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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


« Die­ser Satz kein Verb! Ga­le­rie der Kon­tra­ste (23) »

Gip­fel­sturm

Heu­te nach­mit­tag ließ ich es im Bü­ro im Wort­sin­ne kra­chen: Chef auf Dienst­rei­se, Kol­le­ge 1 im Ur­laub, Kol­le­ge 2 auf Kur, Azu­bi­ne schon ins Wo­chen­en­de ver­flüch­tigt, der zo­ne­batt­ler al­so al­lein auf wei­ter Flur. Drum al­so flugs des Rech­ners CD-Schub­la­de aus­ge­fah­ren, den schim­mern­den Sil­ber­ling ein­ge­wor­fen und die dicken Ak­tiv-Laut­spre­cher auf­ge­dreht...

Wäh­rend ich laut­hals und laut­stark bei Son­ne, Ne­bel, Ge­wit­ter und Sturm den gro­ßen Glet­scher be­stei­ge und end­lich wie­der zu­rück­fin­de [1], hacke ich Dut­zen­de zu pla­nen­der Se­mi­nar­ver­an­stal­tun­gen für 2008 in die Bu­chungs­mas­ken, ein geo­gra­fisch weit ge­spann­tes Netz aus Trai­nern, Räu­men, Teil­neh­mern und son­sti­gen Zu­ta­ten we­bend. Hoch­kon­zen­trier­te Tip­pe­rei in ge­üb­ter Ta­sta­tur-Vir­tuo­si­tät, von kei­nem Te­le­fon­läu­ten und kei­ner Mail-Le­se­rei mehr un­ter­bro­chen, wohl aber von der Mu­sik ge­tra­gen und be­feu­ert.

Nach der er­sten mu­si­ka­li­schen Berg­wan­de­rung die näch­ste Schei­be aus­ge­packt und ein­ge­le­sen, wie­der ins er­ha­be­ne (und er­he­ben­de) Hoch­land, dies­mal aber weit im Nor­den [2]. Mit­ge­summt, -ge­träl­lert und ge­pfif­fen, gleich­zei­tig wei­ter ge­bucht, was das Zeug hält: Die lan­gen 3-Wö­cher zu­erst, zwei­wö­chi­ge Schu­lun­gen hin­ter­her, die 5-Ta­ges-Trai­nings am Schluß in die ver­blie­be­nen Lücken. Da­bei die durch Fei­er­ta­ge an­ge­bis­se­nen Wo­chen schlau aus­ge­nutzt, die gro­ßen (ho­tel­zim­mer­ver­knap­pen­den und -preis­trei­ben­den) Mes­sen und Events in Mün­chen, Frank­furt, Ham­burg und Ber­lin nach Mög­lich­keit um­schifft, die in­di­vi­du­el­len Pro­dukt-Port­fo­li­os der Mann­schaft be­rück­sich­tigt, dar­über hin­aus ver­sucht, die Män­ner im Fel­de nicht oh­ne Not wo­chen­lang fern der Hei­mat ein­zu­set­zen, wenn sich al­ter­na­tiv Ver­an­stal­tun­gen in re­la­ti­ver Wohn­ort­nä­he durch­füh­ren lie­ßen. Das Dröh­nen der Laut­spre­cher mamp­fend mit kra­chen­den Kie­fern (knacki­ge Ka­rot­ten) be­glei­tet.

Mit dem Ver­klin­gen der letz­ten Ak­kor­de schließ­lich den Rech­ner her­un­ter­ge­fah­ren, Fen­ster zu, Pflan­zen ge­gos­sen, Ka­len­der vor­ge­stellt, die ei­ge­nen Hab­se­lig­kei­ten zu­sam­men­ge­rafft, Schreib­tisch und Bü­ro ab­ge­sperrt, Licht aus und ab durch die Mit­te. Sehr pro­duk­ti­ver Wo­chen­aus­klang: Fort­set­zung folgt am Mon­tag, wenn die an­de­ren im­mer noch ab­sent sind. Mer­ke: Mu­sik be­flü­gelt!

 
[1] Ri­chard Strauss: »Ei­ne Al­pen­sin­fo­nie«, op. 64. Sin­fo­nie­or­che­ster des Baye­ri­schen Rund­funks, Ltg. Sir Ge­org Sol­ti. Auf­nah­me von 1979 (DECCA 414 676–2).

[2] Fe­lix Men­dels­sohn Bar­thol­dy: Sym­pho­nie Nr. 3 »Schot­ti­sche«, Ou­ver­tü­ren »Die He­bri­den«, »Mee­res­stil­le und glück­li­che Fahrt« u.a. Slo­va­ki­sche Phil­har­mo­nie, Ltg. Oli­ver Dohná­ni. Auf­nah­me von 1988 (NAXOS 8.550222).

  1. luigi mafiosi  •  18. Aug. 2007, 21:20 Uhr

    ist die kat­ze aus dem haus....

    tan­zen die mäu­se auf dem tisch..

    wie in der tier­welt, so im mensch­li­chen le­ben...

    #1 

  2. zonebattler  •  18. Aug. 2007, 21:53 Uhr

    Das mag in Dei­ner du­bio­sen Bru­der­schaft so sein...

    ...nicht je­doch in mei­ner Fir­ma: Nicht ge­nug, daß un­ser­ei­ner eben nicht auf sei­nem Tisch her­um­hupft, hier hal­ten die Mäu­se der ab­we­sen­den Kat­ze so­gar ganz selbst­ver­ständ­lich so weit es geht den pel­zi­gen Rücken frei. Ver­trau­en ge­biert Ver­trau­en, und das ist mei­nes Wis­sens im ge­sam­ten Tier­reich oh­ne Par­al­le­le...

    #2 

  3. RJWeb  •  23. Aug. 2007, 13:00 Uhr

    Welch’ un­er­mess­li­che Par­al­le­le ...

    ... zu Dei­nem Mu­sik­ge­nuss tut sich hier auf : Mei­ner ei­ner hat bis zum Sams­tag in den Al­pen ge­weilt und ge­nießt nach Zwi­schen­stopps in Rhön und Teu­to­bur­ger Wald nun­mehr be­reits den zwei­ten Tag die Mee­res­stil­le das Mee­res­rau­schen auf Bal­trum !

    In die­sem Sin­ne : Herz­li­che Ur­laubs­grü­ße ins Frän­ki­sche !

    #3 

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