­li­che Pracht ist schnell da­hin. Die In­du­strie mag das so­gar freu­en, auch so kann man schließ­lich wie­der Lust auf et­was Neu­es er­wecken. Auf Aspek­te wie En­er­gie- und Res­sour­cen­ver­schwen­dung für kurz­le­bi­ge Pro­duk­te will ich an die­ser Stel­le nicht wei­ter ein­ge­hen, ich fra­ge mich aber, wie weit der Un­fug wohl noch ge­hen wird, mit über­kan­di­del­tem Pro­dukt­de­sign die Gren­zen des Sinn­vol­len im­mer wei­ter hin­ter sich zu las­sen: In der Na­tur merzt die Se­lek­ti­on den Un­fug aus, in des Men­schen künst­li­cher Welt scheint je­der Blöd­sinn ge­dei­hen zu kön­nen...

Samstag, 1. April 2006

Die Floh­markt-Sai­son ist er­öff­net!

Auf dem Flohmarkt

Bei pas­sa­blen Wet­ter be­streif­te der zone­batt­ler heu­te den gro­ßen Floh­markt an der Ecke Ro­then­bur­ger Stra­ße / Schwa­ba­cher Stra­ße / Ge­bers­dor­fer Stra­ße. Der ist recht aus­ge­dehnt und die Mi­schung aus Pro­fi-Händ­lern und Pri­vat­leu­ten geht in Ord­nung. Nicht zu­letzt auf­grund des all­ge­mein nied­ri­gen Preis­ni­veaus ist mir die­ser Markt ei­ne Emp­feh­lung wert. We­gen der Ter­mi­ne der et­wa zwei­mal im Mo­nat sams­tags statt­fin­den­den Mas­sen-Trö­de­lei kon­sul­tie­re man die Home­page des Ver­an­stal­ters.

Dienstag, 21. März 2006

Ei­ne Fra­ge der Früch­te

Seit je­her wer­den Äp­fel als ge­sund für Bauch und Backe emp­feh­len (»Da­mit Sie auch mor­gen noch kraft­voll zu­bei­ßen kön­nen«). In un­se­ren glo­ba­len Zei­ten kom­men heut­zu­ta­ge auch fern­öst­li­che Früch­te auf den frän­ki­schen Tisch, ob das un­be­dingt von­nö­ten ist, sei mal da­hin­ge­stellt. In­ter­es­sant aber war das Preis­schild im na­hen PLUS-Markt al­le­mal:

Preisschild

Wem fällt hier was auf? Was ist so­zu­sa­gen faul an die­sen Äp­feln? Je­mand ’ne Idee?!!

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